Inspiration für Schreiberlinge: Die Erfolgsstory von John Strelecky

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse hatte ich die Gelegenheit, John Strelecky bei einem Interview am Stand von Kindle Publishing live zu erleben, und gerne möchte ich euch hier von der inspirierenden Story berichten, wie John Strelecky Autor wurde, obwohl er das eigentlich nie wollte.

Doch erst einmal einen kurzen Rückblick, wie ich das Werk dieses Autors kennengelernt habe. Es war mein allererster Tag als Buchhändlerin. Ich hatte noch nie zuvor in einer Buchhandlung gearbeitet und war völlig überfordert mit all den vielen neuen Büchern, die ich plötzlich kennen sollte. Meine Warengruppe ist die Belletristik, deshalb konzentriere ich mich auf Bücher aus diesem Genre. Doch dann stand eine Kundin vor mir und fragte nach dem Hörbuch von Das Café am Rande der Welt. Ich hatte keine Ahnung von Lebensratgebern, worunter das Buch bei uns läuft, und ehrlich gesagt auch kein Interesse daran. Ich hatte noch nie überhaupt von diesem Buch gehört und das sah man mir anscheinend an. Die Kundin sagte: „Sie wissen gar nicht, was das ist, oder? Das ist eine Bildungslücke!“

Am nächsten Tag war ich krank und lag mit der Grippe im Bett. Ich dachte an diese Kundin und suchte nach dem Buch. An dem Tag hörte ich mir in einem Schwung das Hörbuch von Das Café am Ende der Welt an und es hat tatsächlich meine Weltsicht verändert. Die Kundin, die danach gefragt hatte, habe ich nie wiedergesehen.

Ein halbes Jahr später saß ich jetzt also auf dem Boden der Halle 3.0. auf der Buchmesse, nur einen Meter von John Strelecky entfernt, der das gleich kommentierte mit: „Wow, it’s so cozy here, like in a living room“. Ich schreibe keine Lebensratgeber und ich habe es auch nicht vor. Trotzdem faszinieren mich die Geschichten von Bestsellerautoren, egal aus welchem Genre.

John Strelecky wollte Pilot werden. Er war gut. Er wurde an einem extrem renommierten Programm einer großen Airline genommen und absolvierte seine Ausbildung und die Prüfungen meisterhaft. Doch dann, kurz bevor er ein echter Pilot werden sollte, fiel er durch die medizinische Prüfung. Anscheinend hatte er eine Herzunregelmäßigkeit, die weiter keinen Einfluss auf sein Leben haben würde, außer dass er damit kein Pilot werden durfte. Sein Traum war zerplatzt. All die Arbeit war umsonst gewesen.

Plan B war, Business Consultant zu werden. Er erschlich sich einen Studienplatz an einer guten Hochschule, machte seinen Abschluss und arbeitete tatsächlich ein paar Jahre lang als Business Consultant. Bis er alles wieder aufgab und ein Jahr lang eine Rucksackreise quer durch die Welt machte. Als er zurückkam, setzte er sich hin und – ohne dass er jemals vorgehabt hätte, ein Buch zu schreiben – schrieb in 21 Tagen Das Café am Rande der Welt nieder. Das Buch wurde in 41 Sprachen übersetzt und ist in Deutschland schon seit 4 Jahren auf der Bestsellerliste. Weitere Bücher folgten und sein Erfolg wuchs und wuchs.

Leben kann man nicht planen. Man kann es versuchen, aber letztlich kommt es doch immer anders. Ich habe auch oft das Gefühl, dass ich durchs Leben stolpere, ohne wirklich meine Richtung zu kennen. Doch – im Gegensatz zu John Strelecky – weiß ich, dass ich Bücher schreiben will. Und das werde ich tun.

 

 

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