Hassliebe Fantasy – Helft mir, Fantasy Bücher zu finden, die ich mag

Fantasy ist das Lieblingsgenre von vielen Bloggern, die ich gerne lese. Wenn mich allerdings jemand nach meinem Lieblingsgenre fragt, bin ich ratlos. Obwohl manche meiner Lieblingsbücher aus dem Genre Fantasy stammen (Die Magicians Trilogie von Lev Grossman!), kann ich mit der großen Mehrheit von Fantasy Büchern überhaupt nichts anfangen. Manche Fantasy Bücher begeistern mich, andere treiben mich in den Wahnsinn. Manche bewundere ich für ihre Kreativität, andere mag ich nur wegen den Beziehungsgeflechten, während ich die Fantasy-Elemente lächerlich finde.

In der letzten Zeit habe ich zwei Fantasy Bücher gelesen, die mir demonstriert haben, was ich an Fantasy liebe und hasse. Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Kruger hat mir Spaß bereitet und ich fand sowohl die Fantasy Elemente (Barkeeper, die Monster bekämpfen, indem sie sich Cocktails mixen, die ihnen Superkräfte verleihen – gibt es was Cooleres?), als auch die Real Life Elemente (eine Protagonistin, die gerade das Studium beendet hat und ihren Weg in der Erwachsenenwelt sucht – total nachvollziehbar für mich) super. Zuvor hatte ich mich schon lange an kein Fantasy Buch mehr gewagt, doch da ich nun so begeistert von Last Call at the Nightshade Lounge war, bin ich gleich im Genre geblieben.

Nun habe ich Angefall von Susan Ee gelesen, von dem ich schon viel gehört habe und das klang, als könnte es meinen Geschmack treffen. Immerhin spielt es in einer apokalyptischen Welt (Apokalypsen reizen mich immer) und es geht um Engel, die mich ebenfalls interessieren. Doch dann fand ich die Story total abgeschmackt. Die kämpfenden Engel empfand ich fast als ein bisschen lächerlich, ganz zu schweigen von dem gefallenen Engel Raffe und der unangenehmen „Liebesgeschichte“.

Ich weiß nicht, wann mich Fantasy begeistern kann und wann es mich eher abschreckt. Ich weiß, dass High Fantasy so gar nicht mein Fall ist – das ist mir einfach zu fremd, vor allem wenn es ein ewig langes Worldbuilding gibt. Da ich mit Harry Potter aufgewachsen bin, bin ich nach wie vor ein Fan von Magiern, aber nur wenn sie modern wirken und nicht wie altertümlicher Zauberer herüberkommen.

Ich bin ein riesiger Fan der Magicians Trilogie (auf Deutsch: Die Zauberer von Fillory), in der die Protagonisten Magie lernen und das Böse bekämpfen und sogar eine Narnia-artige andere Welt entdecken, die sie retten müssen – obwohl ich solche Narnia-(Ich-stolpere-in-eine-andere-Welt)-Geschichten eigentlich nicht mag. A darker shade of magic auf der anderen Seite, das demgegenüber viel moderner wirkt und damit mehr auf meiner Wellenlänge ist, konnte mich nicht wirklich überzeugen, obwohl ich nichts Konkretes bemängeln kann.

Vermutlich geht es mir weniger darum, was in einem Buch passiert, sondern eher darum, wie es dargestellt wird. Die Magicians Bücher liebe ich, weil sie Magie beschreiben wie eine Wissenschaft (kein Wunder also, dass ich realistisches Sci Fi mag), weil sie wunderbar kaputte Figuren haben, die Fehler machen und fluchen, was das Zeug hält. Und vor allem weil der Stil mir das Gefühl gibt, ein guter Freund erzähle mir abends in der Kneipe eine Geschichte und lasse kein unschönes Detail aus. Da verzeihe ich dem Autor sogar die sprechenden Tiere, die mich einfach nur nerven.

Wie ihr seht, ist es für mich immer schwer, ein Fantasy Buch zu finden, das mir gefällt. Wenn ich ein Buch aus diesem Genre lese, stehen die Chancen 50 zu 50, dass ich es liebe oder hasse. Ich habe immer noch nicht die Formel (oder das perfekte Subgenre) gefunden, die mir Lesespaß garantiert.

Deshalb meine Frage an euch: Könnt ihr mir Fantasy Bücher empfehlen, die originell und kreativ sind, anders genug, dass sie mich faszinieren, aber nicht so abgedreht, dass ich nur die Augen verdrehen kann? Bücher, die Figuren mit echten Problemen in der echten Welt haben, in denen ich mich wiedererkennen kann? Fantasy Bücher, die an das Genre Science Fiction grenzen, oder auch gute, realistische Dystopien? Was sind eure liebsten Fantasy Bücher? Ich mag Reihen (vor allem Trilogien), aber auch ein gutes Standalone kann mich begeistern. Ich lese auch Young Adult, bevorzuge aber Bücher mit erwachsenen Protagonisten (am liebsten in ihren Zwanzigern oder Dreißigern – zu alt sollten sie auch nicht sein).

Ich weiß, meine Erwartungen sind gigantisch. Aber ich lese einfach zu viele Bücher, die ich mit drei oder weniger Sternen bewerten möchte. Ich sehne mich nach einem Vier-Sterne-Fantasy-Buch. Ich freue mich über Empfehlungen in den Kommentaren!

 

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Lieblingsbücher Special: Weitere Bücher aus meinem Lieblinge Regal

Vor einer Weile hat mir eine Freundin ein paar Bücher zurückgegeben, die sie schon seit Jahren ausgeliehen hatte, und diese durften nun auch in mein Lieblingsbücher Regal einziehen, denn sie gehören definitiv zu meinen Favoriten. Deshalb möchte ich sie euch im Folgenden vorstellen.

Die Hunger Games Trilogie von Suzanne Collins (auf Deutsch: Die Tribute von Panem)

Es gab eine Zeit zu Beginn meines Studiums, in der ich relativ wenig in meiner Freizeit gelesen habe. Irgendwie hatte ich die Freude am Lesen verloren. Die Hunger Games Bücher haben mich aus diesem Loch gerettet und mir wieder gezeigt, dass Lesen Spaß machen kann. Ich hatte den ersten Film im Kino gesehen und war total begeistert. Ich wollte mehr wissen, also habe ich mit der Hoffnung auf weitere Infos das erste Buch gelesen. Tatsächlich habe ich dabei aber wenig Neues gelernt, denn der Film ist sehr nah am Buch. Doch da war es um mich bereits geschehen. Nun musste ich auch die restlichen Teile der Trilogie lesen und sie waren sogar noch besser.

Die Hunger Games waren die ersten YA Dystopien, die ich gelesen habe (mal abgesehen von Never Let Me Go, das ich für die Schule lesen musste). Sie erzählen von einem postapokalyptischen Land, das in Distrikte geteilt ist, wobei der Distrikt, in dem man lebt, darüber bestimmt, was man arbeitet und wie wohlhabend oder arm man ist. Als wäre das nicht schon schlimm genug, werden jedes Jahr aus jedem Distrikt zwei Jugendliche ausgewählt, die bei den Hunger Games (ein Fernseh-Spektakel, um an eine gescheiterte Revolution zu erinnern) solange gegen die anderen Auserwählten kämpfen müssen, bis nur noch einer am Leben ist.

Es ist eine grausame Welt, die viele Möglichkeiten zur Verbesserung bietet (denn es kann eigentlich nur bergauf gehen – zumindest glaubt man das zu Beginn.) Die Hunger Games an sich sind natürlich auf einem Leben oder Tod Niveau bereits sehr spannend, doch die größeren gesellschaftlichen Entwicklungen, die in Teil 2 und 3 thematisiert werden, fand ich noch interessanter.

Mittlerweile habe ich viele YA Dystopien gelesen und auch viele, die besser waren als die Hunger Games (zum Beispiel Divergent und Slated). Trotzdem werden die Hunger Games Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen und meinem Bücherregal haben.

