Rezension: Gespräche mit Freunden von Sally Rooney

Genre: Roman | Erscheinungsjahr: 2019 | Hardcover: 384 Seiten | Verlag: Luchterhand Literaturverlag | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3630875415

Kurzinhalt

Frances, Literaturstudentin Anfang 20, lernt gemeinsam mit ihrer Ex-Freundin Bobbi das 30+-Ehepaar Melissa und Nick kennen. Zwischen den vieren entwickeln sich Freundschaften, Feindschaften, Liebschaften und Affären.

Eigene Meinung

Es ist schwer, dieses Buch in Worte zu fassen. Es hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich nicht konkret benennen kann, wieso. Aber irgendwas muss wohl dran sein, immerhin ist das Buch supererfolgreich, hier in Deutschland und auch in Groß Britannien und den USA.

Es ist letztlich eine (mehr oder weniger) schlichte Geschichte über Menschen und Beziehungen. Die vier Personen im Zentrum sind diejenigen, die die Geschichte ausmachen. Wenn sie nicht so außergewöhnlich wären, gäbe es keine Geschichte. Die Protagonistin Frances scheint zu Beginn im Schatten ihrer jeden Raum einnehmenden, wunderschönen und superinteressanten Ex-Freundin und noch immer besten Freundin Bobbi zu stehen. Doch da wir die Geschichte durch ihre Augen sehen, erkennen wir bald, dass Frances nicht so trist ist, wie es zuerst scheint. Sie und Bobbi treten als Spoken Word Poeten auf, doch Frances ist diejenige, die die Lyrik schreibt. Auch wenn wir nie etwas lesen dürfen, das sie schreibt, wird sie als brillante Schriftstellerin dargestellt, aber auch leicht neurotisch, wie es das Schriftsteller-Klischee vorschreibt. Bobbi auf der anderen Seite erscheint zuerst einmal als die typische, exzentrische Attention Whore. Doch umso mehr ich gelesen habe, umso sympathischer wurde Bobbi. Ich finde, mit der Zeit hat man gemerkt, dass es nur Frances Blick auf ihre Ex ist, die Bobbi so darstellt, dass Bobbi aber letztlich eine viel anständigere Person ist als all die anderen Figuren. Diese Entwicklung hat mich überrascht, denn zu Beginn hätte ich nie gedacht, dass Bobbi einmal meine Lieblingsfigur werden würde.

Dann gibt es das Ehepaar Melissa und Nick, die in Frances und Bobbis Leben platzen und alles auf den Kopf stellen. (Oder ist es vielleicht andersherum?) Melissa ist von den Vieren noch die am wenigsten vielschichtige Figur. Sie kommt durchweg recht überheblich und kontrollierend rüber. Es ist schwer, sie sympathisch zu finden, obwohl ihr Verhalten mit der Zeit etwas nachvollziehbarer wird. Nick, der einzige Mann im Bunde, ist ein attraktiver Schauspieler. Er lässt sich auf etwas ein, dass ich hier nicht nennen will, um nicht zu spoilern. Doch generell wird die Ehe von Nick und Melissa als alles andere als glücklich dargestellt, sodass man sich fragt, wieso sie überhaupt noch zusammen sind. Im Laufe der Geschichte kommen Nicks Abgründe ans Licht, aber um ehrlich zu sein, habe ich Frances ihre Stilisierung von Nick als Opfer nicht abgekauft. Generell war es faszinierend, dass ich bei der Lektüre Frances Sichtweise immer mehr in Frage gestellt habe. Das ist selten so. Normalerweise glaube ich den Protagonisten alles. Doch dies ist eine Geschichte über unperfekte Menschen, die unperfekte Beziehungen miteinander führen, und da ist nichts wirklich klar.

Außerdem sollte ich festhalten, dass Gespräche mit Freunden sehr divers ist und sich dadurch extrem modern und am Puls der Zeit anfühlt. Frances und Melissa sind bisexuell, Bobbi ist lesbisch und Nick ist heterosexuell.

Und dann sind da noch die Gespräche. Die vier Hauptfiguren kann man mit gutem Grund als Intellektuelle bezeichnen. Sie sind alle sehr gebildet, Bobbi und Frances studieren, außerdem scheinen sie sich alle mit dem Weltgeschehen auf dem Laufenden zu halten. Zusätzlich sind sie alle Künstler. Bobbi ist wohl so etwas wie eine Performance Künstlerin, Frances Lyrikerin, Melissa Fotografin und Journalistin und Nick Schauspieler. Dieses gebildete Boheme Gefühl von all ihren Treffen und Unterhaltungen hat mich absolut mitgerissen. Teils kam es ziemlich überheblich daher, aber trotzdem hat es bei mir den Wunsch geweckt, (noch) besser informiert zu sein, Meinungen zu haben, mich einzumischen und vor allem Menschen um mich zu sammeln, die an all dem ebenso interessiert sind. Ich glaube, das habe ich an Gespräche mit Freunden am meisten gemocht: Von Leuten zu lesen, die sich tatsächlich für die Dinge interessieren. Denn in dem Buch geht es vorrangig um Liebschaften und Beziehungsprobleme und Intrigen, im Hintergrund aber geht es um so viel mehr, nämlich um die Frage, wie wir leben wollen und was wir erreichen können und sollten in unserem einen Leben.

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

Kennt ihr schon Gespräche mit Freunden? Wie fandet ihr es? Und könnt ihr vielleicht besser beschreiben, was dieses Buch ausmacht, als ich? Mir fehlen irgendwie immer noch die Worte. Doch ich habe es definitiv gerne gelesen.

 

 

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Rezension: Origin von Dan Brown

Genre: Thriller | Erscheinungsjahr: 2017 | Hardcover: 672 Seiten | Verlag: Bastei Lübbe | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3431039993

Kurzinhalt

Robert Langdon wird von seinem früheren Studenten und guten Freund Edmond Kirsch zu einem exklusiven Event im Guggenheim Museum in Bilbao eingeladen, bei dem Kirsch, der als Zukunftsforscher schon oft Aufsehen erregt hat, eine bahnbrechende neue Entdeckung bekanntgeben möchte. Doch das Spektakel läuft nicht wie geplant und nun ist es an Langdon, Kirschs Geheimnis aufzudecken.

Eigene Meinung

Für mich war die Lektüre dieses Buches ein totale emotionale Achterbahnfahrt: Spannung, Nervenkitzel, Genervtheit, Ungeduld und schließlich Begeisterung und Rührung waren alle mit dabei. Aber der Reihe nach.

