Meine Top 10 2020

Dieses Jahr war ein extrem erfolgreiches Lesejahr für mich. Es gab fünf gelesene Bücher, denen ich fünf Sterne gegeben habe, was für mich wirklich außergewöhnlich viel ist – letztes Jahr war es nur ein einziges. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich dieses Jahr wesentlich mehr als in der Vergangenheit gelesen habe, nämlich 42 Bücher! Ich hab ehrlich gesagt, keine Ahnung, wie das passiert ist, aber dadurch erhöhen sich natürlich die Chancen, dass gute Bücher dabei sind. Deshalb sind mir die ersten fünf Plätze auf meiner Liste mit den Top 10 Büchern, die ich 2020 gelesen habe, sehr einfach gefallen. Etwas schwieriger wurde es dann bei den Plötzen 6 bis 10, aber auch dafür gab es einiges zu Auswahl.

1. A beautifully foolish endeavor von Hank Green (Science Fiction)

Es ist keine Überraschung, dass mal wieder ein Hank Green Buch bei mir auf Platz 1 steht. Nachdem mich 2018 schon sein Debüt An absolutely remarkable thing vom Hocker gehauen hat, habe ich zwei Jahre lang der Fortsetzung entgegengefiebert. Und der zweite und letzte Teil der Dilogie kann definitiv mit dem Vorgänger mithalten. Er bietet wie gewohnt die Betrachtung gesamtgesellschaftlicher Probleme und der Zukunft der Menschheit, bleibt dabei aber spannend und spaßig. Es werden jede Menge neue faszinierende Konzepte eingeführt und die Figurenentwicklung ist der Hammer. Das war sicher nicht das einzige Mal, dass ich A beautifully foolish endeavor lesen werde, denn ich liebe es und es steckt so viel darin.

2. Magnus Chase: The ship of the dead von Rick Riordan (Fantasy)

Der dritte Teil der Magnus Chase Trilogie war das erste Buch, dass ich dieses Jahr gelesen habe. Nachdem ich vor vielen Jahren Percy Jackson gelesen habe und mochte, habe ich 2019 beschlossen, noch etwas von Rick Riordan kennenzulernen und den Magnus Chase Büchern eine Chance gegeben. Ich bin so froh darüber, denn sie sind bisher mit Abstand die beste Rick Riordan Buchreihe in meinen Augen! Das Figurenset ist wunderbar divers und die Message der Bücher einfach nur herzerwärmend. Letztere kommt am stärksten im dritten Teil raus, weshalb ich diesen am meisten mag. Denn die Magnus Chase Bücher sind genauso, wie eine Buchreihe sein sollte: Sie starten gut und werden dann nur immer besser.

3. Exit Racism von Tupoka Ogette (Sachbuch)

Dieses Buch habe ich als Hörbuch im Rahmen der Black Lives Matter Bewegung gehört und es hat mir wirklich sowas von die Augen geöffnet. Es ist gestaltet wie ein interaktives Lehrbuch, geht die Geschichte des Rassismus durch, gibt jede Menge Fragen und Anregungen mit auf den Weg und beinhaltet sogar die Reaktionen weißer Student*innen, als sie von Tupoka Ogette, die Anti-Rassismus-Seminare gibt, zum ersten Mal mit den alltäglichen Vorkommnissen des Rassismus konfrontiert wurden. Exit Racism geht unter die Haut, es ist harte Lektüre, aber glaubt mir, es lohnt sich, denn danach seht ihr die Welt mit anderen Augen und könnt tatsächlich etwas zum Besseren verändern. Exit Racism gibt es als Hörbuch kostenlos auf Spotify, Deezer und allen sonstigen Streaming Apps oder auf der Homepage, wo es auch weiterführende Materialien gibt. Eine absolute Pflichtlektüre!

4. Das Lied des Achill von Madeline Miller (Roman)

Das Lied des Achill hatte ich mir geholt, weil mir schon Ich bin Circe von derselben Autorin gut gefallen hat, aber Das Lied des Achill hat das noch um Welten übertroffen. Es erzählt die Geschichte Achilles aus einem neuen Blickwinkel und es ist einfach wunderschön: die Figuren, die Story, die Struktur, insbesondere die Perspektive, die Sprache – ich habe so mitgefühlt und das Buch hat mich mitten ins Herz getroffen.

5. Heroes of the Olympus: The Mark of Athena von Rick Riordan (Fantasy)

Als der erste Lockdown sich dem Ende zugeneigt hat und ich bald wieder zurück zur Arbeit musste, brauchte ich etwas, dass mich den Stress vergessen lässt, und nachdem ich so gute Erfahrungen mit Magnus Chase gemacht hatte, habe ich mich in die nächste Rick Riordan Serie gestützt: Die Helden des Olymp. Dort treffen wir einige aus Percy Jackson bekannte Figuren wieder und lernen neue kennen. Es hat einfach Spaß gemacht und mich wie gewünscht in eine andere Welt entführt. Ich finde die Bücher nicht so gut wie Magnus Chase, aber immer noch boten sie mir genau das, was ich mir gewünscht habe. Der dritte Teil war mein Lieblingsteil, weil darin alle Figuren zusammenkommen und das Interpersonelle der stärkste Aspekt der Bücher ist und weil das Buch es geschafft hat, dass ich angefangen habe eine Figur, die ich zuvor immer nervig und anstrengend fand, zu mögen.

