Frauenfiguren, die rausgeschrieben werden, wenn es drauf ankommt

Seit einiger Zeit fällt mir immer wieder etwas in Büchern auf, das mich extrem ärgert und nervt und das mir bereits das ein oder andere Buch ruiniert hat. Es geht darum, wie mit starken Frauenfiguren umgegangen wird.

Aber bevor ich näher darauf eingehen kann, hier erst einmal eine SPOILER WARNUNG: Im Folgenden werde ich teilweise erzählen, was mit den Frauenfiguren am Ende dieser Bücher passiert: Angefall von Susan Ee, Ewiges Leben von Andreas Brandhorst und Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman, Jay Kristoff. Dabei verrate ich nicht, wie die Hauptstories dieser Bücher ausgehen, aber ich erwähne ein paar Details aus den letzten Kapiteln dieser Bücher, denn ohne die kann ich nicht erklären, worum es mir geht.

Es ist nicht gerade eine neue Erkenntnis, dass Frauen in Büchern oft ziemlich traurig dargestellt werden und alles andere als starke Rollenbilder sind. Immerhin kennen wir alle Geschichten von Prinzessinnen, die von dem edlen Ritter gerettet werden müssen. Außerdem gibt es schon seit Jahrzehnten das Konzept „Women in Refrigerators“, was beschreibt, wenn in der Science Fiction das Leid von Frauen genutzt wird, um die Geschichte der männlichen Hauptfigur voranzubringen. Solche Geschichten hängen mir echt zum Hals raus und eigentlich müsste man meinen, dass wir sowas mittlerweile nicht mehr lesen müssen. Aber leider trifft es auch bei heutigen Neuerscheinungen noch oft zu, dass Frauen als Opfer dargestellt werden, die von den männlichen Helden gerettet werden müssen.

Genauer gesagt bin ich in letzter Zeit mehrmals auf Bücher (vor allem in den Genres Fantasy und Science Fiction) gestoßen, in denen die weibliche Protagonistin einfach rausgeschrieben wurde, wenn es wirklich drauf ankam.

Beispiel 1: Angelfall von Susan Ee

Ganz kurze Inhaltsangabe: Die Apokalypse ist ausgebrochen, nachdem die Engel die Menschheit angegriffen haben. In dieser Welt macht sich die jugendliche Penryn zusammen mit dem Engel Raffe auf, um nach ihrer Schwester zu suchen. Mehr Infos gibt es hier.

Angelfall hat mir insgesamt nicht besonders gefallen. Ich empfand die Fantasy-Elemente als abgeschmackt und die Beziehung der beiden Protagonisten als unangenehm. Was mir aber gefallen hat, war, dass es eine starke weible Protagonistin gab. Mit Penryn haben wir in Angefall eine Hauptfigur, die unabhängig und mutig ist und vor allem auch körperlich stark. Sie kann sich selbst verteidigen. Während des Buches sehen wir sie hin und wieder kämpfen und es wird schnell klar, dass sie von keinen gerettet werden muss. Das war ein Grund für mich weiterzulesen, denn ich habe mich darauf gefreut, Penryn beim Endkampf dabei zu beobachten, wie sie alle fertigmacht, was sie definitiv könnte.

Leider kommt es nie dazu. Denn gerade als der finale Kampf startet, wird Penryn von einer Kreatur gebissen, weshalb sie komplett gelähmt wird. Deshalb liegt sie während dem Showdown einfach nur da, kann sich nicht am Kampf beteiligen und ist absolut überflüssig. Natürlich muss sie dann von einer männlichen Figur gerettet werden.

Als ich das gelesen habe, hätte ich am liebsten meinen eReader an die Wand geklatscht. So etwas geht mir einfach nur auf den Geist! Wieso erfindet man eine starke Kämpferin, wenn man sie dann nicht kämpfen lässt? Wieso muss man der Protagonisten ihre Fähigkeiten wegnehmen? Nur damit sie wieder einmal zum Opfer wird, das vom männlichen Helden gerettet werden muss.

Beispiel 2: Ewiges Leben von Andreas Brandhorst

Ganz kurze Inhaltsangabe: Die Firma Futuria verspricht der Menschheit seit Jahren die Unsterblichkeit, doch diese lässt anscheinend noch auf sich warten. Hier geht es zur Rezension.

Bei Angefall habe ich diese Entwicklung einfach dem Buch zugeschrieben, das ich ja insgesamt sowieso nicht besonders gut fand. Doch dann bin ich auf etwas Ähnliches gestoßen in einem Buch, dass mir ausgesprochen gut gefallen hat, von einem Autor, den ich sehr mag und schätze: Ewiges Leben von Andreas Brandhorst.

Hier ist eine der drei Protagonisten weiblich, nämlich Sophia Marchetti, eine investigative Journalistin. Auch in Sophia haben wir eine starke und eigenständige Figur, die mir gut gefallen hat. Sie wird die „Stimme der Wahrheit“ genannt und ist für ihren Mut und ihre Integrität berühmt. Deshalb habe ich mich darauf gefreut, sie bei der Arbeit zu beobachten, und gehofft, dass sie die Wahrheit ans Licht bringen wird.

Doch leider passiert das nie. Zweimal werden im Namen von Sophia Marchetti neue Erkenntnisse publik gemacht, doch bei beiden Malen ist sie selbst nicht daran beteiligt, weil sie aus diesen Szenen einfach rausgeschrieben wird. Das erste Mal liegt sie bewusstlos im Krankenhaus und erfährt nachdem sie wieder aufwacht, dass ihr Kollege Borris einen Artikel in ihrem Namen veröffentlicht hat, der sehr erfolgreich wurde.

Zum Schluss kommt es noch schlimmer: Sophia wird immer kränker bis zu einem Punkt, an dem sie nichts machen kann, außer benommen dazusitzen und irgendwelche Töne von sich zu geben. Sophias Krankheit ist von Anfang an wichtig für die Geschichte und auch sehr spannend, aber es hätte den Plot nicht gestört, wenn die Ausschreitung der Krankheit etwas länger auf sich warten lassen hätte. Doch so wie Andreas Brandhorst die Geschichte erzählt, ist am Ende auch die mutige Journalistin Sophia Marchetti nicht in der Lage, am Endkampf teilzunehmen. Brandhorst geht sogar soweit, dass er die Geschichte plötzlich aus der Sicht einer anderen Figur erzählt (anstatt aus der Sicht von einem der drei Protagonisten, was auch möglich gewesen wäre) und damit seine ganze Struktur auf den Kopf stellt. Und alles nur, weil Sophia rausgeschrieben wurde und nun Casper, ein Mann, der sie erst seit kurzem kennt, in den Kampf ziehen muss, um sie zu retten. Am Ende bringt Casper die Wahrheit ans Licht, während Sophia – Überraschung! – im Krankenhaus liegt und schläft.

Was soll das? Wieso dürfen die Frauenfiguren nicht kämpfen oder in Sophias Fall nicht recherchieren und schreiben und ihren Job machen? Wieso werden sie einfach rausgeschrieben, wenn es drauf ankommt? Vielleicht ist der Grund dafür, dass die Autoren (vermutlich unbewusst) das Bild der schwachen Frau, die vom männlichen Helden gerettet werden muss, erfüllen wollen. Dabei würde ich zur Abwechslung gerne mal lesen, wie eine starke Frau einen schwachen Mann rettet.