A tale for the time being von Ruth Ozeki (auf Deutsch: Geschichte für einen Augenblick)

Dieses Buch habe ich im Rahmen eines Lesezirkels für Millennials gelesen. Ich glaube, es war das einzige der Bücher für diesen Lesezirkel, das ich beendet habe, denn meistens reichte mir eine Woche nicht, um ein Buch durchzulesen. Doch A tale for the time being hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Das Buch erzählt zwei Handlungsstränge, die auf eine leicht magische Weise miteinander verknüpft sind. Einerseits geht es um Nao, die in Tokyo lebt, von ihren Mitschülern gemobbt wird, die Probleme ihrer Eltern miterlebt und Frieden bei ihrer anarchistisch-feministisch-buddhistischen Großmutter sucht. Sie führt ein Tagebuch, welches wir als Leser gemeinsam mit der zweiten Protagonistin, Ruth, lesen. Ruth lebt in Kanada mit ihrem Partner, einem Meeresbiologen, und arbeitet als Autorin, fühlt sich als ehemalige New Yorkerin aber unwohl in der Öde. Als sie Naos Tagebuch am Strand findet, versinkt sie in dessen Geschichte, welche bald auch ihr eigenes Leben beeinflussen wird.

Das Buch beinhaltet nur einen Hauch von Fantasy, doch trotzdem fühlt es sich durchweg einfach magisch an. Es hat mich völlig verzaubert mit seinem Stil und den beiden Protagonisten, denen man als Leser nur das Beste wünscht. Naos Geschichte fand ich sehr interessant, doch ich konnte mich vor allem in Ruth wiederfinden. A tale for the time being ist einfach ein verdammt gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann.

Seelenfänger von Andreas Brandhorst

Es ist schon lange her, dass ich Seelenfänger gelesen habe, doch ich weiß noch, dass mich das Buch damals absolut gefesselt und begeistert hat. Es erzählt eine Sci Fi Geschichte über einen Mann, der in das Unterbewusstsein anderer Menschen reisen kann. Seelenfänger habe ich in einem Beitrag über die besten Fantasy Bücher für Erwachsene schon einmal vorgestellt.

Kennt ihr einen oder mehrere dieser drei Lieblinge? Wie fandet ihr die Bücher?

 

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Zwei Jugendbuch Rezensionen: Mädchenmeute von Kirsten Fuchs und How To Be Bad von von Lauren Myracle, E. Lockhart und Sarah Mlynowski

Heute stelle ich euch gleich zwei Jugendbücher vor, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Mädchenmeute von Kirsten Fuchs

Erscheinungsjahr: 2016 | Taschenbuch: 464 Seiten | Verlag: Rohwolt | Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3499217586

Kurzinhalt:

Eine Gruppe von Mädchen findet sich zusammen, um an einem Survival Camp teilzunehmen. Doch schon am ersten Abend gerät die Situation außer Kontrolle, sodass die Jugendlichen beschließen, das Camp zu verlassen und stattdessen ihr eigenes Abenteuer zu erleben. Sie grenzen sich von dem Rest der Welt ab und werden dadurch zu Berühmtheiten.

Eigene Meinung:

Mädchenmeute hat den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen und ich habe mich darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Die Idee der Mädchengruppe, die abseits der Gesellschaft lernt, miteinander und mit der Natur zu leben, fand ich sehr reizvoll. Doch letztlich haben mich so viele Aspekte an diesem Buch gestört, dass ich nicht viel Freude daran hatte.

Gleich zu Beginn und auch immer wieder im Laufe des Buchs erhalten die Leser kleine Teaser und Vorausdeutungen auf die aufregenden Dinge, die noch geschehen werden. Diese Teaser und die Hoffnung auf eine spannende Handlung waren oft der einzige Grund, weshalb ich überhaupt weitergelesen habe. Doch dann waren die tatsächlichen Ereignisse irgendwie weniger aufregend, als ich mir gewünscht hatte. Es passiert sehr viel in diesem Buch und die Hauptstory der Mädchen wird mit vielen Wendepunkten und Überraschungen erzählt, was an sich gut wird. Doch in den letzten Kapiteln (als es dann endlich spannend wird, weil wir uns der Auflösung nähern) werden so viele Geschichten ineinander verwebt, dass es fast etwas zu viel war.

Aber die Handlung war meiner Meinung nach noch immer das Beste an Mädchenmeute. Was mich nicht überzeugen konnte, waren die Figuren. Die meisten der sieben Mädchen waren absolut unsympathisch, wobei zwei sogar psychopathische Züge hatten. Unsympathische Figuren müssen nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, doch ich konnte das Handeln der Protagonistinnen einfach nicht nachvollziehen. Ich erkenne durchaus den Reiz von Freiheit und Abenteuer, doch danach fühlte es sich nicht einmal an, denn die Mädchen haben in diesem Buch selten Spaß, meistens streiten sie nur miteinander. Es gibt keine echten Freundschaften und es wird nie aufeinander eingegangen. Wieso sie sich das überhaupt antun, war für mich unverständlich.

Auch die Protagonistin hat mich gehörig genervt. Sie definiert sich selbst als jemand, der nie etwas sagt. Selbst wichtige Infos verschweigt sie, weil sie nicht sprechen möchte. Oder aber sie erzählt Ideen leise einer anderen, die dann den Lob dafür erhält, weil sie es an die Gruppe weitergibt. Die Protagonistin macht eine Entwicklung durch, im Laufe derer sie zwar lauter, aber meiner Meinung nach nicht sympathischer wird.

Was mich an Mädchenmeute aber am meisten gestört hat, war der Sprachstil. Metapher folgt auf Metapher und manche dieser Metaphern sind so weit hergeholt, dass ich sie mehrmals lesen musste, um zu verstehen. Es kamen auch ständig Ausdrucksweisen und Arten, etwas zu beschreiben, vor, die mir total fremd waren, sodass ich mich fast auf jeder Seite gefragt habe, was gemeint war. Die Erzählerin und die restlichen Mädchen sprechen allesamt wie meine Großeltern (sie haben auch Namen wie Freigunda und Rike), obwohl das Buch in der jetzigen Zeit spielt. Ich frage mich, ob das eine regionale Sache ist. Vielleicht sind diese ganzen Metaphern und Ausdrucksweisen ja vollkommen verständlich für Jugendliche aus den Dörfern in Nordostdeutschland, nur ich westdeutsches Vorstadtkind kenne sie einfach nicht. Der Stil war für mich der Hauptgrund, wieso ich mit den Figuren und der Story nie warmwerden konnte.

Ich gehe davon aus, dass es viele Fans von Mädchenmeute gibt, denn immerhin ist es ein (im wahrsten Sinne des Wortes) ausgezeichnetes Jugendbuch. Doch ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass sich dermaßen fremd angefühlt hat.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

 

How To Be Bad von von Lauren Myracle, E. Lockhart und Sarah Mlynowski

Erscheinungsjahr: 2008 – Neuauflage: 2015 | Taschenbuch: 352 Seiten | Verlag: Harper Teen | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-0062405685

Kurzinhalt:

Jesse, Vicky und Meg brechen zusammen auf einen Roadtrip nach Miami auf. Jede von ihnen nimmt ihre eigenen Sorgen mit auf den Weg, auch wenn die anderen Mädchen nichts davon wissen. Während der Reise erleben sie Abenteuer, stoßen auf Hindernisse und finden zueinander und zu sich selbst.

Eigene Meinung:

How To Be Bad ist ein wundervolles Sommerbuch, denn es handelt von einem Sommerroadtrip mit drei Teenagern. Es war definitiv Spaß, das Buch zu lesen, denn es geschehen so viele aufregende und verrückte Dinge, dass den Lesern nie langweilig wird und es immer spannend ist, herauszufinden, was im nächsten Kapitel passiert. Doch obwohl How To Be Bad ein sehr actionreiches Buch ist, erzählt es eigentlich eine Geschichte von Freundschaft, von Akzeptanz und Toleranz (bzw. das Fehlen dieser).

