Osterspecial: 5 Religiöse Sachbücher

Zum Ostersonntag möchte ich euch ein paar Bücher vorstellen, die ich sonst selten auf meinem Blog oder meinen Social Media Kanälen poste. Ich lese viele und gerne religiöse Bücher aller Art, deshalb habe ich nun 5 herausgesucht, die für jedermann etwas bieten könnten.

1. Für Einsteiger: Wie findet man Jesus? von Kurt E. Koch

Ich fange mal mit einem christlichen Grundlagenbuch (oder eher Büchlein, denn es ist nicht besonders dick) an. Der Titel heißt Wie findet man Jesus?, doch tatsächlich beschreibt das nur den ersten Teil des Buchs Wie kommen wir zu Jesus?. Der zweite Teil lautet: Wie bleiben wir bei Jesus? Dieses Buch geht Dinge durch wie die Taufe, den heiligen Geist, die Buße, die Gemeinde und generell Fragen, die sich Frischgläubige häufig stellen. Ich fand es persönlich sehr hilfreich.

Ein paar Dinge, die ich von diesem Buch gelernt habe:

  • alle sind von Natur aus Gott fern, doch durch Jesus können Menschen Gott näherkommen und das ist, was man als „frohe Botschaft“ bezeichnet
  • Beten ist zentral im Glauben und kann dabei helfen, Entscheidungen zu fällen
  • es gibt nur eine Gemeinde Jesu, d.h. alle Gläubigen sind Teil von Gottes Volk, egal welche Konfession, Nationalität, etc. sie haben
  • die Liebe ist die gewaltigste Triebkraft

2. Für Suchende: Gottes Willen erkennen und tun von Reinhard Deichgräber

Dieses Buch hat mir von den 5 Büchern auf dieser Liste wahrscheinlich am besten gefallen, weil es den Glauben aus einem moderneren, realistischeren Blickwinkel betrachtet. Es ist nicht im Geringsten konservativ, sondern geht manchmal Wege, die ich nicht erwartet hätte, die aber viel besser zum Leben in der heutigen Welt passen als die alten Lehren und Anweisungen.

Ein paar Dinge, die ich von diesem Buch gelernt habe:

  • „Unsere Wünsche sind unser bester Teil.“ Denn: „Ein Mensch ohne Wünsche ist wie lebendig tot.“
  • Gott fordert uns dazu auf zu suchen, Erfahrungen zu sammeln und zu lernen, denn die Wahrheit findet sich im Experiment
  • „Aber Gott ist Freude, die Freude in Person, und wir sind zur Freude geboren und nicht zur Pflichterfüllung verdammt.“
  • Jesus nachzufolgen heißt, der Liebe zu folgen
  • Liebe ist die Freude an dem, was sie liebt und am Wohlergehen des anderen
  • „Wir betäuben uns mit Klängen und Bildern, mit Informationen und Speisen und – nicht zuletzt – mit unseren unzähligen Aktivitäten“, „aber nach dem ‚Amen‘ gehen wir zur Tagesordnung über und lauschen nicht einen Augenblick auf das, was Gott uns vielleicht auf unser Gebet antworten möchte“
  • Menschen wissen schon, was zu tun ist, aber sie wissen nicht, dass sie es wissen. Gott legt es uns ins Herz. Wir müssen nur genau hinfühlen

3. Für Neugierige: Freiheit und Weisung von Peter Köster

Zum Zeitpunkt, an dem ich das hier schreibe, habe ich dieses Buch noch nicht beendet, dabei lese ich schon recht lange daran. Ich tue mir etwas schwer damit, denn es ist das theoretischste der Bücher auf dieser Liste. Ich möchte es hier aber trotzdem nennen, denn es ist das einzige Buch, das sich mit dem Alten Testament auseinandersetzt und wenn es um das Alte Testament geht, kann ich jede Hilfe gebrauchen, denn das ist wirklich sehr schwierig zu lesen und zu verstehen. In Freiheit und Weisung geht der Autor die zehn Gebote durch und erklärt, was dahintersteckt, wo sie geschichtlich herkommen und was sie wirklich bedeuten. Letzteres ist laut Peter Köster oft nicht das, was die meisten annehmen. Es ist sehr interessant und ich werde mich nach und nach weiter durchkämpfen.

4. Für Skeptiker: Wer schuf den Schöpfer? von Zacharias und Geisler

Dies ist das umfangreichste Buch auf dieser Liste, doch es hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Es gibt Antworten auf schwierige Fragen wie eben: Wer schuf den Schöpfer? Aber auch Fragen wie: Warum gibt es Leid? oder Wer hat die Texte in der Bibel ausgewählt? und vieles mehr wird betrachtet. Das Buch ist offen für Skepsis und Kritik und bleibt stets sachlich und wissenschaftlich, obwohl es letztlich auf alle Fragen doch wieder christliche Antworten gibt.

Ein paar Dinge, die ich von diesem Buch gelernt habe:

  • die Zeit hat nicht immer existiert, sondern jemand hat sie „angestellt“: Der, der vor/jenseits der Zeit ist, ist Gott
  • auch Naturkatastrophen sind letztlich die Konsequenz von menschlichem Handeln
  • Naturwissenschaft und Religion widersprechen sich nicht, sondern ergänzen einander
  • „Dass ein Universum existiert, das aus reinem Zufall die Entstehung von Leben ermöglicht, ist von geradezu überwältigender Unwahrscheinlichkeit.“

5. Für Fortgeschrittene: Wo ist ein Gott wie du bist? von Bärbel Koch

Bei diesem Buch muss ich euch warnen: Es ist schon etwas heftiger und könnte vielen seltsam oder übertrieben vorkommen. In dem Buch geht es, grob zusammengefasst, um Wunderheilungen, also man braucht schon eine gehörige Portion Glauben, um sich auf diese Geschichten einzulassen. Ich bin da selbst manchmal an meine Grenzen gestoßen, aber gleichzeitig finde ich es faszinierend, darüber nachzudenken, ob Jesus bzw. seine Jünger und Nachfolger heute noch heilen können.

Bonus: 6. Die Bibel

All die Bücher zuvor basieren natürlich auf ein und demselben Buch, nämlich auf der Bibel. Deshalb ist der beste Weg, um sich mit dem Christentum auseinanderzusetzen, sich diesen „Klassiker“ vorzunehmen. Doch die Bibel ist keine leichte Lektüre, deshalb helfen ein paar erklärende Texte am Rande. Generell würde ich empfehlen, definitiv mit dem Neuen Testament zu beginnen. Persönlich habe ich mit dem Johannesevangelium angefangen, was auch eine gute Wahl war. Was ich außerdem für Suchende und Zweifler ganz gut finde, ist die Apostelgeschichte, denn diese berichtet von den Jüngern nach Jesu Tod, die teilweise nicht weniger mit Zweifeln und Ungewissheiten zu kämpfen hatten wie wir heute.

Ich finde, jeder darf glauben, was er möchte, solange er niemand anderen damit schadet. Aber ich finde auch, dass es sich für jedermann lohnt, sich mit den großen Weltreligionen zu beschäftigen, insbesondere mit dem Christentum, denn Jesus Geschichte ist wirklich ziemlich einmalig.

 

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