Top Ten Thursday 381: 10 männliche Autoren, deren Bücher dich begeistert haben

Nach einer langen Pause bin ich mal wieder beim Top Ten Thursday dabei. Heute gibt es ein Thema, bei dem ich ausnahmsweise absolut keine Probleme habe, genug Bücher zu finden: 10 männliche Autoren, deren Bücher dich begeistert haben. Tatsächlich ist die große Mehrheit meiner Lieblingsautoren männlich. Ich freue mich, euch hier 10 Autoren vorzustellen, deren Bücher ich liebe – von dem besten bis zum zehntbesten. Darunter sind Autoren, deren Bücher ich zahlreich verschlinge und genieße, und auch solche, von denen mich ein Buch im Besonderen begeistert hat.

Kennt ihr die Bücher meiner Lieblingsautoren und mögt ihr sie vielleicht auch? Lasst mir gerne einen Kommentar da!

1. Jack Kerouac

Ich habe ja bereits eine Lobeshymne auf mein Lieblingsbuch On the Road von Jack Kerouac gepostet, doch auch generell ist Kerouac definitiv mein Lieblingsautor. Ich habe neben On the Road viele weitere Bücher von ihm gelesen, die natürlich nicht an seinen Megahit heranreichen können, aber doch alle auf ihre eigene Art reizvoll sind. Sie haben alle Kerouacs unvergleichlichen, poetischen Schreibstil gemeinsam, den ich so bewundere.

2. Dave Eggers

Während ich Jack Kerouac bereits seit mehr als zehn Jahren lese und liebe, sind Dave Eggers Bücher für mich eine relativ neue Entdeckung. Vor ein paar Jahren habe ich Der Circle gelesen und es hat tatsächlich mein Weltbild erschüttert. Das Buch hat mich dermaßen emotional mitgenommen, ohne dass darin besonders viel passiert. Mittlerweile verstehe ich, dass das wohl am Können des Autors liegen muss. Das Buch, mit dem mich Dave Eggers dann aber wirklich überzeugen und restlos begeistern konnte, war seine Autobiografie Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität. Obwohl der Titel zumindest teilweise ironisch gemeint ist, trifft er absolut zu. Ich habe gelacht und geweint und mich in den wunderbar selbstsüchtigen Erzähler verliebt. Seitdem halte ich immer und überall Ausschau nach Dave Eggers Büchern, denn wenn zwei so grundverschiedene Bücher wie Der Circle und Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität mich beide begeistern konnten, dann muss der Grund dafür nicht die Handlung, sondern der Autor sein.

3. Andy Weir

Ich habe erst dieses Jahr die Bücher von Andy Weir gelesen, auch wenn ich dank seinen Interviews und seiner American Dream Story schon vorher ein Fan von ihm war. Aber hier soll es ja um Bücher gehen. Der Marsianer ist bisher das einzige Buch, das ich gelesen habe, seit ich Anfang Februar meinen Blog gestartet habe, das ich mit fünf Sternen bewertet habe. Es ist einfach phänomenal. Obwohl mir Artemis weniger gefallen hat, wertschätze ich Andy Weir als Autor immer noch immens. Er ist einfach ein Meister der Science Fiction. Dass er bei den Nicht-Sci-Fi-Elementen wie den Beziehungsgeflechten in Artemis vielleicht noch etwas lernen muss, verzeihe ich ihm da gerne.

4. Lev Grossman

Ich muss zugeben, dass ich bisher nur Lev Grossmans Fantasy Bücher, nämlich die Magicians Trilogie (Die Zauberer von Fillory), kenne und nicht seine Nicht-Fantasy Werke, die er früher veröffentlicht hat. Doch die Magicians Bücher sind nach wie vor meine liebsten Fantasy Bücher und der Grund dafür ist vor allem das Handwerk von Lev Grossman. Ich liebe seinen ungezwungenen, witzigen Stil, ich liebe seine Figurenkonstruktion und -entwicklungen. Er kann mir Dinge verkaufen, die ich sonst viel zu abstrus finden würde, um sie ernst zu nehmen.

5. James Frey

Bei James Frey ist es ebenfalls der Fall, dass mich ein Buch von ihm deutlich mehr begeistert hat als alle anderen. Es ist schon einige Jahre her seit ich seine Memoiren (mit Schönheitskorrekturen, wie später herauskam) A million little pieces gelesen habe, aber ich erinnere mich noch gut daran, wie mir das Buch damals unter die Haut gegangen ist. Etwas wie das, hatte ich zuvor noch nie gelesen. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass ich die Schmerzen des Protagonisten tatsächlich physisch beim Lesen spüre. Mittlerweile habe ich auch die Endgame Trilogie von James Frey gelesen, die überhaupt nichts mehr von dieser Schreibweise in sich hat – verständlicherweise, immerhin handelt es sich um eine Apokalypse-Geschichte für Jugendliche. Außerdem kenne ich noch Das letzte Testament der heiligen Schrift, das superseltsam war, aber in diesem Sinne typisch für James Frey.

