Top Ten Thrusday 372

Diesen Donnerstag geht es beim TTT um 10 Bücher, die besser waren als ihre Verfilmung. Ich bin wirklich gespannt, was wir Blogger da so alles zusammentragen. Tatsächlich ist es mir ziemlich schwergefallen, 10 Bücher für diese Aufgabe zu finden, denn ich finde die Verfilmungen oft angemessen, manchmal sogar besser als die Bücher (ich weiß, es ist vermutlich komisch, so etwas von einer Bücherliebhaberin zu hören). Trotzdem möchte ich euch jetzt 10 Bücher vorstellen, wobei die Verfilmungen dieser von Absolut-Unerträglich bis Ziemlich-Super-Aber-Das-Buch-War-Trotzdem-Besser reichen.

1. Percy Jackson von Rick Riordan

Percy Jackson ist mir sofort in den Sinn gekommen, als ich die heutige TTT Aufgabe zum ersten Mal gelesen habe. Ich habe damals die komplette Buchreihe verschlungen und geliebt. Als ich dann aber die ersten beiden Filme geschaut habe, fand ich diese absolut furchtbar. Ich kann mich kaum noch an sie erinnern, nur daran, dass ich so enttäuscht von diesen Buchverfilmungen war, wie noch nie zuvor. Das Einzige an den Filmen, das ich gut fand, war der Protagonist. Logan Lerman hat den aufmerksamkeitsdefiziten Percy Jackson wirklich gut getroffen.

2. Insurgent von Veronica Roth

Während ich die Verfilmung des ersten Buchs der Divergent Trilogie (Buch auf Deutsch: Die Bestimmung) noch ziemlich gut fand, konnte der zweite Film Insurgent (Buch auf Deutsch: Tödliche Wahrheit) mich kaum begeistern und das obwohl die Divergent Trilogie eine meiner liebsten YA Distopie Reihen ist. Fairerweise muss ich erwähnen, dass das zweite Buch auch der Teil ist, den ich beim Lesen am wenigsten mochte, aber trotzdem hätte ich mir vom Film mehr erhofft.

3. Allegiant von Veronica Roth

Wo Insurgent mittelmäßig war, war Allegiant (Buch auf Deutsch: Letzte Entscheidung) einfach nur dämlich. Ich habe mich während dem Schauen aufgeregt, vor allem darüber, wie sie die Handlung unnötig in die Länge gezogen haben, weil der Plan wohl war, das letzte Buch (wie es gerne und bei anderen Verfilmungen wie den Hunger Games und Harry Potter auch gut gemacht wird) in zwei Teile zu teilen, um noch mehr Profit zu machen. Tja, der Plan ist nicht aufgegangen, denn Allegiant hatte so wenig Erfolg, dass es nie zu einem vierten Teil kam. Jetzt höre ich Gerüchte, dass es eine Divergent Serie geben soll.

4. Der Circle von Dave Eggers

Der Circle ist kein Buch, das einfach zu verfilmen ist, denn es passiert nicht wirklich viel, obwohl das Buch mich mit seiner gruselig akkuraten Gesellschaftsanalyse total fesseln konnte. Ich bin froh, dass der Film gemacht wurde, denn er bringt ein wichtiges Thema zu Menschen, die vielleicht nie das Buch lesen würden. Ungefähr 80 % des Films fand ich auch ziemlich solide (obwohl ich mich doch wundere, wieso auf Sex und Beziehungen komplett verzichtet wurde, obwohl beides in dem Buch eine nicht unerhebliche Rolle spielt). Nur das Ende hat mich enttäuscht. Es ist unmöglich, diese Enttäuschung näher zu beschreiben, ohne zu spoilern, aber man kann sagen, dass der Film am Ende in die entgegengesetzte Richtung geht wie das Buch und dadurch meiner Meinung nach die Aussage, die mich bei dem Buch so berührt hat, verfälscht.