Lange habe ich um Dan Brown Bücher einen Bogen gemacht und sie als mehr oder weniger trashy abgestempelt. Dann musste ich für die Uni Der Da Vinci Code (Sakrileg) lesen und war fasziniert von Browns Können. Er ist und bleibt einfach ein Meister des Thriller Genres. Er weiß, wie man die Leser fesselt und er beherrscht den Spannungsaufbau im Schlaf. Aber in Origin fand ich, dass er es manchmal etwas übertrieben hat. Jede kleineste Enthüllung wird seitenlang (wenn nicht sogar kapitellang) hinausgezögert. Immer wieder gibt es Andeutungen und jede einzelne Figur des Romans fragt sich permanent: Was ist denn nun die große Entdeckung? Teilweise ist das plottechnisch schon gerechtfertigt, immerhin steht im Zentrum des Geschehens Edmond Kirsch, der (wie Dan Brown selbst) einen übermäßigen Drag fürs Dramatische hat. Aber irgendwann ist es auch mal genug. Ich muss zugeben, dass mich dieses ewige In-die-Länge-ziehen streckenweise ziemlich genervt hat. Dem Roman hätten 100-200 Seiten weniger gutgetan. Wir wissen alle, dass Dan Brown plotten kann, er muss es uns nicht auf jeder einzelnen Seite aufs Neue beweisen.

Vielleicht lag meine Ermüdung aber auch nur daran, dass das jetzt schon mein dritter Dan Brown Thriller ist und ich dachte, dass ich mittlerweile einfach weiß, wie seine Bücher funktionieren. Für den größten Teil war das auch so. Nur das Ende hat mich dann total unvorbereitet getroffen.

Edmond Kirsch ist Zukunftsforscher und verkündet, dass er etwas entdeckt hat, das unsere Welt komplett revolutionieren wird. Dabei handelt es sich, um die Antworten auf die Fragen: Wo kommen wir her? Und: Wo gehen wir hin? Also, nichts weniger als die größten Fragen der Menschheit. Kirsch hat mir gut gefallen. Er wurde wunderbar als exzentrischer, leicht größenwahnsinniger Wissenschaftler à la Elon Musk gezeichnet. Immer wieder wird angedeutet, dass seine Entdeckung vor allem die Religion in Frage stellen wird. Deshalb spielen Religionen auch eine entscheidende Rolle in Origin. Als religiöser Mensch war es teilweise nicht einfach für mich, dieses Buch zu lesen, doch letzten Endes verkörpert es doch eine Religionskritik, mit der ich mich anfreunden kann.

Ein anderes zentrales Thema von Origin ist die spanische Monarchie. Mitglieder des Königshauses spielen wichtige Rollen in dem Buch und die komplette Geschichte spielt in Spanien. Ich muss zugeben, dass ich herzlich wenig über Spanien weiß, deshalb fand ich die Infos, die wir hier kriegen, sehr interessant. Generell ist es extrem beeindruckend, wie viel Recherche Dan Brown in dieses Buch gesteckt haben muss. Ich habe nach meiner Lektüre selbst ein paar der Institutionen etc., die hier vorkommen und von denen ich zuvor noch nie etwas gehört hatte, recherchiert und sie sind alle real! Ich mochte wirklich, dass das Buch, obwohl natürlich übertrieben zugespitzt, die reale Welt betrachtet und sich mit den großen Fragen unserer Zeit (gerade auch im Zusammenhang des Klimawandels) auseinandersetzt.

Jetzt muss ich aber doch noch ein paar Worte zum Ende loswerden, obwohl ich natürlich nicht verraten will, was da alles enthüllt wird, denn diese Enthüllungen sind letztlich der Zweck des ganzen Buchs. Nicht jedem wird es wohl so gefallen wie mir, aber für mich hat das Ende das Buch gerettet. Nach so einem schleppend langen Spannungsaufbau muss die Auflösung einfach reinhauen und mich konnte sie wirklich auf ganzer Linie überzeugen. Ich hatte fünf Vermutungen zu dem Buch und drei davon (nämlich die Entscheidenden) haben sich als vollkommen falsch entpuppt. Mit den meisten der Wendepunkte hätte ich nie im Leben gerechnet. Auch die Message, die Dan Brown letzten Endes vermittelt, ist ganz anders, als ich zuvor angenommen hatte. Es ist eine Message, die ich unterstützen würde, was mich völlig überrascht hat.

Aufgrund des langwierigen Spannungsaufbaus hielt ich Origin lange für ein Drei-Punkte-Buch. Doch das Ende hat meiner Meinung nach glatte fünf Punkte verdient. Deshalb gebe ich nun genau die Mitte davon.

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

Habt ihr Origin gelesen? Mögt ihr Dan Brown Thriller? Wenn ja, welches ist euer liebstes Buch von ihm? Ich kenne nun Origin, Sakrileg und Digital Fortress, außerdem steht in meinem Regal noch ein Teil der Robert Langdon Reihe (ich glaube Inferno).

 

 

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Rezension: Der Store von Rob Hart

Genre: Roman | Erscheinungsjahr: 2019 | Hardcover: 592 Seiten | Verlag: Heyne Verlag | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3453272309

Kurzinhalt

Paxton und Zinnia lernen sich beim Auswahlverfahren für Mitarbeiter des größten (und vermutlich einzigen) Onlineversandhandel Cloud kennen. Sie schaffen es beide, angeheuert zu werden. Paxton landet in der Sicherheitsabteilung und Zinnia als Lagerarbeiterin. Während sich eine Beziehung zwischen den beiden entwickelt, stoßen sie auf immer mehr fragwürdige Aspekte der Cloud. Zinnia folgt außerdem ihrer ganz eigenen Agenda.

Eigene Meinung

Dieses Buch braucht die Welt. Ich denke, es kommt gerade zur rechten Zeit und umso mehr Menschen es lesen und über das Gelesene nachdenken, umso besser! Denn obwohl es in Der Store auch um Beziehungen und Lebensentwürfe und Spannung geht, ist es im Kern eine nur hinter einem anderen Firmennamen versteckte, aber ansonsten völlig offensichtliche Kritik an einem diversen Online-Versandhandel. Ich denke, ihr wisst alle, von welchem Shop ich spreche, immerhin ist es DER Onlineversandhandel schlechthin. Die Parallelen zwischen diesem realen Store und der sogenannten Firma „Cloud“ aus dem Buch sind unübersehbar.

Als Buchhändlerin hat mich das gefreut. Ich kenne die Konkurrenz, in der Buchhandlungen stehen, weil immer mehr Leute nicht mehr den Weg in den lokalen Buchladen (oder auch nur auf dessen Internetseite) gehen, sondern einfach alles in ebendiesem Onlineversandhandel bestellen, der sowieso alles hat und außerdem auf den nächsten Tag liefern kann. Und so geht es sicher nicht nur in der Buchbranche zu. Auch viele andere Einzelhandel werden nach und nach von dem Onlinehandel aus dem Markt gedrängt. Es handelt sich zwar um noch kein Monopol, wie es in Der Store der Fall ist, aber wir sind auf dem besten Weg dahin.