6. Nick Hornby

Ich habe schon lange nichts mehr von Nick Hornby gelesen, aber früher habe ich seine Bücher verschlungen. Nick Horny ist der einzige Romanautor, den ich kenne, der es schafft lustig (teilweise sogar urkomisch) zu sein, während er über ernste Themen schreibt. Das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe, war A long way down und es hat mich vollkommen begeistert. Es folgten High Fidelity, Slam und Funny Girl, die ich ebenfalls sehr unterhaltsam fand. Eigentlich habe ich Lust, mal wieder was von Nick Hornby zu lesen.

7. F. Scott Fitzgerald

The Great Gatsby ist für mich eines dieser Bücher, die jeder einmal gelesen haben sollte – ganz besonders Menschen, die selbst schreiben wollen. Es ist einfach ein Paradebeispiel von Storytelling. Wie Fitzgerald es geschafft hat, solche eine emotionale Geschichte auf so wenigen Seiten zu erzählen, ist mir immer noch rätselhaft. Ich kann viel von ihm als Autor lernen. Außerdem habe ich This Side of Paradise (seinen Debütroman) gelesen, der natürlich noch nicht so gut war wie The Great Gatsby, aber auch schon ziemlich gut.

8. Alex Garland

Wo wir gerade bei Autoren sind, die Storytelling beherrschen, muss ich unbedingt auch Alex Garland nennen. Sein Roman The Beach konnte mich fesseln, begeistern, mitfiebern lassen und sogar ein bisschen gruseln. Bisher ist The Beach das einzige Buch, das ich von ihm gelesen habe. Ich kenne ihn sonst nur als Drehbuchautoren. Ich denke, dass man es The Beach auch anmerkt, dass hier ein Schriftsteller am Werk war, der es als Drehbuchautor gewohnt ist, den Fokus auf die Handlung zu legen.

9. Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst ist einer der erfolgreichsten deutschen Sci Fi Autoren. Ich habe bisher nur sein Buch Seelenfänger gelesen, aber das konnte mich absolut fesseln und ich plane, es bald mal wieder zur Hand zu nehmen. Seine anderen Bücher waren mir bisher etwas zu Sci Fi lastig, doch sein neuester Thriller Das Erwachen klingt total nach meinem Geschmack und steht schon seit einem Jahr auf meiner Leseliste. Außerdem schätze ich Andreas Brandhorst auch als Übersetzer der Terry Pratchett Bücher.

10. Dan Brown

Auch Dan Brown ist ein Autor, von dem ich bisher nur ein Buch gelesen habe, aber ich finde, manchmal reicht ein Buch, um zu wissen, dass hier ein Autor am Werk ist, der sein Handwerk beherrscht. Für die Uni musste ich mal Der Da Vinci Code lesen, also habe ich es aus der Bibliothek ausgeliehen und mich unwillig an die Lektüre gemacht. Bis dahin war ich absolut kein Fan von Thrillern, außerdem kannte ich schon den Film, wusste also, was passiert. Doch dann konnte mich das Buch total mitreißen und ich konnte es kaum zur Seite legen. Seitdem bewundere ich Dan Brown und stehe auch Thrillern offener gegenüber. In meinem Buchregal wartet noch ein anderes altes Dan Brown Buch auf mich.

 

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Lieblingsbücher Special: On the Road von Jack Kerouac

Sobald ich ein Buch fertiggelesen (oder abgebrochen) habe, werde ich es normalerweise so schnell wie möglich wieder los. Nur wenige Bücher haben mich bisher genug überzeugt, damit ich sie behalte. Deshalb ist es Zeit für eine Blogserie zu meinen Lieblingsbüchern. In dieser möchte ich euch nach und nach die Bücher vorstellen, die aus unterschiedlichen Gründen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und in meinem Bücherregal erhalten haben.

Ich beginne mit meinem absoluten Lieblingsbuch aller Zeiten: On the Road von Jack Kerouac. Ich weiß, dass viele Leser ein Problem damit haben, ein Lieblingsbuch zu benennen, weil es zu viele gute Bücher gibt, doch mir ist es nie so ergangen. Seit ich vor fast 10 Jahren zum ersten Mal On the Road gelesen habe, ist es mein absoluter Liebling und bisher konnte noch kein Buch an es heranreichen. Ich habe On the Road mittlerweile sicher fünf oder sechs Mal gelesen, was an sich schon ein Wunder ist, denn normalerweise verspüre ich wenig Lust, ein Buch noch einmal zu lesen, geschweige denn immer und immer wieder.