5. The Magicians von Lev Grossman

Wie ich viel zu oft erwähne, bin ich ein riesiger Fan der Magicians Bücher von Lev Grossman (auf Deutsch: Die Zauberer von Fillory). Ich bin auch ein ziemlich großer Fan der gleichnamigen Serie, die auf den Büchern basiert und bereits drei Staffeln hinter sich hat, obwohl ich die Bücher vorziehe. Irgendwie bin ich dankbar, dass die Serie ziemlich weit von den Büchern entfernt ist und ihre eigenen Geschichten und Figurenentwicklungen erzählt, denn so kann sie zumindest keine Geschichten aus dem Buch verhunzen. Und ich finde es beeindruckend, was die Serie aus manchen Figuren gemacht hat, die in den Büchern keine große Rolle spielen oder total unsympathisch gezeichnet werden. Magicians, die Serie, ist verrückt und extrem chaotisch, aber ich schaue sie trotzdem immer wieder gerne, auch wenn ich sie mittlerweile als unabhängig von den Büchern betrachte.

6. Jakob der Lügner von Jurek Becker

Dieses Buch habe ich für die Uni gelesen. Als ich es für meine Abschlussprüfung wiederholen musste, habe ich mir den Film angeschaut. Der Film war nicht schlecht. Er hat Robin Williams in der Hauptrolle und generell fand ich die Figuren alle gut dargestellt. Für mich entstand allerdings ein ähnliches Problem wie bei Der Circle, weil Dinge gezeigt werden, die die Aussage des Buchs auf den Kopf stellen, denn in diesem hält der Erzähler sogar ausdrücklich fest, dass genau dies eben nicht geschieht.

7. On the Road von Jack Kerouac

Wie ihr wahrscheinlich mittlerweile wisst, ist On the Road mein Lieblingsbuch, weshalb es wohl keine Überraschung ist, dass ich das Buch besser finde als den Film. Ich mag den Film und schaue ihn immer noch ab und zu (wenn auch seltener, als ich das Buch lese). Ich bin dankbar, dass der Film erst 2012 erschienen ist und deshalb modern und hochwertig aussieht. Auch Kristen Stewart in der Rolle von Marylou hat mir gut gefallen. Der Film orientiert sich wohl an der Urfassung von Jack Kerouac, die erst 2010 veröffentlicht wurde und die ich nie gelesen habe (denn: Lektorate machen Bücher besser und ich würde nicht wollen, dass irgendwer mein erstes Manuskript liest). Aus diesem Grund sind die tatsächlichen Personen in dem Film stärker zu erkennen als in dem Buch und es gibt deutlichere homosexuelle Szenen.

8. Gossip Girl von Cecily von Ziegesar

Mit Gossip Girl ist es ähnlich wie bei den Magicians, in dem Sinne, dass die Serie vom Plot her sehr stark von den Büchern abweicht. Das ist bei Gossip Girl sogar noch extremer. Ich würde sagen, dass fast keine der Geschichten, die die Serie erzählt, in den Büchern vorkommt. Beziehungskonstellationen wurden komplett verändert und einige Figuren sehen total anders aus, als sie in den Büchern beschrieben werden. Trotzdem hat mir die Serie Spaß gemacht und ich habe sie immer gerne geschaut. Doch die Bücher waren in meinen Teenagerjahren quasi mein Leben, weshalb die Serie da natürlich nicht heranreichen kann.

9. The Beach von Alex Garland

Das Buch The Beach ist eines meiner Lieblingsbücher. Es wurde mir empfohlen und ich bin total unvorbereitet in die Lektüre gegangen. Wow, das war vielleicht eine Leseerfahrung. Manchmal hat es sich angefühlt wie der beste Trip meines Lebens und dann wieder wie der absolute Albtraum. Der Film konnte diese Erfahrung, wie ich finde, nicht so gut einfangen, was aber auch einfach daran liegen könnte, dass ich schon wusste, was passieren würde. Leonardo Di Caprio hat mich in der Hauptrolle aber überzeugen können.

10. Alice im Wunderland von Lewis Carroll

Ich glaube, in diesem Fall habe ich sogar den Film gesehen, bevor ich das Buch komplett gelesen habe. Alice im Wunderland war der erste Film, den ich je in 3D gesehen habe, und es hat mir definitiv Spaß gemacht, mich zu fühlen, als flögen mir die Tassen tatsächlich um die Ohren. Ich mag den Film auf jeden Fall. Später habe ich dann aber mal das Buch in einer Nacht durchgelesen und es hat mich noch mehr begeistern können. So etwas Verrücktes hatte ich noch nie gelesen. Alice im Wunderland hat mir gezeigt, dass sich Bücher nicht immer an die Regeln halten müssen, sondern manchmal einfach komplett Durchdrehen können und gerade dadurch zu etwas Besonderem werden.

