Zwei Jugendbuch Rezensionen: Mädchenmeute von Kirsten Fuchs und How To Be Bad von von Lauren Myracle, E. Lockhart und Sarah Mlynowski

Heute stelle ich euch gleich zwei Jugendbücher vor, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Mädchenmeute von Kirsten Fuchs

Erscheinungsjahr: 2016 | Taschenbuch: 464 Seiten | Verlag: Rohwolt | Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3499217586

Kurzinhalt:

Eine Gruppe von Mädchen findet sich zusammen, um an einem Survival Camp teilzunehmen. Doch schon am ersten Abend gerät die Situation außer Kontrolle, sodass die Jugendlichen beschließen, das Camp zu verlassen und stattdessen ihr eigenes Abenteuer zu erleben. Sie grenzen sich von dem Rest der Welt ab und werden dadurch zu Berühmtheiten.

Eigene Meinung:

Mädchenmeute hat den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen und ich habe mich darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Die Idee der Mädchengruppe, die abseits der Gesellschaft lernt, miteinander und mit der Natur zu leben, fand ich sehr reizvoll. Doch letztlich haben mich so viele Aspekte an diesem Buch gestört, dass ich nicht viel Freude daran hatte.

Gleich zu Beginn und auch immer wieder im Laufe des Buchs erhalten die Leser kleine Teaser und Vorausdeutungen auf die aufregenden Dinge, die noch geschehen werden. Diese Teaser und die Hoffnung auf eine spannende Handlung waren oft der einzige Grund, weshalb ich überhaupt weitergelesen habe. Doch dann waren die tatsächlichen Ereignisse irgendwie weniger aufregend, als ich mir gewünscht hatte. Es passiert sehr viel in diesem Buch und die Hauptstory der Mädchen wird mit vielen Wendepunkten und Überraschungen erzählt, was an sich gut wird. Doch in den letzten Kapiteln (als es dann endlich spannend wird, weil wir uns der Auflösung nähern) werden so viele Geschichten ineinander verwebt, dass es fast etwas zu viel war.

Aber die Handlung war meiner Meinung nach noch immer das Beste an Mädchenmeute. Was mich nicht überzeugen konnte, waren die Figuren. Die meisten der sieben Mädchen waren absolut unsympathisch, wobei zwei sogar psychopathische Züge hatten. Unsympathische Figuren müssen nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, doch ich konnte das Handeln der Protagonistinnen einfach nicht nachvollziehen. Ich erkenne durchaus den Reiz von Freiheit und Abenteuer, doch danach fühlte es sich nicht einmal an, denn die Mädchen haben in diesem Buch selten Spaß, meistens streiten sie nur miteinander. Es gibt keine echten Freundschaften und es wird nie aufeinander eingegangen. Wieso sie sich das überhaupt antun, war für mich unverständlich.

Auch die Protagonistin hat mich gehörig genervt. Sie definiert sich selbst als jemand, der nie etwas sagt. Selbst wichtige Infos verschweigt sie, weil sie nicht sprechen möchte. Oder aber sie erzählt Ideen leise einer anderen, die dann den Lob dafür erhält, weil sie es an die Gruppe weitergibt. Die Protagonistin macht eine Entwicklung durch, im Laufe derer sie zwar lauter, aber meiner Meinung nach nicht sympathischer wird.

Was mich an Mädchenmeute aber am meisten gestört hat, war der Sprachstil. Metapher folgt auf Metapher und manche dieser Metaphern sind so weit hergeholt, dass ich sie mehrmals lesen musste, um zu verstehen. Es kamen auch ständig Ausdrucksweisen und Arten, etwas zu beschreiben, vor, die mir total fremd waren, sodass ich mich fast auf jeder Seite gefragt habe, was gemeint war. Die Erzählerin und die restlichen Mädchen sprechen allesamt wie meine Großeltern (sie haben auch Namen wie Freigunda und Rike), obwohl das Buch in der jetzigen Zeit spielt. Ich frage mich, ob das eine regionale Sache ist. Vielleicht sind diese ganzen Metaphern und Ausdrucksweisen ja vollkommen verständlich für Jugendliche aus den Dörfern in Nordostdeutschland, nur ich westdeutsches Vorstadtkind kenne sie einfach nicht. Der Stil war für mich der Hauptgrund, wieso ich mit den Figuren und der Story nie warmwerden konnte.

Ich gehe davon aus, dass es viele Fans von Mädchenmeute gibt, denn immerhin ist es ein (im wahrsten Sinne des Wortes) ausgezeichnetes Jugendbuch. Doch ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass sich dermaßen fremd angefühlt hat.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

 

How To Be Bad von von Lauren Myracle, E. Lockhart und Sarah Mlynowski

Erscheinungsjahr: 2008 – Neuauflage: 2015 | Taschenbuch: 352 Seiten | Verlag: Harper Teen | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-0062405685

Kurzinhalt:

Jesse, Vicky und Meg brechen zusammen auf einen Roadtrip nach Miami auf. Jede von ihnen nimmt ihre eigenen Sorgen mit auf den Weg, auch wenn die anderen Mädchen nichts davon wissen. Während der Reise erleben sie Abenteuer, stoßen auf Hindernisse und finden zueinander und zu sich selbst.

Eigene Meinung:

How To Be Bad ist ein wundervolles Sommerbuch, denn es handelt von einem Sommerroadtrip mit drei Teenagern. Es war definitiv Spaß, das Buch zu lesen, denn es geschehen so viele aufregende und verrückte Dinge, dass den Lesern nie langweilig wird und es immer spannend ist, herauszufinden, was im nächsten Kapitel passiert. Doch obwohl How To Be Bad ein sehr actionreiches Buch ist, erzählt es eigentlich eine Geschichte von Freundschaft, von Akzeptanz und Toleranz (bzw. das Fehlen dieser).

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der drei Mädchen erzählt wird. Bei Büchern mit wechselnden Perspektiven beschwere ich mich oft, dass sich alle Erzähler irgendwie gleich anhören. Das ist hier nicht der Fall. Nicht nur haben Jesse, Vicky und Meg drei grundverschiedene Persönlichkeiten, als Leser merkt man das auch in ihre Ausdrucks- und Erzählweise. Ich gehe davon aus, dass jede der drei Autorinnen dieses Buchs eine Perspektive geschrieben hat, weshalb die Figuren tatsächlich wie drei unterschiedliche Menschen klingen.

Die Entwicklungsgeschichten der Mädchen haben mich allerdings nicht immer völlig überzeugen können. Am Ende wurde vor allem Jesses Geschichte so übereilt abgeschlossen, dass ich verzweifelt nach einem weiteren Kapitel gesucht habe (das es aber nicht gibt).

Außerdem ist da die Sache mit der Religion. Religion spielt nämlich eine zentrale Rolle in diesem Buch. Jesse ist überzeugte Christin, Meg Jüdin und Vicky Atheistin. Aus diesem Grund kommt es immer wieder zu Streits zwischen Jesse und Vicky. Jesse wird ziemlich klischeehaft als eine spießige Fanatikerin gezeichnet, die Partys nicht genießt, ihre Freundinnen davon abhalten will, Sex vor der Ehe zu haben, und versucht, anderen Leuten ihren Glauben aufzudrängen. Andererseits zeigt Vicky absolut kein Verständnis für Jesses Glauben, sondern provoziert sie absichtlich. Der religiöse Aspekt wird nicht unbedingt negativ dargestellt, doch es fehlt von allen Seiten an Toleranz und Verständnis. Die Behandlung dieses Themas an sich fand ich spannend, aber die Umsetzung war nicht optimal.

