Science Fiction Challenge 2019 Update

Jetzt sind wir schon eineinhalb Monate im neuen Jahr und damit auch so lange bei der Science Fiction Challenge 2019. Ich beglückwünsche mich für die Idee dieser Challenge, denn mein Lesekonsum ist dadurch deutlich gestiegen und natürlich motiviert es noch mehr, dass andere Leute mich bei diesem Abenteuer begleiten. Deshalb möchte ich euch bei diesem Update auch als allererstes die anderen Blogger vorstellen, die bisher bei der Challenge mitmachen. Wenn ich jemanden vergessen habe, tut mir das sehr leid! Gebt mir einfach Bescheid und ich ergänze euch.

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Rezension: Die Tyrannei des Schmetterlings von Frank Schätzing

Genre: Roman | Erscheinungsjahr: 2018 | Hardcover: 736 Seiten | Verlag: Kiepenheuer&Witsch |Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3462050844

Kurzinhalt

Ein Todesfall führt Undersheriff Luther auf eine Anlage des Technologiekonzerns Nordvisks. Was er dort vorfindet, übersteigt all seine Vorstellungen und stellt seine Realität auf den Kopf.

Eigene Meinung

Dieses Buch war definitiv nicht, was ich erwartet habe. Es beginnt wie ein Krimi. Wir verfolgen Luther und seine Kollegin Ruth dabei, wie sie einen Todesfall ermitteln. Das zieht sich über 150 Seiten so. Dann, gerade als ich mich an das Lesen eines Krimis gewöhnt habe, wird die Geschichte komplett in eine andere Richtung gelenkt. Denn erst nach 150 Seiten wird das eigentliche Thema des Buchs eingeführt und es kam für Luther wie für mich als Leserin gleichfalls überraschend. Es hat mich wirklich absolut unvorbereitet getroffen und dadurch umso mehr begeistert. Deshalb möchte ich euch hier nicht verraten, worum es in Die Tyrannei des Schmetterlings wirklich geht, denn ich denke der Reiz des Buchs liegt auch darin, dass man es als Leser gemeinsam mit Luther erfährt.

Das Buch ist in sechs große Abschnitte unterteilt, die durch schwarze Seiten abgetrennt werden. Diese Struktur hat mir gut gefallen, denn dadurch hat die Geschichte sich ein bisschen angefühlt wie eine Serie. Die meisten Abschnitte enden mit einem Wendepunkt und einem Cliffhanger, sodass man einfach weiterlesen muss. Oft schlittert das Buch auch mit einem neuen Abschnitt in eine komplett andere Thematik und sogar in ein anderes Genre, obwohl dem aufmerksamen Leser vielleicht schon die ein oder anderen Vorausdeutungen aufgefallen sind. Aus diesem Grund hat das Buch für mich einen totalen Sog entwickelt, denn ich konnte nie wissen, was als Nächstes passiert. Nichts war sicher, alles war möglich. Dem Plot von Die Tyrannei des Schmetterlings würde ich deshalb ohne zu zögern die volle Punktzahl geben. Schätzing ist einfach ein Meister des Plots!

Was die Spannung für mich dann aber wieder ab und zu gebremst hat, waren die oft seitenlangen Abschweifungen, Beschreibungen und das ewige Rumphilosophieren. Ich bin einfach kein Fan von Schätzings ausholendem Schreibstil und denke, er hätte sich ruhig ein paar hundert Seiten sparen können, indem er einfach etwas schneller auf den Punkt kommt. Aber das ist sicher Geschmackssache.

Ich habe Die Tyrannei des Schmetterlings begonnen zu lesen mit der Überzeugung, dass es darum um künstliche Intelligenz geht. Und das tut es auch oder zumindest beginnt es so. Doch dann geht das Buch noch viel viel weiter, bis es bei einem noch viel größerem Thema angekommen ist. Wie Schätzing dieses hochkomplexe Thema dargestellt hat und wie vielseitig er es integriert hat, ohne dass der Kernplot, das ungewollte Abenteuer des Undersheriffs Luther, darunter leidet, hat mich wirklich beeindruckt. Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an und ich kann es allen empfehlen, die ihren Horizon erweitern möchten.

Zuletzt möchte ich noch kurz meine Lieblingsfigur aus Die Tyrannei des Schmetterlings und eine meiner liebsten Figuren seit langem erwähnen: Elmar Nordvisk, der Chef des Technologieunternehmens. Elmar verkörpert die geistigen Führer von Silicon Valley einfach so perfekt. Er ist genial, seine Kreativität kennt keine Grenzen, doch gleichzeitig ist er auch verdammt naiv in seinem Übermut und natürlich, vielleicht typisch für einen Nerd, nicht gerade der sozialste Mensch. Er ist ein Klischee, doch in seiner naiven Träumerei ist er mir wirklich ans Herz gewachsen. Außerdem hat es nicht geschadet, wie sehr er Elon Musk ähnelt.

Bewertung

++++ – Vier von fünf Punkten

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Blogiversary: Ein Jahr Die Bücherreisende

Hurra! Mein Blog wird ein Jahr alt! Anfang 2018 habe ich meinen Blog erstellt, alles geplant und vorbereitet und am 4.2.2018 ist mein allererster Post erschienen. Ich hatte schon einige Zeit vorher mit dem Gedanken gespielt, einen Buchblog zu gründen, und schließlich kurzerhand beschlossen, es einfach zu tun. Und ich habe es nicht bereut, denn das erste Lebensjahr von Die Bücherreisende war in so vielen Hinsichten absolut bereichernd und einfach nur Spaß!

Das Lesen ist schon seit Jahren eine meiner größten Leidenschaften. Es macht einfach noch mehr Spaß, wenn man diese Leidenschaft mit anderen teilen kann. Dafür ist ein Buchblog eine super Gelegenheit, denn hier kann ich meine Gedanken zu Büchern posten und mit anderen Bücherfreunden in Kontakt kommen. Am liebsten schreibe ich natürlich Rezensionen zu Büchern, die mich besonders begeistern konnten, doch auch eine kritische Besprechung macht Spaß. Im Folgenden möchte ich euch von all den wunderbaren Dingen, die ich im letzten Jahr dank meines Blogs erleben durfte, berichten.

Zuallererst feiert so ein Buchblog natürlich die Freude am Lesen und deshalb bin ich wirklich stolz, dass ich 2018 ganze 27 Bücher gelesen habe. Für einige mag das sicher immer noch wenig sein, doch meine Erwartungen hat es um mehr als das Doppelte übertroffen. Und der Grund dafür ist natürlich mein Blog, denn damit ich Stoff für Blogposts habe, brauche ich jede Menge Leseerfahrungen und das motiviert ungemein. Tatsächlich habe ich im letzten Jahr viel öfter meine Abende lesend verbracht als zum Beispiel mit Fernsehserien, wie ich es früher oft getan habe. Ich schaue nach wie vor gerne Serien, aber es gibt doch nichts Besseres, als sich einem guten Buch zu verlieren – egal ob im Sommer auf dem Balkon oder im Winter eingekuschelt auf der Couch. Außerdem werde ich mittlerweile täglich mit inspirierenden Buchempfehlungen bombardiert, ob hier in den Kommentaren, auf Instagram oder auf den zahlreichen anderen Buchblogs, denen ich folge. So wächst meine Liste von Büchern, die ich gerne lesen möchte, immer weiter an, was mich inspiriert, noch mehr zu lesen.