Der Protagonist Paxton verkörpert die Problematik perfekt. Einst war er erfolgreich mit einer selbst erfundenen Küchenhilfe, die unter anderem auch über die Cloud vertrieben wurde. Doch diese hat immer größere Rabatte beim Einkauf der Ware verlangt, bis Paxton von seinen Einnahmen unmöglich noch Gewinn machen oder auch nur seine Kosten decken konnte. Die Cloud hat aufgehört, mit ihm zusammenzuarbeiten, und stattdessen ein eigenes vergleichbares Produkt herausgegeben. Paxton ging pleite. Nun bleibt ihm nichts übrig, als selbst bei der Cloud zu arbeiten. So wie ihm geht es vielen früheren Unternehmern oder Angestellten von Firmen, die bankrottgingen. Die Cloud wird zum einzigen Arbeitgeber überhaupt. Wer es nicht schafft, bei der Cloud angestellt zu werden, dem droht Armut, Hunger und Tod. Wer genommen wird, muss sein komplettes Leben aufgeben, in die sogenannte Mothercloud ziehen und sich dort mit furchtbaren Arbeitsbedingungen zufriedengeben. Beim Lesen kam mir das Ganze erschreckend realistisch vor.

Trotzdem ist Paxton nicht nur ein Mittel, um die Machenschaften der Cloud aufzuzeigen, sondern eine wunderbare, vielschichtige Figur, die mir gut gefallen hat. Er macht eine große Entwicklung durch und ist einfach ein guter Mensch, ein Held, der immer nur versucht, das Richtige zu tun.

Mit der zweiten Protagonistin, Zinnia, verhält es sich etwas anders. Von Anfang an ist klar, dass sie keine normale Cloud Mitarbeiterin ist, sondern eine Wirtschaftsspionin. Sie scheint gegen das Unternehmen vorzugehen, weiß aber nicht, wer sie beauftragt hat. Immer mehr entwickelt sich ein Konflikt zwischen ihren Spion-Aktivitäten und ihrer Beziehung mit Paxton.

Später im Buch lernen wir auch noch eine dritte Instanz kennen, die ich persönlich erst verwirrend und komisch, dann aber irgendwie sympathisch und beeindruckend fand. Mehr dazu möchte ich euch hier noch nicht verraten.

Es ist wohl keine Überraschung, dass mir das Buch gut gefallen hat. Die Thematik ist brandaktuell und trotzdem ist das Buch keine trockene Wirtschaftsanalyse, sondern ein spannender, wendungsreicher Roman. Ein bisschen hat er mich an Dave Eggers Der Circle erinnert, der auch von einer großen (beinahe monopolistischen) Firma handelt, die aber eher an eine Social Media Plattform erinnert. Im Gegensatz zu Der Circle, dessen Protagonistin Mae keinen Widerstand leistet, haben wir bei Der Store zwei kämpferische und rebellische Protagonisten, was vielen besser gefallen dürfte.

Ich muss zugeben, dass ich das Ende (und damit meine ich wirklich nur den allerletzten Abschnitt) nicht ganz verstanden habe. Es hat mir verwirrt, sodass ich mir nicht wirklich sicher bin, wie das Buch denn nun ausgegangen ist. Meine Mutter, die es auch gelesen hat, kann meine Verwirrung aber nicht nachvollziehen, also vielleicht habe ich die Formulierung auch einfach missverständlich gelesen. Falls ihr das Ende schon kennt, schreibt mir doch mal, wie ihr es verstanden habt. Das würde mich sehr interessieren!

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

Kennt ihr schon Der Store? Seid ihr auch im Team Einzelhandel und gegen große Online-Versandhandel, die langsam aber sicher den Markt übernehmen? Kennt ihr andere Bücher, Dokus oder Artikel zu der Thematik?

 

 

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Inspiration für Schreiberlinge: Die Erfolgsstory von J. K. Rowling

Der Traum, eine erfolgreiche Autorin zu werden, kann teilweise frustrierend sein. Wenn man jahrelang mit seinem Manuskript kämpft. Wenn man zum dutzendsten Mal von den Agenten und Verlagen abgelehnt wird. Wenn man durch die Neuerscheinungen scrollt und geradezu erschlagen wird von der Masse an Büchern. Wie soll ich dort bestehen können? Wieso sollte gerade mein Buch herausragen? Darauf antworte ich meist mit der Gegenfrage: Wieso nicht? Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die davon träumen, erfolgreich mit ihrer Schreiberei zu werden, und wahrscheinlich eben so viele, die daran fast zugrunde gehen, die zweifeln und verzweifeln und vielleicht sogar irgendwann aufgeben. Ich kann euch nicht sagen, was man machen muss, um nicht zu letzteren zu gehören. Ich denke nicht, dass es das eine Erfolgsrezept gibt, mit dem man es garantiert schafft. Aber manchmal hilft es mir, mir meine Lieblingsautoren anzuschauen und zu erforschen, wo sie herkamen. Denn letzten Endes stelle ich immer fest, dass sie einst nichts weiter als ein verzweifelter Träumer waren – so wie wir alle.

Letztes Jahr habe ich einen Post zu der überraschenden Erfolgsstory von meinem Lieblings-Sci Fi-Autor Andy Weir gemacht. Nun komme ich zu einer Autorin, die jeder kennt: J. K. Rowling, bzw. Joanne Kathleen Rowling. Sie wuchs mit einer kranken Mutter und einem abwesenden Vater auf. Sie bestand die Aufnahmeprüfung für die Oxford Universität nicht und studierte stattdessen in Exeter. Ihre Mutter starb. Sie ließ sich von ihrem Mann scheiden und lebt nun als alleinerziehende Mutter.

Es war in dieser Zeit, in der Rowlings Leben in Scherben lag, dass sie sich während einer Bahnfahrt die Geschichte eines jungen Zauberers namens Harry Potter ausdachte. Das war 1990 und sie schrieb ganze fünf Jahre daran, sodass das Manuskript für Harry Potter und der Stein der Weisen erst 1995 fertig war. Ganze zwölf Verlage lehnten es ab, bevor das Buch 1997 endlich veröffentlicht wurde.

Heute ist J. K. Rowling die berühmteste Schriftstellerin weltweit. Ihre Bücher haben meine Kindheit und Jugend genau wie die meiner Freunde und meiner kompletten Generation geprägt. Dabei kam Rowling einst aus schwierigen Umständen. Selbst als sie bereits ihre gewinnbringende Idee des Zauberers Harry Potter hatte, kämpfte sie noch fünf Jahre lang mit ihrem ersten Buch. Ich bin mir sicher, dass sie sich dabei teilweise genauso schwertat, wie es mir heute ergeht. Auch sie wurde von Verlagen abgelehnt, aber sie hat weitergekämpft, weil sie an ihre Story geglaubt hat. Als sie einmal gefragt wurde, ob sie damals gewusst hatte, dass Harry Potter so ein Megahit werden würde, sagte sie, dass sie niemals erwartet hätte, was für Ausmaße ihr Erfolg annehmen würde, aber dass sie immer wusste, dass ihre Geschichte ein Hit ist. Sie hat an ihren Harry Potter geglaubt, als es noch niemand anderes tat.

