Lieblingsbücher Special – Drei weitere Bücher aus meinem Lieblingeregal

Als ich letztens bei meinen Eltern zu Besuch war, habe ich mein Lieblingeregal dort durchstöbert und neben unzähligen Harry Potter und Gossip Girl Bänden, die ich ja hier schon besprochen habe, drei weitere Bücher entdeckt, die ich euch unbedingt vorstellen möchte.

Slated von Terri Terry (auf Deutsch: Gelöscht)

Ich habe bereits erzählt, dass mich die Hunger Games Trilogie wieder zum Lesen gebracht und mir außerdem Lust auf YA Dytopien gemacht hat. Die beste Buchreihe, die ich bis heute in diesem Genre gelesen habe, war definitiv die Slated Trilogie! Diese Bücher erzählen von einer Welt, in der die Erinnerungen von jugendlichen Straftätern gelöscht werden, sodass diese in einer neuen Familie noch einmal von vorne beginnen können. Der Protagonistin ist genau das wiederfahren, doch natürlich kommt ihre düstere Vergangenheit nach und nach doch wieder ans Licht – und zwar aus einem guten Grund, den ich euch hier nicht verraten möchte, denn das würde wirklich einiges vorwegnehmen.

Die Slated Bücher bringen einfach so viele originelle Ideen und Figuren mit sich. Die Vergangenheit der Hauptfigur ist absolut faszinierend und die moralischen Konflikte, die besprochen werden, sind nachvollziehbar und erscheinen unlösbar. Außerdem zeigt Slated für YA ungewöhnliche Figuren und Beziehungen, die ich so nicht erwartet hätte. Eine meiner liebsten Buchfiguren aller Zeiten kommt im zweiten Teil Fractured (auf Deutsch: Zersplittert) vor: Katran. Den zweiten Teil mag ich sowieso am liebsten, weil die Story einfach super ist. Aber mir gefällt die komplette Trilogie wirklich sehr.

The Catcher in the Rye von J. D. Salinger (auf Deutsch: Der Fänger im Roggen)

Dieses Buch habe ich an zwei Abenden durchgelesen, denn es ist nicht nur extrem kurz, sondern hat auch einen sehr flüssigen, umgangssprachlichen Schreibstil, der einen gewissen Sog ausübt. Es geht um einen Jugendlichen, Holden Caulfield, der mal wieder vom Internat geflogen ist und nun ein paar Tage in New York verbringt. Eigentlich beschwert er sich die ganze Zeit lang bloß über die Gesellschaft.  Im Prinzip ist Holden Caulfield ein ziemlich unausstehlicher Typ, der über alles und jeden herzieht, aber sein Humor und Sarkasmus haben auch mich in seinen Bann gezogen, sodass ich ihm gerne zugehört habe. Außerdem hat der Schreibstil mein eigenes Schreiben beeinflusst, den Schreiberlinge können auf jeden Fall etwas von Salinger lernen.

The Giver von Lois Lowry (auf Deutsch: Hüter der Erinnerung)

The Giver ist eines dieser Bücher, die meiner Meinung nach jeder mindestens einmal in seinem Leben lesen muss! Deshalb habe ich das Buch auch sämtlichen Freunden ausgeliehen (oder eher aufgezwungen). Es ist wie die meisten amerikanischen Klassiker recht kurz, erzählt aber trotzdem eine umfangreiche Geschichte. In The Giver geht es um eine Gesellschaft, in der jedem ein Beruf zugewiesen wird, in der es keine Zwillinge geben darf und in der die Menschen die Welt in Schwarzweiß sehen, weil sie (erzwungenermaßen) verlernt haben, Farben wahrzunehmen. Ein ziemlich trauriger Zustand also.

Doch dann wird der Protagonist, Jonas, zum Receiver (der Nachfolger des Hüters der Erinnerung) ernannt, demjenigen der das Wissen des Hüters empfängt – und damit das Wissen über so ziemlich alles auf der Welt. Natürlich ist dies eine ziemlich überfordernde Aufgabe, doch die Beschreibungen wie Jonas mit all diesen Infos und Bildern überflutet wird und schließlich sogar beginnt, Farben zu sehen, sind wirklich wunderschön und berührend. The Giver ist eine herzerwärmende Liebeserklärung an eine bunte Welt, die zwar chaotisch, dafür aber aufregender ist. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, und dazu führt, dass die Leser für Dinge dankbar sind, die sie zuvor als selbstverständlich hingenommen haben, wie zum Beispiel die Fähigkeit, Farben sehen zu können.

Habt ihr die Slated Trilogie, Catcher in the Rye oder The Giver auch gelesen? Wie fandet ihr sie?
Ich freue mich über Kommentare!

 

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Rezension: Die Illuminae Akten_01 von Amie Kaufmann und Jay Kristoff

Genre: Science Fiction | Erscheinungsjahr: 2017 | Hardcover: 608 Seiten | Verlag: dtv |Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3423761833

Kurzinhalt

Der Planet Kerenza wird angegriffen. Die Überlebenden fliehen auf einer Flotte bestehend aus drei Raumschiffen. Doch Sicherheit ist noch immer weit entfernt, denn die Schiffe haben viel Schaden genommen, ihre Verfolger sind ihnen auf den Fersen und auch innerhalb der Flotte gibt es Geheimnisse und Gefahren. Letzteren versuchen die jugendliche Hackerin Kady und ihr Ex-Freund Ezra auf die Spur zu kommen.

Eigene Meinung

Was ein Buch! Der Plot lässt die Leser kaum zu Atem kommen, weshalb ich dieses Buch regelrecht verschlungen habe. Nicht nur sieht die Ausgangssituation schon ziemlich mies aus (eine Flotte auf der Flucht durch die endlosen Weiten des Weltalls), sondern dann geschehen auch noch eine Katastrophe nach der anderen. Ich will nicht im Detail verraten, was so alles passiert, doch ihr könnt euch darauf verlassen, dass es euch beim Lesen von Illuminae nie langweilig wird. Das allein würde reichen, um mich von dem Buch zu begeistern, denn für mich ist der Plot immer noch das Entscheidende an einer Geschichte.

Noch spannender wird dieser aber präsentiert durch das ausgefallene Format des Buchs, denn es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Ansammlung von Akten. Es gibt also keine herkömmliche Erzählung, sondern chronologisch aneinander geheftete Mails, Chatverläufe, Berichte der Kameraüberwachung u.v.m. Ich liebe ja außergewöhnliche Layouts, deshalb war es für mich bereits Freude pur durch das Buch zu blättern, denn es ist extrem cool gestaltet. Außerdem führt dieses Format dazu, dass das Buch schnell und einfach zu lesen ist.

Die Protagonistin Kady war mir sofort sympathisch, weil sie nicht die typische jugendliche Hauptfigur ist, die irgendwie in den Plot stolpert, sondern sie mischt sich bewusst und aus Eigeninitiative ein. Sie ist eine begabte Hackerin und hat außerdem eine ausgeprägte Abneigung gegen Geheimniskrämerei. Außerdem gibt es noch Kadys Ex-Freund Ezra, der auf einem anderen Schiff der Flotte ist und dort zum Piloten ausgebildet wird. Ezra ist ein relativ gewöhnlicher Junge (Typ: der Sportstar der Schule), der in einer ungewöhnlichen Situation versucht zu überleben. Auch die Liebesgeschichte der beiden fand ich zur Abwechslung mal überhaupt nicht abgeschmackt, sondern süß und realistisch, was daran liegt, dass sich die Protagonisten schon lange kennen und deshalb eine Vertrautheit zwischen ihnen herrscht, als auch daran, dass die Lovestory dezent gehalten ist und hinter dem Sci Fi Plot zurücktritt. So soll es sein meiner Meinung nach.

Außerdem muss ich noch die KI AIDAN, die die Flotte steuert, erwähnen. Ein Großteil der Akten stammt aus Aidans Kern, sodass wir gerade zum Ende des Buches hin das Meiste aus seiner Sicht erleben. Das Dilemma, indem sich AIDAN und die vielen Menschen, die von ihm abhängig sind, befinden, fand ich extrem spannend. Die Teile aus AIDANs Sicht hätten meinetwegen etwas kürzer ausfallen können, aber ich will mich nicht an Kleinigkeiten aufhängen.