Positives Gegenbeispiel: Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman, Jay Kristoff

Ganz kurze Inhaltsangabe: Nachdem ihr Planet angegriffen wurde, befinden sich tausende von Menschen auf der Flucht in einer Raumschiffflotte. Doch dort lauern bereits die nächsten Katastrophen. Hier geht es zur Rezension.

In den Illuminae-Akten_01 haben wir zwei Protagonisten: Die coole, mutige Hackerin, Kady, und ihr Exfreund, der zum Piloten ausgebildet wird, Ezra. Die beiden arbeiten meistens gut zusammen, wobei Kady definitiv die Mutigere der beiden ist und auch gerne mal die Initiative ergreift. Nach meinen traurigen Leseerfahrungen bezüglich der Frauenrollen, wäre ich ja schon zufrieden damit gewesen, wenn die beiden Hauptfiguren am Ende zusammen kämpfen und die Frau dabei ausnahmsweise mal nicht rausgeschrieben wird.

Aber die Autoren von den Illuminae-Akten_01 gehen noch weiter: Kady rettet vollkommen im Alleingang die Flotte. Sie braucht nicht die Hilfe von ihrem Mann und Helden und sie muss auch nicht gerettet werden, sie rettet sich einfach selbst. Das ist doch mal eine vorbildliche Frauenrolle, die den Lesern vermittelt, dass auch Frauen stark sein können. Hier haben wir eine echte weibliche Heldin! Es geht also auch anders. Ich wünsche mir, dass in Zukunft mehr Autoren und Autorinnen uns Frauenfiguren schenken, die stark sind und kämpfen können und die vor allem auch die Chance bekommen zu kämpfen.

Jetzt interessiert mich brennend, was ihr davon denkt: Ist euch auch schon mal aufgefallen, wie Frauenfiguren rausgeschrieben wurden, wenn es um den Endkampf geht? Seid ihr auch Geschichten über weibliche Opfer und männliche Helden leid? Welche Bücher fallen euch sonst noch ein, wo dieses Bild vorkommt? Und natürlich: Welche positiven Gegenbeispiele kennt ihr? Ich freue mich riesig über Gedanken, Meinungen und Anregungen!

 

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Leserückblick: Gelesene Bücher Juli bis September

Das dritte Quartal von 2018 ist nun auch schon vorbei und ich kann stolz sagen, dass ich in diesen drei Monaten ganze neun Bücher gelesen habe. Für mich ist das eine beachtliche Leistung, an der  mit Sicherheit das Bloggen und Bookstagram Schuld sind. Dabei waren einige Highlights, aber leider auch ein paar Bücher, die mich so gar nicht überzeugen konnten.

Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY, Oscar Zarate & Co. (Sachcomic)

Dieses Sachcomic war das letzte Buch, das ich noch für die #DasSuBAbc Challenge gelesen habe, und zwar zu der Aufgabe: G – Lies ein Buch dessen Genre kaum bis gar nicht von Dir gelesen wird. Quantenphysik ist auf jeden Fall ein extrem spannendes Thema, auch wenn es mir immer noch schwerfällt, es zu begreifen. Das Buch braucht allerdings sehr lange, um überhaupt einmal auf die Quantenphysik zu sprechen zu kommen. Mehr als die Hälfte des Buchs widmet sich früheren physikalischen Entdeckungen und ihren Entdeckern. Ich verstehe, dass das als Grundwissen wichtig ist, aber es hat sich oft ziemlich zäh angefühlt, vor allem weil den Biografien der Wissenschaftler viel Platz gegeben wird. Als es dann endlich mal zur Quantenphysik kam, muss ich zugeben, dass ich trotz Comicformat nicht wirklich durchblicken konnte. Das Thema ist und bleibt anspruchsvoll, egal ob es mit Bildern erklärt wird oder mit Wörtern.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Krueger (Fantasy)

Mit Last Call at the Nightshade Lounge habe ich mich nach Langen mal wieder an ein Fantasy Buch gewagt und es war alles, was ich mir hätte wünschen können: Es war originell (es geht um Monster bekämpfende Barkeeper), zeitgemäß und nachvollziehbar. Das Buch könnt ihr in meiner Rezension besser kennenlernen.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

How To Be Bad von Lauren Myracle, E. Lockhart und Sarah Mlynowski (Jugendbuch)

Mit How To Be Bad begann mein kleiner (zwei Bücher umfassender) Jugendbuch Marathon. How To Be Bad ist eine unterhaltende Roadtrip-Geschichte, die auch vor tiefergehenden Themen wie Religion, Vorurteilen, Freundschaft und Krankheit nicht zurückschreckt. Auch wenn es mich nicht vom Hocker gerissen hat, war es doch eine angenehme Sommerlektüre. Die Rezension findet ihr in einem gemeinsamen Post mit der Besprechung von Mädchenmeute.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Mädchenmeute von Kirsten Fuchs (Jugendbuch)

Da bleiben wir doch gleich beim Thema, dachte ich mir, und habe mit einem deutschsprachigen Jugendbuch weitergemacht. Mädchenmeute hat sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten, weshalb ich sehr gespannt auf die Lektüre war. Doch dann konnte ich mit dem Buch überhaupt nichts anfangen. Es erzählt von einer Gruppe Mädchen, die aus dem Sommer-Survival-Camp abhauen und alleine im Wald leben. Klingt erst einmal reizvoll, doch leider fand ich sowohl alle Figuren als auch die Erzählstimme vollkommen unsympathisch und unnachvollziehbar. Mehr zu diesem Buch erfahrt ihr auch in meiner doppelten Jugendbuchrezension.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

Angefall von Susan Ee (Fantasy)

Da ich so gute Erfahrungen mit Last Call at the Nightshade Lounge gemacht habe, habe ich mich an ein weiteres Fantasy Buch gewagt. Leider hat mir Angefall mal wieder all das vorgeführt, was ich nicht an Fantasy mag, was mich zu meinem Post über meine Hassliebe zum Genre Fantasy inspiriert hat. Das Buch spielt in der Apokalypse, während der die Engel die Menschheit angegriffen haben und die wenigen Überlebenden nun in Angst und Terror leben. Klingt erst einmal ganz spannend. Doch dann dreht sich der komplette Plot um die jugendliche Penryn, deren Schwester von den Engeln entführt wurde, und den gefallenen Engel, Raffe. Die beiden reisen zusammen durch die apokalyptische Welt und – Überraschung! – stellen fest, dass sie sich nicht so sehr hassen, wie sie es sollten. Die „Liebesgeschichte“ empfand ich als total abgeschmackt, die Art wie Raffee mit Penryn umgeht als anmaßend. Ich habe mich gefreut, dass wir mit Penryn eine Protagonistin haben, die körperlich stark ist und sich selbst verteidigen kann, doch dann wird im Verlauf der Handlung doch wieder Raffe zum Held und Retter in der Not stilisiert. Die Engel werden klischeehaft gezeichnet, ganz besonders der „gefallene Engel“ Raffe, dessen große Enthüllung für Leute, die sich ein bisschen mit Engeln und der biblischen Apokalypse auskennen (oder Supernatural geschaut haben), keine Überraschung ist. Insgesamt fand ich einfach, dass man so viel mehr aus der Idee hätte machen können. Ich gehe davon aus, das der zweite Teil spannender ist, da er sich hoffentlich um die Widerstandsbewegung der Menschen (der einzige interessante Part von Band 1) drehen wird, doch trotzdem werde ich diese Buchreihe nicht weiterlesen, denn mehr Penryn und Raffe Szenen kann ich mir einfach nicht antun. Angefall mag den Geschmack vieler Fantasy Fans treffen, doch für mich war das Buch nichts.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