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der drei Mädchen erzählt wird. Bei Büchern mit wechselnden Perspektiven beschwere ich mich oft, dass sich alle Erzähler irgendwie gleich anhören. Das ist hier nicht der Fall. Nicht nur haben Jesse, Vicky und Meg drei grundverschiedene Persönlichkeiten, als Leser merkt man das auch in ihre Ausdrucks- und Erzählweise. Ich gehe davon aus, dass jede der drei Autorinnen dieses Buchs eine Perspektive geschrieben hat, weshalb die Figuren tatsächlich wie drei unterschiedliche Menschen klingen.

Die Entwicklungsgeschichten der Mädchen haben mich allerdings nicht immer völlig überzeugen können. Am Ende wurde vor allem Jesses Geschichte so übereilt abgeschlossen, dass ich verzweifelt nach einem weiteren Kapitel gesucht habe (das es aber nicht gibt).

Außerdem ist da die Sache mit der Religion. Religion spielt nämlich eine zentrale Rolle in diesem Buch. Jesse ist überzeugte Christin, Meg Jüdin und Vicky Atheistin. Aus diesem Grund kommt es immer wieder zu Streits zwischen Jesse und Vicky. Jesse wird ziemlich klischeehaft als eine spießige Fanatikerin gezeichnet, die Partys nicht genießt, ihre Freundinnen davon abhalten will, Sex vor der Ehe zu haben, und versucht, anderen Leuten ihren Glauben aufzudrängen. Andererseits zeigt Vicky absolut kein Verständnis für Jesses Glauben, sondern provoziert sie absichtlich. Der religiöse Aspekt wird nicht unbedingt negativ dargestellt, doch es fehlt von allen Seiten an Toleranz und Verständnis. Die Behandlung dieses Themas an sich fand ich spannend, aber die Umsetzung war nicht optimal.

Trotzdem war How To Be Bad ein spaßiger, aufregender Sommerroman, den ich gerne gelesen habe.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

 

 

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Mein neues Bücherregal

Ich bin gerade in eine neue Wohnung gezogen und hier habe ich nun endlich ein großes, hohes Regal für meine Bücher. Bisher ist der Großteil meiner Bücher auf einem Stapel in der Ecke verstaubt, doch nun habe ich genug Platz, um sie alle einzuordnen, zu sortieren und hübsch zu präsentieren. Deshalb möchte ich euch in diesem Post mein Bücherregal vorstellen.

80 Prozent der Bücher, die ich besitze, sind noch ungelesen (weil ich gelesene Bücher meist gleich wieder verkaufe oder verschenke), deshalb freue ich mich sehr, falls ihr mir das ein oder andere Buch aus meinem Regal empfehlen könnt!

Oben auf dem Regal seht ihr links eine Box, in der ich meine Unmengen an Notizzetteln mit schönen Zitaten und Lebensweisheiten aufhebe. In der Mitte steht eine Box voller Zitat-Postkarten, die ich mal als Trostpreis bei einem Schreibwettbewerb bekommen habe, und ganz rechts ist eine Hülle mit ein paar losen CDs und DVDs.

Kommen wir aber zu den Büchern. Im obersten Regalfach bewahre ich links diverse Notizbücher auf (das kleine blaue ist übrigens mein Blog-Notizbuch). Der Rest des Fachs beinhaltet die Bücher meiner aktuellen Leseliste und Neuzugänge – diese Ecke wird sich also oft ändern.

Darunter (auf Augenhöhe) befindet sich mein Lieblingsbücherregal. Ich habe euch ja bereits einige dieser Bücher vorgestellt, doch hier warten noch weitere Lieblingsbücher darauf, auf meinem Blog gefeiert zu werden. In der Mitte sind ein paar Sachbücher, die ich bereits gelesen habe und die nicht unbedingt meine absoluten Lieblingsbücher sind, die ich aber trotzdem genug mag, um sie zu behalten.

Im nächsten Fach bewahre ich links Bücher auf, die ich begonnen, aber noch nicht beendet habe. Wie ihr seht, passiert mir das verständlicherweise oft bei sehr dicken Büchern, wie Krieg und Frieden oder der Biografie von Isadora Duncan, die ich beide sehr mag, die aber zu überwältigend sind, um sie an einem Stück zu lesen. Bei der Shakespeare Gesamtausgabe (die ich von meinen Eltern ausgeliehen habe und die wunderschön illustriert ist) und bei James Joyces Ulysses bin ich mir ehrlich gesagt ziemlich sicher, dass ich sie nie beenden werde.

In der Mitte seht ihr das wunderschöne erotische Fotobuch she von Thomas Karsten. Rechts seht ihr meine kleine DVD-Sammlung. Hier habe ich ein paar meiner Liebling-DVDs versammelt, nämlich: The Great Gatsby, Waterworld, Buffy Staffel 2, Das Wilde Leben, Super Süß und Super Sexy, Britney Spears Greatest Hits und Liebe Braucht Keine Ferien.

Im nächsten Regalfach finden sich links ein paar ungelesenen Sci Fi und Fantasy Bücher und rechts zwei weitere Bücher von meinem SuB, die in keine andere Kategorie passen. In der Mitte seht ihr zwei Foto- und Interviewbände: The Erotic Lives of Women (noch nicht gelesen) und Die Nacht der Masken (gelesen und genossen).

Das unterste Fach meines Regals ist das chaotischste, denn dort bewahre ich die beiden Genres auf, aus denen die meisten Bücher auf meinem SuB stammen: Klassiker (links) und Sachbücher (rechts). Diese Art von Büchern kaufe ich ständig in Antiquariaten oder auf Flohmärkten, weil sie mich interessieren, aber dann liegen sie nicht selten jahrelang ungelesen rum. Langsam aber sicher bin ich jetzt dabei, sie abzuarbeiten.

Das war mein neues Bücherregal. Ich bin so glücklich darüber, nun genug Platz für meine Bücher zu haben und ständig fröhlich umsortieren zu können.
Wie organisiert ihr euer Bücherregal?

 

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Top Ten Thrusday 372

Diesen Donnerstag geht es beim TTT um 10 Bücher, die besser waren als ihre Verfilmung. Ich bin wirklich gespannt, was wir Blogger da so alles zusammentragen. Tatsächlich ist es mir ziemlich schwergefallen, 10 Bücher für diese Aufgabe zu finden, denn ich finde die Verfilmungen oft angemessen, manchmal sogar besser als die Bücher (ich weiß, es ist vermutlich komisch, so etwas von einer Bücherliebhaberin zu hören). Trotzdem möchte ich euch jetzt 10 Bücher vorstellen, wobei die Verfilmungen dieser von Absolut-Unerträglich bis Ziemlich-Super-Aber-Das-Buch-War-Trotzdem-Besser reichen.

1. Percy Jackson von Rick Riordan

Percy Jackson ist mir sofort in den Sinn gekommen, als ich die heutige TTT Aufgabe zum ersten Mal gelesen habe. Ich habe damals die komplette Buchreihe verschlungen und geliebt. Als ich dann aber die ersten beiden Filme geschaut habe, fand ich diese absolut furchtbar. Ich kann mich kaum noch an sie erinnern, nur daran, dass ich so enttäuscht von diesen Buchverfilmungen war, wie noch nie zuvor. Das Einzige an den Filmen, das ich gut fand, war der Protagonist. Logan Lerman hat den aufmerksamkeitsdefiziten Percy Jackson wirklich gut getroffen.