Illuminae zu lesen war wirklich ein Erlebnis! Als Leser wird man von einem Plottwist zum nächsten geschmissen. Dabei hat sich kaum etwas so entwickelt, wie ich erwartet hatte und trotzdem wurde mir am Ende alles gegeben, was ich wollte, wenn auch auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Deshalb habe ich Illuminae geliebt und mich oft den ganzen Tag lang darauf gefreut, es am Abend weiterlesen zu können: Es ist wirklich originell.

Kleine Anmerkung zu der Punktevergabe: Ich tue mir immer schwer damit, fünf Punkte zu vergeben. Das einzige Buch, dem ich bisher fünf Punkte gegeben habe, ist Der Marsianer von Andy Weir. Nun messe ich alles an Der Marsianer und da kann einfach nichts mithalten. Auch Illuminae ist nicht so gut wie Der Marsianer – einfach aus dem Grund, dass es winzige Probleme hat (zum Beispiel ähnelt sich der Humor der meisten Figuren einen Tick zu sehr), während Der Marsianer für mich perfekt war. Trotzdem war Illuminae viel besser als alle Vier-Punkte-Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, weshalb ich mich entschlossen habe, ihm auch fünf Punkte zu geben. Allen Sci Fi Fans kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen!

Bewertung

+++ – Fünf von fünf Punkten

Wie hat euch Illuminae gefallen? Habt ihr schon Teil 2 und 3 gelesen? Die stehen mir noch bevor, aber ich freue mich riesig darauf! Könnt ihr mir andere Bücher empfehlen, die entweder aus dem Genre Science Fiction sind oder ein interessantes Format haben? Ich freue mich über Anregungen in den Kommentaren!

 

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Leserückblick: Gelesene Bücher Juli bis September

Das dritte Quartal von 2018 ist nun auch schon vorbei und ich kann stolz sagen, dass ich in diesen drei Monaten ganze neun Bücher gelesen habe. Für mich ist das eine beachtliche Leistung, an der  mit Sicherheit das Bloggen und Bookstagram Schuld sind. Dabei waren einige Highlights, aber leider auch ein paar Bücher, die mich so gar nicht überzeugen konnten.

Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY, Oscar Zarate & Co. (Sachcomic)

Dieses Sachcomic war das letzte Buch, das ich noch für die #DasSuBAbc Challenge gelesen habe, und zwar zu der Aufgabe: G – Lies ein Buch dessen Genre kaum bis gar nicht von Dir gelesen wird. Quantenphysik ist auf jeden Fall ein extrem spannendes Thema, auch wenn es mir immer noch schwerfällt, es zu begreifen. Das Buch braucht allerdings sehr lange, um überhaupt einmal auf die Quantenphysik zu sprechen zu kommen. Mehr als die Hälfte des Buchs widmet sich früheren physikalischen Entdeckungen und ihren Entdeckern. Ich verstehe, dass das als Grundwissen wichtig ist, aber es hat sich oft ziemlich zäh angefühlt, vor allem weil den Biografien der Wissenschaftler viel Platz gegeben wird. Als es dann endlich mal zur Quantenphysik kam, muss ich zugeben, dass ich trotz Comicformat nicht wirklich durchblicken konnte. Das Thema ist und bleibt anspruchsvoll, egal ob es mit Bildern erklärt wird oder mit Wörtern.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Krueger (Fantasy)

Mit Last Call at the Nightshade Lounge habe ich mich nach Langen mal wieder an ein Fantasy Buch gewagt und es war alles, was ich mir hätte wünschen können: Es war originell (es geht um Monster bekämpfende Barkeeper), zeitgemäß und nachvollziehbar. Das Buch könnt ihr in meiner Rezension besser kennenlernen.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

How To Be Bad von Lauren Myracle, E. Lockhart und Sarah Mlynowski (Jugendbuch)

Mit How To Be Bad begann mein kleiner (zwei Bücher umfassender) Jugendbuch Marathon. How To Be Bad ist eine unterhaltende Roadtrip-Geschichte, die auch vor tiefergehenden Themen wie Religion, Vorurteilen, Freundschaft und Krankheit nicht zurückschreckt. Auch wenn es mich nicht vom Hocker gerissen hat, war es doch eine angenehme Sommerlektüre. Die Rezension findet ihr in einem gemeinsamen Post mit der Besprechung von Mädchenmeute.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Mädchenmeute von Kirsten Fuchs (Jugendbuch)

Da bleiben wir doch gleich beim Thema, dachte ich mir, und habe mit einem deutschsprachigen Jugendbuch weitergemacht. Mädchenmeute hat sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten, weshalb ich sehr gespannt auf die Lektüre war. Doch dann konnte ich mit dem Buch überhaupt nichts anfangen. Es erzählt von einer Gruppe Mädchen, die aus dem Sommer-Survival-Camp abhauen und alleine im Wald leben. Klingt erst einmal reizvoll, doch leider fand ich sowohl alle Figuren als auch die Erzählstimme vollkommen unsympathisch und unnachvollziehbar. Mehr zu diesem Buch erfahrt ihr auch in meiner doppelten Jugendbuchrezension.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

Angefall von Susan Ee (Fantasy)

Da ich so gute Erfahrungen mit Last Call at the Nightshade Lounge gemacht habe, habe ich mich an ein weiteres Fantasy Buch gewagt. Leider hat mir Angefall mal wieder all das vorgeführt, was ich nicht an Fantasy mag, was mich zu meinem Post über meine Hassliebe zum Genre Fantasy inspiriert hat. Das Buch spielt in der Apokalypse, während der die Engel die Menschheit angegriffen haben und die wenigen Überlebenden nun in Angst und Terror leben. Klingt erst einmal ganz spannend. Doch dann dreht sich der komplette Plot um die jugendliche Penryn, deren Schwester von den Engeln entführt wurde, und den gefallenen Engel, Raffe. Die beiden reisen zusammen durch die apokalyptische Welt und – Überraschung! – stellen fest, dass sie sich nicht so sehr hassen, wie sie es sollten. Die „Liebesgeschichte“ empfand ich als total abgeschmackt, die Art wie Raffee mit Penryn umgeht als anmaßend. Ich habe mich gefreut, dass wir mit Penryn eine Protagonistin haben, die körperlich stark ist und sich selbst verteidigen kann, doch dann wird im Verlauf der Handlung doch wieder Raffe zum Held und Retter in der Not stilisiert. Die Engel werden klischeehaft gezeichnet, ganz besonders der „gefallene Engel“ Raffe, dessen große Enthüllung für Leute, die sich ein bisschen mit Engeln und der biblischen Apokalypse auskennen (oder Supernatural geschaut haben), keine Überraschung ist. Insgesamt fand ich einfach, dass man so viel mehr aus der Idee hätte machen können. Ich gehe davon aus, das der zweite Teil spannender ist, da er sich hoffentlich um die Widerstandsbewegung der Menschen (der einzige interessante Part von Band 1) drehen wird, doch trotzdem werde ich diese Buchreihe nicht weiterlesen, denn mehr Penryn und Raffe Szenen kann ich mir einfach nicht antun. Angefall mag den Geschmack vieler Fantasy Fans treffen, doch für mich war das Buch nichts.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

Now von Stephan Meier (Thriller)

Now hat mich während meinem Urlaub begleitet. Es ist nicht gerade eine seichte Urlaubslektüre, sondern teilweise recht langatmig und komplex, doch trotzdem konnte mich das Buch begeistern und vor allem zum Nachdenken anregen. Now ist ein Algorithmus, der das Leben aller Menschen bis ins kleinste Detail bestimmt. Für die auserwählten Menschen, die in den wenigen, utopischen Zonen leben, schafft er eine perfekte Welt. Alle anderen werden alleingelassen und versinken in Chaos und Gewalt. Es ist ein brutales Buch, doch dadurch, dass die Brutalität extrem detailreich und ausführlich hergeleitet und erklärt wird, wird sie irgendwie nachvollziehbar. Die Rezension zu Now findet ihr in einem gemeinsamen Post mit der Rezension zu Qualityland.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Qualityland von Marc-Uve Kling (Roman)

Auch Qualityland erzählt von einer von Algorithmen kontrollierten Gesellschaft (deshalb auch der gemeinsame Post), doch es geht dabei in eine komplett andere Richtung. Now und Qualityland direkt hintereinander zu lesen, war ein Erlebnis, denn es hat mir die verschiedenen Facetten und Auswirkungen von Entwicklungen, die es heute bereits gibt, aufgezeigt. In Qualityland dreht sich alles um den Konsum. Die Algorithmen wissen besser als die Menschen, was diese wollen, selbst was die Partnersuche betrifft. Qualityland ist aber trotz des wichtigen Themas ein lustig-lockeres Buch, was an dem Schreibstil von Marc-Uve Kling und an den satirisch verdrehten Figuren liegt. Deshalb habe ich die Lektüre sehr genossen.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman und Jay Kristoff (Science Fiction)

Dieses Buch will ich schon seit Ewigkeiten lesen, denn ich habe nichts als das Beste davon erwartet – und ich wurde nicht enttäuscht. Bereits das ausgefallene Layout hat mich absolut gefesselt, denn das Buch ist, wie der Titel schon sagt, eine Ansammlung aus Akten (Mails, Berichten, Chats, etc.) und dadurch originell und spannend. Doch auch die Geschichte an sich ist kaum zu übertreffen: Nachdem ein Planet angegriffen wurde, flieht eine Flotte mit den Überlebenden durch den Weltraum. Doch natürlich brechen alle möglichen Katastrophen aus – und zwar auf den Raumschiffen, auf denen es kein Entkommen gibt. Die Illuminae-Akten_01 konnte ich kaum zur Seite legen, weshalb es definitiv mein Quartalsfavorit war. Eine Rezension zu diesem Buch folgt.