Now von Stephan Meier (Thriller)

Now hat mich während meinem Urlaub begleitet. Es ist nicht gerade eine seichte Urlaubslektüre, sondern teilweise recht langatmig und komplex, doch trotzdem konnte mich das Buch begeistern und vor allem zum Nachdenken anregen. Now ist ein Algorithmus, der das Leben aller Menschen bis ins kleinste Detail bestimmt. Für die auserwählten Menschen, die in den wenigen, utopischen Zonen leben, schafft er eine perfekte Welt. Alle anderen werden alleingelassen und versinken in Chaos und Gewalt. Es ist ein brutales Buch, doch dadurch, dass die Brutalität extrem detailreich und ausführlich hergeleitet und erklärt wird, wird sie irgendwie nachvollziehbar. Die Rezension zu Now findet ihr in einem gemeinsamen Post mit der Rezension zu Qualityland.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Qualityland von Marc-Uve Kling (Roman)

Auch Qualityland erzählt von einer von Algorithmen kontrollierten Gesellschaft (deshalb auch der gemeinsame Post), doch es geht dabei in eine komplett andere Richtung. Now und Qualityland direkt hintereinander zu lesen, war ein Erlebnis, denn es hat mir die verschiedenen Facetten und Auswirkungen von Entwicklungen, die es heute bereits gibt, aufgezeigt. In Qualityland dreht sich alles um den Konsum. Die Algorithmen wissen besser als die Menschen, was diese wollen, selbst was die Partnersuche betrifft. Qualityland ist aber trotz des wichtigen Themas ein lustig-lockeres Buch, was an dem Schreibstil von Marc-Uve Kling und an den satirisch verdrehten Figuren liegt. Deshalb habe ich die Lektüre sehr genossen.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman und Jay Kristoff (Science Fiction)

Dieses Buch will ich schon seit Ewigkeiten lesen, denn ich habe nichts als das Beste davon erwartet – und ich wurde nicht enttäuscht. Bereits das ausgefallene Layout hat mich absolut gefesselt, denn das Buch ist, wie der Titel schon sagt, eine Ansammlung aus Akten (Mails, Berichten, Chats, etc.) und dadurch originell und spannend. Doch auch die Geschichte an sich ist kaum zu übertreffen: Nachdem ein Planet angegriffen wurde, flieht eine Flotte mit den Überlebenden durch den Weltraum. Doch natürlich brechen alle möglichen Katastrophen aus – und zwar auf den Raumschiffen, auf denen es kein Entkommen gibt. Die Illuminae-Akten_01 konnte ich kaum zur Seite legen, weshalb es definitiv mein Quartalsfavorit war. Eine Rezension zu diesem Buch folgt.

Bewertung:

+++++ – Fünf von fünf Punkten

Digital Fortress von Dan Brown (Thriller)

Da ich noch nicht Teil 2 und 3 von den Illuminae-Akten habe und außerdem auf Buchpost warte, habe ich für die Zwischenzeit ein Buch aus meinem SuB gewählt: Digital Fortress. Bei dem Top Ten Thursday zu unseren 10 liebsten, männlichen Autoren ist mir wieder eingefallen, dass ich mehr von Dan Brown lesen will. Digital Fortress habe ich vor Jahren aus einer Kiste von Büchern, die eine Bekannte wegschmeißen wollte, gerettet. Es handelt von einem unbrechbaren Code namens Digital Fortress, dessen Veröffentlichung die NSA aus naheliegenden Gründen versucht zu verhindern. Bei den technischen Details merkt man schon, dass das Buch aus dem letzten Jahrhundert stammt, doch es ist trotzdem sehr spannend.

Kennt ihr eines oder mehrere meiner gelesenen Bücher? Seid ihr auch so ein Fan von den Illuminae-Akten? Ich freue mich wie immer über Meinungen und Anregungen in den Kommentaren!

 

 

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Top Ten Thursday 381: 10 männliche Autoren, deren Bücher dich begeistert haben

Nach einer langen Pause bin ich mal wieder beim Top Ten Thursday dabei. Heute gibt es ein Thema, bei dem ich ausnahmsweise absolut keine Probleme habe, genug Bücher zu finden: 10 männliche Autoren, deren Bücher dich begeistert haben. Tatsächlich ist die große Mehrheit meiner Lieblingsautoren männlich. Ich freue mich, euch hier 10 Autoren vorzustellen, deren Bücher ich liebe – von dem besten bis zum zehntbesten. Darunter sind Autoren, deren Bücher ich zahlreich verschlinge und genieße, und auch solche, von denen mich ein Buch im Besonderen begeistert hat.

Kennt ihr die Bücher meiner Lieblingsautoren und mögt ihr sie vielleicht auch? Lasst mir gerne einen Kommentar da!

1. Jack Kerouac

Ich habe ja bereits eine Lobeshymne auf mein Lieblingsbuch On the Road von Jack Kerouac gepostet, doch auch generell ist Kerouac definitiv mein Lieblingsautor. Ich habe neben On the Road viele weitere Bücher von ihm gelesen, die natürlich nicht an seinen Megahit heranreichen können, aber doch alle auf ihre eigene Art reizvoll sind. Sie haben alle Kerouacs unvergleichlichen, poetischen Schreibstil gemeinsam, den ich so bewundere.

2. Dave Eggers

Während ich Jack Kerouac bereits seit mehr als zehn Jahren lese und liebe, sind Dave Eggers Bücher für mich eine relativ neue Entdeckung. Vor ein paar Jahren habe ich Der Circle gelesen und es hat tatsächlich mein Weltbild erschüttert. Das Buch hat mich dermaßen emotional mitgenommen, ohne dass darin besonders viel passiert. Mittlerweile verstehe ich, dass das wohl am Können des Autors liegen muss. Das Buch, mit dem mich Dave Eggers dann aber wirklich überzeugen und restlos begeistern konnte, war seine Autobiografie Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität. Obwohl der Titel zumindest teilweise ironisch gemeint ist, trifft er absolut zu. Ich habe gelacht und geweint und mich in den wunderbar selbstsüchtigen Erzähler verliebt. Seitdem halte ich immer und überall Ausschau nach Dave Eggers Büchern, denn wenn zwei so grundverschiedene Bücher wie Der Circle und Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität mich beide begeistern konnten, dann muss der Grund dafür nicht die Handlung, sondern der Autor sein.