Trotzdem war How To Be Bad ein spaßiger, aufregender Sommerroman, den ich gerne gelesen habe.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

 

 

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Mein neues Bücherregal

Ich bin gerade in eine neue Wohnung gezogen und hier habe ich nun endlich ein großes, hohes Regal für meine Bücher. Bisher ist der Großteil meiner Bücher auf einem Stapel in der Ecke verstaubt, doch nun habe ich genug Platz, um sie alle einzuordnen, zu sortieren und hübsch zu präsentieren. Deshalb möchte ich euch in diesem Post mein Bücherregal vorstellen.

80 Prozent der Bücher, die ich besitze, sind noch ungelesen (weil ich gelesene Bücher meist gleich wieder verkaufe oder verschenke), deshalb freue ich mich sehr, falls ihr mir das ein oder andere Buch aus meinem Regal empfehlen könnt!

Oben auf dem Regal seht ihr links eine Box, in der ich meine Unmengen an Notizzetteln mit schönen Zitaten und Lebensweisheiten aufhebe. In der Mitte steht eine Box voller Zitat-Postkarten, die ich mal als Trostpreis bei einem Schreibwettbewerb bekommen habe, und ganz rechts ist eine Hülle mit ein paar losen CDs und DVDs.

Kommen wir aber zu den Büchern. Im obersten Regalfach bewahre ich links diverse Notizbücher auf (das kleine blaue ist übrigens mein Blog-Notizbuch). Der Rest des Fachs beinhaltet die Bücher meiner aktuellen Leseliste und Neuzugänge – diese Ecke wird sich also oft ändern.

Darunter (auf Augenhöhe) befindet sich mein Lieblingsbücherregal. Ich habe euch ja bereits einige dieser Bücher vorgestellt, doch hier warten noch weitere Lieblingsbücher darauf, auf meinem Blog gefeiert zu werden. In der Mitte sind ein paar Sachbücher, die ich bereits gelesen habe und die nicht unbedingt meine absoluten Lieblingsbücher sind, die ich aber trotzdem genug mag, um sie zu behalten.

Im nächsten Fach bewahre ich links Bücher auf, die ich begonnen, aber noch nicht beendet habe. Wie ihr seht, passiert mir das verständlicherweise oft bei sehr dicken Büchern, wie Krieg und Frieden oder der Biografie von Isadora Duncan, die ich beide sehr mag, die aber zu überwältigend sind, um sie an einem Stück zu lesen. Bei der Shakespeare Gesamtausgabe (die ich von meinen Eltern ausgeliehen habe und die wunderschön illustriert ist) und bei James Joyces Ulysses bin ich mir ehrlich gesagt ziemlich sicher, dass ich sie nie beenden werde.

In der Mitte seht ihr das wunderschöne erotische Fotobuch she von Thomas Karsten. Rechts seht ihr meine kleine DVD-Sammlung. Hier habe ich ein paar meiner Liebling-DVDs versammelt, nämlich: The Great Gatsby, Waterworld, Buffy Staffel 2, Das Wilde Leben, Super Süß und Super Sexy, Britney Spears Greatest Hits und Liebe Braucht Keine Ferien.

Im nächsten Regalfach finden sich links ein paar ungelesenen Sci Fi und Fantasy Bücher und rechts zwei weitere Bücher von meinem SuB, die in keine andere Kategorie passen. In der Mitte seht ihr zwei Foto- und Interviewbände: The Erotic Lives of Women (noch nicht gelesen) und Die Nacht der Masken (gelesen und genossen).

Das unterste Fach meines Regals ist das chaotischste, denn dort bewahre ich die beiden Genres auf, aus denen die meisten Bücher auf meinem SuB stammen: Klassiker (links) und Sachbücher (rechts). Diese Art von Büchern kaufe ich ständig in Antiquariaten oder auf Flohmärkten, weil sie mich interessieren, aber dann liegen sie nicht selten jahrelang ungelesen rum. Langsam aber sicher bin ich jetzt dabei, sie abzuarbeiten.

Das war mein neues Bücherregal. Ich bin so glücklich darüber, nun genug Platz für meine Bücher zu haben und ständig fröhlich umsortieren zu können.
Wie organisiert ihr euer Bücherregal?

 

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Neuzugänge

In letzter Zeit durfte mal wieder das ein oder andere neue Buch bei mir einziehen, da ich mir nach monatelangem SuB Abbau ein paar Bücher geleistet habe und auch Bücher geschenkt bekommen habe.

Quality Land von Marc Uwe Kling

Dieses Buch hat mir meine Mutter geliehen, nachdem ich ihr empfohlen habe, es zu kaufen, weil ich wusste, dass es unserer gemeinsamen Vorliebe für technische Dystopien gerecht wird. Ich bin schon sehr gespannt darauf, doch bisher war ich noch nicht in der Stimmung dafür, da ich lieber etwas weniger Düsteres lesen wollte. Auf Buchblogs habe ich einige nicht ganz so begeisterte Rezensionen gelesen, doch ich freue mich darauf, das Buch selbst zu erleben.

Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy

Von diesem Buch schwärmen mir schon lange diverse Leute vor, deshalb habe ich es mitgenommen, als ich es in einem kleinen Buchregal auf der Straße, in dem Leute Bücher tauschen, entdeckt habe. Die Autorin ist Inderin und da ich halb-indisch bin, erwartet immer jeder von mir, dass ich es gelesen habe. Dabei habe ich glaube ich noch nie ein Buch eines indischen Autors gelesen. Es ist an der Zeit, das zu ändern.

Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Kruger

Dieses Fantasy Buch über Monster bekämpfende Barkeeper habe ich als ersten von meinen Neuzugängen gelesen und es hat mich absolut begeistert. Meine Rezension dazu findet ihr hier.

How To Be Bad von E. Lockhart, Sarah Mlynowski und Lauren Myracle

How To Be Bad ist eine Roadtrip Geschichte für Jugendliche. Dieses Buch habe ich auch schon gelesen und ich habe gemischte Gefühle darüber, auch wenn es mir grundsätzlich gefallen hat. Wenn ich meine Gedanken dazu etwas sortiert habe, folgt eine Rezension. Sehr schön fand ich die drei verschiedenen Perspektiven, die, wie ich annehme, von je einer der drei Autorinnen geschrieben wurde. Erwähnenswert für potentielle Leser ist wohl auch, dass Religion (sowohl der Glauben als auch der Nicht-Glauben) eine große Rolle spielt.

Angelfall von Susan Ee

Von der Angefall Trilogie habe ich schon so viel Gutes gehört und jetzt, nachdem ich mich mit Last Call at the Nightshade Lounge wieder etwas an das Fantasy Genre gewöhnt habe, habe ich total Lust auf eine Fantasy Reihe. Ich hoffe, dass mir das erste Buch so gefallen wird, dass ich gleich weiterlesen möchte.

If this world were mine von E. Lynn Harris

Ich habe absolut keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht, doch irgendwie hat es mich angesprochen. Bei meinem zweiten Trip zu dem Straßen-Bücherregal, um alte Bücher hineinzustellen, habe ich mir dieses Buch ausgesucht und mitgenommen. Es geht wohl um Freundschaft, was ich immer ein schönes Thema finde.