Bewertung:

+++++ – Fünf von fünf Punkten

Digital Fortress von Dan Brown (Thriller)

Da ich noch nicht Teil 2 und 3 von den Illuminae-Akten habe und außerdem auf Buchpost warte, habe ich für die Zwischenzeit ein Buch aus meinem SuB gewählt: Digital Fortress. Bei dem Top Ten Thursday zu unseren 10 liebsten, männlichen Autoren ist mir wieder eingefallen, dass ich mehr von Dan Brown lesen will. Digital Fortress habe ich vor Jahren aus einer Kiste von Büchern, die eine Bekannte wegschmeißen wollte, gerettet. Es handelt von einem unbrechbaren Code namens Digital Fortress, dessen Veröffentlichung die NSA aus naheliegenden Gründen versucht zu verhindern. Bei den technischen Details merkt man schon, dass das Buch aus dem letzten Jahrhundert stammt, doch es ist trotzdem sehr spannend.

Kennt ihr eines oder mehrere meiner gelesenen Bücher? Seid ihr auch so ein Fan von den Illuminae-Akten? Ich freue mich wie immer über Meinungen und Anregungen in den Kommentaren!

 

 

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Top Ten Thursday 282: 10 empfehlenswerte Sachbücher

Ich freue mich immer, wenn Blogs sich auch mit Sachbüchern auseinandersetzen, denn ich lese gerne und viele Sachbücher und bin immer auf der Suche nach Büchern zu Themen, die mich faszinieren. Deshalb bin ich auch diese Woche wieder beim Top Ten Thursday dabei, denn das Thema der Woche ist: 10 empfehlenswerte Sachbücher. Die Bücher, die ich euch im Folgenden vorstelle, sind diejenigen, die mir spontan in den Sinn gekommen sind.

Habt ihr eines oder mehrere meiner TTT Bücher der Woche gelesen? Wie fandet ihr sie? Lasst mir einen Kommentar da – gerne auch mit dem Link zu eurer eigenen TTT-Liste, denn ich bin gespannt, welche Bücher ihr zusammengestellt habt!

1. Reality Hunger von David Shields

Reality Hunger war das erste Buch, das ich in meinem ersten Seminar im Master Deutsche Literatur gelesen habe. In dem Seminar ging es um Dokumentarliteratur (nach wie vor eines meiner liebsten Genres). Reality Hunger spricht unsere Sucht nach Medien, die sich als real ausgeben, an – egal ob es Reality Shows oder Autobiografien sind. Kennt ihr das, das ihr ein Buch oder einen Film gleich doppelt so ernst nehmt, wenn es am Anfang heißt: „Basiert auf realen Geschehnissen“? Genau das ist unser Reality Hunger. Die Idee ist, dass ein Werk irgendwie mehr recht hat zu existieren, weil es von realen Ereignissen handelt. Das kann man natürlich anzweifeln – ganz zu schweigen von der Frage, wie viel Realität in sogenannten „Reality Shows“ wirklich steckt.

Das Buch Reality Hunger ist an sich schon sehr ungewöhnlich und führt damit unsere Idee von Realität ad absurdum. Es gibt hunderte von Kapiteln, die nur einen Satz oder vielleicht mal ein paar kurze Abschnitte lang sind. Der Autor springt von Thema zu Thema und durchforstet dabei unsere komplette Gesellschaft. Das hat in meinem Seminar zu hitzigen Diskussionen geführt – denn das Buch provoziert sowohl inhaltlich als auch mit seinem Layout. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, auch weil ich den locken Stil David Shields genossen habe.

2. On Writing Well von William Zinsser

Wie ihr vielleicht wisst, schreibe ich gerne und bin ein Fan von Artikeln mit Tipps zum Schreiben. On Writing Well ist allerdings der einzige buchlange Schreibratgeber, den ich gelesen habe. Er handelt vom Schreiben von Non-Fiction Werken – seien es nun Reportagen oder eine Autobiografie. Besonders das Kapitel über die Autobiografie fand ich sehr spannend. Hängengeblieben ist bei mir unter anderem, dass eine Geschichte immer eine Struktur und eine Plotlogik haben muss – auch wenn sie auf dem wahren Leben basiert, das oft total chaotisch erscheint. Unser Leben hat vielleicht keinen Wendepunkt und Höhepunkt – aber das Buch darüber sollte dies trotzdem besitzen.

On Writing Well hat mir ebenfalls gut gefallen wegen William Zinssers Schreibstil und seiner Leidenschaft fürs Schreiben und Recherchieren. Er kann mich selbst mit einem Kapitel über Baseball begeistern, obwohl ich mich nicht weniger für Baseball interessieren könnte. Wer am Schreiben von Non-Fiction Texten interessiert ist, kann also einiges von William Zinsser lernen.

3. Das wilde Leben von Uschi Obermaier

Wo wir gerade von Autobiografien sprechen, darf natürlich auch eine Autobiografie in dieser Liste nicht fehlen. Ich hoffe zumindest, dass man Autobiografien zu den Sachbüchern zählt (laut Wikipedia gehören zumindest Biografien dazu). Lange war mein Lieblingsfilm Das wilde Leben über das Leben der 68er Ikone Uschi Obermaier. Später habe ich dann die gleichnamige Autobiografie gelesen und war absolut begeistert. Von ihrem Ausbruch aus der bayrischen Öde, über ihre Zeit in der Kommune 1 und ihre Affären mit Musikern wie Jimy Hendrix (den sie in dem Film unverständlicherweise weggelassen haben) und Keith Richards, bis hin zu ihrer Weltreise – Uschis Abenteuer haben mich fasziniert und zum Träumen angeregt.

4. Das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels

Vor meinem Master der Deutschen Literatur habe ich im Bachelor Staatswissenschaften studiert mit den Schwerpunkten Soziologie und politische Theorie. Ich hatte zuerst als großen Schwerpunkt Politik, doch dann habe ich zur Soziologie gewechselt, weil ich erkannt habe, dass das einzige Feld der Politikwissenschaften, das mich wirklich interessiert, die politische Theorie ist. Zu Beginn meines Studiums hatte ich kein geringeres Ziel, als die perfekte Gesellschaftsform zu finden. Das habe ich natürlich nicht geschafft, aber trotzdem habe ich einiges gelernt und viele spannende Abende mit den Werken der großen politischen Theoretiker verbracht.

Marx und Engels waren wohl eher Wirtschaftstheoretiker, doch die Wirtschaft ist nun mal ein wichtiger Aspekt einer Gesellschaft. Das kommunistische Manifest (oder wie es eigentlich heißt: Manifest der kommunistischen Partei) habe ich mittlerweile sicher drei oder vier Mal gelesen. Ich habe es als Word Dokument auf meinem Computer und bei jedem Lesedurchgang unterstreiche und kommentiere ich, sodass das Dokument mittlerweile kunterbunt und ziemlich unübersichtlich ist. Ich habe auch Teile von Marx‘ Kapital gelesen, doch was ich am kommunistischen Manifest mag, ist dass es für die Allgemeinheit geschrieben ist. Im Gegensatz zum Kapital kann jeder das kommunistische Manifest verstehen. Es ist auch nicht besonders lang, deshalb würde ich jedem – unabhängig von ihrer oder seiner politischen Richtung – empfehlen, es einmal zu lesen. Denn noch heute baut so viel darauf auf.