Wie schon gesagt, macht Lesen doppelt so viel Spaß, wenn man mit anderen darüber sprechen kann. Deshalb genieße ich vor allem den Austausch in der Bloggersphäre. Ich freue mich immer riesig über Kommentare zu meinen Posts und kommentiere genauso gerne unter den Beiträgen anderer Blogger. Wenn man gemeinsame Favoriten entdeckt, ist das immer ein schönes Erlebnis.

Außerdem bin ich ein Challenge-Fan geworden, denn Challenges vernetzen mich noch mehr mit der Community und motivieren zum Lesen. Letztes Jahr habe ich bei der DasSuBAbc Challenge von KeJas Blogbuch mitgemacht, die mir extrem geholfen hat, meinen SuB abzubauen, und dank der ich einige Bücherperlen in meinem eigenen Regal entdeckt habe. Auf Instagram war ich bei der #instabooks Challenge von Angelina Reads dabei, die mir immer tolle Ideen für Fotos geliefert hat. Außerdem mache ich hin und wieder beim Top Ten Thursday von Weltenwanderer mit, wobei es mir besonders viel Spaß macht, sowohl meine eigenen Top 10 Listen aufzustellen, als auch die Listen der anderen zu durchstöbern. Leider gibt es oft Themen, zu denen mir einfach keine zehn Bücher einfallen, deshalb bin ich nur ab und zu dabei. Dieses Jahr mache ich wieder bei einer SuB Challenge mit, denn mein SuB wächst und wächst weiterhin, nämlich bei der SuB das Jahr 2019 Challenge von der Buchdrache. Außerdem veranstalte ich zum ersten Mal meine eigenen Challenge, nämlich die Science Fiction Challenge 2019! Die Resonanz zu dieser Aktion ist definitiv eines meiner Highlights, die ich bisher mit Die Bücherreisende erleben durfte.

Eine Sache, mit der ich zu Beginn zu kämpfen hatte, war die Frage nach den Rezensionsexemplaren. Ich war glücklich, mein erstes Rezensionsexemplar annehmen zu dürfen, doch dann musste ich feststellen, dass ich, obwohl es überhaupt keine Einschränkungen vonseiten des Verlags gab, mich selbst verpflichtet sah, eine gute Bewertung abzugeben. Das ist bei Büchern, die mich sowieso begeistern, natürlich kein Problem, doch wenn ich ein Buch mal nur mittelmäßig finde, gerate ich da schnell in Gewissenskonflikte. Deshalb habe ich kurz darauf die Sache mit den Rezensionsexemplaren wieder aufgegeben und kaufe mir nun die Bücher lieber selbst.

Ein anderer Aspekt, den ich noch immer nicht so ganz geregelt bekomme, ist die Mischung aus Schreib- und Buchblog, die ich hier vereine. Denn neben einer leidenschaftlichen Leserin bin ich auch selbst Autorin, schreibe regelmäßig, arbeite mittlerweile an meinem zweiten Manuskript und träume davon, veröffentlicht zu werden. Diese Erfahrungen des Schreibens und meines Wegs zur Veröffentlichung möchte ich hier teilen, doch ich tue mir manchmal etwas schwer damit, sie mit meinen Rezensionen, Bücherlisten und Challenge Posts zu verbinden. Deshalb gibt es die beiden Kategorien Vom Bücherfreund und Vom Schreiberling, die meine Posts thematisch aufteilen. Einmal im Monat veröffentliche ich einen Beitrag zum Schreiben. Da diese Posts anfangs weniger Reaktionen erhielten als die klassischen Buchblogposts habe ich zwischendurch mit dem Gedanken gespielt, den Schreibaspekt meines Blogs komplett aufzugeben. Doch dann habe ich andere Schreibblogger kennengelernt und das wäre nicht möglich gewesen ohne meine Schreibposts auf Die Bücherreisende. Schreiben ist und bleibt ein wichtiger Teil meiner Persönlichkeit, deshalb möchte ich dem Schreiben auch in Zukunft Platz auf diesem Blog einräumen. Wie genau das aussehen wird, weiß ich allerdings noch nicht genau.

Es war auf jeden Fall ein tolles erstes Jahr in der Buchblogger Gemeinschaft und ich freue mich auf die weiteren Jahre und darauf, mit meinem Blog zu wachsen und vielleicht auch mal neue Richtungen einzugehen! Vielen lieben Dank an alle, die über Die Bücherreisende gestolpert sind, die hier ab und zu oder auch regelmäßig vorbeischauen, die lesen, kommentieren und teilen. Ihr macht meinen Blog zu meinem Zuhause!

 

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Die Frage nach der Perspektive

Eine der ersten Fragen, die man sich als (angehender) Autor stellen muss, bevor man überhaupt mit dem Schreiben beginnen kann, ist: Aus welcher Perspektive will ich meine Geschichte erzählen? Und: Eignet sich vielleicht eine Perspektive besonders gut?

Dabei könnte man sich als erstes überlegen, welche Perspektive man gerne liest. Ich lese zum Beispiel gerne Bücher, die aus einer einzigen Perspektive erzählt werden. Es ist egal, ob das in der Ich-Form oder in der Er/Sie-Form geschieht, die Hauptsache ist für mich, dass die Leser ganz genau so viel wissen und nicht wissen wie der Erzähler. Ich will mit dem Erzähler mitfühlen und in sein Innerstes blicken. Ich will verstehen, wieso er so handelt, wie er es tut. Und (noch wichtiger): Ich will mit ihm miträtseln, ich will genauso von neuen Erkenntnissen überrascht werden wie er, ich will geschockt sein und dem Plottwist/Verrat/Schicksalsschlag/Sieg genauso plötzlich und unvorbereitet begegnen wie der Erzähler. Für mich fühlt sich eine Geschichte realistischer und näher an, wenn sie aus einer einzigen Perspektive erzählt wird, denn das echte Leben sehen wir nun einmal auch nur durch unsere Augen und wir sind alles andere als allwissend. Außerdem finde ich, dass diese Perspektive mir als Leser etwas Vertrautes mitgibt, denn egal was passiert, die Augen, durch die ich das Geschehen beobachte, bleiben dieselben.