 

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Veröffentlicht von

Sunita

Homo sapiens. weiblich. Studentin. Politikinteressiert. Schriftstellerin. Weltsüchtig. Partyphilosoph. Fotografin. Hobbytänzerin. Kommunistin. Musikbesessen. Deutsch-Indisch. Drop Out.

10 Gedanken zu „Top Ten Thrusday 372“

  1. Hallo Sunita,

    ich habe bislang zwar noch nie beim TTT mitgemacht, aber die Beiträge dazu lese ich immer gern. Einige der Bücher/Filme aus diesem Beitrag habe ich auch gelesen/gesehen. Bei der Filmreihe zu Veronica Roth haben mich die Filme tatsächlich davon abgehalten, überhaupt die Bücher zu lesen. Irgendwie hatte ich beim Schauen oft das Gefühl, es handle sich um einen Panem-Abklatsch. Sehr empfehlen kann ich die Slated-Trilogie von Teri Terry – ich lese gerade den letzten Band und mag sehr, dass Terry etwas ernsthafter an ihr dystopisches Thema herangeht und auf einige Stereotype verzichtet.

    On the Road von Jack Kerouac möchte ich auch unbedingt noch lesen. Und Alice im Wunderland habe ich vor ein paar Tagen gelesen, der Beitrag dazu geht demnächst online, und ich würde gern die letzte 3-D-Verfilmung angucken.

    Viele Grüße von Jana

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    1. Liebe Jana, ich glaube wir haben einen ähnlichen Geschmack, denn die Slated Trilogie liebe ich auch total! Definitv meine liebste YA Distopie Reihe. Den 2. Teil mochte ich am liebsten :) Hast du schon was anderes gelesen von Terri Terry? Ich habe auch Mind Games gelesen, was gut war, aber nicht soo toll wie Slated (aber die Slated Welt kommt ein bisschen vor in dem Buch, also es wird zumindest erwähnt). Bin am überlegen, welche anderen Bücher von ihr noch gut sein könnten :)
      Dann halte ich auf jeden Fall mal Ausschau nach deinem Alice Beitrag :) Ich kenne auch nur die 3D Verfilmung.

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      1. Ich bin mittlerweile fast durch mit dem dritten Band und finde es angenehm, dass die Liebesgeschichte nicht so im Vordergrund steht. Außerdem ist Kyla eine wirklich starke, unabhängige Protagonistin. Bislang hat mir der zweite Band auch am besten gefallen, aber Terry schafft es, die Spannung hochzuhalten. Die Geschichte ist komplex genug, die drei Bände auch zu füllen und fühlt sich nicht künstlich in die Länge gezogen an.

        Ich habe noch von der ,,Infiziert“-Trilogie gehört; die klingt auch ganz gut. ;-)

        Slated hat wirklich gut vorgelegt; wird schwer, eine ähnlich gute Reihe zu finden. Ich wundere mich, dass sie noch nicht verfilmt worden ist.

        Viele Grüße
        Jana

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  2. Hey,

    die Filme von „Percy Jackson“ fand ich auch eher schlecht, aber ich hatte sie diese Woche gar nicht auf dem Schirm – ich habe sie wohl verdrängt^^ Die Bücher fand ich toll, die Verfilmungen… na ja. Von „The Magicians“ war meine Schwester auch eher enttäuscht, nachdem sie die Serie am Anfang noch recht gut fand. Ich habe bisher weder die Reihe gelesen noch die Serie gesehen. „Alice im Wunderland“ habe ich noch auf dem SuB, aber den ersten Film fand ich eigentlich ziemlich gut :)

    Noch einen schönen Abend!
    Liebe Grüße,
    Kerstin

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  3. Hi!