5. Der Gesellschaftsvertrag von Jean-Jaques Rousseau

Mein anderes Lieblingswerk aus meinem Studium der politischen Theorie ist Rousseaus Gesellschaftsvertrag. Hierbei handelt es sich um ein komplettes Buch, doch auch dieses ist relativ gut verständlich. Rousseau beschäftigt sich mit der Entstehung von Eigentum und deren Konsequenzen und mit der Art und Weise, wie eine Gesellschaft organisiert werden kann. Auch wenn seine Ideen heute ziemlich utopisch wirken, können sie jede Menge Denkanstöße geben.

6. Das gelobte Land von Alexandra Pontzen und Axel Stähler (Hg.)

Ich weiß gar nicht, mit was das begonnen hat, aber letztes Jahr habe ich plötzlich ein riesiges Interesse für Israel entwickelt. Eine Weile war das nur so in meinem Hinterkopf, bis ich auf einem Bücherflohmarkt das Buch Das gelobte Land entdeckt habe (sowie eine Karte von Jerusalem). Im selben Semester hatte ich ein Seminar mit dem Titel „Niemandsländer“ (Länder, die niemandem oder mehreren gehören) und obwohl es darin nicht um Israel ging, dachte ich bei dem Thema sofort an den Gazastreifen und das Westjordanland. Deshalb habe ich eine Hausarbeit über Israel geschrieben (in der ich letztlich eher auf Ostjerusalem eingegangen bin).

Als Recherche habe ich als allererstes Das gelobte Land gelesen. Das Buch sammelt Texte über die israelische Geschichte von den alttestamentlichen Zeiten bis heute. Es ist extrem spannend (wenn auch nervenaufreibend und teils extrem frustrierend) und es hat mir einen guten Überblick über die Geschichte Israels gegeben. Die Hausarbeit über Israel ist bis heute meine liebste wissenschaftliche Arbeit, die ich je verfasst habe. Eines Tages hoffe ich, mal Jerusalem zu besuchen.

7. Wer schuf den Schöpfer von Ravi Zacharias und Norman Geisler

Wer schuf den Schöpfer habe ich in einer Zu-Verschenken-Box auf der Straße gefunden (wie so einige meiner Bücher) und es dieses Jahr gelesen. Es beantwortet kritische Fragen zum christlichen Glauben und geht dabei auf eine ganze Breite von Themen ein: Wissenschaft, Jesus, die Bibel, andere Religionen. Die Antworten sind meist recht wissenschaftlich gefasst, was mir gut gefallen hat. Sie stammen aber allesamt aus einer christlich-jüdischen Perspektive – das nur als kleine Warnung für atheistische Leser.

8. Wissenschaftliche Theorien in 30 Sekunden von Paul Parsons

Mein Mann (damals noch mein Freund) hat mir dieses Buch geschenkt. Er ist Naturwissenschaftler, während ich von solchen Themen recht wenig Ahnung habe. Tatsächlich stammt so ziemlich alles, was ich über Naturwissenschaft weiß, von meinem Mann. Doch dieses Buch hat mir einen guten Einstieg gegeben. Es geht dabei um wissenschaftlicher Theorien aller Art. Jede Theorie erhält eine Doppelseite. Dabei kann natürlich nicht auf die Einzelheiten eingegangen werden, aber zumindest weiß ich jetzt, worum es bei diesen Theorien überhaupt geht und habe einen Ansatzpunkt, falls ich mich tiefergehend mit ihnen beschäftigen möchte.

9. Die Kunst des Lügens von Simone Dietz

Letztes Jahr hatte ich ein extrem interessantes Blockseminar über Lügen in der Literatur. Dabei ging es um lügende Figuren und Erzähler bis hin zu der Frage, ob Fiktion nicht sowieso eine Lüge ist. Die Kunst des Lügens ist ein philosophisches Sachbuch über ebendie Frage, was Lügen eigentlich ist und was es nicht ist. Außerdem geht es sehr schön auf die Frage ein, ob Lügen immer eine verwerfliche Tat ist, oder ob es an sich ein neutraler moralischer Akt ist und erst die Intention bestimmt, ob das Lügen gut oder böse ist. Sehr spannend!

10. Die gestohlene Demokratie von Gabor Steingart

Es ist schon einige Jahre her, seit ich Die gestohlene Demokratie gelesen habe und ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal mehr wirklich, worum es geht. Doch ich erinnere mich noch gut daran, dass mich das Buch damals (das muss ungefähr 2010 gewesen sein) extrem beeindruckt hat. Ich denke, dass sich das Buch mit der Idee von mehr Basisdemokratie auseinandersetzt – eine Idee, mit denen sich auch heutige Leser wieder beschäftigen sollten. Das Buch steht noch bei meinen Eltern im Regal und ich denke, es ist an der Zeit, es mal wieder zur Hand zu nehmen.

 

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Rezension zweier Bücher über Algorithmen: Now von Stephan Meier und Qualityland von Marc-Uwe Kling

Now. Du bestimmst, wer überlebt von Stephan Meier

Thriller | Erscheinungsjahr: 2017 | Taschenbuch: 432 Seiten | Verlag: Penguin |Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3328100492

Kurzinhalt

Die Welt ist voller Klimakatastrophen, Krisen, Armut und Hoffnungslosigkeit. Aus diesem Grund erschaffen Bill und Mitch den Algorithmus Now, der ausrechnen soll, wie die Menschheit ihrem Untergang entgehen und die Welt gerettet werden kann. Nows Lösung ist radikal. In einer rasenden Geschwindigkeit übernimmt Now alle Lebensbereiche und kreiert perfekte Zonen, die den Auserwählten das bestmögliche Leben bieten, während der Rest der Welt ausgeschlossen wird.

Eigene Meinung

Die Erzählung setzt irgendwann in der Zukunft ein, als Now bereits die Herrschaft ergriffen hat. Die Handlung auf der anderen Seite setzt (viel später im Buch) im Jahre 2026 ein. Die Leser stolpern durch Szenen in einer Zukunft, in der unsere jetzige Welt kaum noch zu erkennen ist, über Szenen, die vor der Übernahme von Now stattfinden und in denen die dargestellte Welt unserer noch erschreckend ähnelt, bis zu Szenen im Now.

Diesen Aufbau fand ich anfangs ein bisschen anstrengend, doch nachdem ich mich darauf eingelassen habe, habe ich erkannt, dass er durchaus sinnvoll ist. Denn gleich zu Beginn werden die Leser mit der abgefahrenen Zukunft gelockt, bevor sie sich erst einmal durch hunderte Seiten von Backstory kämpfen müssen – und das zurecht. Denn die Backstory ist essentiell, um zu verstehen und in einem gewissen Maße nachvollziehen zu können, wie es zu Now kommen konnte.

Das Bild, das Now von der Zukunft unserer Welt zeichnet, ist wirklich sehr düster. Im Prinzip ist die Idee, dass die Erde nicht überleben wird, wenn wir weiterleben wie jetzt. Da ist mit Sicherheit etwas Wahres dran. Die Konsequenz, die Now daraus zieht, ist natürlich sehr extrem, aber für eine Maschine irgendwie verständlich.

All das wird in Now wirklich hervorragend erklärt. Gerade durch die vielen Kapitel, die die Backstory und die technischen Grundlagen betreffen, blicken auch Leser, die wenig Ahnung von Technik haben (so wie ich), gut durch. Diese Genauigkeit, die das Buch teilweise sogar eher wie ein Lehrbuch erscheinen lässt (ganz besonders in ein paar Kapiteln, die eine Talkshow umfassen), war meiner Meinung nach die größte Stärke von Now. Man merkt, dass der Autor sich wirklich mit seinem Themengebiet auskennt.

Die Figuren haben sich für mich etwas distanziert angefühlt. Ich habe nicht wirklich mit ihnen mitgefiebert, sondern habe eher Now und seinen Folgen entgegengefiebert. Aber das ist auch vollkommen in Ordnung. Denn obwohl es in Now auch um Liebe und Familie geht, um Vertrauen und Verrat, tritt all das in den Hintergrund im Vergleich zum Überleben der Menschheit.

In diesem Zusammenhang noch ein Wort zum Genre. Now wird als Thriller verkauft, was in dem Sinne stimmt, da die ganze Welt bedroht ist. Doch wer sich nun Spannung pur vorstellt, wird enttäuscht werden. Tatsächlich liest sich Now mehr wie eine Gesellschaftsanalyse als ein Thriller. Höchsten zum Ende hin wird es ein bisschen spannend.

