Rezension: A beautifully foolish endeavor von Hank Green

Genre: Science Fiction | Erscheinungsjahr: 2020 | Hardcover: 464 Seiten | Verlag: Trapeze |Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-1524743475

Kurzinhalt

A beautifully foolish endeavor ist die Fortsetzung von An Absolutely Remarkable Thing, welches im Deutschen unter dem Titel Ein wirklich erstaunliches Ding erschienen ist. In Teil 1 tauchen plötzlich transformerartig aussehende Gebilde in der ganzen Welt auf, was einen Sturm an Reaktionen aller Art auf diese fremde Erscheinung auslöst, in dessen Mitte die junge Erwachsene April May und ihre Freunde geraten. A beautifully foolish endeavor knüpft direkt an das Ende von Teil 1 an und ist der finale Teil der Duologie.

Eigene Meinung

Ich möchte gar nicht groß auf den Inhalt von A beautifully foolish endeavor eingehen, denn das würde nicht ohne Spoiler zu Teil 1 gehen und es kann ja sein, dass die ein oder andere Leserin hier An Absolutely Remarkable Thing noch lesen möchte. Wenn das so ist, kann ich nur sagen: Bitte tut es! Lest alle beiden Bücher, verschlingt sie so wie ich, oder lasst euch Zeit und denkt in Ruhe über alles nach, aber lest diese Bücher, denn sie sind so fantastisch! Hank Greens Duologie fühlt sich extrem wichtig an und passt perfekt in unsere Zeit. Es sind genau die Bücher, die wir jetzt brauchen – mitten in der Coronakrise, aber auch generell in dieser aufregenden, furchteinflößenden, außergewöhnlichen Zeit, in der wir leben.

Mir gefällt unglaublich viel an Hank Greens Büchern (siehe dazu auch meinen Post: 10 Gründe, weshalb ich An Absolutely Remarkable Thing liebe), aber wenn ich es auf das Hauptargument reduzieren müsste, dann ist es eben das: dass sie unsere Zeit und unsere Welt und das Lebensgefühl des 21. Jahrhundert auf den Punkt bringen, wie kein anderer Autor es kann. Bei beiden Büchern hatte ich das Gefühl, dass sie nur für mich geschrieben wurden, doch gleichzeitig, dass jeder etwas darin finden könnte. Sie sind einfach phänomenal.

Teil 2 kann locker mithalten mit Teil 1. Auch hier wimmelt es nur so von wunderbaren Messages, die Hank Green nicht einmal groß zu verstecken versucht. Seine politische und humanistische Meinung, die mir aus seinen YouTube Videos und Podcasts sehr vertraut ist, klingt hier lautstark durch. Das hat mir gut gefallen. Ich finde, Bücher können auch mal politisch werden – vor allem wenn die Politik trotzdem in eine spannende, actiongeladene Geschichte gepackt wird. Wie schon bei An Absolutely Remarkable Thing zeigt Hank Green viele Probleme und Gefahren unserer Welt auf, schafft letztlich aber ein Bild der Menschheit, dass voller Optimismus ist. Das hat mich sehr berührt.

Ich werde A beautifully foolish endeavor noch dieses Jahr ein zweites Mal lesen, um mehr auf die vielen kleinen Botschaften und Themen zu achten, die darin stecken. Denn egal ob Social Media, Korruption, Kapitalismus, Technik, Ruhm, Rassismus, Sexismus, u.v.m. – fast alle wichtigen gesellschaftlichen Themen spielen hier eine Rolle.

Als ich das Buch jetzt gelesen habe, habe ich es regelrecht verschlungen. Ich habe zwei Jahre darauf gewartet und habe mich riesig gefreut, als ich es endlich in den Händen halten konnte. Die Stunden, die ich damit verbringen durfte, waren pures Glück. Obwohl ich auch schon Teil 1 extrem gefeiert habe, ist mein erster Eindruck, dass mir Teil 2 sogar noch ein Stück besser gefällt. Es gab ein paar Kleinigkeiten, die nicht perfekt waren, aber generell mochte ich, dass in A beautifully foolish endeavor die Geschichte so richtig in Fahrt kommt und alles auf eine noch größerer Ebene gerät. Schon in Teil 1 gab es eine wunderbar originelle Erfindung, doch in Teil 2 haben sich die abgefahrenen Ideen nur so überschlagen. Hank Green hat hier so viele faszinierende Konzepte eingeführt, ich könnte für den Rest meines Lebens darüber reden. Absolut genial!

Davon abgesehen liegt meine Begeisterung von A beautifully foolish endeadvor vermutlich an zwei Dingen: Erstens ist es wesentlich Sci Fi lastiger als Teil 1 und hat mich wieder daran erinnert, wieso ich die Science Fiction so liebe. Ich denke, Sci Fi sollte uns begeistern, sie sollte uns Gefahren aufzeigen, aber vor allem Lust machen auf die Zukunft. Das schafft Hank Green. Ich hatte meinen Spaß an den teils skurrilen Sci Fi Handlungssträngen.

Zweitens: Während An Absolutely Remarkable Thing ausschließlich aus der Perspektive der Hauptfigur April May (die ich entgegen der üblichen Meinung mochte) erzählt wird, wechseln sich in Teil 2 fünf Perspektiven ab. Vier der originalen Hauptfiguren kommen zu Wort, wodurch sie mir als Leserin viel näher gekommen sind, sowie eine weitere Perspektive wird eingeführt, die das Ganze noch mal interessanter macht. Ich wollte eigentlich die Hauptfiguren hier vorstellen, aber ich glaube selbst das könnte schon ein Spoiler sein, deshalb lasse ich es lieber bleiben. Generell kann ich sagen, dass mir durch die neuen Perspektiven Figuren, die ich im ersten Buch geliebt habe, etwas fremd geworden sind, andere Figuren, für die ich in Teil 1 nicht viel übrig hatte, dafür aber komplett ans Herz gewachsen sind. Wie Hank Green (ein 40-jähriger weißer Mann) es schafft, ein super diverses Figurenensemble zu erschaffen, dass so gut geschrieben ist, dass ich mich mit so ziemlich allen identifizieren kann, ist mir ein Rätsel. Einfach richtig gut!

Wie ihr gemerkt habt, hat mir auch A beautifully foolish endeavor extrem gut gefallen und ist sofort zu einem meiner All Time Lieblingsbüchern geworden. Deshalb wird euch sicher auch die Bewertung nicht überraschen.

Bewertung

+++++ – Fünf von fünf Punkten

 

Habt ihr AART und/oder ABFE gelesen? Dann meldet euch gerne bei mir. Ich freue mich riesig, wenn wir über die Bücher quatschen können! Welches der beiden Bücher fandet ihr besser? Wer ist euere Lieblingsfigur? Welche Message hat euch besonders berührt? Seid ihr auch Fans von Hank und John Greens YouTube Kanalen und Podcasts? Seid ihr vielleicht sogar Nerdfighters? Dann würde ich mich supergerne mit euch verbinden!

 

 

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4 Kommentare

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