Erst Krieg dann Sex von Doris Lerche

Dieses Buch hat mir eine Bekannte zugeschickt und ich habe mich sehr über die überraschende Buchpost gefreut. Es handelt sich um einen Lyrik Band. Da ich so gut wie nie Lyrik lese und stets so meine Probleme mit Lyrik hatte, bin ich gespannt, ob mir das Buch gefallen wird. Ich würde mich nämlich sehr freuen, wenn ich endlich mal Gedichte finden würde, mit denen ich etwas anfangen kann. Interessant ist bereits, dass das Buch ein Wendebuch ist. Es hat zwei Cover: Von der einen Seite beginnt es mit dem Titel Erst Krieg dann Sex und von der anderen Seite mit dem Titel Erst Sex dann Krieg.

Now von Stephan R. Meier

Dieses Buch habe ich als Mängelexemplar bei Real gefunden und da ich, wie bereits erwähnt, ein Fan von Sci Fi Thrillern, in denen die Digitalisierung der Welt eine Rolle spielt, bin, habe ich es spontan gekauft. Es gibt so viele Bücher mit dieser Thematik im Moment, doch bisher bin ich es noch nicht leid, sie zu lesen.

Kennt ihr eines der Bücher und möchtet mir vielleicht etwas empfehlen?
Ich möchte auf jeden Fall in nächster Zeit Quality Land, Angelfall und den Gedichtband lesen.

 

 

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Lieblingsbücher Special: Weitere Bücher in meinem Lieblinge-Regal

Ich bin ein Freund davon, Bücher bald nach dem Lesen zu verkaufen oder verschenken. Wenn ich doch mal ein bereits gelesenes Buch behalte, dann muss es mich schon extrem begeistert haben. In meiner Lieblingsbücher Blogserie stelle ich euch nach und nach die Bücher vor, die den Status Lieblingsbuch bei mir erreicht haben.

Hier seht ihr mein Lieblingsbücher-Regal:

Es fehlen noch einige Lieblingsbücher, die ich verliehen habe, die noch bei meinen Eltern stehen und die ich nur als eBooks habe. Diese werde ich euch in späteren Posts vorstellen. Von den Büchern, die ihr auf dem Bild seht, habe ich ein paar bereits hier auf meinem Blog empfohlen, nämlich Harry Potter von J.K. Rowling (auf dem Foto seht ihr meine Lieblingsbände: 5 und 7), To Kill a Mockingbird von Harper Lee, Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität von Dave Eggers und On the Road von Jack Kerouac. Bleiben noch drei Bücher, die ich euch im Folgenden präsentieren möchte.

Gossip Girl von Cecily von Ziegésar

Die Gossip Girl Reihe war meine absolute Lieblingsbuchreihe als Teenager. Ich hatte den ersten Band in der Bücherei ausgeliehen und mir daraufhin den zweiten Band von einer Freundin zum Geburtstag gewünscht. Nachdem sie das Buch in der Nacht vor meinem Geburtstag durchgelesen hat, war sie ebenfalls ein Fan der Reihe, sodass wir uns die Folgebände immer abwechselnd gekauft haben. Das war eine tolle Idee – so lange wir befreundet waren. Jetzt besitze ich nur die Hälfte der Serie. Vor allem den 7. Teil habe ich in meinem Regal vermisst, denn er ist mein Lieblingsteil, deshalb war ich begeistert, als ich das Buch für einen Euro im Antiquariat entdeckt habe.

Gossip Girl erzählt von dem Leben der Reichen und Schönen auf der Upper East Side in New York. Im Zentrum der Handlung stehen die Freundinnen Serena und Blair, die wir Leser durch ihre Abenteuer, Beziehungen, Freundschaften und Kämpfe begleiten. Eine Bloggerin namens Gossip Girl teilt online den aktuellsten Klatsch rund um Blair, Serena und ihre Freunde bzw. Feinde. Die Bücher wurden auch zu einer Serie gemacht, die allerdings inhaltlich sehr stark von den Büchern abweicht. Ein Reiz der Bücher liegt sicher in dem glamourösen Lifestyle der Protagonisten, der zum Träumen anregt, sowie an der Unterhaltung, die all die Dramen und Skandale bieten. Mich hat aber stets der lockere, witzige Schreibstil von Cecily von Ziegésar fasziniert und er hat auch mein eigenes Schreiben stark beeinflusst.

Die Gossip Girl Bücher sind bis heute absolute Feel Good Garanten für mich und ich träume davon, sie alle mal wieder zu lesen – am besten jeweils passend in den Jahreszeiten, in denen die Bücher spielen. Es gibt insgesamt 13 Bücher in der originalen Gossip Girl Reihe. Außerdem gibt es zwei Spin-offs Gossip Girl The Carlyles (4 Bücher) und It Girl (10 Bücher), von denen ich aber nicht alle kenne.

The Great Gatsby von F. Scott Fitzgerald

Ich bin ein Fan von amerikanischen Klassikern und ich finde The Great Gatsby ist die absolute Perle dieses Genres. In dem Buch erzählt Nick Carraway die Geschichte seines Nachbarn und Freundes Jay Gatsby, um den viele Legenden ranken und der berühmt-berüchtigte wilde Partys gibt. The Great Gatsby ist im Prinzip eine Liebesgeschichte, doch für mich ist es einfach Storytelling vom Feinsten. Wie F. Scott Fitzgerald es schafft, auf so wenigen Seiten (nur 180!) solch eine gut durchdachte, spannende Geschichte zu kreieren, fasziniert mich immer wieder. The Great Gatsby ist ganz großes Kino (sowohl im Buch als auch im eigentlichen Kino, nämlich bei der Verfilmung von Baz Luhrmann in 2013) voller Drama, Wendepunkte, Verrat und großen Gefühlen. Ich finde, für Menschen, die lernen wollen zu schreiben, ist dieses Buch ein Muss.

The Beach von Alex Garland

Dieses Buch wurde mir von einer Bekannten empfohlen, weshalb ich mich riesig gefreut habe, als ich es auf einem Flohmarkt entdeckt habe. Und es hat mich nicht enttäuscht. The Beach ist einfach eine verdammt gute Geschichte voller Spannung. Das Leseerlebnis hat mich total umgehauen, denn ich war absolut nicht auf die Handlung vorbereitet. Es geht um eine Gruppe von Reisenden, die eine größtenteils unbewohnte Insel entdecken und sich dort einer am Strand lebenden Gesellschaft anschließen. Das Konzept eines absolut freien Lebens fernab von der Zivilisation klingt erst einmal sehr verlockend, aber natürlich lauern dort viele Gefahren und Probleme. Das Lesen des Buchs hat mir einfach riesigen Spaß bereitet. 80% der Zeit über war ich absolut begeistert von dieser Welt voller Abenteuer, während die letzten 20% sehr schnell zu einem Horrortrip wurden – was das Buch nur noch besser gemacht hat.

The Beach hat mir wirklich den Atem geraubt. Ich denke, von den drei Büchern (bzw. eine Buchreihe), die ich euch in diesem Post vorgestellt habe, ist The Beach vermutlich mein Liebling. Auch hier gibt es eine Verfilmung aus dem Jahr 2000 mit Leonardo diCaprio, die okay ist, wenn auch nicht so gut wie das Buch.