Doch es gibt einen Trend zu mehreren Perspektiven und gerade wenn es um komplexere und umfassendere Geschichten geht, ist das sicher auch sinnvoll. Ich kann mich durchaus auch mit einem Buch anfreunden, dass regelmäßig die Perspektive wechselt, obwohl sich das manchmal anfühlt, als würde ich als Leser grob aus einem Kopf gerissen und in einen anderen gesteckt werden. Doch solange das regelmäßig geschieht, also zum Beispiel die Perspektive mit jedem Kapitel wechselt, kann ich damit umgehen. Was ich nicht mag, ist, wenn die Perspektiven wild durcheinandergeschmissen werden und keiner logischen Reihenfolge folgen. Auch wenn gegen Ende des Buchs neue Perspektiven eingeführt werden, stört mich das immer extrem. Das ist mir in letzter Zeit gleich zweimal beim Lesen begegnet und zwar bei erfahrenen und extrem erfolgreichen Autoren wie Andreas Brandhorst und Frank Schätzing (wobei es bei letzterem viel weniger wild und ungeordnet vorging). Ich verstehe, dass der Plot manchmal verlangt, am Ende eine andere Figur sehen und/oder sprechen zu lassen, weil diese zum Beispiel etwas erlebt, das niemand anders wissen kann, oder weil diese sich als etwas entpuppt, das weder Protagonist noch Leser erwartet hätten. Aber es verwirrt und nervt mich trotzdem. Nachdem ich hunderte von Seiten damit verbracht habe, eine Handvoll von Protagonisten kennenzulernen und deren Innerstes zu erkunden, nachdem ich mich mit ihnen in einer gewisser Weise angefreundet habe und mit ihnen mitgefiebert habe, kommt nun plötzlich ein Abschnitt oder sogar Kapitel aus der Sicht jemand anderes, inklusive Backstory und inneren Kämpfen. Tut mir leid, aber das interessiert mich einfach nicht. Ich will wissen, wie es dem Protagonisten ergeht, den ich doch mittlerweile glaube gut zu kennen, und nicht, was irgendeine Nebenfigur Schreckliches in ihrer Kindheit erlebt hat. Kurz: Mehrere Perspektiven finde ich okay, solange sie regelmäßig und konsequent durchgezogen werden und nicht erst am Ende eingeführt werden.

Doch als Leser rumzunörgeln ist einfach. Es als Autor umzusetzen ist leider viel schwieriger. Bisher habe ich mich eigentlich immer auf die eine Perspektive beschränkt und dabei meistens in der Ich-Form erzählt. Doch bei meinem neuesten Buchprojekt gibt es zwei Protagonisten, die in jeder erdenklichen Hinsicht gleichwertig sind. Das einzige Sinnvolle ist hier, aus zwei Perspektiven zu erzählen. Das Problem ist nur, dass ich mir damit verdammt schwertue. Denn wenn man ein und dieselbe Geschichte aus der Sicht von zwei Figuren erzählt, die sich womöglich auch noch sehr nahestehen, läuft man schnell Gefahr, dass beide irgendwie gleich klingen. Das ist mir früher schon einmal passiert. Wie soll ich aus zwei Sichtweisen schreiben, wenn ich doch nur ein Mensch bin mit einem Hirn und einer Persönlichkeit? Klar, die Antwort ist: Fantasie. Deshalb ist das der Punkt, an dem ich in nächster Zeit arbeiten will, indem ich genau festlege, wer die beiden Protagonisten sind, was sie erlebt haben, wie sie sich verhalten, woran sie glauben, was sie lieben und hassen. Ich denke, nur wenn man seine Figuren richtig gut kennt, kann man authentisch aus ihrer Sicht berichten, ohne dass alle am Ende doch nur wie verschiedene Versionen von einem selbst klingen.

In letzter Zeit habe ich öfters Bücher gelesen, denen die unterschiedlichen Perspektiven sehr gut gelungen sind, weil sie von mehreren Autoren zusammen geschrieben wurden, wobei, wie ich mir vorstelle, jeder eine Perspektive übernimmt. Das ist natürlich auch ein Weg, ein ziemlich sympathischer, wie ich finde. Doch da meine Geschichte im Moment nur in mir ist und nur mich genug begeistert, um sie aufzuschreiben, muss ich es dann doch alleine und mit einer gehörigen Portion Fantasie versuchen.

An alle Schreiberlinge: Wie geht ihr dabei vor? Schreibt ihr meist aus einer Perspektive oder ändert sich eure Vorliebe je nach Geschichte? Habt ihr schon mal etwas aus mehreren Perspektiven geschrieben? Habt ihr Tipps für mich? Das würde mich sehr freuen!

Und an die Bücherfreunde: Was ist eure liebste Perspektive zum Lesen? Fallen euch Bücher ein, die das mit den mehreren Perspektiven wirklich gut hinbekommen haben? Dann freue ich mich über Empfehlungen!

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Neuzugänge im Januar

In diesem Monat durften meine Nachbarn ständig Päckchen für mich entgegennehmen, weil ich öfters Buchpost erhalten habe. Teilweise habe ich diese bestellt oder bereits erwartet, teilweise kam sie aber auch für mich überraschend, was mich dann natürlich umso mehr gefreut hat. Deshalb ist es an der Zeit, euch meine Neuzugänge vorzustellen.

Das Buch der Zukunft von Andreas Eschbach

Wahrscheinlich habt ihr mittlerweile mitbekommen, dass 2019 für mich das Jahr der Science Fiction wird. Da mich das Thema nicht nur als Leserin, sondern auch als Autorin interessiert, möchte ich mich tiefergehend mit der Frage beschäftigen, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Das Buch der Zukunft ist bereits zehn Jahre alt, also muss es definitiv ergänzt werden, doch ich finde es trotzdem spannend zu sehen, was Eschbach damals von der Zukunft erwartet hat, ob diese Prophezeiungen eingetroffen sind oder vielleicht noch auf sich warten lassen. Bisher habe ich nur die Einleitung gelesen, es stehen mir also noch einige Kapitel zu interessanten Themen bevor. Die Bandbreite der Themen, die sich Eschbach hier anschaut, hat mich dazu gebracht, das Buch zu bestellen. Außerdem finde ich den Titel einfach super! Ich habe noch nie ein fiktionales Buch von dem Autor gelesen, doch vielleicht werde ich das mal bald tun. Kennt jemand seine Bücher und kann mir was empfehlen?

Der geklonte Mensch von Alexander Kissler

Ich denke, ich kann verraten, dass mich, insbesondere bezogen auf ein von mir geplantes Schreibprojekt, vor allem das Thema Klonen interessiert. Leider habe ich kaum aktuelle populärwissenschaftliche Sachbücher zu diesem Thema gefunden, deshalb musste ich auch hier auf ein älteres Werk zurückgreifen. Ich bin trotzdem gespannt, was ich von Der geklonte Mensch lernen kann. Falls ihr Bücher aus den letzten Jahren kennt, die sich mit dem Klonen von Menschen und seinen wissenschaftlichen/rechtlichen/ethischen Problemen auseinandersetzen, wäre ich extrem dankbar für Empfehlungen! Dasselbe gilt für Romane zu dem Thema. In der Schule habe ich damals Never let me go (auf Deutsch: Alles, was wir geben mussten) gelesen und letztes Jahr habe ich außerdem Crashland gelesen, ein Buch, in dem es jede Menge Klone gab, auch wenn es da nicht ganz so biologisch plausibel vorging.

Der dritte Zwilling von Ken Follett

Um beim Thema Klonen zu bleiben, habe ich mir bei Medimops als drittes Buch noch Der dritte Zwilling bestellt. Dies scheint wohl eher in die Richtung Krimi zu gehen, was eigentlich nicht so meins ist, aber angeblich kommen darin gleich mehrere „Zwillinge“ vor, die eigentlich Klone sind – das reizt mich dann doch wieder. Ich bin gespannt, wie der Autor das Thema verarbeitet hat. Von Ken Follett habe ich bisher noch nie etwas gelesen, aber falls es mir gefällt, könnte ich mir ja mal seine anderen Bücher anschauen (in unserer Stadtbücherei gibt es jede Menge von ihm auf Lager, wie ich bereits gesehen habe). Auch hier wieder die Frage: Habt ihr Bücher von ihm gelesen und könnt ihr was empfehlen?