3. Andy Weir

Ich habe erst dieses Jahr die Bücher von Andy Weir gelesen, auch wenn ich dank seinen Interviews und seiner American Dream Story schon vorher ein Fan von ihm war. Aber hier soll es ja um Bücher gehen. Der Marsianer ist bisher das einzige Buch, das ich gelesen habe, seit ich Anfang Februar meinen Blog gestartet habe, das ich mit fünf Sternen bewertet habe. Es ist einfach phänomenal. Obwohl mir Artemis weniger gefallen hat, wertschätze ich Andy Weir als Autor immer noch immens. Er ist einfach ein Meister der Science Fiction. Dass er bei den Nicht-Sci-Fi-Elementen wie den Beziehungsgeflechten in Artemis vielleicht noch etwas lernen muss, verzeihe ich ihm da gerne.

4. Lev Grossman

Ich muss zugeben, dass ich bisher nur Lev Grossmans Fantasy Bücher, nämlich die Magicians Trilogie (Die Zauberer von Fillory), kenne und nicht seine Nicht-Fantasy Werke, die er früher veröffentlicht hat. Doch die Magicians Bücher sind nach wie vor meine liebsten Fantasy Bücher und der Grund dafür ist vor allem das Handwerk von Lev Grossman. Ich liebe seinen ungezwungenen, witzigen Stil, ich liebe seine Figurenkonstruktion und -entwicklungen. Er kann mir Dinge verkaufen, die ich sonst viel zu abstrus finden würde, um sie ernst zu nehmen.

5. James Frey

Bei James Frey ist es ebenfalls der Fall, dass mich ein Buch von ihm deutlich mehr begeistert hat als alle anderen. Es ist schon einige Jahre her seit ich seine Memoiren (mit Schönheitskorrekturen, wie später herauskam) A million little pieces gelesen habe, aber ich erinnere mich noch gut daran, wie mir das Buch damals unter die Haut gegangen ist. Etwas wie das, hatte ich zuvor noch nie gelesen. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass ich die Schmerzen des Protagonisten tatsächlich physisch beim Lesen spüre. Mittlerweile habe ich auch die Endgame Trilogie von James Frey gelesen, die überhaupt nichts mehr von dieser Schreibweise in sich hat – verständlicherweise, immerhin handelt es sich um eine Apokalypse-Geschichte für Jugendliche. Außerdem kenne ich noch Das letzte Testament der heiligen Schrift, das superseltsam war, aber in diesem Sinne typisch für James Frey.

6. Nick Hornby

Ich habe schon lange nichts mehr von Nick Hornby gelesen, aber früher habe ich seine Bücher verschlungen. Nick Horny ist der einzige Romanautor, den ich kenne, der es schafft lustig (teilweise sogar urkomisch) zu sein, während er über ernste Themen schreibt. Das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe, war A long way down und es hat mich vollkommen begeistert. Es folgten High Fidelity, Slam und Funny Girl, die ich ebenfalls sehr unterhaltsam fand. Eigentlich habe ich Lust, mal wieder was von Nick Hornby zu lesen.

7. F. Scott Fitzgerald

The Great Gatsby ist für mich eines dieser Bücher, die jeder einmal gelesen haben sollte – ganz besonders Menschen, die selbst schreiben wollen. Es ist einfach ein Paradebeispiel von Storytelling. Wie Fitzgerald es geschafft hat, solche eine emotionale Geschichte auf so wenigen Seiten zu erzählen, ist mir immer noch rätselhaft. Ich kann viel von ihm als Autor lernen. Außerdem habe ich This Side of Paradise (seinen Debütroman) gelesen, der natürlich noch nicht so gut war wie The Great Gatsby, aber auch schon ziemlich gut.

8. Alex Garland

Wo wir gerade bei Autoren sind, die Storytelling beherrschen, muss ich unbedingt auch Alex Garland nennen. Sein Roman The Beach konnte mich fesseln, begeistern, mitfiebern lassen und sogar ein bisschen gruseln. Bisher ist The Beach das einzige Buch, das ich von ihm gelesen habe. Ich kenne ihn sonst nur als Drehbuchautoren. Ich denke, dass man es The Beach auch anmerkt, dass hier ein Schriftsteller am Werk war, der es als Drehbuchautor gewohnt ist, den Fokus auf die Handlung zu legen.

9. Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst ist einer der erfolgreichsten deutschen Sci Fi Autoren. Ich habe bisher nur sein Buch Seelenfänger gelesen, aber das konnte mich absolut fesseln und ich plane, es bald mal wieder zur Hand zu nehmen. Seine anderen Bücher waren mir bisher etwas zu Sci Fi lastig, doch sein neuester Thriller Das Erwachen klingt total nach meinem Geschmack und steht schon seit einem Jahr auf meiner Leseliste. Außerdem schätze ich Andreas Brandhorst auch als Übersetzer der Terry Pratchett Bücher.

10. Dan Brown

Auch Dan Brown ist ein Autor, von dem ich bisher nur ein Buch gelesen habe, aber ich finde, manchmal reicht ein Buch, um zu wissen, dass hier ein Autor am Werk ist, der sein Handwerk beherrscht. Für die Uni musste ich mal Der Da Vinci Code lesen, also habe ich es aus der Bibliothek ausgeliehen und mich unwillig an die Lektüre gemacht. Bis dahin war ich absolut kein Fan von Thrillern, außerdem kannte ich schon den Film, wusste also, was passiert. Doch dann konnte mich das Buch total mitreißen und ich konnte es kaum zur Seite legen. Seitdem bewundere ich Dan Brown und stehe auch Thrillern offener gegenüber. In meinem Buchregal wartet noch ein anderes altes Dan Brown Buch auf mich.

 

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Hassliebe Fantasy – Helft mir, Fantasy Bücher zu finden, die ich mag

Fantasy ist das Lieblingsgenre von vielen Bloggern, die ich gerne lese. Wenn mich allerdings jemand nach meinem Lieblingsgenre fragt, bin ich ratlos. Obwohl manche meiner Lieblingsbücher aus dem Genre Fantasy stammen (Die Magicians Trilogie von Lev Grossman!), kann ich mit der großen Mehrheit von Fantasy Büchern überhaupt nichts anfangen. Manche Fantasy Bücher begeistern mich, andere treiben mich in den Wahnsinn. Manche bewundere ich für ihre Kreativität, andere mag ich nur wegen den Beziehungsgeflechten, während ich die Fantasy-Elemente lächerlich finde.

In der letzten Zeit habe ich zwei Fantasy Bücher gelesen, die mir demonstriert haben, was ich an Fantasy liebe und hasse. Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Kruger hat mir Spaß bereitet und ich fand sowohl die Fantasy Elemente (Barkeeper, die Monster bekämpfen, indem sie sich Cocktails mixen, die ihnen Superkräfte verleihen – gibt es was Cooleres?), als auch die Real Life Elemente (eine Protagonistin, die gerade das Studium beendet hat und ihren Weg in der Erwachsenenwelt sucht – total nachvollziehbar für mich) super. Zuvor hatte ich mich schon lange an kein Fantasy Buch mehr gewagt, doch da ich nun so begeistert von Last Call at the Nightshade Lounge war, bin ich gleich im Genre geblieben.

Nun habe ich Angefall von Susan Ee gelesen, von dem ich schon viel gehört habe und das klang, als könnte es meinen Geschmack treffen. Immerhin spielt es in einer apokalyptischen Welt (Apokalypsen reizen mich immer) und es geht um Engel, die mich ebenfalls interessieren. Doch dann fand ich die Story total abgeschmackt. Die kämpfenden Engel empfand ich fast als ein bisschen lächerlich, ganz zu schweigen von dem gefallenen Engel Raffe und der unangenehmen „Liebesgeschichte“.