    Achja, also ich mag auch sehr viele Buchverfilmungen wirklich gerne. Obwohl ich vom Gefühl her meistens sage dass die Bücher besser waren, war es doch auch für mich schwierig 10 zu finden, die ich tatsächlich um einiges schlechter fand als das Buch ^^

    Von „Percy Jackson“ hatte ich zuerst den Film zufällig im Fernsehen gesehen. Der hatte mir mittelmäßig gefallen. Als ich dann die Buchreihe entdeckt habe und vor allem gesehen, dass so viele begeistert davon sind, hab ich sie natürlich auch ausprobiert, bin aber schon beim ersten Band gescheitert ^^ Irgendwie war das wohl nicht meins, oder vielleicht war ich auch grade nicht in der Stimmung ;)

    „Die Bestimmung“, da hatte mir das Buch schon nicht so gefallen wegen dem Schreibstil, die Handlung fand ich allerdings ziemlich gut – weshalb mir auch der erste Teil als Film richtig gut gefallen hat. Den zweiten hab ich leider abgebrochen, beim lesen als auch beim schauen xD

    „Der Circle“ lese ich gerade und möchte mir dann auch den Film anschauen. Also das Buch – ja die Themen sind klasse, aber bei der Umsetzung hapert es ganz schön *lach* Aber da mich das Szenario interessiert und vor allem, wie es ausgeht, lese ich auf alle Fälle weiter :)

    Von „The Beach“ kenne ich leider auch nur den Film – da fällt mir ein dass der in meiner Buch/Film Liste noch fehlt O.O Den hab ich auch mal zufällig geschaut und fand ihn gar nicht schlecht. Jetzt hast du mich dran erinnert, dass ich das Buch auch mal lesen wollte!

    „Alice im Wunderland“, das ist so eine Hass-Liebe zwischen uns *g* Irgendwie find ichs genial, aber auch zu abgedreht als dass ich mich da irgendwie wiederfinden würde, ich hab das Buch nie so recht verstanden – beim Film mochte ich vor allem die Bilder :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ja, für Percy Jackson muss man echt in der Stimmung sein ;) Damals hab ich mich einfach total für griechische Mythologie interessiert und da war Percy Jackson quasi mein Einstieg. Aber mittlerweile habe ich mich bei dem Thema einfach schon zu Tode gebildet, weshalb ich auch nicht mehr so viel Lust auf die anderen Reihen habe wie die Helden des Olymp.
      Den 1. Film von Die Bestimmung fand ich auch super, der ist auch noch recht nah am Buch :)
      Der Circle kann ich nur empfehlen! Bin gespannt, ob du dann das Ende im Buch oder Film besser findest. Aber das ist auch so eine Sache, dass man in der Stimmung dafür sein muss. Der Circle das Buch war für mich auch der Einstieg in die ganze Social Media Problematik, deshalb hat es mich total umgehauen damals, heute fände ich das alles wahrscheinlich viel zu harmlos xD
      Und The Beach das Buch kann ich nur empfehlen – das ist einfach spannend :D

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  4. Hi Sunita!

    Percy Jackson hatten wir ja schon bei mir, deswegen überspringe ich den jetzt mal. Von „The Beach“ kenne ich nur den Film, der war aber leider nicht so meins und bei Veronica Roth habe ich auch den ersten Band der Reihe schon abgebrochen. :-/ Bei „Alice im Wunderland“ habe ich das Buch nie gelesen, aber die Verfilmungen mag ich alle gerne. Da gibt es natürlich jedesmal einen anderen Ansatz, aber sie haben alle irgendwie einen gewissen Charme.

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    1. Die älteren Alice Verfilmungen habe ich eigentlich nie gesehen, nur die neuere mit Johnny Depp. Kannst du einen älteren Film empfehlen? Sind das eigentlich alles Animationsfilme oder gibt es noch andere Alice Filme mit echten Menschen?

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      1. An Realverfilmung fällt mir tatsächlich keine andere ein. Ich kenne eine ziemlich alte Animationsserie zu Alice (ich glaube das ist eine japanische Serie gewesen die damals etwa zeitgleich mit „Heidi“ lief) und dann eben den Disneyfilm. Ich mochte als Kind vor allem die Serie gerne, aber ob ich die heute noch gut finden würde … fraglich. ^^

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