2. Insurgent von Veronica Roth

Während ich die Verfilmung des ersten Buchs der Divergent Trilogie (Buch auf Deutsch: Die Bestimmung) noch ziemlich gut fand, konnte der zweite Film Insurgent (Buch auf Deutsch: Tödliche Wahrheit) mich kaum begeistern und das obwohl die Divergent Trilogie eine meiner liebsten YA Distopie Reihen ist. Fairerweise muss ich erwähnen, dass das zweite Buch auch der Teil ist, den ich beim Lesen am wenigsten mochte, aber trotzdem hätte ich mir vom Film mehr erhofft.

3. Allegiant von Veronica Roth

Wo Insurgent mittelmäßig war, war Allegiant (Buch auf Deutsch: Letzte Entscheidung) einfach nur dämlich. Ich habe mich während dem Schauen aufgeregt, vor allem darüber, wie sie die Handlung unnötig in die Länge gezogen haben, weil der Plan wohl war, das letzte Buch (wie es gerne und bei anderen Verfilmungen wie den Hunger Games und Harry Potter auch gut gemacht wird) in zwei Teile zu teilen, um noch mehr Profit zu machen. Tja, der Plan ist nicht aufgegangen, denn Allegiant hatte so wenig Erfolg, dass es nie zu einem vierten Teil kam. Jetzt höre ich Gerüchte, dass es eine Divergent Serie geben soll.

4. Der Circle von Dave Eggers

Der Circle ist kein Buch, das einfach zu verfilmen ist, denn es passiert nicht wirklich viel, obwohl das Buch mich mit seiner gruselig akkuraten Gesellschaftsanalyse total fesseln konnte. Ich bin froh, dass der Film gemacht wurde, denn er bringt ein wichtiges Thema zu Menschen, die vielleicht nie das Buch lesen würden. Ungefähr 80 % des Films fand ich auch ziemlich solide (obwohl ich mich doch wundere, wieso auf Sex und Beziehungen komplett verzichtet wurde, obwohl beides in dem Buch eine nicht unerhebliche Rolle spielt). Nur das Ende hat mich enttäuscht. Es ist unmöglich, diese Enttäuschung näher zu beschreiben, ohne zu spoilern, aber man kann sagen, dass der Film am Ende in die entgegengesetzte Richtung geht wie das Buch und dadurch meiner Meinung nach die Aussage, die mich bei dem Buch so berührt hat, verfälscht.

5. The Magicians von Lev Grossman

Wie ich viel zu oft erwähne, bin ich ein riesiger Fan der Magicians Bücher von Lev Grossman (auf Deutsch: Die Zauberer von Fillory). Ich bin auch ein ziemlich großer Fan der gleichnamigen Serie, die auf den Büchern basiert und bereits drei Staffeln hinter sich hat, obwohl ich die Bücher vorziehe. Irgendwie bin ich dankbar, dass die Serie ziemlich weit von den Büchern entfernt ist und ihre eigenen Geschichten und Figurenentwicklungen erzählt, denn so kann sie zumindest keine Geschichten aus dem Buch verhunzen. Und ich finde es beeindruckend, was die Serie aus manchen Figuren gemacht hat, die in den Büchern keine große Rolle spielen oder total unsympathisch gezeichnet werden. Magicians, die Serie, ist verrückt und extrem chaotisch, aber ich schaue sie trotzdem immer wieder gerne, auch wenn ich sie mittlerweile als unabhängig von den Büchern betrachte.

6. Jakob der Lügner von Jurek Becker

Dieses Buch habe ich für die Uni gelesen. Als ich es für meine Abschlussprüfung wiederholen musste, habe ich mir den Film angeschaut. Der Film war nicht schlecht. Er hat Robin Williams in der Hauptrolle und generell fand ich die Figuren alle gut dargestellt. Für mich entstand allerdings ein ähnliches Problem wie bei Der Circle, weil Dinge gezeigt werden, die die Aussage des Buchs auf den Kopf stellen, denn in diesem hält der Erzähler sogar ausdrücklich fest, dass genau dies eben nicht geschieht.

7. On the Road von Jack Kerouac

Wie ihr wahrscheinlich mittlerweile wisst, ist On the Road mein Lieblingsbuch, weshalb es wohl keine Überraschung ist, dass ich das Buch besser finde als den Film. Ich mag den Film und schaue ihn immer noch ab und zu (wenn auch seltener, als ich das Buch lese). Ich bin dankbar, dass der Film erst 2012 erschienen ist und deshalb modern und hochwertig aussieht. Auch Kristen Stewart in der Rolle von Marylou hat mir gut gefallen. Der Film orientiert sich wohl an der Urfassung von Jack Kerouac, die erst 2010 veröffentlicht wurde und die ich nie gelesen habe (denn: Lektorate machen Bücher besser und ich würde nicht wollen, dass irgendwer mein erstes Manuskript liest). Aus diesem Grund sind die tatsächlichen Personen in dem Film stärker zu erkennen als in dem Buch und es gibt deutlichere homosexuelle Szenen.

8. Gossip Girl von Cecily von Ziegesar

Mit Gossip Girl ist es ähnlich wie bei den Magicians, in dem Sinne, dass die Serie vom Plot her sehr stark von den Büchern abweicht. Das ist bei Gossip Girl sogar noch extremer. Ich würde sagen, dass fast keine der Geschichten, die die Serie erzählt, in den Büchern vorkommt. Beziehungskonstellationen wurden komplett verändert und einige Figuren sehen total anders aus, als sie in den Büchern beschrieben werden. Trotzdem hat mir die Serie Spaß gemacht und ich habe sie immer gerne geschaut. Doch die Bücher waren in meinen Teenagerjahren quasi mein Leben, weshalb die Serie da natürlich nicht heranreichen kann.

9. The Beach von Alex Garland

Das Buch The Beach ist eines meiner Lieblingsbücher. Es wurde mir empfohlen und ich bin total unvorbereitet in die Lektüre gegangen. Wow, das war vielleicht eine Leseerfahrung. Manchmal hat es sich angefühlt wie der beste Trip meines Lebens und dann wieder wie der absolute Albtraum. Der Film konnte diese Erfahrung, wie ich finde, nicht so gut einfangen, was aber auch einfach daran liegen könnte, dass ich schon wusste, was passieren würde. Leonardo Di Caprio hat mich in der Hauptrolle aber überzeugen können.

10. Alice im Wunderland von Lewis Carroll

Ich glaube, in diesem Fall habe ich sogar den Film gesehen, bevor ich das Buch komplett gelesen habe. Alice im Wunderland war der erste Film, den ich je in 3D gesehen habe, und es hat mir definitiv Spaß gemacht, mich zu fühlen, als flögen mir die Tassen tatsächlich um die Ohren. Ich mag den Film auf jeden Fall. Später habe ich dann aber mal das Buch in einer Nacht durchgelesen und es hat mich noch mehr begeistern können. So etwas Verrücktes hatte ich noch nie gelesen. Alice im Wunderland hat mir gezeigt, dass sich Bücher nicht immer an die Regeln halten müssen, sondern manchmal einfach komplett Durchdrehen können und gerade dadurch zu etwas Besonderem werden.