Ich weiß nicht, wann mich Fantasy begeistern kann und wann es mich eher abschreckt. Ich weiß, dass High Fantasy so gar nicht mein Fall ist – das ist mir einfach zu fremd, vor allem wenn es ein ewig langes Worldbuilding gibt. Da ich mit Harry Potter aufgewachsen bin, bin ich nach wie vor ein Fan von Magiern, aber nur wenn sie modern wirken und nicht wie altertümlicher Zauberer herüberkommen.

Ich bin ein riesiger Fan der Magicians Trilogie (auf Deutsch: Die Zauberer von Fillory), in der die Protagonisten Magie lernen und das Böse bekämpfen und sogar eine Narnia-artige andere Welt entdecken, die sie retten müssen – obwohl ich solche Narnia-(Ich-stolpere-in-eine-andere-Welt)-Geschichten eigentlich nicht mag. A darker shade of magic auf der anderen Seite, das demgegenüber viel moderner wirkt und damit mehr auf meiner Wellenlänge ist, konnte mich nicht wirklich überzeugen, obwohl ich nichts Konkretes bemängeln kann.

Vermutlich geht es mir weniger darum, was in einem Buch passiert, sondern eher darum, wie es dargestellt wird. Die Magicians Bücher liebe ich, weil sie Magie beschreiben wie eine Wissenschaft (kein Wunder also, dass ich realistisches Sci Fi mag), weil sie wunderbar kaputte Figuren haben, die Fehler machen und fluchen, was das Zeug hält. Und vor allem weil der Stil mir das Gefühl gibt, ein guter Freund erzähle mir abends in der Kneipe eine Geschichte und lasse kein unschönes Detail aus. Da verzeihe ich dem Autor sogar die sprechenden Tiere, die mich einfach nur nerven.

Wie ihr seht, ist es für mich immer schwer, ein Fantasy Buch zu finden, das mir gefällt. Wenn ich ein Buch aus diesem Genre lese, stehen die Chancen 50 zu 50, dass ich es liebe oder hasse. Ich habe immer noch nicht die Formel (oder das perfekte Subgenre) gefunden, die mir Lesespaß garantiert.

Deshalb meine Frage an euch: Könnt ihr mir Fantasy Bücher empfehlen, die originell und kreativ sind, anders genug, dass sie mich faszinieren, aber nicht so abgedreht, dass ich nur die Augen verdrehen kann? Bücher, die Figuren mit echten Problemen in der echten Welt haben, in denen ich mich wiedererkennen kann? Fantasy Bücher, die an das Genre Science Fiction grenzen, oder auch gute, realistische Dystopien? Was sind eure liebsten Fantasy Bücher? Ich mag Reihen (vor allem Trilogien), aber auch ein gutes Standalone kann mich begeistern. Ich lese auch Young Adult, bevorzuge aber Bücher mit erwachsenen Protagonisten (am liebsten in ihren Zwanzigern oder Dreißigern – zu alt sollten sie auch nicht sein).

Ich weiß, meine Erwartungen sind gigantisch. Aber ich lese einfach zu viele Bücher, die ich mit drei oder weniger Sternen bewerten möchte. Ich sehne mich nach einem Vier-Sterne-Fantasy-Buch. Ich freue mich über Empfehlungen in den Kommentaren!

 

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Neuzugänge

In letzter Zeit durfte mal wieder das ein oder andere neue Buch bei mir einziehen, da ich mir nach monatelangem SuB Abbau ein paar Bücher geleistet habe und auch Bücher geschenkt bekommen habe.

Quality Land von Marc Uwe Kling

Dieses Buch hat mir meine Mutter geliehen, nachdem ich ihr empfohlen habe, es zu kaufen, weil ich wusste, dass es unserer gemeinsamen Vorliebe für technische Dystopien gerecht wird. Ich bin schon sehr gespannt darauf, doch bisher war ich noch nicht in der Stimmung dafür, da ich lieber etwas weniger Düsteres lesen wollte. Auf Buchblogs habe ich einige nicht ganz so begeisterte Rezensionen gelesen, doch ich freue mich darauf, das Buch selbst zu erleben.

Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy

Von diesem Buch schwärmen mir schon lange diverse Leute vor, deshalb habe ich es mitgenommen, als ich es in einem kleinen Buchregal auf der Straße, in dem Leute Bücher tauschen, entdeckt habe. Die Autorin ist Inderin und da ich halb-indisch bin, erwartet immer jeder von mir, dass ich es gelesen habe. Dabei habe ich glaube ich noch nie ein Buch eines indischen Autors gelesen. Es ist an der Zeit, das zu ändern.

Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Kruger

Dieses Fantasy Buch über Monster bekämpfende Barkeeper habe ich als ersten von meinen Neuzugängen gelesen und es hat mich absolut begeistert. Meine Rezension dazu findet ihr hier.

How To Be Bad von E. Lockhart, Sarah Mlynowski und Lauren Myracle

How To Be Bad ist eine Roadtrip Geschichte für Jugendliche. Dieses Buch habe ich auch schon gelesen und ich habe gemischte Gefühle darüber, auch wenn es mir grundsätzlich gefallen hat. Wenn ich meine Gedanken dazu etwas sortiert habe, folgt eine Rezension. Sehr schön fand ich die drei verschiedenen Perspektiven, die, wie ich annehme, von je einer der drei Autorinnen geschrieben wurde. Erwähnenswert für potentielle Leser ist wohl auch, dass Religion (sowohl der Glauben als auch der Nicht-Glauben) eine große Rolle spielt.

Angelfall von Susan Ee

Von der Angefall Trilogie habe ich schon so viel Gutes gehört und jetzt, nachdem ich mich mit Last Call at the Nightshade Lounge wieder etwas an das Fantasy Genre gewöhnt habe, habe ich total Lust auf eine Fantasy Reihe. Ich hoffe, dass mir das erste Buch so gefallen wird, dass ich gleich weiterlesen möchte.

If this world were mine von E. Lynn Harris

Ich habe absolut keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht, doch irgendwie hat es mich angesprochen. Bei meinem zweiten Trip zu dem Straßen-Bücherregal, um alte Bücher hineinzustellen, habe ich mir dieses Buch ausgesucht und mitgenommen. Es geht wohl um Freundschaft, was ich immer ein schönes Thema finde.

Erst Krieg dann Sex von Doris Lerche

Dieses Buch hat mir eine Bekannte zugeschickt und ich habe mich sehr über die überraschende Buchpost gefreut. Es handelt sich um einen Lyrik Band. Da ich so gut wie nie Lyrik lese und stets so meine Probleme mit Lyrik hatte, bin ich gespannt, ob mir das Buch gefallen wird. Ich würde mich nämlich sehr freuen, wenn ich endlich mal Gedichte finden würde, mit denen ich etwas anfangen kann. Interessant ist bereits, dass das Buch ein Wendebuch ist. Es hat zwei Cover: Von der einen Seite beginnt es mit dem Titel Erst Krieg dann Sex und von der anderen Seite mit dem Titel Erst Sex dann Krieg.