Mini-Konkursbuch Claudia Gehrke und der Verlag

Der konkursbuch Verlag ist ein kleiner Verlag in Tübingen, bei dem ich mein Volontariat absolviert habe. Ich bin immer noch regelmäßig mit der Verlegerin Claudia Gehrke in Kontakt und mache hin und wieder bei ihren Buchprojekten mit. Letztes Jahr hat der konkursbuch Verlag seinen 40. Geburtstag gefeiert. Als Geschenk für die Verlegerin haben alle möglichen Bekannten (mich eingeschlossen) Texte für und über sie geschrieben. Vor ein paar Wochen hat mich dann überraschenderweise dieses Buch erreicht, was all unsere Texte, Fotos und mehr enthält. Ich habe mich total gefreut, vor allem, weil ich gar nicht damit gerechnet habe, dass das ein echtes, gedrucktes Buch wird! Dieses Buch zu lesen wird sicher eine schöne Erfahrung, weil ich mich mit den Texten an all die wundervollen Menschen erinnern kann, die ich während des Volontariats kennengelernt habe. Das Buch gibt es nun wohl auch zu kaufen, also falls es euch interessiert, könnt ihr einfach auf der Verlagshomepage vorbeischauen.

Chinese Women von Thomas Karsten

Dieses Buch zu erhalten, hat mich wohl am allermeisten gefreut diesen Monat, denn erstens ist es einfach wunderschön gestaltet und der Fotograf Thomas Karsten ist wirklich ein Meister seines Fachs. Zweitens ist der Text in dem Buch von mir. Letztes Jahr hat mich Thomas Karsten angerufen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, etwas für sein neues Fotobuch zu schreiben. Da war ich natürlich gerne dabei, denn ich bin schon lange ein Fan seiner Arbeit. Das Buch sammelt jede Menge Fotos ein und derselben chinesischen Frau. Mein Text wiederum, der sich in vielen kurzen Abschnitten durch das ganze Buch zieht, erzählt von vier verschiedenen Begegnungen mit dieser Frau. So begegnet sie einem Mann, einer Frau, einem Fotografen und letztlich sich selbst. Es hat Spaß gemacht, diesen Text zu verfassen und zu übersetzen (denn das Buch ist bi-lingual) und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis vor allem in Kombination mit der hohen Qualität von den Bildern und dem Layout. Zu kaufen gibt es das Buch übrigens hier.

Da ich mich demnächst endlich mal in meine Science Fiction Challenge 2019 stürzen werde, werden sicher bald mehr Neuzugänge folgen. Dabei werde ich mich aber voraussichtlich darauf konzentrieren, die Bücher als eBooks zu kaufen oder in der Stadtbücherei auszuleihen.

Was ist ein Buch, das bei euch in letzter Zeit eingezogen ist und worüber ihr euch besonders freut? Kennt ihr manche meiner Neuzugänge und wie findet ihr die Bücher?

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SuB das Jahr 2019 Challenge – Leseliste

Auch dieses Jahr möchte ich wieder einen Versuch starten, um meinen SuB abzubauen. Dafür habe ich beschlossen, bei der SuB das Jahr 2019 Challenge von der Buchdrache mitzumachen. (Als hätte ich nicht schon genug zu lesen für meine Science Fiction Challenge 2019 :)). Ich bin also mal wieder mein Bücherregal durchgegangen, das im Moment ungefähr 45 ungelesene Bücher umfasst, und habe mir Bücher ausgesucht, die zu den Aufgaben der Challenge passen.

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1.       Eine starke weibliche Hauptfigur

Es ist mir tatsächlich auf den ersten Blick etwas schwergefallen, ein Buch für diese Aufgabe zu finden, was vor allem daran liegt, dass ich ja noch nicht weiß, wie die Hauptfiguren in den ungelesenen Büchern so sind. Ich habe mich jetzt aber für The Scarlet Letter (Der scharlachrote Buchstabe) von Nathaniel Hawthorne entschieden. Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch einzig und allein aus dem Film Leicht zu haben mit Emma Stone kenne (den ich liebe), aber das genügt mir, um davon auszugehen, dass die Protagonistin auf irgendeine Weise eine starke Frau sein muss.

2.       Ein Buch in der Originalsprache

Das fällt mir einfach, da ich englische (und natürlich auch deutsche) Bücher fast immer in der Originalsprache lese. Es gab Extrapunkte für eine Sprache, die nicht Deutsch oder Englisch ist, aber meine restlichen Sprachkenntnisse sind einfach zu dürftig. Deshalb möchte ich hier das Buch If this world were mine von E. Lynn Harris lesen, das ich mal im Bücherbaum um die Ecke gefunden habe. Ich habe keine Ahnung, worum es geht, aber das Buch spricht mich an und es war sowieso bereits auf meiner SuB Leseliste von Dezember.

3.       Eine SuB Leiche

Auch für diese Aufgabe werde ich The Scarlet Letter zählen, denn das Buch habe ich schon seit ungefähr fünf Jahren und es zählt damit zu den ältesten ungelesenen Büchern in meinem Regal.

4.       Reihenteile

Tatsächlich habe ich nur sehr wenige Reihenteile auf meinem SuB, nämlich gerade mal zwei Bücher, wobei ich eines davon nur wegen den Illustrationen besitze. Das andere Buch ist Gemina, der zweite Teil der Illuminae-Akten, den ich im November gekauft habe. Ich freue mich schon riesig darauf, dieses Buch zu lesen, denn der erste Band hat mir ausgesprochen gut gefallen!

5.       Einzelbände

Für diese Aufgabe lese ich Die Tyrannei des Schmetterlings von Frank Schätzing. Dieses Buch habe ich (bzw. meine Mutter) bei der Frankfurter Buchmesse gekauft und ich bin im Moment dabei, es zu lesen. Ich muss sagen, bisher bin ich ziemlich beeindruckt, auch wenn Schätzings Stil an sich nicht so meins ist. Der Plot ist einfach genial!

6.       Lieblingsgenre

Mein Lieblingsgenre ist seit neuestem ja Science Fiction – zumindest glaube ich das. Denn so viel echte Science Fiction habe ich noch gar nicht gelesen. Viele der Sci Fi Bücher, die ich letztes Jahr genossen habe, wurden als Thriller verkauft und ich denke auch, dass mir gerade diese Übergangsbücher (man könnte sie Technikthriller nennen) gefallen. Deshalb möchte ich für diese Aufgabe Das Erwachen von Andreas Brandhorst lesen.

7.       Nicht-Lieblingsgenre

Hierfür habe ich beschlossen, mich an Wie du dir so ich mir von Woody Allen zu wagen, denn Anthologien lese ich normalerweise sehr selten (eigentlich nur, wenn ein Text von mir darin ist). Aber da es sich hier um Woody Allen handelt, hoffe ich auf ein lustiges und cleveres Büchlein.