Ich glaube nicht, dass gute Bücher geschrieben werden, wenn das eigene Leben gerade am miesesten läuft, so wie es bei J. K. Rowling war. Ich glaube auch nicht, dass man 12 Absagen kassieren muss, bevor die eine Zusagen kommt, oder dass die besten Ideen auf Bahnfahrten entstehen. Aber ich denke, wenn wir eines von J. K. Rowlings Erfolgsstory lernen können, dann ist es, dass wir an unsere Geschichte glauben müssen. Wir müssen überzeugt sein, dass unsere Geschichte gut ist, so gut, dass sie einfach erzählt werden muss. Wir müssen überzeugt sein, dass die Welt besser sein wird mit unserem Buch darin.

 

Die Daten von J. K. Rowlings Biografie habe ich aus dem YouTube Video von Bookish Maniac. Außerdem fand ich ihr Interview mit Oprah Winfrey und ihr Gespräch mit Daniel Radcliffe total faszinierend!

 

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Rezension: Ich bin Circe von Madeline Miller

Genre: Roman | Erscheinungsjahr: 2019 | Hardcover: 528 Seiten | Verlag: Eisele | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3961610686

Kurzinhalt

Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios und einer Nymphe. Das Buch beschreibt das Leben der Unsterblichen, die nicht nur als Halbgöttin, sondern vor allem als Hexe Ruhm erlangte. Außerdem kann sie die ein oder andere Männergeschichten mit prominenten Vertretern der griechischen Mythologie vorweisen.

Eigene Meinung

Ich bin Circe habe ich schon vor ein paar Monaten gelesen, aber da die deutsche Übersetzung erst am 30. August erscheint, habe ich geduldig gewartet, um meine Rezension zu veröffentlichen. Jetzt kann ich es ja verraten: Mir hat das Buch extrem gut gefallen!

Früher stand ich total auf griechische Mythologie und habe mehrere Sachbücher zu dem Thema gelesen und auch die Percy Jackson Reihe verschlungen. Dann hat dieses Interesse irgendwie nachgelassen, weshalb ich nie die anderen Reihen von Rick Riordan gelesen habe. Doch trotzdem hat mir Ich bin Circe einfach Spaß gemacht. Als ich das Buch begonnen habe, dachte ich, es handelt sich um Young Adult Fantasy. Doch damit lag ich komplett daneben, denn Ich bin Circe ist ein Roman, der definitiv für Erwachsene geschrieben wurde. Als Fantasy könnte man es natürlich immer noch bezeichnen, immerhin gibt es die Figuren und Wesen in dem Buch nur in dem Land der Legenden. Da bei mir noch einiges von meinem Wissen über die griechische Mythologie hängengeblieben ist, habe ich es immer wieder genossen, wenn in dem Buch Figuren und Geschichten vorkamen, die ich kannte. Ich glaube, mit überhaupt keinem Vorwissen zu dem Thema wäre mir das Buch etwas wirr vorgekommen.

Circe selbst kannte ich vor der Lektüre nicht, deshalb wusste ich auch nicht, was mit ihr passieren würde und war umso überraschter. Denn ihre Story ist wirklich juicy! Einerseits geht es darum, wie sie ihre Hexenkräfte entwickelt und wie sie deshalb aus der Welt der Götter ausgestoßen wird. Andererseits (und dieser Teil hat mir wesentlich besser gefallen) geht es um ihre berühmten Liebhaber, die ich allesamt absolut köstlich fand. Die Männer in diesem Buch werden nicht verherrlicht, sondern die meisten werden als knallharte Arschlöcher beschrieben, so wie man sich griechische Götter und Helden auch irgendwie vorstellt. Trotzdem oder vielleicht genau deswegen fand ich sie einfach unterhaltend. Ich will nicht spoilern, was genau passiert, falls ihr wie ich Circes Story noch nicht kennt, aber Männer, die in dem Buch auf die eine oder andere Weise auftreten, sind u.a.: Prometheus, Hermes, Dädalus und Odysseus. Nicht schlecht!

Ich bin Circe ist kein typisch aufgebauter Roman mit Spannungsbogen, sondern eine chronologische Schilderung der Ereignisse. Trotzdem konnte es mich fesseln und ich kann es allen empfehlen, die sich auch nur annähernd für die griechische Mythologie interessieren. Ich war nicht gerade ein Fan der Protagonistin Circe, doch die Nebenfiguren haben mir dafür umso besser gefallen. Das Buch war eine angenehme Auszeit von unserer echten Welt.

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

Habt ihr vor, Ich bin Circe zu lesen? Was für Bücher mögt ihr sonst so zum Thema griechische Mythologie? Die Autorin hat zuvor bereits einen Roman über Achilles geschrieben, der mich nun auch brennend interessiert. Falls ihr den schon kennt, lasst mir gerne eure Meinung dazu da!

 

 

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Neue Medien Special: Meine Lieblingspodcasts

Ich habe beschlossen, auf meinem Blog eine Beitragsreihe zum Thema Neue Medien zu starten. Bücher sind wunderbar und natürlich werde ich hier auch weiterhin regelmäßig von meiner Lektüre berichten, doch ich habe das Gefühl, dass dabei zu kurz kommt, dass ich nicht nur gerne lese, sondern auch ein großer Fan von Neuen Medien bin.

Deshalb fange ich die Serie heute mit einem Post über Podcasts an, denn Podcast spielen eine wichtige Rolle in meinem Leben. Ich höre jeden Tag Podcasts auf dem Weg zur Arbeit und sie sind (neben YouTube und Büchern) mein bevorzugter Weg, um mich weiterzubilden. Podcasts zu hören ist mein liebster Part meines Morgens, deshalb möchte ich euch heute meine vier liebsten Podcasts vorstellen.

1. Die Joe Rogan Experience

Vor mittlerweile bald einem Jahr habe ich zum ersten Mal eine Folge des Joe Rogan Podcast gehört, nämlich sein Gespräch mit Elon Musk. Ich wusste damals nicht mal, wer Joe Rogan ist, und habe nur wegen Elon Musk reingehört. Danach war es um mich geschehen und die Joe Rogan Experience wurde schnell zu meinem Lieblingspodcast.

Für jede Folge lädt Joe Rogan einen Gast ein, mit dem er sich dann zwei bis vier Stunden lang unterhält. Zu den Gästen zählen Wissenschaftler (toll war die Folge mit Jaime Metzl!), Schauspieler (Russell Brand, Kevin Hart, u.v.m.), Musiker, Sportler, Politiker und andere. Egal, wer zu Gast ist, der Podcast ist eigentlich immer faszinierend, denn es handelt sich nicht um ein stures Interview, sondern um offene Gespräche, bei denen man nie weiß, wo sich die Unterhaltung hinbewegt. Ich lerne so viele interessante Menschen kennen über die Joe Rogan Experience und lerne Dinge aus allen möglichen Fachbereichen. Dabei mache ich mir meistens auch fleißig Notizen, einfach weil ich es spannend finde und teilweise auch weil ich von den neuen Erkenntnissen Input für mein Schreibprojekt erhalte.