Now von Stephan R. Meier

Dieses Buch habe ich als Mängelexemplar bei Real gefunden und da ich, wie bereits erwähnt, ein Fan von Sci Fi Thrillern, in denen die Digitalisierung der Welt eine Rolle spielt, bin, habe ich es spontan gekauft. Es gibt so viele Bücher mit dieser Thematik im Moment, doch bisher bin ich es noch nicht leid, sie zu lesen.

Kennt ihr eines der Bücher und möchtet mir vielleicht etwas empfehlen?
Ich möchte auf jeden Fall in nächster Zeit Quality Land, Angelfall und den Gedichtband lesen.

 

 

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Top Ten Thursday #367

Heute mache ich zum ersten Mal beim Top Ten Thursday mit. Ich kannte die Challenge noch gar nicht, bevor sie zu Weltenwanderer umgezogen ist, aber finde es eine tolle Idee! Jeden Donnerstag gibt es ein Thema, zu dem wir Blogger eine Bücherliste posten. Ich werde es wohl nicht schaffen, jedes Mal mitzumachen, bin aber gerne dabei, wenn mir etwas zu dem Thema einfällt. Die TTT Posts werden donnerstags erscheinen zusätzlich zu meinen regulären Posts sonntags.

Aber genug mit der Einleitung, kommen wir zum Thema der Woche:

10 Bücher, die du dieses Jahr auf jeden Fall noch lesen möchtest.

1. Das Handbuch zum Drehbuch von Syd Field (Lehrbuch)

Vielleicht habt ihr dieses Buch bereits auf meiner #DasSuBAbc Leseliste gesehen, denn dort treibt es sich schon seit Februar herum. Dieses Drehbuch-Lehrbuch möchte ich auf jeden Fall bald lesen, denn es passt perfekt zu einem meiner Ziele für dieses Jahr: mit einem Drehbuchprojekt zu beginnen. Einer meiner Träume ist es, einmal ein Drehbuch zu schreiben. Da kommt mir dieses Buch, das eine Freundin in einem Zu-Verschenken-Korb auf der Straße gefunden hat, genau richtig.

2. The Bell Jar von Sylvia Plath (Roman)

Da ich gerade über Zu-Verschenken-Körbe spreche: Dieses Buch habe ich vor ein paar Wochen in solch einem entdeckt und konnte mein Glück kaum fassen, denn ich möchte es schon seit Ewigkeiten lesen. Ich weiß nicht viel darüber, doch ich erwarte, dass es (nach allem, was ich über Sylvia Plath gehört habe) kein besonders fröhliches Buch ist. Das macht mir ein bisschen Angst, denn in letzter Zeit habe ich um depressive Bücher meist einen großen Bogen gemacht. Aber ich glaube, ich bin jetzt bereit, mich daran zu wagen.

3. Faust II von Johann Wolfgang von Goethe (Drama)

Nur weil mein Studium der deutschen Literatur vorbei ist, möchte ich nicht aufhören, deutsche Klassiker zu lesen. Faust II habe ich tatsächlich noch nie gelesen, habe aber Interessantes darüber gehört. Faust I habe ich vor zehn Jahren in der Schule gelesen und es hatte mir gut gefallen. Vermutlich werde ich den ersten Teil noch einmal lesen, bevor ich mit dem zweiten Teil beginne.

4. Mädchenmeute von Kirsten Fuchs (Jugendliteratur)

Dieses Buch habt ihr vielleicht schon in meinem Neuzugänge Post gesehen, in dem ich mich darauf gefreut habe, weil ich Jugendromane mag und dieser sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen hat. All das ist nach wie vor wahr, doch bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Das möchte ich bald ändern.

5. Die Illuminae-Akten von Amie Kaufman und Jay Kristoff (Science Fiction)

Ich bin bereits in diese Trilogie verliebt, ohne je ein Wort darin gelesen zu haben. Ich habe einfach so viele spannende Blogposts und Instagrambilder dazu gesehen und das ungewöhnliche Layout reizt mich total. Da ich aber noch nicht weiß, ob mich diese Sci Fi Story wirklich so mitreißen wird, wie ich mir das erhoffe, setze ich erst einmal nur das erste Buch auf diese Liste. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf!

6. Armageddon von Wolfgang Hohlbein (Fantasy)

Dieses Buch will ich unbedingt lesen – und zwar schon seit der letzten Frankfurter Buchmesse, auf der ich eine Lesung des Autors gesehen habe. Blöderweise ist es unverschämt teuer, weshalb ich bisher zu geizig dafür war. Ich hoffe, dass es vielleicht im Herbst als Taschenbuch herauskommt oder es bald günstige gebrauchte Exemplare gibt. Mich reizt das Thema des Buchs (die biblische Apokalypse) einfach sehr.

7. An Absolutely Remarkable Thing von Hank Green (Science Fiction)

Dieses Buch ist etwas Besonderes für mich, denn dafür werde ich vermutlich etwas tun, dass ich seit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nicht mehr getan habe: Ich werde es vorbestellen. Ich bin ein Riesenfan von Hank Greens You Tube Channels und Podcasts, deshalb warte ich sehnsüchtig auf seinen Debütroman, der im September erscheint. Die Bücher seines Bruders John Green sind überhaupt nicht meins (und ich habe es versucht, glaubt mir!), aber Hank Greens Buch klingt schon viel mehr nach meinem Geschmack: Es ist für Erwachsene geschrieben, es ist Sci Fi und es geht um Ruhm.

8. – 10. Die Magicians Trilogie (auf Deutsch: Die Zauberer von Fillory) von Lev Grossman (Fantasy)

Diese drei Bücher sind meine absoluten Lieblings-Fantasy-Bücher und ich fantasiere schon seit Ewigkeiten davon, sie noch einmal zu lesen. Beim ersten Mal habe ich sie mit längeren Abständen zwischen den einzelnen Büchern gelesen, aber ich möchte gerne einmal alle hintereinander verschlingen. Die Geschichten der Magiestudenten und Absolventen, die zwischen zwei Dimensionen hin und her reisen, sind einfach so genial und vielschichtig, es gibt bestimmt viel, was mir beim ersten Durchlauf entgangen ist. Bisher habe ich die Bücher nur als eBooks, doch es gibt eine wunderschöne Sammeledition der gedruckten Bücher, die ich mir irgendwann dieses Jahr leisten möchte. Ich kann es kaum erwarten, endlich die wundervoll kaputten Figuren dieser Trilogie wiederzutreffen.

Habt ihr bereits eines oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?
Freut ihr euch auch schon so auf Hank Greens Debüt?

 

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Meine Bücherwunschliste

Seit Monaten lese ich (fast) nur Bücher von meinem SuB. Deshalb habe ich beschlossen, mir – sobald die #DasSuBabc Challenge Ende diesen Monats abgelaufen ist – zu erlauben, das ein oder andere Buch zu kaufen. Außer an Artemis, was ich Anfang des Jahres als eBook erworben habe, kann ich mich an kein Buch erinnern, welches ich mir in letzter Zeit gekauft habe.