8.       Ein Autor, der nicht aus der EU oder USA kommt

Diese Aufgabe war wirklich schwer. Ich habe nur ein einziges Buch gefunden, bei dem der Autor nicht aus der EU oder USA kommt, nämlich Augen eines blauen Hundes von Gabriel García Márquez. Der Autor kommt aus Kolumbien und mehr weiß ich über das Buch auch nicht. Es war mal ein Geburtstagsgeschenk.

9.       Ein LGBTQA+ Buch

Auch bei dieser Aufgabe muss ich zugeben, dass mir auf Anhieb nur ein Buch eingefallen ist, das dazu passt. Out-Takes von Axel Schock und Karin Schupp war ebenfalls ein Geschenk und sammelt unnützes Wissen über die LGBT-Szene. Ich bin gespannt, was ich davon lernen kann.

10.   Ein Buch eines Indie-Verlags

Hierfür lese ich im Moment bereits Über Bücher, eine Anthologie des konkursbuch Verlags, in der ich auch einen kleinen Text habe. Wie der Titel schon sagt, handelt das Buch von Büchern. Wie das bei Anthologien so ist, finde ich manche Texte besser als andere, doch generell werden viele spannende Themen rund ums Büchermachen und Lesen behandelt.

11.   Ein Buch, dass soooo gut

Es ist natürlich schwer zu beurteilen, welches Buch soooo gut sein wird, ohne die Bücher gelesen zu haben. Aber da mir die Illuminae-Akten_01 sehr gut gefallen haben, gehe ich davon aus, dass auch der zweite Teil Gemina super sein wird, deshalb zähle ich das Buch ebenfalls zu dieser Aufgabe.

12.   Ein Buch, das rausfliegt

Bei dieser Aufgabe dürfen wir ein Buch aus unserem SuB schmeißen. Hier habe ich zwei Bücher im Kopf, bei denen ich mich noch entscheiden muss, welches gehen soll. Eine Freundin hat mir seit Ewigkeiten Ich hab die Unschuld kotzen sehen von Dirk Bernemann ausgeliehen, aber ich bin einfach schon lange nicht mehr in der Stimmung für diese Art von Buch, deshalb finde ich, wäre es nur fair, aufzugeben und ihr das Buch zurückzugeben. Außerdem steht in meinem Regal noch Sense and Sensibility von Jane Austen, das mich eigentlich überhaupt nicht interessiert, weil es einfach nicht mein Genre ist. Ich sollte mal für die Uni Pride and Prejudice lesen und habe aus Versehen Sense and Sensibility gekauft und letztlich keines der beiden Bücher gelesen, sondern bloß den Film geschaut. Also falls euch Sense and Sensibility interessiert, gebt mir Bescheid und ich schicke es euch nur für das Porto zu.

Kennt ihr manche der Bücher, die ich mir für 2019 vorgenommen habe? Wie sieht es auf eurem SuB so aus im Moment? Macht ihr auch bei einer SuB Challenge mit? Ich freue mich über Kommentare!

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Science Fiction Challenge 2019: Bücherliste

Willkommen zurück beim nächsten Post zur Science Fiction Challenge 2019! Wer die Regeln noch nicht kennt, kann sie hier nachlesen. Ich freue mich über alle, die mitmachen und ihr könnt einsteigen, wann ihr mögt!

Übrigens: Zur Challenge gibt es nun eine Facebookgruppe „Science Fiction Challenge 2019“ und Posts zur Challenge könnt ihr mit dem Hashtag #scifichallenge19 teilen.

Als anfängliche Inspiration und Motivation bin ich mal durch meine endlos lange Liste von interessanten Büchern gegangen und habe ein paar Sci Fi Bücher rausgeschrieben, die ich mir dieses Jahr genauer anschauen möchte. Darunter sind Bücher, die mir empfohlen wurden, von denen ich auf Blogs gelesen habe, die in meiner Instagram Timeline aufgetaucht sind oder die ich ganz altmodisch im Buchladen entdeckt habe. Die Liste ist noch nicht komplett, denn es gibt noch ein paar Blogs zum Thema, die ich noch durchstöbern möchte und die die Bücherliste sicher weiter verlängern werden. Andererseits sind schon jetzt viel zu viele Bücher auf meiner Liste, aber diese soll ja auch nur als ein Überblick dienen und als Auswahlmöglichkeit für euch und mich, nicht als Leseliste.


    

Cover Copyright von den Verlagsseiten oder Autorenseiten. 
Links zu den Seiten mit Infos zum Buch hinter den Titeln in der Liste.

Im Folgenden nun also meine Science Fiction Bücherliste:

Lily Brooks-Dalton: Good Morning, Midnight: Apokalypse und Raumschiffabenteuer 2016 ♀ (gibt es nur in Englisch)

Melissa Landers: Starflight: Raumschiffabenteuer YA 2016 ♀ (gibt es nur in Englisch)

Amie Kaufmann und Meagan Spooner: These broken stars; fremder Planet YA ♀ (deutsch: These broken stars. Lilac und Tarver)

L. Patrick Black: Ninth City Burning: Alien Invasion 2016 (deutsch: Die neunte Stadt)

Jaroslav Kalfar: Spaceman of Bohemia: Astronautenstory 2016 (deutsch: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt)

Andreas Eschbach: Das Marsprojekt: Marssiedlung YA 2001

Becky Chambers: Record of a Spaceborn Few: Siedlungen im Weltall 2018 ♀ (deutsch: Unter uns die Nacht – erscheint im März)

Mur Lafferty: Six Wakes: Raumschiffabenteuer 2017 (deutsch: Das sechste Erwachen)

Dirk van den Boom: Die Reise der Scythe: Raumschiffabenteuer 2018

Neal Stephenson: Seveneves: Post-Apokalypse, Rückkehr zur Erde 2015 (deutsch: Amalthea)

James Smythe: The Explorer: Raumfahrtabenteuer 2013 (gibt es nicht in Deutsch)

Kim Stanley Robinson: Aurora: Raumfahrtabenteuer, fremder Planet 2015

Sylvain Neuvel: Sleeping Giants: seltsame Geschehnisse auf der Erde 2016 (deutsch: Giants)

Cory Doctorow: Walkaway: Post-Apokalypse 2017

Dan Simmons: Hyperion: fremder Planet 1990 (deutsch: Die Hyperion-Gesänge)

T. S. Orgel: Terra: Raumschiffabenteuer 2018

Kennt ihr vielleicht bereits manche der Bücher und könnt ihr mir dazu raten (oder abraten)? Für andere Sci Fi Buchempfehlungen bin ich natürlich nach wie vor offen! Außerdem interessiert mich, welche Bücher aus dem Genre ihr euch dieses Jahr vornehmen wollt. Gerne könnt ihr mir Kommentare und auch Links zu euren Science Fiction Blogposts dalassen!

 

 

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Top Ten Thursday 398: Deine besten 10 Buch Highlights aus 2018

Beim ersten TTT des neuen Jahres bin ich wieder dabei, denn ich nutze gerne die Gelegenheit, um euch meine Buchhighlights aus 2018 zu zeigen. Im Folgenden findet ihr also eine Rangliste meiner 10 liebsten Bücher, die ich 2018 gelesen habe. Ich bin gespannt, ob sich vielleicht das ein oder andere Buch auch auf eurer Liste findet!

