Top Ten Thursday: 10 Bücher, die ihr richtig gut findet, aber noch nie beim TTT vorgestellt habt

Das heutige Top Ten Thursday Thema finde ich super, weil es uns davon abhält, immer wieder dieselben Lieblingsbücher aufzulisten. Denn es gibt sie: die tollen Bücher, die ich begeistert gelesen habe, dir mir nur sonst irgendwie nie einfallen. Ich musste ein bisschen in meinem Gedächtnis kramen und in den alten TTT-Posts überprüfen, ob ich sie nicht doch schon mal aufgeführt habe, aber ich habe schließlich 10 Bücher zusammengebekommen.

1. The Beach von Alex Garland

Ich bin ziemlich überrascht, dass ich das Buch noch nie bei einem TTT erwähnt habe, denn The Beach ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Mir hat es mal eine Bekannte empfohlen und als ich es kurz darauf auf einem Flohmarkt gesehen habe, habe ich das als Zeichen genommen. The Beach handelt von einem jungen Reisenden, der eine abgeschiedene Insel entdeckt, auf der ein paar Freigeister unabhängig von der Zivilisation leben. Es macht einfach Spaß zu lesen. Das Buch ist abenteuerlich und die ganzen Wendungen haben mich total überrascht – das Leseerlebnis war echt der reinste Trip. Es gibt auch einen Film zum Buch, in dem Leonardo diCaprio ziemlich gut den Protagonisten verkörpert, aber wenn ihr euch die Plot-Twists nicht spoilern wollt, würde ich empfehlen, zuerst das Buch zu lesen.

2. Die Bibel

Das ist vermutlich ein Buch, das generell eher selten beim TTT auftaucht, aber für mich als gläubige Person hat es eine große Bedeutung, insbesondere das Neue Testament. Ich lese es eigentlich permanent auf die ein oder andere Weise und verstehe es immer noch nicht so ganz. Ich glaube, ich muss nicht erzählen, worum es geht, aber wenn ihr mehr Posts zu religiösen Themen wollt, werdet ihr auf meinem Blog auch fündig. Wenn ihr beginnen wollt, die Bibel zu lesen, empfehle ich als Einstieg das Johannes Evangelium.

3. The Giver von Lois Lowry

The Giver ist ein amerikanischer Klassiker, der in den USA in der Schule gelesen wird. Ich habe das Buch als Erwachsene gelesen und es hat mich auch dann noch komplett begeistert. Es geht um eine eintönige zukünftige Gesellschaft, in der der Protagonist eine besondere Rolle erhält und deshalb in Lehre bei dem titelgebenden „Giver“ geht. Was er von diesem erfährt, ist sensationell und vor allem auch großartig beschrieben. Ich habe das Buch nach dem Lesen direkt meinen Freundinnen gegeben, weil ich finde, dass jede*r The Giver mal lesen sollte.

4. Tale for the time being von Ruth Ozeki

Dieses Buch ist schwer zu beschreiben. Eine Freundin hat es mir mal empfohlen, aber ich wollte es nicht, weil ich mich an sich nicht besonders für Japan interessiere. Dann ist das Buch aber in einem Leseclub doch bei mir gelandet und ich habe es regelrecht verschlungen. Das Buch beinhaltet zwei Geschichten: die eines Schulmädchens in Japan, die Tagebuch schreibt; und die einer Autorin in Kanada, die dieses Tagebuch angespült am Strand findet und liest. Es hat ein bisschen Magical Realism, aber selbst davon abgesehen sind die beiden Geschichten total berührend und bespickt mit vielen liebevollen Details. Außerdem konnte ich mich in der Figur der Autorin, die wie die echte Autorin Ruth heißt, total gut wiedererkennen, was mir nur sehr selten bei Buchfiguren passiert.

5. The Great Gatsby von F. Scott Fitzgerald

Ich lese generell sehr gerne amerikanische Klassiker und ich glaube immer noch, dass The Great Gatsby der beste darunter ist. Es erzählt die Geschichte der total exzentrischen, übermenschlichen Figur Gatsby aus der Perspektive seines eher unscheinbaren, beobachtenden Nachbarn. Das Buch hat mir gelehrt, wie Plot funktioniert, weil der Autor es schafft, in gerade mal 200 Seiten eine perfekt konstruierte Geschichte zu erzählen. Deshalb kann ich das Buch insbesondere allen empfehlen, die selbst schreiben. Auch hier gibt es einen Film mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle, den ich mag.

