Frauenfiguren, die rausgeschrieben werden, wenn es drauf ankommt

Seit einiger Zeit fällt mir immer wieder etwas in Büchern auf, das mich extrem ärgert und nervt und das mir bereits das ein oder andere Buch ruiniert hat. Es geht darum, wie mit starken Frauenfiguren umgegangen wird.

Aber bevor ich näher darauf eingehen kann, hier erst einmal eine SPOILER WARNUNG: Im Folgenden werde ich teilweise erzählen, was mit den Frauenfiguren am Ende dieser Bücher passiert: Angefall von Susan Ee, Ewiges Leben von Andreas Brandhorst und Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman, Jay Kristoff. Dabei verrate ich nicht, wie die Hauptstories dieser Bücher ausgehen, aber ich erwähne ein paar Details aus den letzten Kapiteln dieser Bücher, denn ohne die kann ich nicht erklären, worum es mir geht.

Es ist nicht gerade eine neue Erkenntnis, dass Frauen in Büchern oft ziemlich traurig dargestellt werden und alles andere als starke Rollenbilder sind. Immerhin kennen wir alle Geschichten von Prinzessinnen, die von dem edlen Ritter gerettet werden müssen. Außerdem gibt es schon seit Jahrzehnten das Konzept „Women in Refrigerators“, was beschreibt, wenn in der Science Fiction das Leid von Frauen genutzt wird, um die Geschichte der männlichen Hauptfigur voranzubringen. Solche Geschichten hängen mir echt zum Hals raus und eigentlich müsste man meinen, dass wir sowas mittlerweile nicht mehr lesen müssen. Aber leider trifft es auch bei heutigen Neuerscheinungen noch oft zu, dass Frauen als Opfer dargestellt werden, die von den männlichen Helden gerettet werden müssen.

Genauer gesagt bin ich in letzter Zeit mehrmals auf Bücher (vor allem in den Genres Fantasy und Science Fiction) gestoßen, in denen die weibliche Protagonistin einfach rausgeschrieben wurde, wenn es wirklich drauf ankam.

Beispiel 1: Angelfall von Susan Ee

Ganz kurze Inhaltsangabe: Die Apokalypse ist ausgebrochen, nachdem die Engel die Menschheit angegriffen haben. In dieser Welt macht sich die jugendliche Penryn zusammen mit dem Engel Raffe auf, um nach ihrer Schwester zu suchen. Mehr Infos gibt es hier.

Angelfall hat mir insgesamt nicht besonders gefallen. Ich empfand die Fantasy-Elemente als abgeschmackt und die Beziehung der beiden Protagonisten als unangenehm. Was mir aber gefallen hat, war, dass es eine starke weible Protagonistin gab. Mit Penryn haben wir in Angefall eine Hauptfigur, die unabhängig und mutig ist und vor allem auch körperlich stark. Sie kann sich selbst verteidigen. Während des Buches sehen wir sie hin und wieder kämpfen und es wird schnell klar, dass sie von keinen gerettet werden muss. Das war ein Grund für mich weiterzulesen, denn ich habe mich darauf gefreut, Penryn beim Endkampf dabei zu beobachten, wie sie alle fertigmacht, was sie definitiv könnte.

Leider kommt es nie dazu. Denn gerade als der finale Kampf startet, wird Penryn von einer Kreatur gebissen, weshalb sie komplett gelähmt wird. Deshalb liegt sie während dem Showdown einfach nur da, kann sich nicht am Kampf beteiligen und ist absolut überflüssig. Natürlich muss sie dann von einer männlichen Figur gerettet werden.

Als ich das gelesen habe, hätte ich am liebsten meinen eReader an die Wand geklatscht. So etwas geht mir einfach nur auf den Geist! Wieso erfindet man eine starke Kämpferin, wenn man sie dann nicht kämpfen lässt? Wieso muss man der Protagonisten ihre Fähigkeiten wegnehmen? Nur damit sie wieder einmal zum Opfer wird, das vom männlichen Helden gerettet werden muss.