6. Hacking Darwin von Jamie Metzl (Sachbuch)

Nun geht es weiter mit den vier Sterne Büchern. Hacking Darwin ist ein Sachbuch über Gentechnologie – über ihre Geschichte, wo wir sind und was in Zukunft alles möglich sein wird. Es ist total faszinierend und hat mir auch sehr bei meinem eigenen Buchprojekt geholfen. Außerdem ist es einfach supersympathisch und simpel geschrieben. Ich finde das Thema total spannend, aber ich mag auch den Autor an sich, der der absolute Zukunftsoptimist ist.

7. Royal Blue von Casey Mc Quiston (Liebesroman)

In Royal Blue geht es um den Sohn der amerikanischen Präsidentin, der etwas mit dem britischen Prinzen anfängt. Ich weiß, das klingt extrem kitschig und das ist es teilweise auch. Aber das Buch hat auch eine wundervolle Message der Akzeptanz und Liebe. Es traut sich, politisch zu sein, und spielt im Wahljahr 2020. Es war mitten am Puls der Zeit. Außerdem ist der Protagonist Alex eine meiner liebsten Figuren aller Zeiten und es hat so Spaß gemacht, ihn bei seinen Abenteuern zu beobachten.

8. Permanent Record von Edward Snowden (Sachbuch)

Ich bin schon lange ein Fan von Edward Snowden und kenne etliche Dokus, Interviews, etc. mit ihm. Deshalb dachte ich nicht, dass mir Permanent Record noch etwas Neues beibringen kann, doch tatsächlich hat es das geschafft. Es ist ein sehr wichtiges Buch und ich fand es toll, die Geschichte noch einmal zu erleben, so wie Ed Snowden sie selbst erzählt. Das Buch rüttelt auf und ich kann es nur empfehlen.

9. Vögel im Kopf von Bernd Gomeringer, Jessica Sänger, Ulrike Sünkel und mehr (Sachbuch)

Vögel im Kopf ist eine Anthologie mit Texten von ehemaligen Patient*innen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie erzählen von ihren Erfahrungen in der Psychiatrie, aber auch warum sie dort hinkamen und wie es danach weiterging. Es ist kein leichtes Buch zu lesen, denn die Geschichten sind teils ganz schön krass, aber es ist gut geschrieben und reißt mit und ich bewundere den Mut der Autor*innen, das alles so ehrlich zu erzählen. Ein wunderbares Buch, das die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema, das leider immer noch zu sehr tabuisiert wird, lenkt.

10. Das neunte Haus von Leigh Bardugo (Fantasy)

Die Wahl für Platz 10 ist mir am Schwersten gefallen, weil es ein paar Bücher gab, die auf der Schwelle zu den Top 10 standen. Ich habe mich dann für Das neunte Haus entschieden, weil es mir alles geboten hat, was ich mir von Fantasy wünsche. Es spricht wichtige Themen an, die mich noch immer beschäftigen, ist aber auch einfach gut geplottet, spannend und zeichnet interessante und vielschichte Figuren. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Was waren die 10 besten Bücher, die ihr 2020 gelesen habt? Kennt ihr eines oder mehrere der Bücher auf meiner Liste? Ich freue mich, wenn wir uns austauschen, denn dabei entstehen meist viele spannende Buchtipps, die vielleicht zu unseren nächsten Lieblingsbüchern werden.

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4 Comments

  1. Hey Sunita =)
    Statt „Exit Racism“ habe ich letzten Sommer „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ von Alice Hasters gehört. Meine Eindrücke waren deinen aber ganz ähnlich.

    Spannend finde ich, dass es dir mit „Das Lied des Achill“ genau umgekehrt ging, wie mir. Ich fand „Ich bin Circe“ um Längen besser, vom Erzähltempo ausgereifter, von der Geschichte spannender, alles ein wenig runder. Trotzdem, Madeline Miller schreibt ziemlich klasse. Leider hat meine spontane Internetrecherche keine geplante Veröffentlichung eines neuen Buches ausgespuckt gerade…

    Ich hoffe auf jeden Fall, dass du gut und gesund ins neue Jahr gestartet bist und freue mich auf neue Beiträge von dir.

    Liebe Grüße,
    Nico
    Mein Jahresrückblick 2020

    Gefällt 1 Person

    1. „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ war bei mir auch in der engeren Auswahl zu lesen :) Na ja, Ich bin Circe ist auch das feministischer Buch, aber ich konnte der Figur ehrlich gesagt nichts abgewinnen. Achilles war mir zumindest ein Begriff, deshalb habe ich die ungewohnte Darstellung besonders genossen.

      Gefällt 1 Person

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