 

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Leserückblick: Gelesene Bücher April bis Juni

Es ist Zeit für meinen zweiten Quartalsrüblick und ich bin wirklich stolz darauf, wie viele Bücher ich in den letzten drei Monaten gelesen habe: ganze 10 Bücher! Manchmal lese ich 10 Bücher im ganzen Jahr. Außerdem habe ich dank der #DasSuBAbc Challenge meinen SuB deutlich verkleinert. Das letzte Mal, als ich nachgezählt habe, waren 28 Bücher auf meinem SuB, doch mittlerweile könnten es sogar noch weniger sein. Kommen wir nun also zu meinen gelesenen Büchern im zweiten Quartal von 2018:

Gelesen für die #DasSuBAbc Challenge

Dies Land ist unser von Hans-Christian Kirsch

Aufgabe: A – Bücher angefangen, beiseitegelegt und nie beendet, lies ein angefangenes Buch nun zu Ende

Hurra! Ich habe es endlich geschafft, ein schon vor langem begonnenes Buch zu Ende zu lesen, nachdem ich beim letzten #DasSuBAbc Durchlauf an dieser Aufgabe kläglich gescheitert bin. Dies Land ist unser ist eine Biografie der Helden der Beat Generation: Jack Kerouac, Allen Ginsberg, William S. Burroughs und Neal Cassidy. Da ich ein großer Fan der Beat Generation und vor allem der Bücher von Jack Kerouac bin, hat es mir auf jeden Fall Spaß gemacht, mehr über meine Helden (oder eher Antihelden) zu erfahren. Die Berichte über Jack Kerouacs Persönlichkeit waren teilweise etwas ernüchternd, da sie ihn nicht gerade als liebenswürdige Person gezeichnet haben. Trotzdem haben sie mich zum Träumen angeregt. Denn auch meine Helden mussten kämpfen und konnten teilweise jahrzehntelang keinen Verlag finden, der ihre Werke veröffentlicht, doch letzten Endes haben sie es geschafft und sind zu Legenden geworden. Das gibt mir Hoffnung für meine eigene Karriere als Schriftstellerin. Stilistisch fand ich das Buch teils etwas zu kalt und herzlos, obwohl der Autor manche Szenen so detailliert beschrieben hat, als sei er selbst dabei gewesen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Wer schuf den Schöpfer? von Ravi Zacharias und Norman Geisler

Aufgabe: D – Doppelte Freude! Du darfst bei dieser Aufgabe ZWEI Bücher DEINER Wahl lesen

Okay, genau genommen habe ich diese Aufgabe nur zur Hälfte erfüllt, denn das andere Buch, welches ich hierfür ausgewählt habe (Das Handbuch zum Drehbuch), habe ich noch nicht gelesen, doch die Challenge geht ja noch bis Ende Juli. Wer schuf den Schöpfer? habe ich an einigen sonnigen Nachmittagen auf dem Balkon gelesen und es hat mir gut gefallen. Das Buch stellt kritische Fragen zum Christentum, ist aber alles andere als eine Hinterfragung des Christentums, denn die Antworten, die die Autoren finden, entsprechen stets der jüdisch-christlichen Sicht. Ich mochte, wie wissenschaftlich die Autoren an die Fragen herangehen und das Buch hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt. Von der Entstehung der Welt bis hin zu Jesus Christus wird so ziemlich jedes religiöse Thema angesprochen. Auch andere Religionen spielen eine Rolle. Stark in Erinnerung sind mir z.B. die Ausführungen zum Hinduismus. Für Menschen, die das Christentum kennenlernen oder ihren eigenen Glauben erkunden wollen, kann ich das Buch empfehlen.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität von Dave Eggers

Aufgabe: Lies ein Buch, dessen Autor*in zu deinen Favoriten zählt

Dieses Buch, das jahrelang auf meinem SuB verstaubt ist, war definitiv mein Quartalsfavorit! Es hat mich total begeistert und gefesselt. Obwohl ich es persönlich wirklich vollkommen genossen habe, kann ich es nicht uneingeschränkt empfehlen. Mehr dazu erfahrt ihr in der Rezension zum Buch.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Getting Somewhere von Beth Neff

Aufgabe: Lies ein Buch, welches Du geschenkt bekommen hast

Getting Somwhere ist ein Jugendroman, den mir die Autorin, eine Bibliothekarin meines Vertrauens, geschenkt hat. Ich muss zugeben, dass ich mir teilweise wirklich schwer getan habe mit diesem Buch. Ich war mehrmals kurz davor, es abzubrechen, habe aber aus Loyalität zu Beth Neff weitergelesen. Nach einer Weile konnte ich zu meiner Überraschung dann doch noch eine Beziehung zu den Figuren aufbauen, sodass ich wissen wollte, was aus ihnen wird. Getting Somewhere erzählt von einer Farm, auf der straftätige Teenager arbeiten können, um einer Haftstrafe zu entgehen. Die Farm wird von drei Frauen geführt, wobei zwei von ihnen ein lesbisches Paar sind. Vier vollkommen unterschiedliche Mädchen wohnen auf der Farm und es geht darum, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen, was manchen besser gelingt als anderen. Im Prinzip ist es eine herzerwärmende Geschichte darüber, dass jeder eine zweite Chance verdient und dass Menschen nicht als Verbrecher geboren, sondern zu diesen gemacht werden. Der Grund, weshalb es mir manchmal schwerfiel dranzubleiben, war schlicht, dass es kein besonders aufregendes Buch ist. Über große Strecken hinweg passiert kaum etwas und selbst beim Höhepunkt der Handlung hätte ich mir mehr Drama und Action gewünscht. Das Ende hat mir dann aber wiederum gut gefallen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Abgebrochen

Der lange Weg nach Ägypten von Christian Jacq

Aufgabe: C – Lies ein Buch, welches Du aufgrund seines Covers gekauft hast

Tja, vielleicht sollte ich Bücher doch nicht nach dem Cover kaufen, denn ich hätte gleich wissen können, dass ein historischer Roman nichts für mich ist. Als ich das Buch begonnen habe, war ich positiv überrascht, weil es sich nach einem Abenteuerroman anfühlte, doch während der eigentlichen Reise ist die Erzählweise so sachlich, dass ich die Abenteuer weniger als Spaß und mehr als Arbeit empfand. Meine Gedanken drifteten immer wieder ab, bis ich das Buch schließlich zur Seite gelegt habe. Es handelt von der Reise nach Ägypten des ersten Hieroglyphen Übersetzers überhaupt und kann für Leute, die sich dafür interessieren, sicher spannend sein. Persönlich musste ich feststellen, dass mein Interesse für die ägyptische Kultur einfach nicht groß genug ist, um mich für das Buch begeistern zu können.

Begonnen

Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY, Oscar Zarate und Co

Aufgabe: G – Lies ein Buch dessen Genre kaum bis gar nicht von Dir gelesen wird

Diesen Sachcomic habe ich begonnen und ich hoffe, dass ich ihn im Juli beenden werde. Ich hatte gedacht, dass die Comicgestaltung das schwierige Thema der Quantenphysik einfacherer machen würde, aber tatsächlich finde ich es immer noch schwer, vor allem da ich sonst nie Comics lese und mir diese Art zu lesen etwas fremdartig ist. Ich muss zugeben, dass ich vieles, was ich in diesem Buch gelesen habe, schon wieder vergessen habe, obwohl ich das Thema eigentlich extrem spannend finde.

Weitere gelesene Bücher

Ich habe nicht nur Bücher von meinem SuB gelesen, sondern hatte im April auch ein paar Neuzugänge in meinem Regal, denen ich mich gewidmet habe.

The long way to a small angry planet von Becky Chambers

Nachdem ich so begeistert von Andy Weirs Der Marsianer war, habe ich Anfang April beschlossen, weiter im Science Fiction Genre zu bleiben und habe das Buch von Becky Chambers gelesen, da ich ihre Artikel auf io9 mag. Mit The long way to a small angry planet hatte ich allerdings so meine Probleme, obwohl es definitiv kein schlechtes Buch war. Meine Rezension dazu findet ihr hier. Trotzdem hat mich die Sci Fi Leidenschaft noch nicht verlassen, deshalb freue ich mich immer über Buchempfehlungen aus diesem Genre!