6. Das Lied des Achill von Madeline Miller

Das Lied des Achill habe ich zwar nie beim TTT vorgestellt, aber schon mehrmals auf meinem Blog erwähnt. Es war eines meiner Highlights letztes Jahr. Es erzählt – wie der Titel schon sagt – die Geschichte von Achilles, aber – und das ist, was es für mich so besonders macht – aus der Sicht seines Liebhabers Patroklos. Einfach ein wunderschönes Buch, das unter die Haut geht.

7. A million little pieces von James Frey

Heute würde ich das Buch vielleicht gar nicht mehr lesen, aber früher habe ich gerne Suchtmemoiren gelesen. Und A million little pieces ist die Beste davon. James Frey erzählt in dem Buch von seinem eigenen Entzug. Er hat eine Menge Kritik bekommen, weil wohl einige Passagen übertrieben waren und nicht so ganz der Wahrheit entsprechen. Aber trotzdem ist es einfach ein extrem gut geschriebenes Buch. Die Beschreibungen sind so realistisch, ich konnte die physischen Schmerzen des Protagonisten beim Lesen beinah selbst spüren. Sowas habe ich noch nie zuvor erlebt.

8. Brave New World von Aldous Huxley

Okay, Brave New World war noch nie beim TTT dabei, weil ich es erst vor Kurzem gelesen habe. Ich habe ein bisschen damit gekämpft und kritisiere auch manche Aspekte des Buchs ziemlich stark. Aber das Buch geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Brave New World ist eine Dystopie. Es ist total dicht erzählt, da stecken so viele Themen drin, die auch heute noch von Bedeutung sind, dass ich ewig darüber nachdenken könnte. Deshalb finde ich es wichtig, das Buch zu lesen und sich seine eigene Meinung dazu zu bilden.

9. Perks of being a wallflower von Stephen Chbosky

Hier muss ich zugeben, dass ich zuerst den Film gesehen habe, der mir auch sehr gut gefallen hat, und danach das Buch gelesen. Trotzdem konnte mich das Buch noch richtig fesseln. Es ist eine Coming of Age Story eines Jugendlichen mit psychischen Problemen, der sich einer neuen Freundesgruppe anschließt. Aber es ist sehr viel leichter und optimistischer geschrieben, als es sich von der Beschreibung her vielleicht anhört. Mich hat das Buch berührt und ich würde sagen, es ist so gut geschrieben wie John Green Bücher nur mit einem besseren Plot.

10. Jerusalem war immer eine schwere Adresse von Angelika Schrosbdorff

Dieses Buch habe ich für die Uni gelesen und eine Hausarbeit darüber geschrieben. Es erzählt die wahre Geschichte der Autorin, die die Zweite Intifada der Palästinenser als jüdische Deutsche in Jerusalem miterlebte. Das Besondere ist, dass das Buch geschrieben ist wie eine tragische Liebesgeschichte: die einer hoffnungsvollen Jüdin, die sich in ihre neue Heimat Israel verliebt, der dann aber von Israel das Herz gebrochen wird.

Ich bin sehr gespannt auf eure Beiträge, denn ich denke, diese Woche werde ich viele spannende Bücher kennenlernen, die mir vorher total fremd waren. Deshalb lasst mir gerne die Links zu euren TTT-Beiträgen in den Kommentaren. Kennt ihr die Bücher auf meiner Liste? Welches Buch hat euch richtig gut gefallen, über das ihr aber kaum sprecht?

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8 Kommentare

  1. Aleshanee sagt:

    Schönen guten Morgen!

    Da hast du wirklich interessante Bücher genannt, von denen ich so gut wie gar nichts kenne :)
    Bis auf „Schöne neue Welt“, da hab ich grade mal in deine Rezension reingelesen und dir auch einen Kommentar hinterlassen. Das hab ich tatsächlich mal angelesen, wenn ich mich richtig erinnere, kam damals aber nicht rein. Vielleicht hab ich auch den Film gesehen? Ich weiß es nicht mehr ^^
    Jedenfalls hört es sich sehr aktuell an und ich werd es mal auf die Wunschliste packen, hast mich jetzt definitiv neugierig gemacht!