Kennt ihr eines meiner Lieblingsbücher und mochtet ihr es vielleicht auch so gerne? Lasst mir einen Kommentar da! :)

 

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Rezension: Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Krueger

Genre: Urban Fantasy | Erscheinungsjahr: 2016 | Taschenbuch: 288 Seiten | Verlag: Quirk Books |Originalsprache: Englisch (bisher keine deutsche Übersetzung erhältlich) | ISBN: 978-1594747595

Kurzinhalt

Bailey hat ihren College Abschluss in der Tasche, kann aber keine Arbeit finden, weshalb sie wieder bei ihren Eltern wohnt und als Aushilfe in der Nightshade Lounge arbeitet – ein Job, den ihr ihr alter Schulfreund Zane verschafft hat. Bald stellt sie allerdings fest, dass es beim Barkeepen nicht nur darum geht, Drinks zu mixen, sondern dass das Bekämpfen von Monstern ebenfalls zum Jobumfang gehört.

Eigene Meinung

Es hat mir so viel Spaß bereitet, dieses Buch zu lesen, denn es ist zuallererst pure Unterhaltung der besten Sorte. Es geht um Barkeeper, die Monster bekämpfen, indem sie Cocktails mixen, die ihnen Superkräfte verleihen. Ich habe schon lange nicht mehr so ein verrücktes, aber auch reizvolles Konzept für ein Buch gehört. Und auch bei der Umsetzung hapert es nicht. Last Call at the Nightshade Lounge ist lustig, spannend, überraschend und fesselnd. Es gibt sogar ein paar Wendepunkte, die ich absolut nicht erwartet habe. Dieses Buch hat mir ein paar wundervolle Lesestunden beschert, die mich von meinem stressigen Alltag abgelenkt haben.

Ich habe schon lange kein Fantasy Buch gelesen, denn obwohl manche meiner Lieblingsbücher aus diesem Genre stammen, tue ich mir mit Fantasy oft ziemlich schwer. High Fantasy ist zum Beispiel gar nicht mein Ding. Deshalb habe ich mich umso mehr darüber gefreut, dass ich Last Call at the Nightshade Lounge so genossen habe, denn es hat mir dieses Genre wieder nähergebracht. Dieses Buch hat alles, was ich an Fantasy liebe: Es ist ein bisschen verrückt und abgedreht, indem es mit dem Gedanken spielt, was wohl alles in den Straßen von Großstädten schlummert, von dem wir normalen Leute keine Ahnung haben. Doch gleichzeitig zeigt es realistische Figuren in ganz gewöhnlichen Situationen, die Probleme haben und Beziehungen führen und sich Sorgen machen und all das tun, was jeder von uns kennt.

Denn abgesehen von den Fantasy-Elementen, die ich vor allem in der Form der Superkräfte verleihenden Cocktails ziemlich cool fand, hat mir besonders die Protagonistin und ihre Lebenssituation gefallen. Als jemand, der selbst gerade seinen Uniabschluss hinter sich hat und nun ziemlich orientierungslos herumirrt, konnte ich mich absolut in Bailey wiederfinden und ihre Überforderung mit dem Erwachsensein nachvollziehen. Auch die verzwickten Beziehungsgeflechte, die in dem Buch gezeigt werden, kamen mir echt vor.

Ein weiteres Plus ist, dass Last Call at the Nightshade Lounge ein wundervoll modernes Buch ist (es geht u.a. um eine App, die Songs den Sound von Schallplatten verleiht) und auch sehr divers, was die Figuren betrifft. Die Protagonistin ist Chinesin. Außerdem ist eine andere Figur (der lustig-lockerere Kanadier Bucket) transsexuell und es gibt ebenfalls einen blinden Barkeeper/Held. Sowohl bei den Nationalitäten, als auch bei den Sexualitäten sowie der Darstellung von Menschen mit Behinderungen wird Wert auf Vielfalt gelegt. Dabei werden diese facettenreichen Figuren wunderbar in die Geschichte eingebaut. Baileys Nationalität, Buckets Sexualität und Neros Blindheit werden mitsamt den Vorurteilen, die damit einhergehen, explizit thematisiert, ohne dass dabei zu dick aufgetragen wird. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass wir in einer vielfältigen Gesellschaft leben, während dies gleichzeitig als alltäglich dargestellt wird (was es ja auch ist).

Alles in allem hat mir Last Call at the Nightshade Lounge also wirklich gut gefallen, sowohl aufgrund der Fantasy-Elemente, als auch der Real Life Probleme und der vielfältigen Figuren. Mein einziger (winziger) Kritikpunkt wäre, dass der Autor es sich (und den Figuren) am Ende etwas zu leicht gemacht hat, aber eigentlich stört mich das nicht besonders. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine originelle Urban Fantasy Geschichte lesen will, die am Puls der Zeit ist.

Bewertung

++++ – Vier von Fünf Punkten

 

 

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Wie erfindet man Menschen?

Ich habe ja bereits ein paar Einblicke in meinen Schreibprozess und Überarbeitungsprozess gegeben, aber heute möchte ich mich mit einer der wichtigste Aspekte eines Buchs beschäftigen: den Figuren. Für mich lebt und stirbt eine Geschichte mit ihren Figuren. Ich will über Figuren lesen, in die ich mich verliebe, die ich bewundere, die mich zum Lachen bringen, mit denen ich mich identifizieren kann, die mich faszinieren und vielleicht sogar ein paar, die ich hassen kann. Und natürlich möchte ich auch über ebensolche Figuren schreiben. Doch das ist gar nicht so einfach.

Bild von Jaqie Limanu , abgebildet ist meine Figur Rebecca

Ich muss zugeben, dass alle Figuren in meinem Roman mehr oder weniger stark auf Leuten beruhen, die ich tatsächlich kenne oder mal gekannt habe. Dadurch habe ich selbst ein ziemlich klares Bild von der entsprechenden Person im Kopf, doch es ist eine ganz andere Sache, diese dann mit nichts als Wörtern zum Leben zu bringen. Hinzu kommt, dass ich ihnen natürlich jede Menge Dinge andichte, die sie von ihren echten Vorlagen unterscheiden. Denn mein Buch soll spannender werden als die Realität, weshalb es Figuren braucht, die interessanter, schillernder, vielleicht auch extremer sind als reale Menschen. Ansonsten könnten wir uns ja einfach in ein Café setzen und den Gästen beim Leben zuschauen.

Manchmal muss ich allerdings erleben, dass Figuren ganz anders bei meinen Lesern (bisher nur meine Kritikpartnerin, die Mitglieder meiner Schreibgruppe und zwei, drei vertrauenswürdige Freunde) ankommen, als ich sie mir ausgedacht habe. So mögen zum Beispiel einige meiner Freunde meine Antagonistin, obwohl diese doch geschaffen wurde, um gehasst zu werden. Andersherum finden manche (inklusive mir selbst, um ehrlich zu sein) meine Protagonistin weniger sympathisch, als mir das lieb wäre. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden. Ich glaube, meine Figuren sind mir einfach so nah, dass ich sie nicht mehr für das sehen kann, was sie wirklich sind. Manchmal bemerkt eben jeder außer einem selbst, dass der beste Freund ein Arschloch ist, denn wir selbst können das nicht sehen, immerhin ist er unser bester Freund. Aber das ist okay. Beste Freunde können (in Maßen) auch mal Arschlöcher sein. Protagonisten können gehasst und Antagonisten geliebt werden. Hauptsache die Figuren rufen irgendwelche Emotionen bei den Lesern hervor.