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Juliettes geheimes Tagebuch von Cat Monroe

Juliettes geheimes Tagebuch ist ein Erotikroman, den ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten habe. Es hat mir Spaß gemacht, ihn zu lesen, und ich mochte die Frauen-nehmen-sich-was-sie-brauchen-Mentalität. Nur eine von Juliettes Affären waren so gar nicht mein Ding. Zur Rezension geht es hier.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Dark Zero von Douglas Preston

Dark Zero war vom Thema her total meins: eine künstliche Intelligenz, die ins Internet flieht und die Menschheit bedroht. Es war spannend und actionreich und unterhaltsam, aber leider konnte mich die zweite Hälfte des Romans nicht überzeugen. Mehr dazu könnt ihr in meiner Rezension lesen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Very Good Lives von J. K. Rowling

Dieses Buch habe ich schon mal in der Buchhandlung bewundert, war dann aber zu geizig, es zu kaufen. Jetzt hat es mir glücklicherweise eine Freundin ausgeliehen und ich habe es an einem Nachmittag durchgelesen, denn es ist wirklich winzig. Das Buch beinhaltet eine Rede von J.K. Rowling, die sie an der Harvard Universität gehalten hat. Wie sowohl von der Autorin als auch dem Anlass (die Abschlussfeier) zu erwarten war, ist die Rede extrem inspirierend. Vor allem Rowlings Erzählungen vom Scheitern haben mich berührt. Dass jemand, der heute die erfolgreichste Autorin der Welt ist, mal bettelarm war, gibt mir Hoffnung, dass auch ich es eines Tages nach oben schaffen kann. Trotzdem finde ich, dass diese kurze Rede den für so ein dünnes Büchlein völlig übertriebenen Preis nicht wert ist.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

 

Habt ihr auch schon eines oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?

 

 

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Rezension: Dark Zero von Douglas Preston

Genre: Thriller | Erscheinungsjahr: 2015 | Taschenbuch: 480 Seiten | Verlag: Knaur  | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3426500491

Kurzinhalt

Die Künstliche Intelligenz Dorothy wurde von der Programmiererin Melissa und ihrem Team entwickelt, um auf dem Saturnmond Titan eine Raumsonde zu kontrollieren. Doch bei dem ersten Test im NASA-Gebäude, macht sich Dorothy selbstständig, löst eine Explosion aus und flieht ins Internet. Nun wird sie gesucht: von Melissa, von der NASA, von dem FBI sowie von Menschen, die ihre eigenen Pläne für Dorothy haben.

Eigene Meinung

Das Konzept des Buchs, eine K.I., die sich selbstständig macht, fand ich sofort vielversprechend. Während meiner Leseexperimente in den Genres Science Fiction und Thriller in den letzten Monaten habe ich festgestellt, dass die Bücher, die mich am meisten begeistern, oft einem Mischgenre angehören. Sie sind so etwas wie Technikthriller und auch Dark Zero kann dazu gezählt werden. So habe ich durch das Buch jede Menge faszinierende Dinge über Künstliche Intelligenz gelernt.

Auch langweilig war das Buch definitiv nicht. Als gut gebauter Thriller gab es jede Menge Wendepunkte, Gefahrensituationen, Verfolgungsjagden, usw. Für meinen Geschmack waren etwas zu viele kaltherzige Morde dabei, aber auch das gehört wohl dazu. Über all diesen spannenden Geschehnissen und Wendung lauert in der Welt von Dark Zero die Präsenz einer hyperintelligenten K.I., die im Internet lebt und sich dadurch überall auf der Welt bewegen kann und so ziemlich alles tun kann.

Solch eine übermächtige K.I. ist natürlich hochgefährlich. Sie könnte die Menschheit vernichten. Für mich können die Gefahren in Thrillern nicht groß genug sein, deshalb habe ich mich über die drohende fiktionale Auslöschung irgendwie gefreut. In den ersten paar Kapiteln wird diese Gefahr auch ausführlich thematisiert und die beiden (menschlichen) Protagonisten Melissa und Ford setzen alles daran, Dorothy davon abzuhalten, etwas Unwiderrufliches zu machen.

Doch dann nimmt das Buch eine überraschende Wendung. Dorothy entwickelt sich in einer Art und Weise, wie ich es nie vorausgesehen hätte, bis sie mir sogar sympathisch wurde. Eine unerwartete Entwicklung ist normalerweise immer ein Plus, aber in diesem Fall ging mir die 180 Grad Wendung zu weit. Die Gefahren, die Dorothy nach wie vor birgt, kommen plötzlich gar nicht mehr zur Sprache und auch das Verhalten von Melissa und Ford fand ich ab diesem Punkt nur noch schwer nachvollziehbar.

Schließlich wird die Geschichte ziemlich abrupt zu Ende gebracht, was mich etwas enttäuscht hat. Ich denke, die Idee hätte so viel mehr hergeben können. Außerdem weiß ich nach wie vor nicht, was ich von der letzten Seite halten soll. Ich habe keine Ahnung, ob es sich hier um ein glückliches oder ein trauriges Ende handelt. Aber vielleicht bin ich da in meiner Verwirrung ja auch alleine.

Die Figuren waren mir oft zu typisiert. Obwohl ich Melissa mochte, hat es mich genervt, dass sie als Heldin nicht nur superschlau ist, sondern auch noch wunderschön (groß, schlank, blond), während bei ihrer „bösen“ Gegenspielerin Patti immer wieder betont wird, wie hässlich diese ist. Das war zu klischeehaft für meinen Geschmack. Dorothy wirkt im Vergleich zu einigen der menschlichen Figuren viel vielschichtiger und realistischer, was durchaus Absicht gewesen sein könnte. Die Figur Jakob, ein Teenager in Kalifornien, der nach einer langen Einführung in die Geschichte mit Dorothy eingebunden wird, hat mir gut gefallen. Ob seine ganze, ausführliche Backstory wirklich nötig gewesen wäre, lasse ich mal dahingestellt.

Alles in allem konnte mich Dark Zero zwar fesseln, hat mich zum Ende hin aber enttäuscht. Es liest sich, als sei es der Auftakt einer viel größeren Handlung, die hier noch gar keine Rolle spielt, doch da dies allen Anschein nach ein Standalone ist, hat es mich mit dem Gefühl zurückgelassen, dass mir hier die echte Story vorenthalten wurde.

Bewertung

+++ – Drei von Fünf Punkten

 

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SuBventur Challenge: #DasSuBabc – Runde 2

Ich habe mich sehr gefreut, das die #DasSuBabc Challenge von KeJas Blogbuch verlängert wurde. Schon beim ersten Durchlauf hat mich die Challenge motiviert, einige Bücher von meinem SuB zu lesen, deshalb bin ich auch jetzt wieder gerne dabei. Nachdem ich mich nun ein paar Wochen lang mit meinen Neuzugängen beschäftigt habe, ist es an der Zeit, mal wieder eine Leseliste gemäß den Aufgaben der SuBventur Challenge aufzustellen, denn es warten noch viele Bücher in meinem Regal darauf, gelesen zu werden. Nun gibt es außerdem einige neue Aufgaben, also noch mehr Möglichkeiten, ungelesene Bücher auf die Leseliste zu packen.

Im Moment habe ich 31 Bücher auf meinem SuB. Davon habe ich nun 10 Bücher ausgewählt, mit denen ich mich in nächster Zeit beschäftigen möchte, auch wenn ich sicher nicht alle schaffen werde. Kommen wir also zu den Aufgaben und den Büchern, die ich diesen zugeordnet habe.

A – Bücher angefangen, beiseitegelegt und nie beendet, lies ein anfangendes Buch nun zu Ende

Dies Land ist unser von Hans-Christian Kirsch (Biografie): Diese Aufgabe hatte ich auch schon letztes Mal auf meiner #DasSubAbc Liste und habe es nie geschafft, sie zu erfüllen. Die Biografie Isadora, die ich mir vorgenommen hatte, habe ich immer noch nicht weitergelesen. Deswegen versuche ich es jetzt mit einer anderen Biografie. Dies Land ist unser erzählt von dem Leben und Werk der Schriftsteller der Beat Generation Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William Burroughs sowie ihrer Muse Neal Cassidy. Ich bin ein riesiger Jack Kerouac Fan. On the road habe ich bestimmt schon fünf Mal gelesen und ich habe auch schon einige Dokus und Filme über die Beat Generation konsumiert. Diese Biografie ist allerdings viel ausführlicher und geht auf viele Momente aus dem Leben der Helden extrem detailliert an. Ich habe das Buch vor Jahren begonnen, dann beiseitegelegt und nun bin ich dabei, es weiterzulesen.