1. An absolutely remarkable thing von Hank Green

Wer meinen Blog schon eine Weile liest oder mir auf Instagram folgt, weiß, wie sehr ich dieses Buch liebe. Die Geschichte handelt von transformerartigen Geschöpfen, die plötzlich auf der Erde auftauchen und einfach so rumstehen wie Statuen. Aber das ist nur der Ausgangspunkt, denn was dann folgt, ist eine Geschichte darüber, wie die Menschheit mit neuen Entwicklungen und „dem Fremden“ umgeht. An absolutely remarkable thing ist ein kritischer, aber doch liebenswürdiger Blick auf unsere Weltgesellschaft, der wichtige Fragen aufwirft, zum Nachdenken anregt und den Lesern Hoffnung für die Zukunft schenkt. Auch nicht Sci Fi Fans würde dieses Buch gefallen! Tatsächlich denke ich, jeder sollte das Buch lesen, ganz besonders diejenigen unter uns, die mit der Digitalisierung aufgewachsen sind und noch eine ganze Weile in der oft verwirrenden und frustrierenden Welt des 21. Jahrhunderts leben müssen/dürfen. Das Buch erscheint im Februar auf Deutsch mit dem Titel Ein wirklich erstaunliches Ding. Hier geht es zur Rezension.

2. Der Marsianer von Andy Weir

Während An absolutely remarkable thing Science Fiction ist für Leute, die nicht unbedingt Sci Fi Fans sind, ist Der Marsianer etwas für die richtigen Zukunftsfans. Das Buch erzählt von einem auf dem Mars gestrandeten Astronauten, der lernen muss, auf einem Planeten zu überleben, auf dem Leben eigentlich unmöglich ist. Das Buch kann teilweise sehr technisch werden, doch die technischen Beschreibungen werden ausgeglichen durch den wundervollen Humor des Helden Mark Watney. Beim Lesen habe ich gelacht und geweint und geschrien und mitgefiebert mit Mark Watney, dem ich mit ganzem Herzen das Überleben gewünscht habe, weil er einfach so ein cooler Typ ist. Von dem Aufbau des Buchs (es besteht aus Logeinträgen, Mails, Chatverläufen und Ähnlichen) und dem Plot her kann für mich bisher immer noch nichts an die Genialität von Der Marsianer heranreichen. Das Buch wurde übrigens mit Matt Damon in der Hauptrolle verfilmt und der Film ist meiner Meinung nach auch gut gelungen. Hier geht es zur Rezension.

3. Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman, Jay Kristoff

Nachdem ich Der Marsianer gelesen habe, habe ich viele Monate lang keinem anderen Buch fünf von fünf Punkten gegeben, weil Der Marsianer den Standard einfach zu hoch gesetzt hat. Bei den Illuminae-Akten_01 habe ich mich dann endlich entschieden, mal wieder fünf Punkte zu vergeben, einfach weil ich einen riesen Spaß hatte, dieses Buch zu lesen. Es erzählt von einer Gemeinschaft, die nach einem Angriff von ihrem Planeten fliehen muss und nun auf einer Raumschiffflotte Zuflucht sucht, wo bereits die nächsten Katastrophen auf sie warten. Das Buch ist sehr rasant. Die Probleme überschlagen sich und man kommt beim Lesen kaum zum Durchatmen. Diese Spannung wird noch unterstützt dadurch, dass das komplette Buch nur aus Chatverläufen, Mails usw. besteht, was schnell und einfach zu lesen ist. Außerdem haben wir mit den beiden Protagonisten Kady und Ezra zwei mutige Draufgänger und eine nachvollziehbare und süße Liebesgeschichte. Was will man mehr? Der zweite Teil wartet bereits in meinem Buchregal auf mich. Hier geht es zur Rezension.

4. Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität von Dave Eggers

Ich bin ein Fan von Dave Eggers Werk Der Circle, weshalb mir jemand mal seine Autobiografie zugeschickt hatte. Diese stand dann ewig ungelesen in meinem Regal, bevor ich sie im Rahmen einer Challenge herausgeholt habe und sie mich total umgehauen hat. Dave Eggers erzählt davon, wie er als junger Mann (fast noch ein Teenager) nach dem Tod seiner Eltern seinen kleinen, siebenjährigen Bruder großgezogen hat. Das scheint erst einmal ein hartes Thema zu sein, doch Dave Eggers berichtet davon mit einer Leichtigkeit und Ironie, dass ich immer wieder laut Auflachen musste, auch wenn die beschriebenen Szenen eigentlich alles andere als lustig sind. Das Buch hat mich sehr berührt und überrascht. Trotzdem würde ich es nicht jedem erzählen, da es teils recht unsensibel mit Themen wie Krebs oder Selbstmord umgeht. Hier geht es zur Rezension.

5. Last call at the Nightshade Lounge von Paul Kruger

Wie ihr vielleicht wisst, tue ich mir immer ein bisschen schwer mit Fantasy Büchern. Einerseits sind manche meiner Lieblingsbücher aus diesem Genre, andererseits gibt es da auch so viel, mit dem ich gar nichts anfangen kann. Deshalb war ich glücklich, endlich mal wieder ein Fantasy Buch zu finden, das mich begeistern kann. Last call at the Nightshade Lounge handelt von Monster bekämpfenden Barkeepern, die sich Cocktails mischen, um Superkräfte zu bekommen. Die Idee an sich ist superoriginell und einfach unterhaltsam. Hinzu kommt, dass ich mich mit der Protagonistin, eine Uniabsolventin, die nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, nur zu gut identifizieren konnte und dass die ganze Gruppe von Mittzwanzigern, die im Zentrum der Geschichte stehen, einfach so cool und lustig sind, dass ich mich bei der Lektüre gleich wie zu Hause gefühlt habe. Das Buch wurde bisher leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier geht es zur Rezension.

6. Qualityland von Marc-Uwe Kling

Vor diesem Buch kannte ich Marc-Uwe Kling noch gar nicht, obwohl er, wie ich jetzt weiß, ja schon lange ein großer Name in der Comedy ist. Das Buch hat mich einfach vom Thema her interessiert: eine Zukunft, in der die Algorithmen alles über dich wissen und dein Leben von morgens bis abends lenken und definieren. Das reicht so weit, dass sie entscheiden, mit wem man zusammenkommt und welche Partei man wählt. Es ist wirklich abstrus, aber auch auf eine angsteinflößende Art und Weise irgendwie realistisch. Trotzdem wird das Buch nie deprimierend, was natürlich an Marc-Uwe Klings einwandfreien Humor liegt, als auch daran, dass der Protagonist, Peter Arbeitsloser, schließlich anfängt, gegen die Umstände zu rebellieren – auf seine eigene Art und Weise. Hier geht es zur Rezension.

7. Now von Stephan R. Meier

Now setzt an einem ähnlichen Punkt wie Qualityland an (ein Algorithmus entscheidet über die Zukunft der Menschheit), geht dann aber in eine komplett andere Richtung und ist auch wesentlich ernster und wissenschaftlicher als Qualityland. Denn der Algorithmus in Now erschafft auf den ersten Blick eine Utopie, in der die auserwählten Menschen ein perfektes Leben jenseits von Konsum führen können. Nur schließt es dabei die Mehrheit der Menschheit aus, deren Welt plötzlich in Chaos versinkt. Es ist eine grausame Antwort auf das Problem der Überbevölkerung, die definitiv zum Nachdenken anregt und mich noch lange nach der Lektüre beschäftigt hat. Hier geht es zur Rezension.