    „The Beach“, hier hab ich definitiv den Film gesehen, den fand ich nicht schlecht. Da hab ich auch ins Buch gelesen danach und habs abgebrochen. Woran das genau lag weiß ich nicht, ich glaube aber eher daran, dass es der falsche Zeitpunkt war. Vielleicht hole ich das nochmal nach.

    Die Bibel – ja, ich glaube, das Buch hab ich noch nie beim TTT gesehen. Ich bin kein gläubiger Menschen, trotzdem hab ich eine zuhause, da ich katholisch erzogen wurde. Irgendwie interessiert es mich trotzdem, aber ich bin nie weit gekommen beim lesen …

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Sunita sagt:

      Interessant, dass du einige Bücher von meiner Liste „fast“ gelesen hast ;) Ich glaube auch, es hängt oft von dem richtigen Zeitpunkt ab, z.B. Brave New World hätte ich als Jugendliche nicht so viel abgewinnen können (höchstens mit ner tollen Lehrerin, wenn es Schullektüre wäre). Und ja bei der Bibel ist mir der Einstieg auch lange schwer gefallen – es ist halt schon wirklich sehr altmodisch alles. Ich höre sie auch oft als Hörbuch (gibt’s als kostenlose App), falls das für dich vielleicht eine Alternative wäre. Ich finde auch aus Interesse ist es interessant, die religiösen Texte zu lesen, möchte auch gerne mal den Quran lesen, aber weiß ebenso nicht, wo ich anfangen soll.

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  2. Tinette sagt:

    Hallo Sunita,
    The Beach kenne ich nur als Film. Ich wusste nicht, dass es da eine Buchvorlage gibt.
    The Giver bzw. Hüter der Erinnerung habe ich auf Deutsch gelesen.
    Die Bibel haben wir in der 3./4. Klasse in Reli gelesen.
    Ansonsten kenne ich nur noch The Great Gatsby. Das Buch habe ich aber nicht gelesen.
    Liebe Grüße
    Tinette

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  3. Andrea sagt:

    Huhu :)

    Von deinen Büchern kenne ich bisher keins, wobei mir einige vom Namen her durchaus etwas sagen. Ich hab nur bisher nicht zu ihnen gegriffen. Von James Frey kenne ich eine andere Reihe (Endgame), die mir wirklich gut gefallen hat :)

    Lieben Gruß
    Andrea
    Bücher, die ich noch nicht vorgestellt habe

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    1. Sunita sagt:

      Endgame habe ich auch gelesen und es hat mir auch gut gefallen, aber die Reihe ist schon sehr anders, ist halt Jugendliteratur, während A million little pieces vom Schreibstil her schon irgendwie anspruchsvoller ist. Aber ich mag beides :)

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  4. Petra Berger sagt:

    Hallo,
    das Lied von Achill habe ich mir schon einmal notiert, das klingt einfach wunderbar und diese Perspektive ist sicher spannend zu lesen. Die Bibel finde ich interssant, Abgesehen davon, dass es das Buch der Christenheit ist finde ich das alte Testament sehr spannend zu lesen. Nichts umsonst sind Filme wie Moses echte Klassiker. Ich habe mich für ältere Bücher entschieden, um sie mal wieder ins Gedächtnis der Leser zu bringen. Von James Frey habe ich vor jahren ein Buch gelesen und geweint. Normalerweise ja nicht mein Genre aber wie Hannah Green, unglaublich lesenswert. LG petra

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    1. Sunita sagt:

      Dann bin ich gespannt auf deine Liste :) Was für ein Buch von James Frey hast du denn gelesen? Das Alte Testament ist auch interessant und ich versuche, es zu lesen, aber ich tue mir damit immer schwer, weil es hat halt viele lange Listen von Königen und Infos über alte Reiche und so, kann echt trocken werden ;)

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  5. Guten Morgen Sunita
    zu Klassiker greifen ist eine gute Idee, denn die stellt frau, oder zumindest ich, beim TTT nicht oft vor. Dein „Lied des Achill“ hatte ich auch schon auf der Liste.
    Ich hab heute zu Einzelbände gegriffen, alles Romane, hinter denen mehr steckt, als man auf den ersten Blick meint.

    Liebe Grüsse
    Anya

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