Joe Rogan an sich ist ein interessanter Charakter. Die Podcastfolgen werden auch als Videos auf YouTube übertragen, doch ich glaube, anschauen könnte ich mir das nicht, denn Joe Rogans massive, muskulöse Gestalt und Art würden mich zu sehr ablenken. Ich bevorzuge es, ihm zuzuhören und ich mag, dass er allen eine Chance gibt, sich zu erklären, auch wenn sie teils komplett anderer Meinung sind als er (in diesem Sinne war die Folge mit Adam Conover sehr unterhaltsam!). Joe Rogan bezeichnet sich selbst als eher links, wird aber oft als rechts verschrien. Was er mit seinem Podcast auf die Beine gestellt hat, ist auf jeden Fall beeindruckend. Auch wenn es mir oft so vorkommt, dass der wahre Star der Show eigentlich sein Assistent Jaime ist, der im Hintergrund die Fakten checkt und die Sendung am Laufen hält.

Man muss schon ein bisschen Toleranz für die Joe Rogan Experience mitbringen, denn es werden auch oft umstrittene Themen besprochen, doch ich finde genau deshalb ist dieser Podcast eine wahre Bereicherung.

2. Dear Hank and John

Kommen wir zu einem etwas leichter verdaulichen Podcast, der den perfekten Ausgleich zu den ersten Themen der Joe Rogan Experience bietet. Ich bin seit Jahren ein großer Fan von Hank und John Green und allem, was die beiden online gemeinsam produzieren. Ich habe sie kennengelernt über den YouTube Channel Crash Course, mit dem man zu allen möglichen Themen etwas lernen kann, als würde man diese Fächer studieren – und zwar bei den zwei coolsten Nerds im Internet.

In ihrem Podcast beantworten die Brüder Fragen der Zuhörer: wissenschaftliche Fragen, aber auch jede Menge scherzhafte Dinge, wie Fragen zum sozialen Verhalten in bestimmten Situationen. Die Antworten kommen auch immer mit einem Augenzwinkern, immerhin handelt es sich bei Dear Hank and John um einen Comedy Podcast. Egal wie meine Stimmung ist, eine Folge Dear Hank and John muntert mich einfach immer auf!

Beide Brüder sind mittlerweile Autoren. John Green kennt ihr sicher als megaerfolgreichen Jugendbuchautor, während Hank Green letztes Jahr seinen Debütroman und eines meiner absoluten Lieblingsbücher An Absolutely Remarkable Thing herausgebracht hat.

3. Radiolab

Radiolab war der allererste Podcast, den ich je gehört habe. 2016 habe ich einen kleinen Solotrip gemacht und kam auf die glorreiche Idee, mir für die langen Bahnfahrten ein paar Podcasts herunterzuladen. Irgendwie bin ich auf Radiolab gestoßen und dieser Podcast ist der Grund, weshalb ich überhaupt so ein riesen Podcast-Fan geworden bin. Ich finde immer noch, dass er der am besten produzierte Podcast ist, den ich kenne.

Radiolab ist ein Reportage Podcast. Jede Folge berichtet von etwas im Weltgeschehen, in der Wissenschaft, der Politik oder allen möglichen anderen Themen. Es ist ein bisschen wie Zeitung lesen, nur so viel besser, denn die Schnitte sind einfach der Hammer. Berichte, Zeugenaussagen, Experteninfos etc. werden so zusammengeschnitten, dass die Reportage klingt wie ein superspannender Film. Ich habe so viele faszinierende Dinge dank Radiolab gelernt und bin immer wieder beeindruckt, wie hochprofessionell dieser Podcast einfach ist.

In letzter Zeit habe ich insbesondere die Beitragsserie G genossen. Darin ging es um Intelligenz und jede Folge hat unterschiedliche wahre Geschichten über Intelligenz erzählt, ob es jetzt um IQ Tests ging, Einsteins Gehirn oder die Intelligenz von Tieren. Die Serie ist jetzt vorbei, aber ich bin mir sicher, dass weitere faszinierende Podcastfolgen auf uns bei Radiolab warten werden.

4. The Lady Gang

Von meinen vier Lieblingspodcasts ist The Lady Gang mit Sicherheit der banalste und oberflächlichste, aber ich kann nicht leugnen, dass ich ihn super gerne höre. Ich bin seit vielen Jahren Fan von Keltie Knight (früher Keltie Colleen), ehemalige Tänzerin, Autorin und Bloggerin, jetzt Entertainment Moderatorin, und bin auch über sie auf die Lady Gang gestoßen. In dem Podcast quatschen die drei Hosts, Keltie, Becca und Jac, über alles Mögliche – meistens über Männer, Sex und dergleichen – und laden Gäste aus der Popkultur ein.

The Lady Gang ist einfach unterhaltsam und lustig und ich mag es als Ausgleich zu all den schwierigen News, mit denen man täglich bombardiert wird. Auf Facebook gibt es eine gigantische Lady Gang Community, die sich gegenseitig unterstützt und inspiriert. Mittlerweile gibt es auch eine Lady Gang TV Sendung, aber der Podcast ist nach wie vor mein Liebling.

Hört ihr gerne Podcasts? Wenn ja, welche? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen, vor allem für Reportage oder Interview Podcasts! Lasst mir gerne ein paar Tipps da.

 

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Warum ich Science Fiction schreibe

Wenn ich Leuten erzähle, dass ich ein Buch schreibe, sind sie meist sehr interessiert. Wenn ich dann aber sage, dass es sich um einen Science Fiction Roman handelt, mindert das sofort wieder ihr Interesse. Dann verdrehen sie wahrscheinlich innerlich die Augen und denken: Die schon wieder mit ihrer Obsession mit Gentechnik und der Wirtschaft und Dystopien und Utopien und Tesla Autos und und und. Irgendwie kenne ich keinen, der sich so sehr für Science Fiction Themen (aus der echten Welt wie auch in der Literatur) interessiert wie ich. Doch das motiviert mich nur noch mehr, weiter an meinem Roman zu arbeiten. Deshalb möchte ich euch im Folgenden drei Gründe nennen, wieso ich gerade Science Fiction schreibe.

1. Weil ich es gerne lese

Der erste Grund mag erst einmal banal klingen, doch letztlich macht es ja keinen Sinn etwas zu schreiben, das man selbst nicht lesen würde. Wenn man sich schon Monate oder Jahre lang mit einem Genre beschäftigt, dann sollte es doch bitte das eigene Lieblingsgenre sein. Und das ist für mich im Moment die Science Fiction. Ich schreibe mein Buch allen voran, weil es so ein Buch noch nicht gibt und ich es selbst gerne lesen würde.

Als ich die Science Fiction für mich entdeckt habe, hat das meine Lesewelt komplett auf den Kopf gestellt. Obwohl ich schon vorher ab und zu mal ein Buch in die Richtung gelesen habe, war es definitiv Der Marsianer von Andy Weir, was dazu geführt hat, dass ich mich in dieses Genre verliebt hab. Das Buch war einfach phänomenal und ich suche bis heute nach einem Science Fiction Roman, der an Der Marsianer heranreichen kann (Buchtipps gerne an mich!). Danach war es um mich geschehen und diese neue Leidenschaft war auch der Start meiner Science Fiction Challenge 2019.