8. To kill a mockingbird von Harper Lee

Dieser Klassiker lag auch schon ewig auf meinem SuB und ich bin froh, dass ich ihn endlich gelesen habe. Denn To kill a mockingbird ist wirklich eine berührende Geschichte über Rassismus, die das Thema simpel und herzerwärmend naiv aus der Sicht zweier Kinder beleuchtet. Die Grausamkeit der Menschen wird dem Leser dadurch noch deutlicher bewusst. Trotzdem hegt das Buch Hoffnung, denn die Protagonisten und ihr Vater zeigen, dass es Menschen gibt, die dem Hass entgegentreten. Obwohl das Buch bereits mehr als 50 Jahre alt ist, ist es leider immer noch aktuell und sollte gelesen werden. Hier geht es zur Rezension.

9. Yes Please von Amy Poehler

Die Autobiografie von Amy Poehler hat mir einige schöne Dezemberabende beschert. Das Buch ist unterhaltsam und lustig und dank der eingefügten Fotos auch schön zum Anschauen und Durchblättern. Gleichzeitig berichtet Amy Poehler aber auch auf eine vollkommen ehrliche und authentische Art und Weise von Dingen, die sie bereut, und von den Schattenseiten der Comedy Industrie. Für alle, die sich ein bisschen für Hollywood und Impro-Comedy interessieren, ist Yes Please das perfekte Buch!

10. Die Nacht der Masken von Ines Witka

Wenn wir gerade bei Büchern sind, die schön zum Anschauen sind, muss ich unbedingt auch noch Die Nacht der Masken erwähnen, denn das Buch ist wirklich wunderschön aufgemacht mit anregenden Fotos und einem tollen Layout! Doch auch das, was drinsteckt, kann mithalten, denn das Buch umfasst Interviews von Besuchern (und Mitarbeitern) der exklusivsten Fetischparty Deutschlands: die Nacht der Masken. Bei diesem Buch könnt ihr euch auf einige heiße Geschichten bereit machen, wobei das Anrüchige hier immer mit einem luxuriösen und eleganten Flair daherkommt, sodass es nie geschmacklos wird. Die Lektüre ist definitiv interessant, unterhaltend und natürlich erotisch!

 

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Leserückblick: Gelesene Bücher Oktober bis Dezember

Ich kann kaum glauben, dass mein erstes Jahr auf diesem Blog schon fast wieder vorbei ist und es deshalb bereits Zeit für den vierten Quartalsrückblick ist. Von Oktober bis Dezember habe ich sieben Bücher gelesen (darunter ein richtig Fettes) und es war sogar mein Jahreshighlight 2018 dabei!

An absolutely remarkable thing von Hank Green (Science Fiction)

Das Quartal hat nämlich gleich mit dem Highlight begonnen: Ich habe schon so lange auf Hank Greens Debutroman gewartet, dass ich es natürlich sofort verschlingen musste, sobald es bei mir ankam. Und ich habe es geliebt! An absolutely remarkable thing erzählt davon, wie die Menschheit auf neue Entwicklungen und fremde Besucher reagiert. Dabei beschreibt Hank Green sehr nah und intensiv, wie sich Ängste und Hass entwickeln, aber auch, dass es stets Menschen gibt, die an das Gute glauben. Es ist ein Buch mit der wundervollen Botschaft, dass wir stärker sind, wenn wir als Menschheit zusammenarbeiten. Es ist clever und witzig und herzerwärmend und spannend und mein absoluter Jahresfavorit! Hier geht es zur Rezension.

Bewertung:

+++++ – Fünf von fünf Punkten

Under Ground von S. L. Grey (Thriller)

Weiter ging es mit einem Thriller, den ich bei einem Gewinnspiel bei Weltenwanderer gewonnen habe. Die Idee war extrem interessant: Ein Haufen Superreicher hat sich für den Fall einer weltweiten Seuche oder einer ähnlichen Apokalypse Wohnungen in einem Bunker gekauft. Als die Grippe ausbricht, fliehen sie dahin, nicht ahnend, dass sie unter der Erde in eine noch gefährlichere Situation geraten, in der sich bald die Leichen häufen. Das Buch war auf jeden Fall schön creepy und man konnte mitfiebern und auch rätseln, was hinter den Ereignissen steckt. Trotzdem konnte ich mit dem Buch nicht richtig warmwerden, was vor allem an den Figuren lag. Keine einzige der Figuren war auch nur annähernd sympathisch, sondern sie befanden sich alle auf einer Skala von mitleidserregend bis psychopathisch. Ich habe nichts gegen zwiespältige Figuren, aber ich brauche als Ausgleich auch ein paar Sympathieträger, über deren Überleben ich mich zumindest ein bisschen freuen würde.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Ewiges Leben von Andreas Brandhorst (Science Fiction/Thriller)

Dieser Sci Fi Thriller hat ganze 702 Seiten und ist der Grund, weshalb ich im letzten Quartal nicht so viel gelesen habe. Doch das ist ein annehmbarer Grund, denn alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Wie der Titel schon sagt, geht es um die Suche (und vielleicht das Finden?) des ewigen Lebens. Andreas Brandhorst beleuchtet dieses Thema aus allen erdenklichen Blickwinkeln und wirft Fragen und Antworten auf, die mir vor der Lektüre nicht mal in den Sinn gekommen sind. Ein paar kleinere logische Fehler sowie eine Entwicklung am Ende des Buches hat mich dann leider ziemlich gestört, aber die Behandlung des Themas an sich fand ich trotzdem absolut faszinierend. Hier geht es zur Rezension und hier zu meiner Erläuterung zu dem Problem mit dem Ende (Achtung! Letzterer Link enthält Spoiler.)

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Crashland von Sean Williams (Science Fiction/Fantasy/Young Adult)

Dieses Buch habe ich spontan auf der Buchmesse mitgenommen. Es ist der zweite Teil einer Trilogie, aber ich konnte trotzdem gut reinfinden, vor allem da (so wie ich es verstanden habe) nur zwei Figuren aus dem ersten Teil im zweiten Teil vorkommen. Crashland spielt in einer Zukunft, in der es möglich ist, sich von einem Ort zum anderen zu beamen und auch sich zu klonen. Das sind die beiden großen Themen, um die es in diesem Buch geht. Die Welt, die wir hier kennenlernen, ist auf jeden Fall extrem interessant, doch leider kam mir ein großer Teil des Buchs eher wie zwecklose Action vor, denn das Buch konnte kaum in die Tiefe gehen, weil die Handlung so rasant war. Das Ende fand ich dann aber wieder sehr spannend und auch wirklich gut gelungen. Für Sci Fi Fans könnte die Reihe auf jeden Fall interessant sein.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Yes Please von Amy Pohler (Autobiografie)