Aber On the Road ist nun mal etwas Besonderes für mich. Alles begann damit, dass mein Deutschlehrer in der Oberstufe uns auftrug, ein Buch unserer Wahl vorzustellen. Also plünderte ich das Bücherregal meiner Mutter und stieß dabei auf Unterwegs, die deutsche Übersetzung von On the Road. Ich begann, darin zu lesen, legte das Buch aber bald zur Seite, denn die 50er Jahre Straßensprache ging mir gehörig auf den Geist und erinnerte mich an meine Großeltern. Auf Deutsch konnte mich das Buch nicht fesseln. Außerdem wurde mein Lehrer krank und fiel für viele Monate aus, weshalb meine Buchpräsentation nie stattfand.

Vor meiner mündlichen Abiturprüfung fuhr ich für zwei Wochen in einen kleinen Ort namens Totnes in Südengland, um eine Sprachschule zu besuchen. Dort stieß ich in einem Buchladen auf On the Road von Jack Kerouac. Ich kaufte das Buch, verschlang es und war absolut begeistert. Das Lebensgefühl der Protagonisten sprach mir aus der Seele, vor allem da ich kurz vor dem Abitur stand und tatsächlich das Gefühl hatte, die Welt liege mir zu Füßen.

Doch worum geht es in On the Road eigentlich und was ist dieses Lebensgefühl, von dem ich so schwärme? On the Road berichtet von den Reisen, die der Autor Jack Kerouac mit seinem Freund Neal Cassidy quer über den amerikanischen Kontinent unternahm. Es ist die Geschichte einer Freundschaft und vor allem ein Porträt des außergewöhnlichen Freundes Neal Cassidy. Das Buch ist wohl so etwas wie Kerouacs Memoiren, allerdings fiktionalisiert. So wurden mehrere Reisen zusammengelegt, alle Namen wurden geändert und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Jack Kerouac mit dem Erzähler Sal Paradise etwas besser zeichnete, als er tatsächlich war.

On the Road ist das Programmbuch der Beat Generation, einer Gruppe von Intellektuellen in den 40er und 50er Jahren, die sich meist in San Francisco versammelten und Tabus brachen. Sie feierten den Jazz, die Kultur der Schwarzen, die Homosexualität, die freie Liebe, den Buddhismus und vieles mehr. Wichtige Mitglieder der Beat Generation waren neben Jack Kerouac auch Allen Ginsberg und William S. Burroughs, die alle in On the Road vorkommen. Mittlerweile bin ich ein Experte der Beat Generation. Ich habe Bücher gelesen, Dokus geschaut, bin nach San Francisco gegangen, habe das On the Road Museum besucht und habe weitere Bücher von Jack Kerouac und Allen Ginsberg gelesen.

Immer wenn ich verreise, ist On the Road mit im Gepäck und ich lese es. Auf dem Cover notiere ich all die Orte, an denen dieses Buch schon war und es sind mehr Orte, als manche Menschen in ihrem ganzen Leben besuchen. Außerdem habe ich das Buch bis zum Gehtnichtmehr unterstrichen und kommentiert, habe Zeichnungen und Gedichte eingefügt. Der gedruckte Text ist an manchen Stellen kaum noch lesbar. Bei jedem Lesedurchgang von On the Road fallen mir neue Dinge auf. Jedes Mal ziehe ich neue Botschaften aus der Geschichte und identifiziere mich mit anderen Figuren. Dieses Buch wird mir nie langweilig werden.

Außerdem liebe ich einfach Jack Kerouacs Schreibstil. Sein Stil unterscheidet sich grundlegend von meinem eigenen. Er schreibt oft sehr lange Sätze mit Unmengen von Adjektiven und Adverbien, mit Fragmenten und Verschachtelungen – all das, was ich persönlich um jeden Preis vermeide. Trotzdem gehen mir seine Sätze jedes Mal unter die Haut. Sie sind wirklich mehr Poesie als Belletristik. Auch wenn ich mittlerweile durch Biografien und Berichte erfahren habe, dass Jack Kerouac alles andere als ein guter Freund oder auch ein guter Mensch war, kann man einfach nicht verleugnen, dass er verdammt gut schreiben konnte.

Übrigens habe ich eine Ode auf mein On the Road Exemplar mit dem Titel „Ein Buch wie ein Leben“ für die Anthologie Über Bücher geschrieben, die gerade erschienen ist. Falls ihr euch dafür interessiert, findet ihr das Buch hier.

Habt ihr auch ein Lieblingsbuch, das euch schon seit Jahren begleitet, das ihr immer wieder lest und an das einfach kein anderes heranreicht? Welches ist es? Ich freue mich über Kommentare!

 

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