Doch schon vor dem Marsianer habe ich einige Bücher gelesen, die Sci Fi Aspekte hatten. Es begann mit Der Circle von Dave Eggers, das mir meine Mutter gegeben hatte und das mich extrem beeindruckt hat. Danach folgten viele weitere Bücher dieser Art. Sie drehen sich um neue Techniken oder wissenschaftliche Erkenntnisse und spielen meist ein paar Jahre bis Jahrzehnte in der Zukunft. Trotzdem werden sie nicht als Science Fiction, sondern als Romane oder Thriller verkauft. Zu meinen Lieblingsautoren zählen Marc Elsberg (Zero, Gier und Helix), Frank Schätzing (Die Tyrannei des Schmetterlings) und Andreas Brandhorst (Ewiges Leben und Das Erwachen). Ich weiß nicht genau, wie man diese Art von Büchern genau bezeichnet (sie stehen irgendwo auf der Grenze zwischen Thrillern und Science Fiction), doch das ist eigentlich mein Lieblingsgenre. Ich nennen mein Buchprojekt Science Fiction Roman, aber ich muss zugeben, dass es eher einem Schätzing oder Elsberg Roman ähnelt als Andy Weir (an den ich sowieso nie heranreichen könnte).

2. Weil ich es wichtig finde

Es regt mich immer so auf, wenn Leute die Science Fiction nicht ernst nehmen. Sie werten sie herab als weltfremde Unterhaltungsliteratur oder sogar Schundliteratur. Dabei finde ich, dass Science Fiction im Moment das wichtigste Genre ist. Science Fiction überlegt, wo wir Menschen uns hinbewegen. Es beleuchtet die aktuellen Trends und denkt sie weiter. Es zeigt, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Was kann in Zeiten des Klimawandels denn bitte wichtiger sein, als sich über unsere Zukunft Gedanken zu machen. Natürlich machen das in erster Linie die Wissenschaftler, doch Science Fiction Autoren packen deren Entdeckungen in Geschichten für jedermann. Deshalb finde ich, dass Science Fiction unersetzlich ist.

Außerdem hat die Science Fiction tatsächlich die Chance, etwas zu verändern. Indem diese Bücher auf die Gefahren und Chancen der Zukunft aufmerksam machen, ermöglichen sie es den Leuten, rechtzeitig zu reagieren. Viele große Wissenschaftler wurden von Science Fiction Autoren inspiriert (Einsteins Idee für die Relativitätstheorie stammt z.B. von seiner Lektüre von Büchern von Aaron Bernstein, der als einer der ersten über Zeitreisen geschrieben hat). Und auch heute haben Sci Fi Autoren noch Einfluss auf wahre Entwicklungen, so wurde Andreas Brandhorst aufgrund seines Werks Das Erwachen von Politikern und Unternehmern als Experte zur Künstlichen Intelligenz eingeladen. Mein Buch soll unterhalten. Aber vielleicht kann es ja auch etwas verändern.

3. Weil es mehr Frauen in der Science Fiction geben sollte

Letztes Jahr war ich auf der Frankfurter Buchmesse bei der Science Fiction Lounge Ursula, die mir sehr gefallen hat. Von den zehn eingeladenen Autoren waren nur drei Frauen. Und auch bei den Zuhörern überwogen deutlich die Männer. Hartes Sci Fi wird immer noch als Männergenre angesehen und das finde ich schade. Damals dachte ich mir: Wenn ich einen Science Fiction Roman schreibe, wird vielleicht in ein paar Jahren eine Frau mehr auf der Bühne der Science Fiction Lounge sitzen. Das zumindest wäre mein Traum.

Teil meiner Science Fiction Challenge 2019 ist, dass ich mehr Sci Fi Bücher von Frauen lesen möchte. Ich muss leider zugeben, dass ich daran bisher kläglich gescheitert bin. Das einzige Buch, das ich begonnen habe zu lesen, das nur von einer Frau geschrieben wurde (Unter uns die Nacht von Becky Chambers) musste ich abbrechen, weil es mir einfach zu wenig Plot bot. Also, wenn ihr mit Sci Fi Autorinnen empfehlen könnt, würde ich mich riesig freuen! Meine Vorbilder aus dem Genre sind allesamt Männer und obwohl ich natürlich meinen eigenen Stil habe (inklusive klischeehaft weiblicher Attribute, z.B. dass es bei meinem Roman auch um Beziehungen und Emotionen geht), will ich zeigen, dass auch eine Frau Science Fiction schreiben kann „wie die Männer“.

Dabei geht es nicht nur um mein Ego, sondern ich denke, dass die Geschichten sich verbessern würden, wenn es mehr Frauen gibt, die in diesem Genre erfolgreich sind. Denn die Frauenfiguren in der Science Fiction sind teilweise total zurückgeblieben. Am meisten hasse ich es, wenn Autoren über starke, mutige, beeindruckende Frauen schreiben, sie dann aber vor dem entscheidenden Showdown auf irgendeine Weise außer Gefecht setzen, sodass sie letztlich doch von den Männern gerettet werden müssen (ich sage nur: Ewiges Leben). Ich bin es so leid, diese Art von Geschichten zu lesen. Vielleicht kann ich da etwas ändern und (noch besser) mehr Frauen dazu inspirieren, sich in die Science Fiction zu wagen – egal ob Autorinnen oder Leserinnen.

In welchem Genre schreibt ihr und wieso? Was sind eure liebsten Sci Fi Autoren und (vor allem) Autorinnen?

 

 

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Rezension: Obsidio von Amie Kaufman und Jay Kristoff

Genre: Science Fiction | Erscheinungsjahr: 2018 | Taschenbuch: 624 Seiten | Verlag: Knopf | Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-0525578437

Kurzinhalt

Bei Obsidio handelt es sich um den dritten und letzten Zeil der Illuminae-Akten. Die Illuminae-Akten erzählen von einer illegalen Kolonie auf dem Planet Kerenza, die von dem großen Unternehmen Bei  Tech angegriffen wird, weshalb Chaos auf dem kleinen Planeten ausbricht und die Anwohner quer durch das Weltraum um ihr Leben fliehen müssen. Zu Obsidio selbst möchte ich hier gar nicht so viel verraten, denn ich will nicht die ersten beiden Teile Illuminae und Gemina spoilern. Ich habe alle drei Teile auf Englisch gelesen, den dritten Teil gibt es bisher auch leider noch nicht auf Deutsch.

Eigene Meinung

Ich habe dieses Buch geliebt! Ich war bereits ein Fan der Illuminae-Akten bevor ich überhaupt den ersten Teil gelesen habe, weil ich das Format (gesammelte Akten: Chats, Mails, Abschriften von Videos etc.) einfach genial fand. Schon alleine durch diese Bücher zu blättern, macht mir glücklich, denn das Layout ist total außergewöhnlich. Und der Inhalt kann mithalten! Alle drei Teile der Illuminae-Akten sind extrem rasant mit jede Menge Action von der ersten bis zur letzten Seite. Die Protagonisten schlittern von einer Katastrophe in die Nächste, aber sind trotzdem alle super sympathisch, lustig und coole Säue, sodass ich mit ihnen mitgefiebert habe und die Bücher kaum aus der Hand legen konnte. Diese Serie ist einfach Spannung pur. Ich lese auch Bücher mit langsameren Handlungen und mehr Tiefgang, doch im Vergleich zu solchen Werken, fühlen die Illuminae-Akten sich an wie Urlaub. Sie sind in erster Linie nun einmal Unterhaltung und sie machen jede Menge Spaß! Ich finde, wir brauchen mehr Bücher dieser Art.