Yes Please will ich schon seit Jahren lesen, deshalb habe ich gleich zugegriffen, als ich gesehen habe, dass es das Buch jetzt in einem kleineren und preiswerteren Taschenbuchformat gibt. Amy Pohler ist bekannt durch Saturday Night Live und Parcs and Recreation. Ich finde sie einfach superlustig und habe deshalb mit Freuden ihre Autobiografie verschlungen, in der sie erzählt, wie sie ihren Weg in das Comedy Geschäft gefunden hat, wie sie ihre Kinder bekam und vieles mehr. Wie erwartet, hält das Buch den ein oder anderen Lacher bereit und ist allgemein recht locker und leicht zu lesen. Was mich überrascht hat, ist, dass es auch ein paar wirklich ernste Kapitel gibt, in denen Amy Pohler vollkommen ehrlich von persönlichen Fehlern und Missständen in der Industrie erzählt. Diese Kapitel haben mich sehr beeindruckt. Das Buch kommt allerdings etwas zerstückelt daher, da es nicht chronologisch erzählt wird, sondern lose und teils nicht nachvollziehbar nach Lebensmottos und Ähnlichem sortiert wird.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Faust von Johann Wolfgang von Goethe (Klassiker)

Ich habe mir schon lange vorgenommen, Faust noch einmal zu lesen, immerhin ist das letzte Mal nun schon bestimmt 11 Jahre her. Und ich bin froh, dass es auch dieses Mal eine schöne Leseerfahrung war. Natürlich fehlten mir die Diskussionen im Deutschunterricht dazu, aber andererseits konnte ich manche Dinge nun mehr wertschätzen, da ich älter bin und (hoffentlich) etwas mehr verstehe. Es ist faszinierend, was Goethe alles in dieses Drama steckt (in vielen Zeilen finden sich ironische Anspielungen auf das Weltgeschehen), während er gleichzeitig eine simple Geschichte der Verführung durch den Teufel erzählt. Es ist definitiv gerechtfertigt, dass dieses Buch immer noch gelesen wird.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Faust II von Johann Wolfgang von Goethe (Klassiker)

Faust II war eigentlich der Auslöser für mein Goethe-Lesevorhaben, denn ich habe das Buch in einer Zu-Verschenken-Box gefunden und es mitgenommen, da ich es noch nie gelesen habe. Nachdem ich also den ersten Teil durchhabe, bin ich jetzt gerade dabei, Faust II zu lesen (jetzt, da ich das schreibe, ist es erst der 23.12., also gehe ich mal davon aus, dass ich das kleine Büchlein bis Ende des Monats beenden werde). Ich muss sagen, dass ich mir bisher mit diesem Drama etwas schwerer tue als mit seinem Vorgänger, weil es erstens politischer ist und weil ich es zweitens noch nicht kenne. Aber ich bin gespannt, was mir hier noch alles bevorsteht.
UPDATE: Ich habe das Buch mittlerweile beendet und muss leider sagen, dass ersmir nicht besonders gefallen hat. Für meinen Geschmack ging es zu stark um die griechische Mythologie. Vor ein paar Jahren hat mich das Thema auch interessiert, aber mittlerweile kann ich Goethes (und Schillers) Obsession mit dem Thema nicht mehr nachvollziehen. Generell habe ich viele von Goethes Weisheiten und Philosophien in dem Buch wiedergefunden und hatte den Eindruck, dass die Story darunter gelitten hat. Manche Passagen, in denen es nur um irgendwelche altgriechischen Sagen ging und Faust und Mephistopheles gar nicht vorkamen, habe ich sogar übersprungen. Trotzdem habe ich das Buch beendet, da ich wissen wollte, wie es ausgeht.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

 

Das war’s! Mein Lesejahr 2018 ist vorbei und ich habe es sehr genossen! Was habt ihr so in den letzten Monaten gelesen? Gerne könnt ihr Tipps mit mir teilen!

Außerdem: Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, ich veranstalte eine Science Fiction Challenge 2019, also wenn ihr Fans des Genres seid, freue ich mich riesig, wenn ihr hier vorbeischaut und mitmacht!

Wir lesen uns im nächsten Jahr!

 

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Gibt es noch originelle Ideen?

Ich arbeite an einem neuen Schreibprojekt, dass in einem für mich noch recht unbekannten Genre angesiedelt ist und viel Recherche benötigt. Das ist extrem spannend und es macht definitiv Spaß, alles zu lesen, zu verstehen und dann zu überlegen, was für eine Rolle das Gelernte in meiner Story spielen wird. Dabei stoße ich immer mal wieder auf Sackgassen, weil Dinge, die ich mir überlegt habe, so einfach nicht funktionieren oder sich als unlogisch entpuppen. Aber dann drehe ich halt um und gehe in eine andere Richtung weiter.

Trotzdem ist dieser Recherche/Plot-Prozess eine Herausforderung. Ich muss zugeben, dass ich mich bei meinen bisherigen Geschichten meist stark auf das verlassen habe, was ich kenne, bis zu dem Punkt, an dem alle Stories und Figuren an wahren Erlebnissen und Menschen angelehnt waren. Doch plötzlich geht das nicht mehr. Das, worüber ich in meinem neuen Buch erzählen will, gibt es nämlich noch gar nicht. (Mittlerweile könnt ihr vielleicht auch schon das Genre raten.) Das bedeutet, dass ich es mir alles selbst ausdenken und zusammenbauen muss, was mir schwerfällt, weil ich zwar kreativ bin, aber nicht so fantasievoll, wie ich gerne wäre.

Hinzu kommt die Frage: Ist meine Idee überhaupt originell genug? Denn auch wenn diese Geschichte bisher noch niemand erzählt hat, gibt es bereits viele Bücher und Filme über das Thema, in denen ähnliche Konflikte eine Rolle spielen. Ich habe bereits eine Liste von Büchern zu diesem Thema, die ich lesen möchte. Wenn ich danach das Gefühl habe, dass ich dem nichts mehr hinzufügen kann, dann kann ich es vielleicht gleich lassen.

Aber andererseits: Gibt es überhaupt noch wirklich originelle Ideen? Die meisten Bücher, die ich lese, beschäftigen sich mit Themen, über die schon tausende Male geschrieben wurde. 2018 habe ich zum Beispiel drei Bücher gelesen, die sich mit der künstlichen Intelligenz beschäftigen (Now, Quality Land und Dark Zero) und das Thema ist sowieso nicht gerade eine neue Entdeckung. Trotzdem finde ich es immer wieder spannend und bin fasziniert davon, wie unterschiedlich ein und dasselbe Thema angegangen werden kann. Ich würde sagen, das originellste Buch, was ich dieses Jahr gelesen habe, war Last Call at the Nightshade Lounge, das von Barkeepern erzählt, die Monster bekämpfen, indem sie sich Cocktails mischen, die ihnen Superkräfte verleihen. Doch auch da kann man sagen: Zaubertränke und Superhelden sind alles andere als eine neue Erfindung.

Vielleicht kommt es einfach nicht so sehr darauf an, die eine, geniale und superoriginelle Idee zu haben, sondern es geht eher darum, wie man die Idee präsentiert und was man daraus macht. Und was das betrifft, habe ich schon ein paar Ideen.

Was ist eure Meinung? Sucht ihr nach der megaoriginellen Idee? (Oder habt ihr sie vielleicht bereits gefunden?) Oder wählt ihr einfach ein Thema, das euch interessiert, und versucht, es auf eine neue Art zu erzählen? Ich freue mich wie immer über Gedanken und Anregungen in den Kommentaren!

 

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