C – Lies ein Buches, welches Du aufgrund seines Covers gekauft hast

Der lange Weg nach Ägypten von Christian Jacq (Roman): Dieses Buch habe ich in einem Korb vor meinem liebsten Antiquariat gesehen. Das Cover ist blau und hat ägyptische Schriftzeichen darauf und ich habe mich sofort dazu angezogen gefühlt. Ich habe absolut keine Ahnung, worum es geht. Gerade habe ich entdeckt, dass Lovelybooks es wohl als historischer Roman klassifiziert, was mir ein bisschen Sorgen macht, weil ich wirklich kein Fan von historischen Romanen bin, aber ich werde mich trotzdem darauf einlassen. Ich interessiere mich für alte Kulturen, also könnte es etwas für mich sein. Außerdem scheint es schon eine fiktionale Geschichte zu sein und kein Sachbuch.

D – Doppelte Freude! Du darfst bei dieser Aufgabe ZWEI Bücher DEINER Wahl lesen

Das Handbuch zum Drehbuch von Syd Field (Lehrbuch) und Wer schuf den Schöpfer? von Ravi Zacharias und Norman Geisler (Sachbuch Religion): Diese Aufgabe gibt mir die Möglichkeit, mir zwei Bücher auszusuchen und trotzdem habe ich es letztes Mal nicht geschafft, auch nur eines der beiden zu lesen. Da mich beide Bücher aber nach wie vor brennend interessieren, werde ich sie auf die neue Leseliste übertragen. Sollte ich jemals mit der Überarbeitung meines Romans fertigwerden, träume ich davon, als nächstes ein Drehbuch zu schreiben, deshalb möchte ich von Das Handbuch zum Drehbuch schon einmal etwas über die Kunst des Drehbuchschreibens lernen. Wer schuf den Schöpfer? habe ich tatsächlich sofort, nachdem ich mir vor ein paar Wochen diese Leseliste zusammengestellt habe, begonnen und auch bereits fertiggelesen. Es hat mir sehr gut gefallen. Mehr dazu in meinem nächsten Quartalsrückblick.

G – Lies ein Buch dessen Genre kaum bis gar nicht von Dir gelesen wird

Quantentheorie von  Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY, Oscar Zarate und Co (Sachcomic): Dieses Buch passt definitiv in diese Kategorie, denn Comics lese ich wirklich nie, geschweige denn Sachcomics. Der Comic soll Quantentheorie, eins der komplexesten Themen überhaupt, einfach erklären. Ich bin mal gespannt, ob ich dabei durchblicke. Ich interessiere mich eigentlich total für Quantenphysik, doch trotzdem liegt das Buch schon seit Jahren auf meinem SuB, weil ich mich noch nicht daran gewagt habe.

S – Lies ein Buch dessen Cover vorrangig schwarz ist

Bilderkrieger von Michael Kamber und Takis Würger (Sachbuch): Dieses Buch habe ich vorletztes Jahr (oder war es noch früher?) auf der Buchmesse mitgenommen, weil ich es unbedingt haben wollte. Und jetzt habe ich es immer noch nicht fertig gelesen, dabei ist es wirklich spannend. Es umfasst Interviews mit Kriegsfotografen, die von ihrer Arbeit erzählen, sowie je ein Bild von jedem Fotograf. Es ist kein besonders fröhliches Buch. Es geht um Krieg und Gewalt und moralisches Chaos – ziemlich belastend, aber auch absolut faszinierend.

T – Lies ein Buch, in dem ein Tier die Hauptrolle spielt

Farm der Tiere von George Orwell (Fabel): Farm der Tiere hat mir schon seit Ewigkeiten eine Freundin ausgeliehen und ich schäme mich fast ein bisschen, dass ich es immer noch nicht gelesen habe. Immerhin ist es wirklich nicht sehr lang und außerdem ein Klassiker. Es ist eine dystopische Fabel, das heißt, dass die Tiere vermutlich Menschen repräsentieren, aber trotzdem gehe ich mal davon aus, dass ein Tier die Hauptrolle spielt.

Von den neuen Aufgaben:

Lies ein Buch, dessen Autor*in zu deinen Favoriten zählt

Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität von Dave Eggers (Roman): Ich habe nicht den leisesten Schimmer, worum es in diesem Buch geht. Jemand auf Lovelybooks hat es mir freundlicherweise zugeschickt, nachdem ich total begeistert von Dave Eggers Der Circle war. Ich freue mich darauf, noch etwas von Dave Eggers zu lesen und hoffe, dass es mit Der Circle mithalten kann. Der Titel klingt schon einmal vielversprechend.

Lies ein Buch, welches Du geschenkt bekommen hast

Getting Somewhere von Beth Neff (Jugendroman): Beth Neff ist die coolste Bibliothekarin aller Zeiten, die ich vor ein paar Jahren kennengelernt habe, weil sie in Michigan, wo ich damals lebte, einen Buchclub für Millenials geleitet hat. Getting Somewhere ist ihr erstes und, soweit ich weiß, einziges Buch und sie hat es mir zum Abschied geschenkt. Bisher habe ich es noch nicht gelesen, obwohl ich Jugendliteratur eigentlich mag und viel von Beth als Mensch halte.

Lies ein Buch das vor 2015 erschien

Wie du mir so ich dir von Woody Allen (Essays): Dieses Buch ist eine Sammlung von Essays von Woody Allen und ist bereits in den 70ern erschienen. Ich mag seine Filme (teilweise) und hoffe auf witzige und gesellschaftskritische Texte für Zwischendurch.

01.01.2018 – 31.07.2018

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Rezension: Juliettes geheimes Tagebuch von Cat Monroe

Genre: Erotik | Erscheinungsjahr: 2018 | Taschenbuch: 402 Seiten | Verlag: moments  |Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3962320225

Ich habe Juliettes geheimes Tagebuch als Rezensionsexemplar erhalten.

Kurzinhalt

Juliette ist verheiratet, doch ihr Mann ist immer auf der Arbeit, hat vermutlich eine Affäre und nimmt Juliette nur noch als brave Hausfrau anstatt als Objekt der Begierde wahr. Deshalb beschließt sie, sich nicht mehr mit ihrer unerträglichen Lebenssituation zufriedenzugeben, sondern sich von anderen Männern zu holen, was ihr Ehemann ihr vorenthält. So stürzt sie sich in Affären und sexuelle Abenteuer. Doch dabei kommt immer wieder die Frage auf: Was ist mit der Liebe?

Eigene Meinung

Als ich begonnen habe, das Buch zu lesen, habe ich beschlossen, den ganzen Ehebruch-Plot einfach hinzunehmen, obwohl ich wirklich nicht gerade der größte Fremdgehen-Fan bin. Das hat auch hervorragend geklappt und wurde unterstützt dadurch, dass einerseits Juliettes Mann absolut unausstehlich ist und andererseits so ziemlich jeder in diesem Buch fremdgeht, womit Juliettes Verhalten relativiert wird.

Im Prinzip geht es in Juliettes geheimes Tagebuch nicht um eine gescheiterte Ehe, sondern um eine Frau, die aus ihrer Höhle kriecht und sich endlich nimmt, was sie will und braucht. Es geht um Frauen (Juliette und ihre Freundinnen), die ihre Sexualität ausleben und sich damit von allen Klischees und Stigmas verabschieden. Das hat mir sehr gut gefallen.