Beispiel 2: Ewiges Leben von Andreas Brandhorst

Ganz kurze Inhaltsangabe: Die Firma Futuria verspricht der Menschheit seit Jahren die Unsterblichkeit, doch diese lässt anscheinend noch auf sich warten. Hier geht es zur Rezension.

Bei Angefall habe ich diese Entwicklung einfach dem Buch zugeschrieben, das ich ja insgesamt sowieso nicht besonders gut fand. Doch dann bin ich auf etwas Ähnliches gestoßen in einem Buch, dass mir ausgesprochen gut gefallen hat, von einem Autor, den ich sehr mag und schätze: Ewiges Leben von Andreas Brandhorst.

Hier ist eine der drei Protagonisten weiblich, nämlich Sophia Marchetti, eine investigative Journalistin. Auch in Sophia haben wir eine starke und eigenständige Figur, die mir gut gefallen hat. Sie wird die „Stimme der Wahrheit“ genannt und ist für ihren Mut und ihre Integrität berühmt. Deshalb habe ich mich darauf gefreut, sie bei der Arbeit zu beobachten, und gehofft, dass sie die Wahrheit ans Licht bringen wird.

Doch leider passiert das nie. Zweimal werden im Namen von Sophia Marchetti neue Erkenntnisse publik gemacht, doch bei beiden Malen ist sie selbst nicht daran beteiligt, weil sie aus diesen Szenen einfach rausgeschrieben wird. Das erste Mal liegt sie bewusstlos im Krankenhaus und erfährt nachdem sie wieder aufwacht, dass ihr Kollege Borris einen Artikel in ihrem Namen veröffentlicht hat, der sehr erfolgreich wurde.

Zum Schluss kommt es noch schlimmer: Sophia wird immer kränker bis zu einem Punkt, an dem sie nichts machen kann, außer benommen dazusitzen und irgendwelche Töne von sich zu geben. Sophias Krankheit ist von Anfang an wichtig für die Geschichte und auch sehr spannend, aber es hätte den Plot nicht gestört, wenn die Ausschreitung der Krankheit etwas länger auf sich warten lassen hätte. Doch so wie Andreas Brandhorst die Geschichte erzählt, ist am Ende auch die mutige Journalistin Sophia Marchetti nicht in der Lage, am Endkampf teilzunehmen. Brandhorst geht sogar soweit, dass er die Geschichte plötzlich aus der Sicht einer anderen Figur erzählt (anstatt aus der Sicht von einem der drei Protagonisten, was auch möglich gewesen wäre) und damit seine ganze Struktur auf den Kopf stellt. Und alles nur, weil Sophia rausgeschrieben wurde und nun Casper, ein Mann, der sie erst seit kurzem kennt, in den Kampf ziehen muss, um sie zu retten. Am Ende bringt Casper die Wahrheit ans Licht, während Sophia – Überraschung! – im Krankenhaus liegt und schläft.

Was soll das? Wieso dürfen die Frauenfiguren nicht kämpfen oder in Sophias Fall nicht recherchieren und schreiben und ihren Job machen? Wieso werden sie einfach rausgeschrieben, wenn es drauf ankommt? Vielleicht ist der Grund dafür, dass die Autoren (vermutlich unbewusst) das Bild der schwachen Frau, die vom männlichen Helden gerettet werden muss, erfüllen wollen. Dabei würde ich zur Abwechslung gerne mal lesen, wie eine starke Frau einen schwachen Mann rettet.

Positives Gegenbeispiel: Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman, Jay Kristoff

Ganz kurze Inhaltsangabe: Nachdem ihr Planet angegriffen wurde, befinden sich tausende von Menschen auf der Flucht in einer Raumschiffflotte. Doch dort lauern bereits die nächsten Katastrophen. Hier geht es zur Rezension.

In den Illuminae-Akten_01 haben wir zwei Protagonisten: Die coole, mutige Hackerin, Kady, und ihr Exfreund, der zum Piloten ausgebildet wird, Ezra. Die beiden arbeiten meistens gut zusammen, wobei Kady definitiv die Mutigere der beiden ist und auch gerne mal die Initiative ergreift. Nach meinen traurigen Leseerfahrungen bezüglich der Frauenrollen, wäre ich ja schon zufrieden damit gewesen, wenn die beiden Hauptfiguren am Ende zusammen kämpfen und die Frau dabei ausnahmsweise mal nicht rausgeschrieben wird.