Deshalb bin ich meine gigantische Liste an Büchern, die ich mal lesen möchte, durchgegangen und habe mir die zehn Werke ausgesucht, die mich im Moment am meisten reizen. Es war nicht einfach, meine zehn Lieblinge zu wählen. Von diesen werde ich mir natürlich auch nicht alle kaufen, (dann würde ja doch nur die Mehrheit wieder auf dem SuB landen) sondern höchstens drei. Deshalb würde ich mich riesig über eure Hilfe beim Auswählen freuen.

Welche Bücher der folgenden Liste kennt ihr und könnt ihr empfehlen? Oder möchtet ihr vielleicht sogar von einem der Bücher abraten? Hinterlasst gerne eure Meinung in den Kommentaren!

Die Illuminae-Akten von Amie Kaufman und Jay Kristoff (Science Fiction)

Vor ein paar Wochen war das erste Buch dieser Reihe in aller Munde. Ich habe viele positive Rezensionen gelesen und auch ein paar negative. Worum genau es geht, habe ich zwar immer noch nicht wirklich verstanden, doch bei mir hängengeblieben ist vor allem, dass das Buch anscheinend ein total wirres/experimentelles/originelles Layout hat, wodurch es eine neue Art zu lesen erfordert. Das kann ich mir nicht entgehen lassen! Es bedeutet aber auch, dass ich mir dieses Werk wohl als materielles Buch beschaffen muss, weil ich nicht glaube, dass mein zurückgebliebener E-Reader irgendeiner Art von ungewöhnlichem Layout gewachsen ist.

Armageddon von Wolfgang Hohlbein (Fantasy)

Nach diesem Buch sehne ich mich schon seit Monaten, nämlich seit der Frankfurter Buchmesse, als ich die Buchvorstellung Hohlbeins besucht habe. Ich habe bisher noch nie etwas von ihm gelesen und war auch gar nicht wegen ihm bei der Veranstaltung, sondern wegen Andreas Brandhorst, der in einer Doppellesung mit Hohlbein sein neues Buch Das Erwachen vorgestellt hat. Überraschenderweise hat mich dann aber Hohlbeins Armageddon viel mehr interessiert. Hinzu kommt, dass ich mich im Moment ohnehin mit dem Thema der biblischen Apokalypse beschäftige und Armageddon auf ebendieser basieren soll. Dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Was mich bisher davon abgehalten hat, ist der übertrieben hohe Preis.

Maybe Someday von Colleen Hoover (Liebesroman)

Ich habe lange geglaubt, dass ich nie ein Fan von Liebesromanen sein werde, bis ich im letzten Jahr entdeckt habe, dass ich mich doch ganz gerne mal in eine Liebesgeschichte verliere. Allerdings ist es mir wichtig, dass sie nicht abgeschmackt ist und dass vielschichtige und nachvollziehbare Figuren die Handlung bestimmen. Ob das bei Colleen Hoover so ist, kann ich nicht einschätzen, aber da sie eine sehr erfolgreiche Autorin ist, würde ich ihr gerne eine Chance geben.

The Long Way to a Small, Angry Planet von Becky Chambers (Science Fiction)

Auch Science Fiction ist ein Genre, in dem ich relative neu bin und bei dem ich erst einmal herausfinden muss, was mir gefällt. Ich habe aber das Gefühl, dass dieses Buch mein Ding sein könnte. Die Autorin schreibt auf der wunderbaren Sci-Fi-News-Seite io9, die ich oft und gerne lese. Außerdem hat eine meiner liebsten Booktuberinnen Julie von Pages and Pens das Buch gelobt. Das genügt mir, um ihm eine Chance zu geben.

Prep von Curtis Sittenfeld (Jugendroman)

Ich muss zugeben, dass ich mich gar nicht mehr daran erinnere, wieso dieses Buch auf meiner Wunschliste gelandet ist oder worum es geht. Woran ich mich erinnere ist, dass ich es sowohl auf meiner überlaufenen Liste von Büchern, die ich lesen möchte, als auch auf meinem Desktop abgespeichert habe, damit ich es ja nicht vergesse. Also mein früheres Ich wollte dieses Buch wohl unbedingt – wieso auch immer. Ich gehe mal davon aus, dass es sich um ein Privatinternat dreht.

One Fifth Avenue von Candace Bushnell (Chick Lit)

Candace Bushnell ist die echte Carrie Bradshaw und ihre Bücher, die sich wohl wiederum an ihrem Leben orientieren, sind die Grundlange der Serie Sex and the City. Sex and the City ist natürlich nicht gerade der anspruchsvollste Zeitvertreib, aber ich habe den erfolgreichen und unabhängigen vier Ladys immer gerne zugeschaut und Carries Humor und Ausdrucksweise hat mir zugesagt. Deshalb brenne ich darauf, ein Buch von Candace Bushnell zu lesen, in der Hoffnung, diese Ausdrucksweise und das dazugehörige Lebensgefühl wiederzufinden.

Wolkenschloss von Kerstin Gier (Fantasy)

Ich muss zugeben, dass ich nicht gerade der größte Kerstin Gier Fan bin. Aber ich lese gerne und schreibe selbst Jugendliteratur, deshalb möchte ich etwas von Kerstin Gier lesen. Immerhin ist sie die erfolgreichste deutsche Jugendbuchautorin und ich kann mit Sicherheit etwas von ihr lernen. Mir wurde zwar Rubinrot als Einstieg empfohlen, aber da mir der Film dazu überhaupt nicht gefallen hat, beginne ich lieber mit Wolkenschloss.

This Adventure Ends von Emma Mills (Zeitgenössischer Roman)

Ich bin mir nicht sicher, in was für ein Genre dieses Buch einzuordnen ist. Ich denke aber, dass es ein ganz normaler Roman ist, also weder Fantasy, Liebe, Thriller, noch sonst etwas Außergewöhnliches. Tatsächlich weiß ich absolut nichts über dieses Buch, doch das ist, wie ich am allerliebsten mit dem Lesen beginne. Umso weniger ich weiß, desto besser. Julie von Pages and Pens hat das Buch auf jeden Fall in den Himmel gelobt, also dachte ich mir: Wieso nicht mal etwas ausprobieren, was für mich für gewöhnlich nicht in Frage käme?

Cyberempathy von E. F. Hanwald (Science Fiction)

Auf dieses Buch bin ich erst vor ein paar Tagen durch einen Facebook-Post aufmerksam geworden. Ich habe schon wieder vergessen, worum genau es geht, aber es hat wohl etwas mit künstlicher Intelligenz zu tun und kann auch dem Genre Dystopie zugerechnet werden. Da dystopisches Science Fiction im Moment genau meinen Geschmack trifft, könnte dieses Buch perfekt für mich sein.

Magnus Chase von Rick Riordan (Fantasy)

Okay, das ist gleich eine ganze Buchreihe und kein Einzelband. Aber das ist auch der Listenpunkt, bei dem ich mir am wenigsten sicher bin, ob ich wirklich Lust darauf habe. Ich habe vor Jahren die Percy Jackson Reihe verschlungen und sie geliebt. Deshalb würde ich gerne wieder in dieses Universum eintauchen. Ich dachte erst daran, Die Helden des Olymp zu lesen, aber da ich Spin-Off-Reihen gegenüber immer recht skeptisch bin und mich die griechische Mythologie mittlerweile fast ein bisschen langweilt, würde ich schon eher einen Ausflug in die nordische Mythologie mit Magnus Chase machen.

