Schreibspiration: Was das Schreiben noch besser macht

Wir Schriftsteller*innen schreiben alle, weil wir das Schreiben lieben. Schon klar. Aber gerade wenn mensch in einer Phase ist, in der sie das Schreiben professioneller angeht und vielleicht schon eine Veröffentlichung in Aussicht hat (so wie ich im Moment), kann das Schreiben sich schnell wie Arbeit anfühlen und die Liebe zum Schreiben gerät in Vergessenheit. Denn ehrlich mal, wer hat schon Lust abends nach dem Vollzeitjob oder am wohlverdienten Wochenende auch noch zu arbeiten? Genau das ist es nämlich, was wir Schriftsteller*innen tun. Da kann die Motivation schnell flöten gehen.

Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen, in denen ich mich bei meinem Buchprojekt sowieso gerade in der Pause zwischen Schreibphase und Überarbeitung befinde, auf die Suche nach Schreibspiration gemacht. Ich habe meine schreibende Bekannten gefragt, was für sie das Schreiben noch besser macht, was ihnen die Freude am Schreiben bewahrt. Ich habe einiges ausprobiert und möchte euch jetzt meine persönlichen Highlights vorstellen. Vielleicht inspiriert es euch ja auch.

Schreiben muss nicht einsam sein

Das Allerwichtigste für mich, das ich schon seit Jahren sehr wertschätze, ist die Gesellschaft beim Schreiben. Manche mögen sich ja gerne alleine in ihr Kämmerchen zurückziehen und vor sich hin tippen, aber für mich war Schreiben schon immer etwas Soziales. Mit anderen Schreibenden an der Seite macht es einfach so viel mehr Spaß!

Deshalb an dieser Stelle ein Shoutout an die Schreibnacht, das Schreibforum bei dem ich jetzt seit zwei Jahren dabei bin und in dem ich vor allem die Schreibnächte, in der wir gemeinsam mithilfe von Etappen, Aufgaben und jede Menge Austausch die Nacht durchschreiben, immer feiere. In diesem Namen sind auch meine Schreibgruppen und ganz besonders meine Schreibpartnerin eine große Hilfe! Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich eine Schreibcommunity zu suchen, denn gemeinsam schreiben wir besser und glücklicher.

Schreibwochenenden

Ich kenne einige, die jeden Tag eine Seite schreiben oder so etwas, um immer im Schreiben zu bleiben. Für mich funktionieren größere Zeitspannen, in denen ich mich voll dem Schreiben widmen kann, besser. Klar, ich schreibe auch mal zwischendurch, wenn es nicht anders geht, aber ich liebe besonders meine Schreibwochenenden. Tagsüber schreibe ich und abends bleibe ich gerne im Flow, indem ich zum Beispiel etwas thematisch passendes Schaue oder mir Schreibspiration auf YouTube etc. (siehe unten) reinziehe. Ich weiß, es ist ein großer Luxus, sich ein Schreibwochenende nehmen zu können. Für Menschen, die am Wochenende arbeiten, Kinder haben, Verwandte pflegen, und vieles mehr geht das nicht. Aber wenn ihr es schafft, euch mal eine Zeitspanne freizuschaufeln, in der ihr nicht nur schreibt, sondern auch das Schreiben nebenbei zelebriert, kann ich euch das nur empfehlen.

Die richtige Schreibatmosphäre

Ich brauche nicht per se eine Schreibatmosphäre. Ich glaube z.B. überhaupt nicht an das Klischee des Schriftstellers, der sich irgendwie einen Monat lang in eine Hütte im Wald zurückzieht, um zu schreiben. Ich denke, mensch kann immer und überall schreiben, wenn es sein muss. Ich teile mir z.B. mein Arbeitszimmer mit meinem Mann, der hinter mir lauthals zockt, und ich kann trotzdem schreiben.

Aber trotzdem machen ein paar Bemühungen für eine angenehme Schreibatmosphäre das Schreiben einfach noch schöner. Was für mich z.B. nie fehlen darf: Tee – am liebsten Chai und aus einer meiner beiden Schreibtassen, die mir liebe Menschen geschenkt haben (siehe eine auf dem Beitragsfoto oben). Ein paar Snacks (ich liebe für Schreibnächte ja Baklava) können auch nie schaden.

Eine umstrittene Frage zur Schreibatmosphäre ist: Musik oder keine Musik? Ich habe immer diejenigen bewundert, die Musik zum Schreiben hören. Bisher habe ich es zum eigentlich Schreiben noch nicht hinbekommen, Musik zu hören, ohne dass sie mich zu sehr ablenkt. Aber mittlerweile höre ich Musik bei der Recherche, beim Brainstormen und Plotten und diese Teile machen sowieso den größten Teil meines Schreibprozesses aus. Dafür habe ich mir erst vor kurzem eine Schreib-Playlist erstellt. Falls ihr sowas auch habt, würde mich interessieren, was so auf eurer Schreibplaylist ist. Ich suche Bands, die eine tolle Hintergrundatmosphäre erschaffen, ohne zu aufregend zu sein. Bisher sind auf meiner Playlist Arctic Monkeys, Twentyone Pilots und The Neighborhood. Wenn ihr andere Bands in die Richtung kennt, freue ich mich über Tipps!

Mediale Schreibspiration

Zuletzt gibt es jede Menge Medien, die mensch über das Schreiben konsumieren kann. Da habe ich in letzter Zeit eine Menge Tipps bekommen oder auch auf eigene Faust Dinge entdeckt und möchte euch hier kurz meine Favoriten vorstellen:

  • Auf YouTube: Molly Reads (Lektorin), Writing with Jenna Moreci
  • Interviews mit Autor*innen lesen, die ich mag
  • Netflix Filme über Kreativität (ich freue mich über Ideen! Was ich bisher empfehlen kann ist Tick, Tick, Boom!)
  • Podcast: Die Zwei von der Talkstelle (der beste Tipp, den ich erhalten habe, ich hab direkt vier Folgen am Stück gehört und ich steh drauf!)
  • Instagram Hastags: #autorinnensonntag, #schreibtippfreitag
  • Pinterest (einfach mal Writing suchen und mensch wir überflutet mit Inspiration)

Was macht für euch Schreiben noch besser? Ich freue mich riesig über weitere Anregungen! Besonders auch auf der Suche nach guten YouTube Kanalen, Podcasts, Filmen etc. zu dem Thema bin ich eigentlich immer. Lasst uns gemeinsam unsere Schreibliebe feiern!

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