Ich fand sowohl die Beschreibungen von Eden (der perfekten Lebenszone) als auch die von all den Gebieten, die ausgeschlossen wurden und in denen nun apokalyptische Zustände herrschen, extrem faszinierend. Now schafft eine außergewöhnliche Vision, bei der die Leser selbst die Arbeit leisten müssen, sie zu hinterfragen. Denn Now ist nicht die böse KI, die die Weltherrschaft übernehmen will – ganz im Gegenteil.

Das Ende (und damit meine ich wirklich die letzten paar Sätze) habe ich ehrlich gesagt nicht so richtig verstanden. Also falls ihr das Buch schon gelesen habt, können wir uns gerne darüber austauschen! Alles in allem war Now aber ein sehr originelles und gut durchdachtes Buch!

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

 

Qualityland von Marc-Uwe Kling

Roman | Erscheinungsjahr: 2017 | Hardcover: 384 Seiten | Verlag: Ullstein |Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3550050152

Kurzinhalt

Deutschland gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Das Chaos, dass diese Nation ersetzt hat, wurde beendet von einer neuen Nation: Qualityland. In Qualityland tragen alle Leute als Nachnahmen den Beruf ihrer Mutter oder ihres Vaters. Sie haben digitale Assistenten und sind immer mit ihrem Qualitypad online. Die Algorithmen wissen, welche Produkte die Menschen sich wann wünschen und diese werden ihnen automatisch zugeschickt. Als der Protagonist, Peter Arbeitsloser, eines Tages einen Delfinvibrator zugeschickt bekommt, beginnt er, das System zu hinterfragen.

Eigene Meinung

Ich rezensiere Now und Qualityland in einem gemeinsamen Post, weil sich beide Bücher mit Algorithmen auseinandersetzen, dabei aber in komplett unterschiedliche Richtungen gehen. Während Now den Konsumkapitalismus quasi über Nacht abschafft, dreht sich in Qualityland das ganze Leben nur noch um den Konsum.

Meine Mutter, die mir das Buch ausgeliehen hat, tat das mit der Anmerkung, dass sie das Buch deprimiert habe, weil es sie zu sehr an unsere echte Welt erinnert habe. Denn auch für uns entscheiden ja schon die Algorithmen, welche Meldungen wir in den Sozialen Medien und welche Werbungen wir im Internet zu sehen bekommen. Es ist nur der logische nächste Schritt, dass uns die entsprechenden Produkte gleich zugeschickt werden.

Doch Qualityland geht noch weiter. Roboter haben viele Berufsbranchen komplett übernommen. Fake News und Rassismus haben einen Höhepunkt erreicht. Menschen sehen nur die Nachrichten, die zu ihrem Weltbild passen. Die Leute werden automatisch in Levels eingeteilt und diesen entsprechend behandelt. Und es geht weiter und weiter. Qualityland zeichnet ein überaus detailreiches und abstruses Gesellschaftsbild.

Trotzdem fand ich das Buch überhaupt nicht deprimierend. Ein Grund dafür ist natürlich, dass es witzig ist. Es lässt sich sehr schnell und einfach lesen. Und manche der Figuren haben auf jeden Fall ein Komikpotential. Ich sag nur: eine Android-Autorin mit Schreibblockade oder ein Sexroboter, der Liebeskummer hat. Einfach köstlich! Mir hat gefallen, dass die Maschinen hier nicht als Bösewichte dargestellt werden, sondern als Wesen, für die man Sympathie und Mitleid empfinden kann. Das Highlight in diesem Aspekt war für mich definitiv der marxistische Präsidentschaftskandidat/Roboter John of Us.

Auch der Protagonist ist nachvollziehbar. Peter Arbeitsloser wird in die Rolle eines hoffnungslosen Mannes am unteren Rand der Gesellschaft gezwängt und beginnt als trauriges Kerlchen. Doch dann ergreift er zumindest teilweise Eigeninitiative und will nicht mehr der sein, für den die Algorithmen ihn halten.

Auch Qualityland befasst sich also mit den Algorithmen und der Digitalisierung der Welt. Doch es liest sich weniger wissenschaftlich, sondern unterhaltsamer als Now. Qualityland hat mir deshalb mehr Spaß gemacht zu lesen, während Now mich mehr zum Nachdenken gebracht hat. Letztlich sind beides gute Bücher, die ich jedem empfehlen kann, der in einer digitalisierten Welt lebt (also so ziemlich jeder).

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

 

Kennt ihr eines oder beide der Bücher? Wie ist eure Meinung darüber?
Das würde mich total interessieren!

 

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Neuzugänge

In letzter Zeit durfte mal wieder das ein oder andere neue Buch bei mir einziehen, da ich mir nach monatelangem SuB Abbau ein paar Bücher geleistet habe und auch Bücher geschenkt bekommen habe.

Quality Land von Marc Uwe Kling

Dieses Buch hat mir meine Mutter geliehen, nachdem ich ihr empfohlen habe, es zu kaufen, weil ich wusste, dass es unserer gemeinsamen Vorliebe für technische Dystopien gerecht wird. Ich bin schon sehr gespannt darauf, doch bisher war ich noch nicht in der Stimmung dafür, da ich lieber etwas weniger Düsteres lesen wollte. Auf Buchblogs habe ich einige nicht ganz so begeisterte Rezensionen gelesen, doch ich freue mich darauf, das Buch selbst zu erleben.

Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy

Von diesem Buch schwärmen mir schon lange diverse Leute vor, deshalb habe ich es mitgenommen, als ich es in einem kleinen Buchregal auf der Straße, in dem Leute Bücher tauschen, entdeckt habe. Die Autorin ist Inderin und da ich halb-indisch bin, erwartet immer jeder von mir, dass ich es gelesen habe. Dabei habe ich glaube ich noch nie ein Buch eines indischen Autors gelesen. Es ist an der Zeit, das zu ändern.

Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Kruger

Dieses Fantasy Buch über Monster bekämpfende Barkeeper habe ich als ersten von meinen Neuzugängen gelesen und es hat mich absolut begeistert. Meine Rezension dazu findet ihr hier.

How To Be Bad von E. Lockhart, Sarah Mlynowski und Lauren Myracle

How To Be Bad ist eine Roadtrip Geschichte für Jugendliche. Dieses Buch habe ich auch schon gelesen und ich habe gemischte Gefühle darüber, auch wenn es mir grundsätzlich gefallen hat. Wenn ich meine Gedanken dazu etwas sortiert habe, folgt eine Rezension. Sehr schön fand ich die drei verschiedenen Perspektiven, die, wie ich annehme, von je einer der drei Autorinnen geschrieben wurde. Erwähnenswert für potentielle Leser ist wohl auch, dass Religion (sowohl der Glauben als auch der Nicht-Glauben) eine große Rolle spielt.

Angelfall von Susan Ee

Von der Angefall Trilogie habe ich schon so viel Gutes gehört und jetzt, nachdem ich mich mit Last Call at the Nightshade Lounge wieder etwas an das Fantasy Genre gewöhnt habe, habe ich total Lust auf eine Fantasy Reihe. Ich hoffe, dass mir das erste Buch so gefallen wird, dass ich gleich weiterlesen möchte.

If this world were mine von E. Lynn Harris

Ich habe absolut keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht, doch irgendwie hat es mich angesprochen. Bei meinem zweiten Trip zu dem Straßen-Bücherregal, um alte Bücher hineinzustellen, habe ich mir dieses Buch ausgesucht und mitgenommen. Es geht wohl um Freundschaft, was ich immer ein schönes Thema finde.

Erst Krieg dann Sex von Doris Lerche

Dieses Buch hat mir eine Bekannte zugeschickt und ich habe mich sehr über die überraschende Buchpost gefreut. Es handelt sich um einen Lyrik Band. Da ich so gut wie nie Lyrik lese und stets so meine Probleme mit Lyrik hatte, bin ich gespannt, ob mir das Buch gefallen wird. Ich würde mich nämlich sehr freuen, wenn ich endlich mal Gedichte finden würde, mit denen ich etwas anfangen kann. Interessant ist bereits, dass das Buch ein Wendebuch ist. Es hat zwei Cover: Von der einen Seite beginnt es mit dem Titel Erst Krieg dann Sex und von der anderen Seite mit dem Titel Erst Sex dann Krieg.