Davon abgesehen interessieren mich auch die Science Fiction Aspekte der Illuminae-Akten (immerhin zählt es zu meiner Science Fiction Challenge 2019): Raumschiffflotten, Kolonien auf anderen Planeten, Technik der Zukunft, etc. Ein wichtiger Teil von letzterem ist die Künstliche Intelligenz AIDAN, die in allen drei Büchern eine Rolle spielt. Ohne AIDAN würde diese Geschichte gar nicht funktionieren. Doch obwohl ich ein großer Fan von Büchern über KI bin, empfand ich AIDAN irgendwie als den uninteressantesten Aspekt. Der Plot und die Figuren sind einfach so super, dass sie selbst eine KI in den Schatten stellen. Auch bei Obsidio habe ich die Abschnitte über AIDAN weniger gemocht als die über die menschlichen Protagonisten.

Dann kommen wir doch mal zu den Protagonisten: Jeder der drei Teile dreht sich um zwei Figuren (ein Mädchen und ein Junge). Das Hauptpaar in Teil 1 Kady und Ezra fand ich supersympathisch und ihre Beziehung erschien mir realistisch. Die beiden waren von Anfang an sehr vertraut miteinander, weil sie schon vor Beginn der Handlung lange zusammen gewesen waren. Teil 2 drehte sich um Hannah und Nic, die ich einzeln auch extrem spannend fand. Vor allem der Bad Boy Nic hatte definitiv etwas. Doch als Paar mochte ich die beiden nicht. Er war ursprünglich ihr Drogendealer und das hat sich für mich die ganze Zeit lang irgendwie komisch angefühlt. Das war auch der einzige Grund, weshalb Gemina von mir als einziges der drei Bände nur 4 Punkte bekommen hat. Denn das Sci Fi Konzept in Gemina ist meiner Meinung nach das Beste. In Obisidio schließlich lernen wir wieder zwei neue Protagonisten kennen, deren Namen ich jetzt nicht nennen möchte, um nicht zu spoilern. Diese beiden fand ich wieder ganz wunderbar! Sie ist von all den Heldinnen die normalste (ohne super Kämpferfähigkeiten und dergleichen), während er einfach ein richtig guter Kerl ist, der sich von seinem Gewissen leiten lässt. Beide fand ich extrem sympathisch und die Beziehung der beiden hatte eine besondere Leidenschaft. Deshalb waren sie mein Lieblingspaar aus den Illuminae-Akten.

Insgesamt war Obsidio das perfekte Ende für diese Trilogie. Der Plot funktioniert hervorragend und die letzten 200 Seiten sind die reinste Achterbahnfahrt. Ich wurde schon lange nicht mehr von einem Buch so mitgerissen. Am Anfang kam mir alles etwas bekannt vor, denn die Formel (Aktensammlung und viel Action) und die wichtigsten Aspekte (Paare, Kämpfe, Raumfahrt, AIDAN) kannte ich ja schon. Irgendwann weiß man einfach, wie ein Buch aus einer Serie funktioniert. Doch dann konnte mich Obsidio vor allem gegen Ende noch komplett überraschen und ich habe permanent darüber nachgedacht und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Deshalb denke ich, dass Obsidio letztlich sogar mein Lieblingsteil der Reihe ist, auch wenn alle drei Teile gut waren.

Bewertung

+++++ – Fünf von fünf Punkten

Kennt ihr die Illuminae-Akten? Wie viele der Bücher habt ihr bisher gelesen? Wer ist euer Lieblingspaar oder eure Lieblingsfigur? Lasst mir gerne eure Meinung da! Könnt ihr mir ähnliche Bücher empfehlen?

 

 

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Rezension: Helix von Marc Elsberg

Genre: Thriller | Erscheinungsjahr: 2016 | Taschenbuch: 672 Seiten | Verlag: Blanvalet |Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3734105579

Kurzinhalt

Der US-Außenminister stirbt und wie sich bald herausstellt, ist der Grund nicht etwa ein einfaches Herzproblem. Ein Ehepaar erhält im Laufe ihres Kampfes darum, ein Kind zu bekommen, ein außergewöhnliches Angebot. Eine überintelligente Teenagerin verschwindet und in Afrika gedeiht ein Maisfeld plötzlich wesentlich besser als alle anderen. So beginnen vier spannende Geschichten, die miteinander zusammenhängen und bald die komplette Welt auf den Kopf stellen.

Eigene Meinung

Ich bin schon länger Marc Elsberg Fan und spätestens nach meinem euphorischen Post zu Gier müsste euch das klar sein. Und auch wenn das hier kein Marc Elsberg Blog ist, möchte ich jetzt schon wieder eine Rezension zu einem seiner Bücher teilen. Wie immer behandelt er auch hier ein superspannendes Thema, nämlich die Gentechnik, dass mich persönlich aus Recherchegründen ganz besonders interessiert und das im Moment auch brandaktuell ist. Während ich Helix gelesen habe, habe ich in der Stuttgarter Zeitung einen Artikel entdeckt, der genau die Fragen behandelt, die Helix überdeutlich veranschaulicht. Ich liebe es, wenn Bücher und Realität ineinandergreifen, denn das zeigt, das Literatur einerseits ganz maßgeblich von unserer Welt beeinflusst wird, und andererseits, dass sie wiederum (wenn es gut läuft) tatsächlich die Realität verändern kann. Helix (wie auch die anderen Bücher von Marc Elsberg) ist ein Werk, das wir brauchen, ganz besonders jetzt, da wir auf der Schwelle zu so vielen technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen stehen, ohne die Konsequenzen dieser zu verstehen. Mein Traum ist, auch einmal so ein brisantes und wichtiges Buch zu schreiben.

Aber genug herumphilosophiert, kommen wir zu der konkreten Story: In Helix gibt es vier Handlungsstränge, nämlich die Ermittlungen nach dem Tod des Außenministers, die Zeugung eines Kindes, die die werdenden Eltern vor unerwartete Entscheidungen stellt, das Verschwinden einer Jugendlichen, die bereits auf die Uni geht, und das Geheimnis um ein Maisfeld in Afrika, das sich grundlegend von den anderen Feldern unterscheidet. Marc Elsberg macht hier ein gigantisches Fass auf, doch er schafft es irgendwie, dass all die Handlungsstränge funktionieren und zueinander finden. Dabei geht die Story viel weiter, als ich es erwartet hatte. Teilweise kommt sie mir vor wie Science Fiction, aber gleichzeitig halte ich sie für relativ realistisch, was das Ganze noch spannender macht.

Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse eines Ehepaars, die zu einer geheimen Location eingeladen werden, wo sie erfahren, dass sie ihrem Kind nicht nur das Leben, sondern noch viel mehr schenken können. Für mich waren diese Geschehnisse das Herz der Story, denn was sie dort vorfinden, ist wirklich der faszinierendste und aufregendste Aspekt des Buchs. Die anderen Teile gehören dazu und finden ihren Weg zu der Hauptstory, doch ich muss zugeben, dass ich sie teilweise etwas überflüssig fand.

Außerdem muss ich bemängeln, dass ich (im Gegensatz zu Gier oder Zero) keine echte Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Sie waren alle interessante Persönlichkeiten, aber irgendwie blieben sie für mich etwas distanziert, sodass es mir letztlich egal war, ob sie überleben oder nicht. Ich denke, das ist oft ein Problem bei plotlastigen Büchern über sehr anspruchsvolle Themen: Die Geschichten sind so faszinierend, dass der menschliche Aspekt auf der Strecke bleibt. Schade fand ich das zwar schon, aber letztlich hat es mich nicht wirklich gestört. Ich habe Helix nicht für die Emotionen und Beziehungen der Figuren gelesen, sondern weil ich auf ein spannendes Buch über Gentechnik gehofft habe und genau das habe ich erhalten. Damit hat Helix alle meine Erwartungen erfüllt, aber eben nicht übertroffen. Während Zero meiner Meinung nach das spannendste der drei Marc Elsberg Bücher, die ich bisher gelesen habe, ist, sind in Gier die Figuren ganz wunderbar. Helix ist vom Thema her eventuell sogar der interessanteste der drei Thriller, kann aber in den anderen Aspekten nicht mithalten. Es ist trotzdem ein verdammt gutes Buch, weshalb es von mir immer noch vier Punkte erhält.

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

Habt ihr bereits etwas von Marc Elsberg gelesen? Welches seiner Bücher mögt ihr am liebsten? Ich kenne jetzt alles von ihm außer Blackout.

 

 

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Meine Sommer Leseliste

Ich stelle selten Leselisten auf und wenn, dann halte ich mich nicht dran. Aber da sich bei mir im Moment zu viele ungelesene Bücher stapeln und es einige darunter gibt, auf die ich total Lust habe, habe ich mir nun doch für die nächsten Sommerwochen mal eine Leseliste zusammengestellt. Ich hoffe, dass ich die sieben Bücher auf dieser Liste bis Ende September durchhaben werde.

1. Der Store von Rob Hart

Dieses Buch lese ich gerade und nähere mich auch schon langsam dem Ende. Es ist eine Herbstneuerscheinung, doch da ich eventuell eine Katalogempfehlung dafür schreiben wollte, habe ich es als erstes Buch auf meine Liste gepackt. Aus der Empfehlung wird wohl aus organisatorischen Gründen nichts werden, aber trotzdem bin ich froh, dass ich das Buch lese, denn es gefällt mir ausgesprochen gut. Der Store handelt von einem riesigen Online-Versandhandel, der schnell alle Einzelhandel auffrisst bzw. in den Ruin treibt, sodass nun alle bei dem Store arbeiten müssen, wo allerdings miserable Arbeitsbedingungen herrschen. Na, erinnert euch dieser Laden an irgendein echtes Unternehmen? Die Geschichte wird aus drei Sichtweisen erzählt und regt definitiv zum Nachdenken an. Auch die Action kommt nicht zu kurz, denn so richtig zufrieden ist eigentlich kaum einer mit der Situation. Mehr will euch jetzt noch nicht verraten, aber sobald das Buch erschienen ist, werde ich es hier gerne rezensieren.

2. Obisidio von Amie Kaufmann und Jay Kristoff

Hurra! Es ist endlich bei mir angekommen: der dritte Teil der Illuminae-Akten, auf den ich mich schon lange freue. Ich liebe die Illuminae Reihe, weil sie eine superspannende Handlung (Flucht, Krieg und Chaos auf einer Raumschiffflotte) mit einem total originellen Stil und Layout verbindet (es handelt sich um gesammelte Akten, also Chats, Mails, Kameraberichte, etc.). Diese Bücher machen einfach Spaß zu lesen und ich freue mich riesig, mich bald in das Finale der Trilogie zu stürzen.

3. Der dritte Zwilling von Ken Follett

Hierbei handelt es sich um einen uralten Roman von einem Autor, von dem ich noch nie etwas gelesen habe und dessen Bücher mich eigentlich auch nicht sonderlich interessieren. Doch dieses sticht heraus und fasziniert mich vom Thema her, denn es geht (hoffentlich) um Klone. Diese Lektüre zähle ich außerdem zur Recherche für mein eigenes Schreibprojekt.

4. Sonne und Beton von Felix Lobrecht

Ich muss zugeben, dass ich nur auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, weil es so gehypt wird. Der Autor ist wohl ein Poetryslammer (oder YouTuber?) und ich denke, Sonne und Beton handelt vom Großstadtleben. Ich habe mal ein bisschen hereingelesen und der lockere Stil spricht mich gleich an. Ich habe als Leseexemplar überraschenderweise sogar eine signierte Ausgabe zugeschickt bekommen und bin gespannt, wie es mir gefallen wird.

5. Origin von Dan Brown

Ich bezeichne mich als Fan von Dan Brown, auch wenn ich von ihm bisher nur zwei Bücher gelesen habe. Die fand ich jetzt auch nicht überragend, aber definitiv super unterhaltend und das ist, was ich bei diesem Autor suche. Deshalb hoffe ich, dass mir auch Origin ein paar spannende Stunden bescheren kann. In meinem Regal tummelt sich noch ein weiteres von den Robert Langdon Büchern, also wenn ich Lust habe, kann ich damit gleich weitermachen.

6. Das Herz der Zeit von Monika Peetz

Dieses Jugend-Fantasy Buch liegt jetzt einfach schon zu lange bei mir rum. Ich weiß nicht so genau, worum es geht (ich hoffe doch mal um Zeitreisen oder etwas in der Art), aber ich habe Lust, mich mal wieder an ein Fantasy-Buch zu wagen, denn in letzter Zeit habe ich um das Genre eher einen Bogen gemacht.

7. Spaceman of Bohemia von Jaroslav Kalfar

Ach ja, da war doch mal meine Science Fiction Challenge 2019, die ich irgendwie aus den Augen verloren habe. Deshalb muss ich da dringend mal weiterlesen! In letzter Zeit sind einfach so viele Nicht-Sci-Fi-Leseexemplare bei mir eingezogen, weshalb ich dem Genre eher ferngeblieben bin. Aber ich vermisse mein Science Fiction! Obsidio werde ich auch schon zu der Challenge zählen und mit Spaceman of Bohemia geht es weiter. Das habe ich mir schon vor einer Weile als eBook geholt und hoffe, dass es mir gefallen wird. Der Titel klingt schon mal vielversprechend.

Habt ihr eines oder mehrere dieser Bücher gelesen? Was habt ihr euch in nächster Zeit so vorgenommen? Oder glaubt ihr nicht an Leselisten?

 

 

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