Aber die Autoren von den Illuminae-Akten_01 gehen noch weiter: Kady rettet vollkommen im Alleingang die Flotte. Sie braucht nicht die Hilfe von ihrem Mann und Helden und sie muss auch nicht gerettet werden, sie rettet sich einfach selbst. Das ist doch mal eine vorbildliche Frauenrolle, die den Lesern vermittelt, dass auch Frauen stark sein können. Hier haben wir eine echte weibliche Heldin! Es geht also auch anders. Ich wünsche mir, dass in Zukunft mehr Autoren und Autorinnen uns Frauenfiguren schenken, die stark sind und kämpfen können und die vor allem auch die Chance bekommen zu kämpfen.

Jetzt interessiert mich brennend, was ihr davon denkt: Ist euch auch schon mal aufgefallen, wie Frauenfiguren rausgeschrieben wurden, wenn es um den Endkampf geht? Seid ihr auch Geschichten über weibliche Opfer und männliche Helden leid? Welche Bücher fallen euch sonst noch ein, wo dieses Bild vorkommt? Und natürlich: Welche positiven Gegenbeispiele kennt ihr? Ich freue mich riesig über Gedanken, Meinungen und Anregungen!

 

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Rezension: Ewiges Leben von Andreas Brandhorst

Genre: Thriller | Erscheinungsjahr: 2018 | Taschenbuch: 702 Seiten | Verlag: Piper |Originalsprache: Deutsch | ISBN: 978-3492061339

Kurzinhalt

Die Firma Futuria kämpft mit ihren Techniken gegen Krankheiten an, hat die virtuelle Welt Eden erschaffen und arbeitet an vielen anderen Projekten. Ihr größtes Versprechen ist das ewige Leben. Die Journalistin Sophia recherchiert über Futuria und macht einige unerwartete Entdeckungen. Gleichzeitig kämpft der christliche Extremist Yossul gegen die Entwicklung hin zum ewigen Leben an, während der Papst Futuria seine Unterstützung zuspricht.

Eigene Meinung

Ewiges Leben – der Titel ist hier Programm, denn Andreas Brandhorst beschäftigt sich in seinem neuesten Thriller mit der Unsterblichkeit. Dies geschieht auf eine sehr wissenschaftliche Art und Weise, denn es gibt hier nichts Übernatürliches, sondern Überlegungen, die schon heute erforscht werden und in Ewiges Leben bloß weitergedacht werden. Dabei geht es sowohl um die biologische als auch um die virtuelle Unsterblichkeit. Beim Lesen bekommt man mehr und mehr das Gefühl, dass die Unsterblichkeit tatsächlich wissenschaftlich möglich ist und vielleicht bereits um die nächste Ecke auf uns wartet. Das ist ziemlich aufregend! Trotzdem wird das Buch nie zu technisch, sodass die Leser keine Probleme haben zu folgen.

Doch das ewige Leben ist kein durch und durch positives Ziel, was auch sehr schön thematisiert wird. Die größte Herausforderung der Unsterblichkeit ist laut diesem Thriller Folgendes: Wenn niemand mehr stirbt, die Menschen aber weiterhin Kinder bekommen, wird es viel zu viele Menschen geben, was unsere Erde, die ja jetzt schon unter der Überbevölkerung leidet, nicht aushalten kann. In Ewiges Leben findet Andreas Brandhorst eine interessante, wenn auch umstrittene Lösung für dieses Problem. Generell wird das Thema sehr ausgeglichen und detailliert betrachtet, was ich absolut faszinierend fand.

Ein Aspekt, der mir spontan nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem ewigen Leben eingefallen wäre, der aber durchaus Sinn ergibt und der in dem Buch eine zentrale Rolle spielt, ist die Frage, welchen Status die Religion einnehmen kann in einer Welt, in der die Menschen für immer leben. Denn das Jenseits wird in dieser Welt überflüssig oder rückt zumindest in weite Ferne. Dieser Frage hat sich Andreas Brandhorst ganz wunderbar gewidmet, indem zwei der drei Protagonisten Vertreter des Christentums sind: der Extremist Yossul und der Papst. Letzterer war mir besonders sympathisch.