Natürlich habe ich auch schon Geschichten geschrieben, deren Figuren vollkommen frei erfunden waren. Doch wenn ich diese später durchlese, stelle ich oft fest, dass sie doch irgendwie einem Menschen ähneln, der eine Rolle in meinem Leben spielt oder gespielt hat. Nicht selten sind sie auch verschiedene Versionen meiner Selbst. Ich glaube, so wie in Träumen angeblich alle Personen für einen Selbst stehen, ist es bis zu einem gewissen Grad auch bei den Figuren, die wir erfinden. Klar, ich bin kein Ex-Junkie/Ex-Häftling, der versucht, sein Leben in den Griff zu bekommen, aber irgendwo in dieser Erfahrung finde ich mich selbst wieder, auch wenn ich es vielleicht nicht realisiere, während ich es schreibe.

Kann man überhaupt Menschen erfinden? Oder reproduzieren wir einfach nur ein und denselben Menschen immer und immer wieder mit diversen Modifikationen und Updates? Oder sind wir Menschen am Ende vielleicht doch irgendwie alle gleich, weshalb wir uns in Figuren wiederfinden, die ein vollkommen anderes Leben führen als wir selbst? Ich glaube zumindest, dass wir Menschen gewisse Grundbedürfnisse teilen (Sicherheit, Liebe, Anerkennung, etc.) und wenn wir diese bei einer Buchfigur wiedererkennen, können wir Sympathie und Empathie mit dieser haben und uns vielleicht sogar mit ihr identifizieren.

Wie ist eure Erfahrung mit Figuren beim Lesen oder Schreiben? Basiert ihr eure Figuren auf echten Leuten oder erfindet ihr sie komplett?

 

 

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Top Ten Thrusday 372

Diesen Donnerstag geht es beim TTT um 10 Bücher, die besser waren als ihre Verfilmung. Ich bin wirklich gespannt, was wir Blogger da so alles zusammentragen. Tatsächlich ist es mir ziemlich schwergefallen, 10 Bücher für diese Aufgabe zu finden, denn ich finde die Verfilmungen oft angemessen, manchmal sogar besser als die Bücher (ich weiß, es ist vermutlich komisch, so etwas von einer Bücherliebhaberin zu hören). Trotzdem möchte ich euch jetzt 10 Bücher vorstellen, wobei die Verfilmungen dieser von Absolut-Unerträglich bis Ziemlich-Super-Aber-Das-Buch-War-Trotzdem-Besser reichen.

1. Percy Jackson von Rick Riordan

Percy Jackson ist mir sofort in den Sinn gekommen, als ich die heutige TTT Aufgabe zum ersten Mal gelesen habe. Ich habe damals die komplette Buchreihe verschlungen und geliebt. Als ich dann aber die ersten beiden Filme geschaut habe, fand ich diese absolut furchtbar. Ich kann mich kaum noch an sie erinnern, nur daran, dass ich so enttäuscht von diesen Buchverfilmungen war, wie noch nie zuvor. Das Einzige an den Filmen, das ich gut fand, war der Protagonist. Logan Lerman hat den aufmerksamkeitsdefiziten Percy Jackson wirklich gut getroffen.

2. Insurgent von Veronica Roth

Während ich die Verfilmung des ersten Buchs der Divergent Trilogie (Buch auf Deutsch: Die Bestimmung) noch ziemlich gut fand, konnte der zweite Film Insurgent (Buch auf Deutsch: Tödliche Wahrheit) mich kaum begeistern und das obwohl die Divergent Trilogie eine meiner liebsten YA Distopie Reihen ist. Fairerweise muss ich erwähnen, dass das zweite Buch auch der Teil ist, den ich beim Lesen am wenigsten mochte, aber trotzdem hätte ich mir vom Film mehr erhofft.

3. Allegiant von Veronica Roth

Wo Insurgent mittelmäßig war, war Allegiant (Buch auf Deutsch: Letzte Entscheidung) einfach nur dämlich. Ich habe mich während dem Schauen aufgeregt, vor allem darüber, wie sie die Handlung unnötig in die Länge gezogen haben, weil der Plan wohl war, das letzte Buch (wie es gerne und bei anderen Verfilmungen wie den Hunger Games und Harry Potter auch gut gemacht wird) in zwei Teile zu teilen, um noch mehr Profit zu machen. Tja, der Plan ist nicht aufgegangen, denn Allegiant hatte so wenig Erfolg, dass es nie zu einem vierten Teil kam. Jetzt höre ich Gerüchte, dass es eine Divergent Serie geben soll.

4. Der Circle von Dave Eggers

Der Circle ist kein Buch, das einfach zu verfilmen ist, denn es passiert nicht wirklich viel, obwohl das Buch mich mit seiner gruselig akkuraten Gesellschaftsanalyse total fesseln konnte. Ich bin froh, dass der Film gemacht wurde, denn er bringt ein wichtiges Thema zu Menschen, die vielleicht nie das Buch lesen würden. Ungefähr 80 % des Films fand ich auch ziemlich solide (obwohl ich mich doch wundere, wieso auf Sex und Beziehungen komplett verzichtet wurde, obwohl beides in dem Buch eine nicht unerhebliche Rolle spielt). Nur das Ende hat mich enttäuscht. Es ist unmöglich, diese Enttäuschung näher zu beschreiben, ohne zu spoilern, aber man kann sagen, dass der Film am Ende in die entgegengesetzte Richtung geht wie das Buch und dadurch meiner Meinung nach die Aussage, die mich bei dem Buch so berührt hat, verfälscht.

5. The Magicians von Lev Grossman

Wie ich viel zu oft erwähne, bin ich ein riesiger Fan der Magicians Bücher von Lev Grossman (auf Deutsch: Die Zauberer von Fillory). Ich bin auch ein ziemlich großer Fan der gleichnamigen Serie, die auf den Büchern basiert und bereits drei Staffeln hinter sich hat, obwohl ich die Bücher vorziehe. Irgendwie bin ich dankbar, dass die Serie ziemlich weit von den Büchern entfernt ist und ihre eigenen Geschichten und Figurenentwicklungen erzählt, denn so kann sie zumindest keine Geschichten aus dem Buch verhunzen. Und ich finde es beeindruckend, was die Serie aus manchen Figuren gemacht hat, die in den Büchern keine große Rolle spielen oder total unsympathisch gezeichnet werden. Magicians, die Serie, ist verrückt und extrem chaotisch, aber ich schaue sie trotzdem immer wieder gerne, auch wenn ich sie mittlerweile als unabhängig von den Büchern betrachte.

6. Jakob der Lügner von Jurek Becker

Dieses Buch habe ich für die Uni gelesen. Als ich es für meine Abschlussprüfung wiederholen musste, habe ich mir den Film angeschaut. Der Film war nicht schlecht. Er hat Robin Williams in der Hauptrolle und generell fand ich die Figuren alle gut dargestellt. Für mich entstand allerdings ein ähnliches Problem wie bei Der Circle, weil Dinge gezeigt werden, die die Aussage des Buchs auf den Kopf stellen, denn in diesem hält der Erzähler sogar ausdrücklich fest, dass genau dies eben nicht geschieht.