Now von Stephan R. Meier

Dieses Buch habe ich als Mängelexemplar bei Real gefunden und da ich, wie bereits erwähnt, ein Fan von Sci Fi Thrillern, in denen die Digitalisierung der Welt eine Rolle spielt, bin, habe ich es spontan gekauft. Es gibt so viele Bücher mit dieser Thematik im Moment, doch bisher bin ich es noch nicht leid, sie zu lesen.

Kennt ihr eines der Bücher und möchtet mir vielleicht etwas empfehlen?
Ich möchte auf jeden Fall in nächster Zeit Quality Land, Angelfall und den Gedichtband lesen.

 

 

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Leserückblick: Gelesene Bücher April bis Juni

Es ist Zeit für meinen zweiten Quartalsrüblick und ich bin wirklich stolz darauf, wie viele Bücher ich in den letzten drei Monaten gelesen habe: ganze 10 Bücher! Manchmal lese ich 10 Bücher im ganzen Jahr. Außerdem habe ich dank der #DasSuBAbc Challenge meinen SuB deutlich verkleinert. Das letzte Mal, als ich nachgezählt habe, waren 28 Bücher auf meinem SuB, doch mittlerweile könnten es sogar noch weniger sein. Kommen wir nun also zu meinen gelesenen Büchern im zweiten Quartal von 2018:

Gelesen für die #DasSuBAbc Challenge

Dies Land ist unser von Hans-Christian Kirsch

Aufgabe: A – Bücher angefangen, beiseitegelegt und nie beendet, lies ein angefangenes Buch nun zu Ende

Hurra! Ich habe es endlich geschafft, ein schon vor langem begonnenes Buch zu Ende zu lesen, nachdem ich beim letzten #DasSuBAbc Durchlauf an dieser Aufgabe kläglich gescheitert bin. Dies Land ist unser ist eine Biografie der Helden der Beat Generation: Jack Kerouac, Allen Ginsberg, William S. Burroughs und Neal Cassidy. Da ich ein großer Fan der Beat Generation und vor allem der Bücher von Jack Kerouac bin, hat es mir auf jeden Fall Spaß gemacht, mehr über meine Helden (oder eher Antihelden) zu erfahren. Die Berichte über Jack Kerouacs Persönlichkeit waren teilweise etwas ernüchternd, da sie ihn nicht gerade als liebenswürdige Person gezeichnet haben. Trotzdem haben sie mich zum Träumen angeregt. Denn auch meine Helden mussten kämpfen und konnten teilweise jahrzehntelang keinen Verlag finden, der ihre Werke veröffentlicht, doch letzten Endes haben sie es geschafft und sind zu Legenden geworden. Das gibt mir Hoffnung für meine eigene Karriere als Schriftstellerin. Stilistisch fand ich das Buch teils etwas zu kalt und herzlos, obwohl der Autor manche Szenen so detailliert beschrieben hat, als sei er selbst dabei gewesen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Wer schuf den Schöpfer? von Ravi Zacharias und Norman Geisler

Aufgabe: D – Doppelte Freude! Du darfst bei dieser Aufgabe ZWEI Bücher DEINER Wahl lesen

Okay, genau genommen habe ich diese Aufgabe nur zur Hälfte erfüllt, denn das andere Buch, welches ich hierfür ausgewählt habe (Das Handbuch zum Drehbuch), habe ich noch nicht gelesen, doch die Challenge geht ja noch bis Ende Juli. Wer schuf den Schöpfer? habe ich an einigen sonnigen Nachmittagen auf dem Balkon gelesen und es hat mir gut gefallen. Das Buch stellt kritische Fragen zum Christentum, ist aber alles andere als eine Hinterfragung des Christentums, denn die Antworten, die die Autoren finden, entsprechen stets der jüdisch-christlichen Sicht. Ich mochte, wie wissenschaftlich die Autoren an die Fragen herangehen und das Buch hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt. Von der Entstehung der Welt bis hin zu Jesus Christus wird so ziemlich jedes religiöse Thema angesprochen. Auch andere Religionen spielen eine Rolle. Stark in Erinnerung sind mir z.B. die Ausführungen zum Hinduismus. Für Menschen, die das Christentum kennenlernen oder ihren eigenen Glauben erkunden wollen, kann ich das Buch empfehlen.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität von Dave Eggers

Aufgabe: Lies ein Buch, dessen Autor*in zu deinen Favoriten zählt

Dieses Buch, das jahrelang auf meinem SuB verstaubt ist, war definitiv mein Quartalsfavorit! Es hat mich total begeistert und gefesselt. Obwohl ich es persönlich wirklich vollkommen genossen habe, kann ich es nicht uneingeschränkt empfehlen. Mehr dazu erfahrt ihr in der Rezension zum Buch.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Getting Somewhere von Beth Neff

Aufgabe: Lies ein Buch, welches Du geschenkt bekommen hast

Getting Somwhere ist ein Jugendroman, den mir die Autorin, eine Bibliothekarin meines Vertrauens, geschenkt hat. Ich muss zugeben, dass ich mir teilweise wirklich schwer getan habe mit diesem Buch. Ich war mehrmals kurz davor, es abzubrechen, habe aber aus Loyalität zu Beth Neff weitergelesen. Nach einer Weile konnte ich zu meiner Überraschung dann doch noch eine Beziehung zu den Figuren aufbauen, sodass ich wissen wollte, was aus ihnen wird. Getting Somewhere erzählt von einer Farm, auf der straftätige Teenager arbeiten können, um einer Haftstrafe zu entgehen. Die Farm wird von drei Frauen geführt, wobei zwei von ihnen ein lesbisches Paar sind. Vier vollkommen unterschiedliche Mädchen wohnen auf der Farm und es geht darum, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen, was manchen besser gelingt als anderen. Im Prinzip ist es eine herzerwärmende Geschichte darüber, dass jeder eine zweite Chance verdient und dass Menschen nicht als Verbrecher geboren, sondern zu diesen gemacht werden. Der Grund, weshalb es mir manchmal schwerfiel dranzubleiben, war schlicht, dass es kein besonders aufregendes Buch ist. Über große Strecken hinweg passiert kaum etwas und selbst beim Höhepunkt der Handlung hätte ich mir mehr Drama und Action gewünscht. Das Ende hat mir dann aber wiederum gut gefallen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Abgebrochen

Der lange Weg nach Ägypten von Christian Jacq

Aufgabe: C – Lies ein Buch, welches Du aufgrund seines Covers gekauft hast

Tja, vielleicht sollte ich Bücher doch nicht nach dem Cover kaufen, denn ich hätte gleich wissen können, dass ein historischer Roman nichts für mich ist. Als ich das Buch begonnen habe, war ich positiv überrascht, weil es sich nach einem Abenteuerroman anfühlte, doch während der eigentlichen Reise ist die Erzählweise so sachlich, dass ich die Abenteuer weniger als Spaß und mehr als Arbeit empfand. Meine Gedanken drifteten immer wieder ab, bis ich das Buch schließlich zur Seite gelegt habe. Es handelt von der Reise nach Ägypten des ersten Hieroglyphen Übersetzers überhaupt und kann für Leute, die sich dafür interessieren, sicher spannend sein. Persönlich musste ich feststellen, dass mein Interesse für die ägyptische Kultur einfach nicht groß genug ist, um mich für das Buch begeistern zu können.

Begonnen

Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY, Oscar Zarate und Co

Aufgabe: G – Lies ein Buch dessen Genre kaum bis gar nicht von Dir gelesen wird

Diesen Sachcomic habe ich begonnen und ich hoffe, dass ich ihn im Juli beenden werde. Ich hatte gedacht, dass die Comicgestaltung das schwierige Thema der Quantenphysik einfacherer machen würde, aber tatsächlich finde ich es immer noch schwer, vor allem da ich sonst nie Comics lese und mir diese Art zu lesen etwas fremdartig ist. Ich muss zugeben, dass ich vieles, was ich in diesem Buch gelesen habe, schon wieder vergessen habe, obwohl ich das Thema eigentlich extrem spannend finde.

Weitere gelesene Bücher

Ich habe nicht nur Bücher von meinem SuB gelesen, sondern hatte im April auch ein paar Neuzugänge in meinem Regal, denen ich mich gewidmet habe.

