Meine Top 10 2019

Auch wenn das Jahr noch nicht ganz vorbei ist, möchte ich bereits meine Top 10 2019 mit euch teilen. Ich habe dieses Jahr bisher 28 Bücher gelesen, worauf ich ziemlich stolz bin. Darunter waren vier Sachbücher, acht Science Fiction Bücher, vier Thriller, acht Romane, drei Liebe/Erotik-Bücher und ein Fantasybuch. Außerdem habe ich fünf Bücher abgebrochen und 6 Bücher begonnen zu lesen. Von letzteren werde ich wahrscheinlich noch mindestens eines vor Silvester beenden und so gut, wie es mir bisher gefällt, werde ich es auch schon in meine Top 10 miteinbeziehen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dieses Jahr kein so gutes Lesejahr war, einfach weil ich keine Bücher gelesen habe, die meine absoluten Lieblinge wurden, sowie es 2018 mit An Absolutely Remarkable Thing und Der Marsianer war. Aber als ich nun meine Liste durchstöbert habe, musste ich feststellen, dass da doch einige wirklich gute Bücher dabei waren, wenn auch vielleicht nicht der totale Hammer. Deshalb werde ich hier auch noch die Plätze 11 bis 15 vergeben. Außerdem möchte ich anmerken, dass das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, dasselbe war wie letztes Jahr: An Absolutely Remarkable Thing von Hank Green. Ich habe es bereits im Februar zum zweiten Mal gelesen und es hat mir fast noch besser gefallen als beim ersten Durchgang. Trotzdem lasse ich es jetzt aus meiner Top 10 Liste raus und führe hier nur Bücher auf, die ich 2019 zum ersten Mal gelesen habe.

1. Obsidio von Amie Kaufmann und Jay Kristoff (Science Fiction)

Obsidio ist der dritte und letzte Teil der Illuminae-Akten und (von An Absolutely Remarkable Thing abgesehen) das einzige Buch, was von mir dieses Jahr fünf Punkte erhalten hat. 2018 hatte mir bereits der erste Teil extrem gut gefallen, sodass ich große Hoffnungen in die Folgebände gelegt hatte. Während Teil 2 Gemina zwar gut war, aber für mich nicht an seinen Vorgänger heranreichen konnte, hat mich Obsidio dann wieder völlig überzeugt. Plot, Format, Action, Figuren – alles war stimmig und besonders die letzten 200 Seiten haben mich so mitgerissen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Trilogie erzählt von einer Verfolgungsjagd quer durchs Weltall und ich kann sie allen Science Fiction Fans nur ans Herz legen.

2. Gier von Marc Elsberg (Thriller)

Gier ist ein Buch, was ich mittlerweile wirklich genug hier auf dem Blog, auf Social Media und im echten Leben gefeiert habe. Ich bin ein Fan von Marc Elsberg seit Zero und obwohl ich dieses Jahr auch Helix von ihm gelesen habe, das mich vom Thema her absolut fasziniert hat, ist es Gier, das ich einfach nicht mehr aus dem Kopf kriege. In Gier stolpert ein einfacher und supersympathischer Pfleger in die Welt der superreichen Wirtschaftsbosse und gerät in einen Plot um eine alternative Wirtschaftstheorie, die unser System komplett auf den Kopf stellt. Das Buch ist spannend, die Figuren sind gut gezeichnet, aber vor allen ist diese ominöse Wirtschaftstheorie einfach wunderbar und schenkt Hoffnung in einer hoffnungslosen Welt. Das Thema des Buchs ist so wichtig, deshalb freue ich mich über jede einzelne Person, die Gier liest!

3. Happy End für 2 von Rachel Winters (Liebeskomödie)

Ich hätte nie gedacht, dass eine „Schmonzette“ – wie es meine ahnungslose Kollegin nannte – es bei mir auf Platz drei schaffen würde, aber die Wahrheit ist einfach, dass ich schon sehr lange nicht mehr so viel Spaß beim Lesen hatte wie mit Happy End für 2. Was vor allem daran liegt, dass das Buch urkomisch ist. Es handelt von einer Agentin, die einen Drehbuchautor vertritt, der eine romantische Komödie schreiben soll, aber selbst nicht an die Liebe glaubt. Deshalb stellt die Protagonistin Magische Momente wie in den Filmen im echten Leben nach, die natürlich immer sowas von schief gehen. Ich musste permanent beim Lesen in der Bahn laut loslachen. Happy End für 2 ist einfach ein wunderbares Gute Laune Buch mit einer cleveren Protagonistin, einer herzerwärmenden Freundesgruppe, einer interessanten Filmwelt als Location und einem herrlich übertrieben arroganten Typ. Man muss wirklich keine Liebesliteratur mögen, um an Happy End für 2 Gefallen zu finden.