7. On the Road von Jack Kerouac

Wie ihr wahrscheinlich mittlerweile wisst, ist On the Road mein Lieblingsbuch, weshalb es wohl keine Überraschung ist, dass ich das Buch besser finde als den Film. Ich mag den Film und schaue ihn immer noch ab und zu (wenn auch seltener, als ich das Buch lese). Ich bin dankbar, dass der Film erst 2012 erschienen ist und deshalb modern und hochwertig aussieht. Auch Kristen Stewart in der Rolle von Marylou hat mir gut gefallen. Der Film orientiert sich wohl an der Urfassung von Jack Kerouac, die erst 2010 veröffentlicht wurde und die ich nie gelesen habe (denn: Lektorate machen Bücher besser und ich würde nicht wollen, dass irgendwer mein erstes Manuskript liest). Aus diesem Grund sind die tatsächlichen Personen in dem Film stärker zu erkennen als in dem Buch und es gibt deutlichere homosexuelle Szenen.

8. Gossip Girl von Cecily von Ziegesar

Mit Gossip Girl ist es ähnlich wie bei den Magicians, in dem Sinne, dass die Serie vom Plot her sehr stark von den Büchern abweicht. Das ist bei Gossip Girl sogar noch extremer. Ich würde sagen, dass fast keine der Geschichten, die die Serie erzählt, in den Büchern vorkommt. Beziehungskonstellationen wurden komplett verändert und einige Figuren sehen total anders aus, als sie in den Büchern beschrieben werden. Trotzdem hat mir die Serie Spaß gemacht und ich habe sie immer gerne geschaut. Doch die Bücher waren in meinen Teenagerjahren quasi mein Leben, weshalb die Serie da natürlich nicht heranreichen kann.

9. The Beach von Alex Garland

Das Buch The Beach ist eines meiner Lieblingsbücher. Es wurde mir empfohlen und ich bin total unvorbereitet in die Lektüre gegangen. Wow, das war vielleicht eine Leseerfahrung. Manchmal hat es sich angefühlt wie der beste Trip meines Lebens und dann wieder wie der absolute Albtraum. Der Film konnte diese Erfahrung, wie ich finde, nicht so gut einfangen, was aber auch einfach daran liegen könnte, dass ich schon wusste, was passieren würde. Leonardo Di Caprio hat mich in der Hauptrolle aber überzeugen können.

10. Alice im Wunderland von Lewis Carroll

Ich glaube, in diesem Fall habe ich sogar den Film gesehen, bevor ich das Buch komplett gelesen habe. Alice im Wunderland war der erste Film, den ich je in 3D gesehen habe, und es hat mir definitiv Spaß gemacht, mich zu fühlen, als flögen mir die Tassen tatsächlich um die Ohren. Ich mag den Film auf jeden Fall. Später habe ich dann aber mal das Buch in einer Nacht durchgelesen und es hat mich noch mehr begeistern können. So etwas Verrücktes hatte ich noch nie gelesen. Alice im Wunderland hat mir gezeigt, dass sich Bücher nicht immer an die Regeln halten müssen, sondern manchmal einfach komplett Durchdrehen können und gerade dadurch zu etwas Besonderem werden.

 

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Leserückblick: Gelesene Bücher April bis Juni

Es ist Zeit für meinen zweiten Quartalsrüblick und ich bin wirklich stolz darauf, wie viele Bücher ich in den letzten drei Monaten gelesen habe: ganze 10 Bücher! Manchmal lese ich 10 Bücher im ganzen Jahr. Außerdem habe ich dank der #DasSuBAbc Challenge meinen SuB deutlich verkleinert. Das letzte Mal, als ich nachgezählt habe, waren 28 Bücher auf meinem SuB, doch mittlerweile könnten es sogar noch weniger sein. Kommen wir nun also zu meinen gelesenen Büchern im zweiten Quartal von 2018:

Gelesen für die #DasSuBAbc Challenge

Dies Land ist unser von Hans-Christian Kirsch

Aufgabe: A – Bücher angefangen, beiseitegelegt und nie beendet, lies ein angefangenes Buch nun zu Ende

Hurra! Ich habe es endlich geschafft, ein schon vor langem begonnenes Buch zu Ende zu lesen, nachdem ich beim letzten #DasSuBAbc Durchlauf an dieser Aufgabe kläglich gescheitert bin. Dies Land ist unser ist eine Biografie der Helden der Beat Generation: Jack Kerouac, Allen Ginsberg, William S. Burroughs und Neal Cassidy. Da ich ein großer Fan der Beat Generation und vor allem der Bücher von Jack Kerouac bin, hat es mir auf jeden Fall Spaß gemacht, mehr über meine Helden (oder eher Antihelden) zu erfahren. Die Berichte über Jack Kerouacs Persönlichkeit waren teilweise etwas ernüchternd, da sie ihn nicht gerade als liebenswürdige Person gezeichnet haben. Trotzdem haben sie mich zum Träumen angeregt. Denn auch meine Helden mussten kämpfen und konnten teilweise jahrzehntelang keinen Verlag finden, der ihre Werke veröffentlicht, doch letzten Endes haben sie es geschafft und sind zu Legenden geworden. Das gibt mir Hoffnung für meine eigene Karriere als Schriftstellerin. Stilistisch fand ich das Buch teils etwas zu kalt und herzlos, obwohl der Autor manche Szenen so detailliert beschrieben hat, als sei er selbst dabei gewesen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Wer schuf den Schöpfer? von Ravi Zacharias und Norman Geisler

Aufgabe: D – Doppelte Freude! Du darfst bei dieser Aufgabe ZWEI Bücher DEINER Wahl lesen

Okay, genau genommen habe ich diese Aufgabe nur zur Hälfte erfüllt, denn das andere Buch, welches ich hierfür ausgewählt habe (Das Handbuch zum Drehbuch), habe ich noch nicht gelesen, doch die Challenge geht ja noch bis Ende Juli. Wer schuf den Schöpfer? habe ich an einigen sonnigen Nachmittagen auf dem Balkon gelesen und es hat mir gut gefallen. Das Buch stellt kritische Fragen zum Christentum, ist aber alles andere als eine Hinterfragung des Christentums, denn die Antworten, die die Autoren finden, entsprechen stets der jüdisch-christlichen Sicht. Ich mochte, wie wissenschaftlich die Autoren an die Fragen herangehen und das Buch hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt. Von der Entstehung der Welt bis hin zu Jesus Christus wird so ziemlich jedes religiöse Thema angesprochen. Auch andere Religionen spielen eine Rolle. Stark in Erinnerung sind mir z.B. die Ausführungen zum Hinduismus. Für Menschen, die das Christentum kennenlernen oder ihren eigenen Glauben erkunden wollen, kann ich das Buch empfehlen.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Ein herzzerreissendes Werk von umwerfender Genialität von Dave Eggers

Aufgabe: Lies ein Buch, dessen Autor*in zu deinen Favoriten zählt

Dieses Buch, das jahrelang auf meinem SuB verstaubt ist, war definitiv mein Quartalsfavorit! Es hat mich total begeistert und gefesselt. Obwohl ich es persönlich wirklich vollkommen genossen habe, kann ich es nicht uneingeschränkt empfehlen. Mehr dazu erfahrt ihr in der Rezension zum Buch.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Getting Somewhere von Beth Neff