The long way to a small angry planet von Becky Chambers

Nachdem ich so begeistert von Andy Weirs Der Marsianer war, habe ich Anfang April beschlossen, weiter im Science Fiction Genre zu bleiben und habe das Buch von Becky Chambers gelesen, da ich ihre Artikel auf io9 mag. Mit The long way to a small angry planet hatte ich allerdings so meine Probleme, obwohl es definitiv kein schlechtes Buch war. Meine Rezension dazu findet ihr hier. Trotzdem hat mich die Sci Fi Leidenschaft noch nicht verlassen, deshalb freue ich mich immer über Buchempfehlungen aus diesem Genre!

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Juliettes geheimes Tagebuch von Cat Monroe

Juliettes geheimes Tagebuch ist ein Erotikroman, den ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten habe. Es hat mir Spaß gemacht, ihn zu lesen, und ich mochte die Frauen-nehmen-sich-was-sie-brauchen-Mentalität. Nur eine von Juliettes Affären waren so gar nicht mein Ding. Zur Rezension geht es hier.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Dark Zero von Douglas Preston

Dark Zero war vom Thema her total meins: eine künstliche Intelligenz, die ins Internet flieht und die Menschheit bedroht. Es war spannend und actionreich und unterhaltsam, aber leider konnte mich die zweite Hälfte des Romans nicht überzeugen. Mehr dazu könnt ihr in meiner Rezension lesen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Very Good Lives von J. K. Rowling

Dieses Buch habe ich schon mal in der Buchhandlung bewundert, war dann aber zu geizig, es zu kaufen. Jetzt hat es mir glücklicherweise eine Freundin ausgeliehen und ich habe es an einem Nachmittag durchgelesen, denn es ist wirklich winzig. Das Buch beinhaltet eine Rede von J.K. Rowling, die sie an der Harvard Universität gehalten hat. Wie sowohl von der Autorin als auch dem Anlass (die Abschlussfeier) zu erwarten war, ist die Rede extrem inspirierend. Vor allem Rowlings Erzählungen vom Scheitern haben mich berührt. Dass jemand, der heute die erfolgreichste Autorin der Welt ist, mal bettelarm war, gibt mir Hoffnung, dass auch ich es eines Tages nach oben schaffen kann. Trotzdem finde ich, dass diese kurze Rede den für so ein dünnes Büchlein völlig übertriebenen Preis nicht wert ist.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

 

Habt ihr auch schon eines oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?

 

 

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Leseliste Juli

Normalerweise mache ich keine Leselisten, sondern habe bloß einen Teil meines Regals, in dem ich die Bücher unterbringe, die ich in nächster Zeit lesen möchte. Doch inspiriert von einer Instagram-Challenge dachte ich mir, dass ich diesen Monat mal eine Ausnahme mache. Deswegen stelle ich euch hier die Bücher vor, die ich im Juli lesen möchte:

1. Bilderkrieger von Michael Kamber und Takis Würger

Dieses Buch gehört noch zu meiner #DasSuBAbc Liste und da es nun schon seit Jahren halb fertiggelesen auf meinem SuB verstaubt, obwohl es eigentlich ein spannendes Buch ist, möchte ich es nun endlich einmal zu Ende lesen. Das Buch umfasst Interviews von Kriegsfotografen. Kriegsfotografie ist ein Thema, das mich absolut fasziniert.

2. Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY u.a.

Ähnlich verhält es sich mit Quantentheorie. Diesen Sachcomic über die Quantenphysik habe ich ebenfalls für die #DasSuBAbc Challenge begonnen zu lesen. Ich muss zugeben, dass ich mir ziemlich schwer damit tue, denn das Thema ist trotz Comicgestaltung immer noch extrem anspruchsvoll. Trotzdem konnte ich mich nicht dazu durchringen, es abzubrechen, also werde ich versuchen, es durchzulesen.

3. Quality Land von Marc-Uwe Kling

Dieses Buch habe ich meiner Mutter empfohlen, obwohl ich es selbst noch nicht gelesen habe. Mein Plan war, dass sie es sich kauft und mir dann ausleiht, und der Plan ist hervorragend aufgegangen. Es geht um eine Gesellschaft, in der alles getrackt und bewertet wird – ein bisschen Sci Fi, ein bisschen Gesellschaftsstudie. Ich bin total gespannt auf das Buch, weil das absolut mein Thema ist und weil ich ganz unterschiedliche Meinungen dazu gehört habe.

4. The Bell Jar von Silvia Plath

Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass ich in meinem Neuzugänge Post erzählt habe, wie ich dieses Buch in einer Zu Verschenken Box auf der Straße gefunden habe. Ich fürchte mich nach wie vor ein bisschen davor und erlaube mir, es abzubrechen, falls es mir zu depressiv ist, aber das Buch reizt mich andererseits auch total. Außerdem war es bei meiner Top Ten Thursday Liste der 10 Bücher, die ich dieses Jahr noch lesen möchte mit dabei und da ich noch kein einziges dieser Bücher bisher gelesen habe, ist es mal Zeit, damit anzufangen.

5. Wunschbuch

Bei all meinen Plänen und Listen möchte ich mir Zwischendurch auch mal etwas gönnen. In letzter Zeit arbeite ich hauptsächlich meinen SuB ab. Dabei entdecke ich teilweise wundervolle, verborgene Bücherschätze, aber einige der Bücher auf meinem SuB sind mittelmäßig oder anstrengend. Zuletzt ging es mir so bei Der lange Weg nach Ägypten. Meine Gedanken sind ständig abgedriftet, bis mir klar wurde, dass mich die Geschichte schlicht und einfach nicht interessiert. Mittlerweile habe ich das Buch abgebrochen und mir erlaubt, mir ein eBook meiner Wahl zu kaufen (vorzugsweise etwas Unterhaltsames), aber ich habe mich noch nicht für ein Buch entschieden.

 

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Rezension: Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität von Dave Eggers

Genre: Autobiografischer Roman | Erscheinungsjahr: 2000 | Taschenbuch: 544 Seiten | Verlag: KiWi  | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3462036299

Kurzinhalt

Dave ist 21 Jahre alt, als seine Eltern kurz hintereinander an Krebs sterben. Sein Studium und seine Lebensplanung werden plötzlich über den Haufen geschmissen, als er zum Ersatzvater und Vormund seines siebenjährigen Bruders Toph wird. Die beiden ziehen von Chicago ins sonnige Kalifornien und meistern ihr ungewöhnliches Leben mit Witz und Spielereien.

Eigene Meinung

Ich habe dieses Buch vor Jahren von jemandem auf Lovely Books zugeschickt bekommen, da ich Dave Eggers Roman Der Circle hochgelobt habe. Seitdem lag es in der hintersten Ecke meines Bücherregals, bis ich es einer spontanen Eingebung folgend für die #DasSuBAbc Challenge hervorgegraben habe. Ich bin absolut unvorbereitet in die Lektüre gegangen und dann hat mich dieses Buch völlig unerwartet von der ersten Seite an begeistert.

Es beginnt mit einem 49 Seiten langen Vorwort. Normalerweise hasse ich Vorworte und lese diese nie, aber ich habe schnell gemerkt, dass dieses Vorwort zur Geschichte dazugehört. Also habe ich es mit Vergnügen gelesen: Es erzählt von den Themen sowie all den Fehlern des Buchs, es nennt die echten Namen der Figuren und führt die gestrichenen Szenen auf – all das mit einer Ironie, bei der ich nicht wusste, ob ich lachen oder beeindruckt sein soll.

Genau das zeichnet das komplette Buch aus. Das merkt man bereits bei dem Genre: ein autobiografischer Roman. Der Untertitel lautet sogar: „Eine wahre Geschichte“. Doch wie wahr ist diese Geschichte wirklich? Laut Wikipedia stimmen zumindest die groben Ereignisse in Dave Eggers Leben, doch die Szenen und Dialoge scheinen meistens vollkommen fiktionalisiert zu sein, was der Erzähler auch immer wieder thematisiert. Figuren, wie der kleine Toph, fallen plötzlich völlig aus der Rolle und beginnen, über die moralische Verfassung des Erzählers zu philosophieren, bis dieser sogar zugibt, dass diese Figur (z.B. Toph mit dem Wortschatz eines Kindes) so etwas nie gesagt hat und nie sagen würde.

Ich fand das absolut faszinierend. Dave Eggers geht so kreativ mit seiner eigenen Biografie um, dass er den Lesern vor Augen führt, wie fragil diese ist, wie sehr wir uns unsere Lebensgeschichten selbst erschaffen. Der Titel sagt ja schon alles: Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität. Natürlich schwingt schon hier eine gehörige Portion Ironie mit, aber andererseits ist der Titel zutreffend. Das Buch ist wirklich herzzerreißend und genial. Und ich denke, der Autor weiß das.