4. Das Café am Rande der Welt von John Strelecky (Ratgeber)

Auch dass ein Ratgeber mal auf meiner Top 10 Liste landet, hätte ich nicht erwartet, doch bei dem Café am Rande der Welt handelt es sich ja eher um eine metaphorische Geschichte über den Sinn des Lebens. Ich habe sie an zwei Tagen durchgehört und geliebt. Sie hat mich inspiriert, mich mehr nach dem Sinn meines Lebens zu richten. Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich dann sogar John Strelecky persönlich erlebt, was für mich ein tolles Ereignis war. Jeder sollte das Café am Rande der Welt lesen. Es ist ganz kurz, aber bedeutet so unglaublich viel.

5. Magnus Chase and the Sword of Summer von Rick Riordan (Fantasy)

Zugegebenermaßen bin ich noch nicht durch mit diesem Buch, aber es gefällt mir bisher schon so gut, dass ich es hier einfach aufführen muss. Die Percy Jackson Reihe habe ich damals verschlungen und auch mit Magnus Chase kann mich Rick Riordan wieder begeistern.

6. Das Erwachen von Andreas Brandhorst (Science Fiction)

In Das Erwachen geht es um das Erwachen einer Superintelligenz, die die Welt ins Chaos stürzt. Das Buch ist einfach absolut rasant und fesselnd, denn schon nach ein paar Seiten steht die Welt in Flammen. Mich hat das komplett mitgerissen. Außerdem habe ich schon viele Bücher über Künstliche Intelligenz gelesen, aber ich denke Das Erwachen behandelt das Thema bisher am besten. Es ist einfach in jeder Hinsicht (bei der Aufarbeitung des Themas, bei der Figurenkonstruktion, beim Spannungsaufbau) wirklich gut geplottet.

7. Origin von Dan Brown (Thriller)

Dan Brown ist ja so ein Hate-Or-Love-Autor und bei mir ist es definitiv das Lieben. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mit Origin streckenweise wirklich gehadert habe, weil er jede kleinste Wendung viel zu lange ausdehnt. 200 Seiten weniger hätten dem Buch gutgetan. Trotzdem macht das alles das brillante Ende wieder wett. Das Buch dreht sich um eine große Entdeckung die Menschheit betreffend, die der Zukunftsforscher Edmond Kirsch (der so eine grandios gezeichnete Figur ist, dass ich ihn nach Monaten noch vor Augen habe, obwohl er nur ein paar Kapitel lang existiert) gemacht hat, die er aber der Welt nicht mitteilen kann, weil er kurz vorher ermordet wird. Unter meinen Kolleginnen gab es geteilte Meinungen zu der großen Entdeckung, aber persönlich fand ich, dass sie all den Hype, der im Buch darum gemacht wird, sowas von wert war.

8. Walkaway von Cory Doctorow (Science Fiction)

Walkaway ist eine Utopie von Menschen, die die herkömmliche Gesellschaft verlassen und an ausgestorbenen Orten eine neue, bessere Gemeinschaft aufbauen. Das Buch hat so viele wunderbare Ideen, die dazu anregen, zu hoffen, dass wir Menschen doch in der Lage sein werden, diese Welt zu retten. Es verbindet kommunistische Gesellschaftsstrukturen mit hochentwickelter Technik und ist damit der reinste Traum für alle nach links tendierenden Science Fiction Fans. Aber natürlich herrscht in Walkaway nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern Krieg – und zwar sehr viel und plastisch beschriebener Krieg -, was das Buch sehr actionreich und spannend macht.

9. Gespräche mit Freunden von Sally Rooney (Roman)

Es folgt mal wieder ein Buch außerhalb meines üblichen Leseverhaltens, nämlich ein Roman über Beziehungen und Intrigen und philosophische Gedanken. Wenn man wie ich an Thriller gewöhnt ist, ist Gespräche mit Freunden ein ziemlich ruhiges Buch, doch trotzdem ist es mir unter die Haut gegangen. Die Figuren haben mich absolut fasziniert, auch wenn ich sie nicht besonders mochte. Gespräche mit Freunden konnte mich komplett in seinen Bann ziehen, obwohl ich bis heute nicht weiß, wieso.

10. Alles könnte anders sein von Harald Welzer (Sachbuch)

Als letztes möchte ich hier noch ein gesellschaftliches Sachbuch preisen, denn dieses hat mir enorm geholfen, eine Übersicht über die Krisen unserer Zeit zu erhalten. Von der Klimakrise, über unser veraltetes Arbeitssystem bis hin zu Massenkonsum und Überproduktion analysiert Welzer die wichtigsten Probleme der Gegenwart und zeigt, wie sie zusammenhängen. Außerdem – und das hat mich noch mehr beeindruckt – bringt er wahre Alternativen und Ideen und Wege, wie wir unsere Zukunft doch noch zum Guten wenden können.

11. Offline ist es nass wenn’s regnet von Jessi Kirby (Jugendroman)

12. Circe von Madeleine Miller (Roman)

13. Die Tyrannei des Schmetterlings von Frank Schätzing (Science Fiction)

14. Sleeping Giants von Silvain Neuvel (Science Fiction)

15. Der Store von Rob Hart (Roman)

Kennt ihr die genannten Bücher und gehören sie vielleicht auch zu euren Lieblingen? Welche Bücher haben euch dieses Jahr am besten gefallen? Ich freue mich über Kommentare!

 

 

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