Aufgabe: Lies ein Buch, welches Du geschenkt bekommen hast

Getting Somwhere ist ein Jugendroman, den mir die Autorin, eine Bibliothekarin meines Vertrauens, geschenkt hat. Ich muss zugeben, dass ich mir teilweise wirklich schwer getan habe mit diesem Buch. Ich war mehrmals kurz davor, es abzubrechen, habe aber aus Loyalität zu Beth Neff weitergelesen. Nach einer Weile konnte ich zu meiner Überraschung dann doch noch eine Beziehung zu den Figuren aufbauen, sodass ich wissen wollte, was aus ihnen wird. Getting Somewhere erzählt von einer Farm, auf der straftätige Teenager arbeiten können, um einer Haftstrafe zu entgehen. Die Farm wird von drei Frauen geführt, wobei zwei von ihnen ein lesbisches Paar sind. Vier vollkommen unterschiedliche Mädchen wohnen auf der Farm und es geht darum, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen, was manchen besser gelingt als anderen. Im Prinzip ist es eine herzerwärmende Geschichte darüber, dass jeder eine zweite Chance verdient und dass Menschen nicht als Verbrecher geboren, sondern zu diesen gemacht werden. Der Grund, weshalb es mir manchmal schwerfiel dranzubleiben, war schlicht, dass es kein besonders aufregendes Buch ist. Über große Strecken hinweg passiert kaum etwas und selbst beim Höhepunkt der Handlung hätte ich mir mehr Drama und Action gewünscht. Das Ende hat mir dann aber wiederum gut gefallen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Abgebrochen

Der lange Weg nach Ägypten von Christian Jacq

Aufgabe: C – Lies ein Buch, welches Du aufgrund seines Covers gekauft hast

Tja, vielleicht sollte ich Bücher doch nicht nach dem Cover kaufen, denn ich hätte gleich wissen können, dass ein historischer Roman nichts für mich ist. Als ich das Buch begonnen habe, war ich positiv überrascht, weil es sich nach einem Abenteuerroman anfühlte, doch während der eigentlichen Reise ist die Erzählweise so sachlich, dass ich die Abenteuer weniger als Spaß und mehr als Arbeit empfand. Meine Gedanken drifteten immer wieder ab, bis ich das Buch schließlich zur Seite gelegt habe. Es handelt von der Reise nach Ägypten des ersten Hieroglyphen Übersetzers überhaupt und kann für Leute, die sich dafür interessieren, sicher spannend sein. Persönlich musste ich feststellen, dass mein Interesse für die ägyptische Kultur einfach nicht groß genug ist, um mich für das Buch begeistern zu können.

Begonnen

Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY, Oscar Zarate und Co

Aufgabe: G – Lies ein Buch dessen Genre kaum bis gar nicht von Dir gelesen wird

Diesen Sachcomic habe ich begonnen und ich hoffe, dass ich ihn im Juli beenden werde. Ich hatte gedacht, dass die Comicgestaltung das schwierige Thema der Quantenphysik einfacherer machen würde, aber tatsächlich finde ich es immer noch schwer, vor allem da ich sonst nie Comics lese und mir diese Art zu lesen etwas fremdartig ist. Ich muss zugeben, dass ich vieles, was ich in diesem Buch gelesen habe, schon wieder vergessen habe, obwohl ich das Thema eigentlich extrem spannend finde.

Weitere gelesene Bücher

Ich habe nicht nur Bücher von meinem SuB gelesen, sondern hatte im April auch ein paar Neuzugänge in meinem Regal, denen ich mich gewidmet habe.

The long way to a small angry planet von Becky Chambers

Nachdem ich so begeistert von Andy Weirs Der Marsianer war, habe ich Anfang April beschlossen, weiter im Science Fiction Genre zu bleiben und habe das Buch von Becky Chambers gelesen, da ich ihre Artikel auf io9 mag. Mit The long way to a small angry planet hatte ich allerdings so meine Probleme, obwohl es definitiv kein schlechtes Buch war. Meine Rezension dazu findet ihr hier. Trotzdem hat mich die Sci Fi Leidenschaft noch nicht verlassen, deshalb freue ich mich immer über Buchempfehlungen aus diesem Genre!

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Juliettes geheimes Tagebuch von Cat Monroe

Juliettes geheimes Tagebuch ist ein Erotikroman, den ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten habe. Es hat mir Spaß gemacht, ihn zu lesen, und ich mochte die Frauen-nehmen-sich-was-sie-brauchen-Mentalität. Nur eine von Juliettes Affären waren so gar nicht mein Ding. Zur Rezension geht es hier.

Bewertung: ++++ – Vier von fünf Punkten

Dark Zero von Douglas Preston

Dark Zero war vom Thema her total meins: eine künstliche Intelligenz, die ins Internet flieht und die Menschheit bedroht. Es war spannend und actionreich und unterhaltsam, aber leider konnte mich die zweite Hälfte des Romans nicht überzeugen. Mehr dazu könnt ihr in meiner Rezension lesen.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

Very Good Lives von J. K. Rowling

Dieses Buch habe ich schon mal in der Buchhandlung bewundert, war dann aber zu geizig, es zu kaufen. Jetzt hat es mir glücklicherweise eine Freundin ausgeliehen und ich habe es an einem Nachmittag durchgelesen, denn es ist wirklich winzig. Das Buch beinhaltet eine Rede von J.K. Rowling, die sie an der Harvard Universität gehalten hat. Wie sowohl von der Autorin als auch dem Anlass (die Abschlussfeier) zu erwarten war, ist die Rede extrem inspirierend. Vor allem Rowlings Erzählungen vom Scheitern haben mich berührt. Dass jemand, der heute die erfolgreichste Autorin der Welt ist, mal bettelarm war, gibt mir Hoffnung, dass auch ich es eines Tages nach oben schaffen kann. Trotzdem finde ich, dass diese kurze Rede den für so ein dünnes Büchlein völlig übertriebenen Preis nicht wert ist.

Bewertung: +++ – Drei von fünf Punkten

 

Habt ihr auch schon eines oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?

 

 

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Leseliste Juli

Normalerweise mache ich keine Leselisten, sondern habe bloß einen Teil meines Regals, in dem ich die Bücher unterbringe, die ich in nächster Zeit lesen möchte. Doch inspiriert von einer Instagram-Challenge dachte ich mir, dass ich diesen Monat mal eine Ausnahme mache. Deswegen stelle ich euch hier die Bücher vor, die ich im Juli lesen möchte:

1. Bilderkrieger von Michael Kamber und Takis Würger

Dieses Buch gehört noch zu meiner #DasSuBAbc Liste und da es nun schon seit Jahren halb fertiggelesen auf meinem SuB verstaubt, obwohl es eigentlich ein spannendes Buch ist, möchte ich es nun endlich einmal zu Ende lesen. Das Buch umfasst Interviews von Kriegsfotografen. Kriegsfotografie ist ein Thema, das mich absolut fasziniert.

2. Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY u.a.

Ähnlich verhält es sich mit Quantentheorie. Diesen Sachcomic über die Quantenphysik habe ich ebenfalls für die #DasSuBAbc Challenge begonnen zu lesen. Ich muss zugeben, dass ich mir ziemlich schwer damit tue, denn das Thema ist trotz Comicgestaltung immer noch extrem anspruchsvoll. Trotzdem konnte ich mich nicht dazu durchringen, es abzubrechen, also werde ich versuchen, es durchzulesen.