 

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Die besten Fantasy Bücher für Erwachsene

Hin und wieder kann es ein wahrer Genuss sein, sich in einem guten Fantasy Buch zu verlieren und den Alltag für eine Zeit lang zu vergessen. Das ist genau der Grund, weshalb ich Fantasy Literatur mag.

Dabei ist mir wichtig, dass die Geschichte außergewöhnlich genug ist, um es mir zu erlauben, der Realität zu entfliehen, aber gleichzeitig nah genug am echten Leben, dass mich der Plot berührt und dass mir die Figuren nachvollziehbar erscheinen. Im besten Fall finde ich mich selbst wieder in Figuren mit vertrauten Emotionen und Problemen inmitten einer Geschichte, die nicht hätte weiter entfernt von meinem eigenen Leben sein können. Ich habe nichts gegen ein gutes Fantasy Buch für Jugendliche oder junge Erwachsene, doch in den letzten Jahren habe ich vor allem Fantasy Bücher für Erwachsene zu schätzen gelernt.

Hier sind meine liebsten Fantasy Bücher für Erwachsene:

1. Die Magicians Trilogie von Lev Grossman (in der deutschen Übersetzung: die Fillory Trilogie)

Erscheinungsjahr „Fillory – Die Zauberer“: 2010 | Gebundene Ausgabe: 624 Seiten | Verlag: Fischer FJB |Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3841421005

Die Magicians Bücher von Lev Grossman folgen einer Gruppe von Magiern während ihrer Ausbildung an einer Universität für Magie sowie ihren Abenteuern nach dem Hochschulabschluss. Die Ausbildung nimmt lediglich das erste Drittel des ersten Buchs ein, während der Rest des ersten Teils sowie die Teile 2 und 3 der Reihe den Erlebnissen der Freunde nach dem Abschluss gewidmet sind. Amazon empfiehlt die Bücher Vierzehn- bis Siebzehnjährigen, doch da die Figuren im größten Teil der Handlung Mittzwanziger sind und die Bücher sexuelle, gewalttätige und schockierende Parts sowie viele Schimpfwörter beinhalten, finde ich sie eher geeignet für Erwachsene.

Mehr möchte ich zu dem Inhalt der Trilogie auch gar nicht sagen, denn umso weniger ihr über diese Bücher wisst, desto unglaublicher wird die Leseerfahrung sein. Die Magicians Trilogie wird oft als „Harry Potter für Erwachsene“ beschrieben und das stimmt in dem Sinne, dass es sich um Magier dreht. Allerdings sind die Magicians Bücher im Vergleich zu den Harry Potter Büchern wirklich viel härter, brutaler, sexueller und ernüchternder. Ich würde sie vielleicht als Harry Potter trifft auf Game of Thrones trifft auf Narnia trifft auf How I Met Your Mother beschreiben.

Diese Bücher erfüllen meine Ansprüche an Fantasy Literatur voll und ganz. Einerseits geht die Fantastik in dieser Geschichte weiter, als ich es je für vorstellbar gehalten habe. Die unbegrenzten Möglichkeiten von Fantasy werden hier extrem weit getrieben. Andererseits sind die Figuren und die Beziehungen in den Büchern nachvollziehbar. Keine der Figuren ist ein Held, sondern sie haben alle Fehler und Probleme. Sie scheitern und bauen Mist. Dennoch machen sie eine wundervolle Entwicklung durch, die dem Leser Hoffnung gibt.

Davon abgesehen sind die Magicians Bücher gut geschrieben. Lev Grossmans Stil ist unvergleichbar. Beim Lesen kommt es mir vor, als erzähle mein bester Freund mir eine Geschichte und würde keinen Frustrations- oder Wutausbruch, kein unschönes Detail auslassen. Ich habe mir so viele Zitate aus diesen Büchern herausgeschrieben, wie selten.

2. Der Seelenfänger von Andreas Brandhorst

Erscheinungsjahr: 2012 | Taschenbuch: 640 Seiten | Verlag: Heyne Verlag |Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3453529700

Der Seelenfänger dreht sich um Zacharias, der in das Unterbewusstsein anderer Menschen eindringen kann. Er versucht eine Verbrechensserie aufzudecken, indem er in das Unterbewusstsein von Komapatienten reist. Dort gerät er in Geschehnisse, die viel umfassender sind, als er je geglaubt hat.

Ich habe dieses Buch vor Jahren gelesen, doch es ist mir immer noch in Erinnerung als das beste deutschsprachige Fantasy Buch, das ich je gelesen habe. Andreas Brandhorst ist ja ein berühmter Science Fiction Autor und auch dieses Buch weist Elemente von Science Fiction auf.

Das Thema des Buchs, die Reise in das Unterbewusstsein anderer Menschen, ist an sich schon faszinierend und regt zum Nachdenken darüber an, was das Bewusstsein überhaupt ist und was wohl alles in unserem Unterbewusstsein schlummert, ohne dass wir den leisesten Schimmer davon haben. Aber dann nimmt das Buch so unerwartete Wendungen und beginnt, eine ganz andere, viel größere Geschichte zu erzählen, dass es den Leser vollkommen fesselt.

3. Die Übergang Trilogie von Justin Cronin (im Original: die The Passage Trilogie)

Erscheinungsjahr „The Passage“: 2011 | Taschenbuch: 1040 Seiten | Verlag: Goldmann |Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3442469376

Der Übergang und die Folgebücher erzählen die Geschichte einer Apokalypse. Aufgrund eines missglückten wissenschaftlichen Experiments wird die Welt von Wesen besiedelt, die nach und nach die Mehrheit der Menschheit ausrotten. Die Übergang Trilogie folgt verschiedenen Leuten während der Apokalypse, unter anderem dem Mädchen Amy, das sich auf eine bestimmte Art und Weise von anderen Menschen unterscheidet.

Die Übergang Trilogie ist wirklich einzigartig. Im Prinzip haben wir solche Geschichten ja schon zuhauf gehört, z.B. bei den Comics und der Serie The Walking Dead. Was die Übergang Trilogie hervorhebt, ist, wie viel Zeit sich diese Bücher nehmen, um im großen Rahmen zu erkunden, wie eine Apokalypse aussehen würde und was sie mit den Menschen, vor allem den Überlebenden, macht. Justin Cronin hat sich angeblich an dem Western-Genre orientiert und tatsächlich haben die Übergang Bücher einen Hauch von Western, vor allem, da die Figuren durchweg auf dem Landweg durch die USA reisen und große Teile der Handlung in den westlichen Bundesstaaten spielen. Außerdem gibt es in der Apokalypse natürlich keine herkömmlichen Gesellschaftsorganisationen, wie wir sie kennen, mehr.

Die Übergang Trilogie erzählt die Entwicklung der Welt über hunderte von Jahren hinweg. Dadurch können die Leser die Apokalypse fast schon aus einer analytischen Perspektive heraus studieren. Es war dieser große Rahmen der Erzählung, der mich wirklich fasziniert hat, viel mehr als die fantastischen Elemente der Bücher. Die Übergang Bücher sind anspruchsvoll. Sie sind lang und langatmig und teilweise sehr komplex. Doch wenn man sich darauf einlässt, nehmen sie den Leser auf eine unvergessliche Reise mit.

 

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