All das ist schön und gut, doch einen Erotikroman sollte man letztlich vor allem danach bewerten, wie erotisch er ist. Und ich muss sagen: Juliettes geheimes Tagebuch ist wirklich verdammt erotisch! Es gibt sehr viele, deutlich beschriebene Sexszenen, die nichts mit 0815-Sex zu tun haben (denn wer will schon über 0815-Sex lesen?). Manche sind etwas härter, also nicht unbedingt etwas für schwache Gemüter. Doch Erotikliteratur ist ja auch dazu da, sich an all den Fantasien zu erfreuen, die einem vielleicht ein bisschen zu extrem sind, um sie im wahren Leben umzusetzen. Mit dem Erotik-Aspekt konnte mich das Buch überzeugen, denn ich fand die große Mehrheit der Szenen wirklich sexy und anregend.

Trotzdem muss ich erwähnen, dass eine von Juliettes Affären so gar nicht mein Fall war. Ich verstehe, dass Erotikliteratur Tabus bricht und normalerweise finde ich das auch sehr reizvoll. Aber dieses besondere Tabu ist für mich einfach überhaupt nicht erotisch, sondern sogar ein bisschen unangenehm, weshalb ich die entsprechenden Sexszenen übersprungen habe. Ich möchte nicht verraten, worum es sich handelt, denn ich denke, das Buch macht mehr Spaß, wenn die Leser noch nicht wissen, mit wem Juliette was treiben wird, aber falls ihr es schon gelesen habt, können wir uns gerne mal darüber unterhalten. Dieser Handlungsstrang war einfach nicht mein Ding. Glücklicherweise verschwindet die entsprechende Figur nach einer Weile wieder aus dem Buch.

Davon abgesehen hat mir das Buch wirklich Spaß bereitet. Juliettes Männer sind allesamt extrem heiß (gut gebaut und gut bestückt), während sie sich charakterlich stark unterscheiden. Auch Juliettes Suche nach Liebe habe ich gerne mitverfolgt und natürlich spekuliert, in wen sie sich verlieben könnte. (Mein Verdacht hat sich übrigens als total falsch entpuppt.) Die Tagebuchform ließ sich schnell und einfach lesen und es hat mich dazu inspiriert, in mein eigenes Tagebuch zu schreiben.

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

 

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Rezension: Der Marsianer von Andy Weir

Genre: Science Fiction  | Erscheinungsjahr: 2015 | Taschenbuch: 512 Seiten | Verlag: Heyne Verlag  |Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3453316911

Kurzinhalt

Der Astronaut Mark Watney ist auf einer Marsexpedition. Als ein Sandsturm ausbricht, wird er weggeschleudert und verletzt. Da seine Crewmitglieder ihn für tot halten, verlassen sie den Planeten ohne ihn. Mark Watney ist nun der einzige Mensch auf dem Mars. Er muss einen Weg finden, um zu überleben.

Eigene Meinung

Ich habe ein Interview mit Andy Weir gelesen, in dem er sagte, dass er nie wieder ein so gutes Buch wie Der Marsianer schreiben wird. Das fand ich ein bisschen übertrieben, aber jetzt da ich das Buch endlich gelesen habe (zuvor habe ich von dem Autor bereits Artemis gelesen), glaube ich es ihm aufs Wort. Denn das Buch ist wirklich verdammt gut. So gut, dass es für mich fraglich ist, ob überhaupt irgendjemand jemals wieder etwas schreiben wird, was damit mithalten kann.

Für Leute wie mich, die relativ neu im Science Fiction Genre sind, ist Der Marsianer perfekt, denn es erzählt eine sensationelle Geschichte auf eine Art und Weise, die sie völlig realistisch erscheinen lässt. Ein Teil des Reizes liegt wohl auch darin, dass Marsexpeditionen tatsächlich schon in Planung sind und die Handlung deshalb plausibel ist.

Bevor ich das Buch gelesen habe, hatte ich bereits den Film gesehen, ich wusste also, wie es ausgeht. Trotzdem konnte mich Der Marsianer vollkommen fesseln, mitreißen und begeistern. Was mich am meisten überrascht hat, waren die vielen verschiedenen Perspektiven und Medien, die benutzt werden. Nach fünf Kapiteln in Form des Logbuchs von Mark Watney hatte ich mich bereits darauf eingestellt, dass das komplette Buch so aufgebaut sein wird. Doch dann gab es plötzlich jede Menge Perspektivwechsel und viele verschiedene Stile. Neben den Logeinträgen und den Berichten mit herkömmlicher Perspektivierung in der dritten Person kamen auch Chats und Emails vor sowie sogar ein Abschnitt, der aus der Sicht einer Raumsonde geschrieben wurde. So etwas habe ich wirklich noch nie gelesen. Dabei haben diese vielen Erzählweisen die Spannung gesteigert, denn oft hatte ich beim Lesen eine dunkle Vorahnung, weil durch die Perspektivwechsel Dinge angedeutet wurden, von denen der Protagonist noch nichts wusste.

Ich denke, all diese kreativen Erzähltechniken kommen bei Der Marsianer so gut zur Geltung, weil das Konzept der Geschichte simpel ist: Ein Mann ist alleine auf einem Planeten gestrandet und muss überleben. Faszinierend finde ich, dass es in dem Buch keine Bösewichte gibt. Es gibt nur den Protagonisten sowie ein paar sekundäre Figuren, die ihm alle helfen wollen. Das klingt wie ein langweiliger Ausgangspunkt, aber es funktioniert hervorragend, woran sicher nicht zuletzt die Perspektiv- und Medienwechsel schuld sind.

Trotzdem geht es in Der Marsianer letztlich das ganze Buch lang nur um einen einzigen Mann auf einem einsamen Planeten. Dass ich das Buch als Leserin trotzdem kaum zur Seite legen konnte (es hat mich wortwörtlich um den Schlaf gebracht, weil es so spannend war), lag sicherlich auch an seinem Protagonisten. Mark Watney schafft es, selbst die komplexesten Sachverhalte so zu beschreiben, dass es Spaß macht, mehr darüber zu erfahren. Außerdem ist sein Humor einfach unübertrefflich. Ich habe so oft beim Lesen laut aufgelacht.

Mark Watney ist der ultimative Held. Er ist in einer schrecklichen Situation, doch er verliert kein einziges Mal die Hoffnung. Selbst wenn wieder und wieder etwas schiefgeht, gibt er nicht auf, sondern beißt die Zähne zusammen und beginnt von vorne. Er löst ein Problem nach dem anderen und verliert dabei nie seinen Humor. Nun mag man meinen, dass so eine perfekte Figur unrealistisch ist. Aber erstens werden Astronauten tatsächlich nicht nur nach ihren fachlichen Kenntnissen ausgewählt, sondern zu einem großen Teil auch nach ihrer Persönlichkeit, sodass jemand, der so unerschütterlich ist wie Mark Watney, eher einen solchen Job innehaben würde. Zweitens gibt es genug zwielichtige Leute im wahren Leben sowie mittlerweile in den meisten Büchern, Filmen und Serien. Da fand ich es erfrischend und inspirierend, mal über einen echten Helden zu lesen.

Der Marsianer ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe und ich möchte es jedem ans Herz legen. Ein bisschen Interesse an der Raumfahrt und dem Mars muss man wohl schon mitbringen, doch das Buch macht auch Leuten Spaß, die so wie ich wenig Ahnung davon haben. Deshalb: Bitte lest dieses Buch! Falls nicht, dann schaut zumindest den Film, der ist nämlich auch ziemlich gut.

Bewertung

+++++ – Fünf von fünf Punkten

 

ACHTUNG! INFOS ZU DEN KOMMENTAREN, UM DER DSGVO GERECHT ZU WERDEN: Durch das Abschicken eines Kommentars erklärt ihr euch mit der Speicherung eurer Daten einverstanden. Um Missbrauch zu vermeiden sowie den Überblick über Kommentare zu behalten, werden Name, E-Mail, IP-Adresse, Zeitstempel und Inhalt des Kommentars gespeichert. Weitere Informationen findet ihr in der Datenschutzerklärung.