Der Erzähler, eine inszenierte Version des Autors Dave Eggers, hat es mir wirklich angetan. Er ist nicht gerade sympathisch. Er ist selbstverliebt, größenwahnsinnig und selbstmitleidig. Doch er ist all das mit einer Leichtigkeit, die mich an das Buch gefesselt hat. Ich wollte einfach, dass er nie aufhört zu erzählen, denn seine Stimme war so unterhaltend.

Ich habe oft laut aufgelacht. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, ob es okay ist, darüber zu lachen, denn die Themen, die das Buch behandelt, könnten nicht trauriger sein: Krebs, der Tod der Eltern, der Tod im Allgemeinen, häusliche Gewalt, Selbstmord. Zwischen all den Witzen und lustigen Anekdoten tauchen plötzlich grausame Lebensweisheiten auf. So hat mir das Buch auch ab und zu Tränen in die Augen getrieben.

Es fällt mir schwer, diesen autobiografischen Roman von Dave Eggers zu beschreiben. Es handelt sich um sein Debüt, das zu einem Bestseller wurde. Dieses Buch ist meilenweit von Der Circle entfernt. Für mich war das Lesen von Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität ein absolutes Erlebnis und Lesehighlight! Der Plot ist chaotisch, der Stil wirr, die Erzählart wechselt ständig, die Figuren fallen aus ihren Rollen. Aber trotzdem liebe ich das Buch, denn all das funktioniert letztlich irgendwie hervorragend. Zumindest habe ich das so empfunden.

Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch nicht uneingeschränkt empfehlen. Ich denke, entweder man kann sich darauf einlassen und wird total mitgerissen (so wie es mir erging) oder aber man kann gar nichts damit anfangen. Außerdem muss ich erwähnen, dass schwierige Themen sehr unsensibel behandelt werden. Vor allem bei dem Thema Selbstmord kann ich mir vorstellen, dass sich Menschen, die Berührungspunkte damit in ihre Leben haben, angegriffen fühlen. Doch mich hat das Buch begeistert, wie schon lange kein Buch mehr, und ich werde mit Sicherheit noch mehr Bücher von Dave Eggers lesen (zum Beispiel jedes einzelne Buch, das er je veröffentlicht hat ;)).

Bewertung

++++ – Vier von Fünf Punkten

Kennt ihr Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität? Wie hat es euch gefallen? Könnt ihr mir andere Bücher von Dave Eggers empfehlen?

 

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Top Ten Thursday #367

Heute mache ich zum ersten Mal beim Top Ten Thursday mit. Ich kannte die Challenge noch gar nicht, bevor sie zu Weltenwanderer umgezogen ist, aber finde es eine tolle Idee! Jeden Donnerstag gibt es ein Thema, zu dem wir Blogger eine Bücherliste posten. Ich werde es wohl nicht schaffen, jedes Mal mitzumachen, bin aber gerne dabei, wenn mir etwas zu dem Thema einfällt. Die TTT Posts werden donnerstags erscheinen zusätzlich zu meinen regulären Posts sonntags.

Aber genug mit der Einleitung, kommen wir zum Thema der Woche:

10 Bücher, die du dieses Jahr auf jeden Fall noch lesen möchtest.

1. Das Handbuch zum Drehbuch von Syd Field (Lehrbuch)

Vielleicht habt ihr dieses Buch bereits auf meiner #DasSuBAbc Leseliste gesehen, denn dort treibt es sich schon seit Februar herum. Dieses Drehbuch-Lehrbuch möchte ich auf jeden Fall bald lesen, denn es passt perfekt zu einem meiner Ziele für dieses Jahr: mit einem Drehbuchprojekt zu beginnen. Einer meiner Träume ist es, einmal ein Drehbuch zu schreiben. Da kommt mir dieses Buch, das eine Freundin in einem Zu-Verschenken-Korb auf der Straße gefunden hat, genau richtig.

2. The Bell Jar von Sylvia Plath (Roman)

Da ich gerade über Zu-Verschenken-Körbe spreche: Dieses Buch habe ich vor ein paar Wochen in solch einem entdeckt und konnte mein Glück kaum fassen, denn ich möchte es schon seit Ewigkeiten lesen. Ich weiß nicht viel darüber, doch ich erwarte, dass es (nach allem, was ich über Sylvia Plath gehört habe) kein besonders fröhliches Buch ist. Das macht mir ein bisschen Angst, denn in letzter Zeit habe ich um depressive Bücher meist einen großen Bogen gemacht. Aber ich glaube, ich bin jetzt bereit, mich daran zu wagen.

3. Faust II von Johann Wolfgang von Goethe (Drama)

Nur weil mein Studium der deutschen Literatur vorbei ist, möchte ich nicht aufhören, deutsche Klassiker zu lesen. Faust II habe ich tatsächlich noch nie gelesen, habe aber Interessantes darüber gehört. Faust I habe ich vor zehn Jahren in der Schule gelesen und es hatte mir gut gefallen. Vermutlich werde ich den ersten Teil noch einmal lesen, bevor ich mit dem zweiten Teil beginne.

4. Mädchenmeute von Kirsten Fuchs (Jugendliteratur)

Dieses Buch habt ihr vielleicht schon in meinem Neuzugänge Post gesehen, in dem ich mich darauf gefreut habe, weil ich Jugendromane mag und dieser sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen hat. All das ist nach wie vor wahr, doch bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Das möchte ich bald ändern.

5. Die Illuminae-Akten von Amie Kaufman und Jay Kristoff (Science Fiction)

Ich bin bereits in diese Trilogie verliebt, ohne je ein Wort darin gelesen zu haben. Ich habe einfach so viele spannende Blogposts und Instagrambilder dazu gesehen und das ungewöhnliche Layout reizt mich total. Da ich aber noch nicht weiß, ob mich diese Sci Fi Story wirklich so mitreißen wird, wie ich mir das erhoffe, setze ich erst einmal nur das erste Buch auf diese Liste. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf!

6. Armageddon von Wolfgang Hohlbein (Fantasy)

Dieses Buch will ich unbedingt lesen – und zwar schon seit der letzten Frankfurter Buchmesse, auf der ich eine Lesung des Autors gesehen habe. Blöderweise ist es unverschämt teuer, weshalb ich bisher zu geizig dafür war. Ich hoffe, dass es vielleicht im Herbst als Taschenbuch herauskommt oder es bald günstige gebrauchte Exemplare gibt. Mich reizt das Thema des Buchs (die biblische Apokalypse) einfach sehr.

7. An Absolutely Remarkable Thing von Hank Green (Science Fiction)

Dieses Buch ist etwas Besonderes für mich, denn dafür werde ich vermutlich etwas tun, dass ich seit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nicht mehr getan habe: Ich werde es vorbestellen. Ich bin ein Riesenfan von Hank Greens You Tube Channels und Podcasts, deshalb warte ich sehnsüchtig auf seinen Debütroman, der im September erscheint. Die Bücher seines Bruders John Green sind überhaupt nicht meins (und ich habe es versucht, glaubt mir!), aber Hank Greens Buch klingt schon viel mehr nach meinem Geschmack: Es ist für Erwachsene geschrieben, es ist Sci Fi und es geht um Ruhm.

8. – 10. Die Magicians Trilogie (auf Deutsch: Die Zauberer von Fillory) von Lev Grossman (Fantasy)

Diese drei Bücher sind meine absoluten Lieblings-Fantasy-Bücher und ich fantasiere schon seit Ewigkeiten davon, sie noch einmal zu lesen. Beim ersten Mal habe ich sie mit längeren Abständen zwischen den einzelnen Büchern gelesen, aber ich möchte gerne einmal alle hintereinander verschlingen. Die Geschichten der Magiestudenten und Absolventen, die zwischen zwei Dimensionen hin und her reisen, sind einfach so genial und vielschichtig, es gibt bestimmt viel, was mir beim ersten Durchlauf entgangen ist. Bisher habe ich die Bücher nur als eBooks, doch es gibt eine wunderschöne Sammeledition der gedruckten Bücher, die ich mir irgendwann dieses Jahr leisten möchte. Ich kann es kaum erwarten, endlich die wundervoll kaputten Figuren dieser Trilogie wiederzutreffen.

Habt ihr bereits eines oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?
Freut ihr euch auch schon so auf Hank Greens Debüt?

 

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