3. Quality Land von Marc-Uwe Kling

Dieses Buch habe ich meiner Mutter empfohlen, obwohl ich es selbst noch nicht gelesen habe. Mein Plan war, dass sie es sich kauft und mir dann ausleiht, und der Plan ist hervorragend aufgegangen. Es geht um eine Gesellschaft, in der alles getrackt und bewertet wird – ein bisschen Sci Fi, ein bisschen Gesellschaftsstudie. Ich bin total gespannt auf das Buch, weil das absolut mein Thema ist und weil ich ganz unterschiedliche Meinungen dazu gehört habe.

4. The Bell Jar von Silvia Plath

Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass ich in meinem Neuzugänge Post erzählt habe, wie ich dieses Buch in einer Zu Verschenken Box auf der Straße gefunden habe. Ich fürchte mich nach wie vor ein bisschen davor und erlaube mir, es abzubrechen, falls es mir zu depressiv ist, aber das Buch reizt mich andererseits auch total. Außerdem war es bei meiner Top Ten Thursday Liste der 10 Bücher, die ich dieses Jahr noch lesen möchte mit dabei und da ich noch kein einziges dieser Bücher bisher gelesen habe, ist es mal Zeit, damit anzufangen.

5. Wunschbuch

Bei all meinen Plänen und Listen möchte ich mir Zwischendurch auch mal etwas gönnen. In letzter Zeit arbeite ich hauptsächlich meinen SuB ab. Dabei entdecke ich teilweise wundervolle, verborgene Bücherschätze, aber einige der Bücher auf meinem SuB sind mittelmäßig oder anstrengend. Zuletzt ging es mir so bei Der lange Weg nach Ägypten. Meine Gedanken sind ständig abgedriftet, bis mir klar wurde, dass mich die Geschichte schlicht und einfach nicht interessiert. Mittlerweile habe ich das Buch abgebrochen und mir erlaubt, mir ein eBook meiner Wahl zu kaufen (vorzugsweise etwas Unterhaltsames), aber ich habe mich noch nicht für ein Buch entschieden.

 

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Lieblingsbücher Special: Harry Potter von J. K. Rowling

Weiter geht es mit der Blogserie zu den Büchern aus meinem Lieblingsbücherregal. (Den ersten Beitrag zu meinem absoluten Lieblingsbuch findet ihr hier.) Dieses Jahr feiern die Harry Potter Bücher ihr 20-jähriges Jubiläum, weshalb zu meiner großen Freude viele Blogger in Posts ihre Liebe zu dieser Buchreihe bekunden. Solche Beiträge lese ich immer total gerne, denn ich teile die Harry Potter Nostalgie zu 100 Prozent!

Ich bin, wie die meisten meiner Generation (Y nennt man sie, glaube ich), mit Harry Potter aufgewachsen. Die ersten drei Bücher haben mir noch meine Mutter und Oma vorgelesen (im Fall meiner Oma, die absolut kein Englisch kann, mit den lustigsten Aussprachen der Namen und Häuser). Ab Der Feuerkelch habe ich die Bücher dann selbst gelesen, doch es blieb lange eine Tradition meiner Mutter und mir, uns im Urlaub gegenseitig Harry Potter vorzulesen. Ich habe schöne Erinnerungen an Lesestunde mit meiner Mutter an diversen Stränden oder in Hotelzimmern. Ab dem fünften Teil habe ich die Bücher auch auf Englisch gelesen, weil ich einfach nicht warten wollte, bis sie auf Deutsch erscheinen. Den siebten Teil habe ich tatsächlich bis heute noch nie auf Deutsch gelesen, auch wenn ich später gemerkt habe, dass mein Englisch wohl doch nicht gut genug war, um Missverständnisse zu vermeiden (z.B. dachte ich jahrelang, dass es sich bei dem Gegenstand von R.A.B., auf Englisch „locket“, um eine Locke handele xD).

Ich war stets ein paar Jahre jünger als Harry, doch trotzdem habe ich das Gefühl, als seien wir zusammen großgeworden. Harrys erste Freunde, erste Abenteuer, erste Niederlagen, seine erste Liebe – ich konnte mich stets in Harrys Erfahrungen wiederfinden, auch wenn ich natürlich nicht gegen einen dunklen Magier kämpfen musste. Vor allem im fünften Band habe ich mich stark mit Harry identifiziert, später vermutlich noch mehr als beim ersten Lesen. Ich habe mich mit Harry darüber aufgeregt, dass ihn die Erwachsenen wie ein Kind behandeln, obwohl er allen schon zum wiederholten Male das Leben gerettet hat. Habe mich geärgert, dass ihm die wichtigen Infos vorenthalten werden (Stichwort „Dumbledore“), obwohl er ein Recht darauf hatte, sie zu erfahren. Denn genau wie Harry habe ich mich oft missverstanden und nicht ernst genommen gefühlt. Harry Potter hat mir gezeigt, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann, selbst wenn es so scheint, als sei alles schon vorbestimmt. Er hat mir gezeigt, dass man ein Held sein kann, auch wenn man noch ein Kind oder Teenager ist. Ich finde nach wie vor, dass Harry Potter selbst eine der unterschätztesten Figuren in den Harry Potter Büchern ist, die immerhin sogar nach ihm benannt wurden.

Doch meine Lieblingsfigur war immer Sirius Black. Seit er das erste Mal auftauchte und vor allem nachdem wir nach und nach mehr über seine Backstory erfahren haben, war ich absolut fasziniert von ihm. Er ist der ultimative tragische Held. Er verkörpert Mut, Risikoliebe, Leichtsinnigkeit, aber auch Loyalität, Freundschaft und Liebe. Ich war regelrecht verzaubert von der Gruppe der Marauders (auf Deutsch: Rumtreiber) und habe mir unzählige Male vorgestellt, was sie alles zusammen erlebt haben. Sirius Black ist immer noch meine liebste Buchfigur überhaupt.

Für Leute, die nicht mit Harry Potter aufgewachsen sind, ist es schwer zu verstehen, was diese Bücher mir und meinen Freunden bedeutet haben. So ziemlich jeder, den ich kannte, hat Harry Potter gelesen und ich konnte mit jedem darüber reden: im Unterricht, auf Ausflügen, in der Freizeit. Ich weiß noch, wie wir mit Leidenschaft gemeinsam spekuliert haben, was in den nächsten Büchern passieren wird. Wir haben unsere Meinungen zu Harry Potter Figuren verteidigt, als seien diese unsere besten Freunde, was nicht selten zu Streits geführt hat (Stichwort „Snape“). Doch trotz aller Unstimmigkeiten, hatten wir eins gemeinsam: unsere Liebe für Harry Potter. Harry Potter hat uns verbunden und ich muss zugeben: Das vermisse ich.

Hat Harry Potter eure Kindheit und Jugend geprägt wie meine? Könnt ihr meine Nostalgie nachvollziehen? Welche war/ist eure Lieblingsfigur? In welches Haus gehört ihr? (Ich bin wohl ein Gryffindor/Slytherin Hybrid. ;)) Welches ist euer Lieblingsteil? (Meiner definitiv Der Orden des Phönix.)
Ich freue mich, wenn ihr eure Harry Potter Liebe in den Kommentaren teilt!

 

 

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