Die dritte Protagonistin ist die Journalistin Sophia, die Futuria unterstützt, da sie selbst von den medizinischen Errungenschaften der Firma profitiert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der drei Protagonisten erzählt, was mir sehr gefallen hat. Da die Figuren so unterschiedliche Standpunkte haben, kann der Leser sich eine eigene Meinung bilden. Alle Protagonisten fand ich sehr gut gezeichnet und auch auf ihre jeweils eigene Art und Weise nachvollziehbar.

Leider gab es in Ewiges Leben ein paar logische Fehler, darunter vor allem zeitliche Abläufe sowie widersprüchliche Handlungen, die einfach hätten verhindert werden können. Das einem extrem erfahrenen Autor wie Andreas Brandhorst so etwas noch passiert und auch das Lektorat hier nichts unternommen hat, fand ich wirklich schade. Aber das waren nur Kleinigkeiten, die nichts daran ändern, dass Ewiges Leben ein sehr gut geplottetes Buch über ein faszinierendes Thema ist. Was mir das Buch dann aber leider in den letzten Kapiteln noch ein bisschen verdorben hat, war eine Entwicklung der weiblichen Protagonistin. Das ist einfach etwas, dass mir in letzter Zeit öfters in Büchern aufgefallen ist (vor allem in Fantasy und Science Fiction) und das mich immer aufregt. Ich möchte hier nicht spoilern, deshalb wird es nächste Woche noch einen eigenen Post zu diesem Thema geben. Davon abgesehen hat mir Ewiges Leben aber gut gefallen.

Bewertung

+++ – Drei von fünf Punkten

Habt ihr Ewiges Leben schon gelesen? Dann teilt gerne eure Meinung mit mir! Außerdem würde mich interessieren: Wie fandet ihr die letzten Kapitel bezüglich Sophias Rolle?
Welche anderen Bücher von Andreas Brandhorst könnt ihr mir empfehlen?

 

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Mein SuB und meine SuB-Leseliste

Letztens habe ich mein Bücherregal umgeräumt und mir dabei einen Überblick über meinen SuB verschafft. Es warten ganze 44 ungelesene Bücher auf mich! Da muss ich dringend mal ein bisschen weglesen. Deshalb ist es an der Zeit, euch meinen SuB vorzustellen und eine Leseliste zu erstellen, von Büchern, die ich in nächster Zeit lesen möchte (ich würde mal sagen: bis Ende März 2019).

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Welche Geschichte will ich erzählen?

Ich habe die letzten drei Jahre lang an ein und derselben Geschichte gearbeitet. Jetzt ist das Manuskript fertig und liegt Agenturen vor und ich habe Lust, ein neues Schreibprojekt zu beginnen. Doch das ist nicht so einfach, wie ich dachte.

Gleich nachdem ich mein fertiges Manuskript abgeschickt hatte, habe ich mich in das Erlernen des Drehbuchschreibens gestürzt, weil meine nächste Geschichte in Form eines Drehbuchs (und schließlich Films) zum Leben kommen sollte. Das Drehbuchschreiben ist absolut faszinierend! (Darüber gibt es vielleicht ein andermal noch einen Post.) Doch es ist meine Geschichte, an der ich zweifle. Der ganze Auslöser dieser Drehbuchprojekts war, dass ich eine Idee für eine Geschichte hatte, die ich gut fand und die sich nur als Drehbuch erzählen lassen kann. Ich denke nach wie vor, dass die Idee gut ist. Doch ich habe festgestellt, dass sie noch sehr viel Arbeit braucht. Und ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich dafür die nötige Motivation habe.

Wenn ich einmal von einer Geschichte überzeugt bin (wie die für meinen Jugendroman), dann arbeite ich gerne permanent und recht diszipliniert daran, sie so gut wie möglich niederzuschreiben. Doch der Punkt ist: Ich muss für diese Story brennen. Im Fall der Drehbuchstory ist das einfach nicht der Fall. Deshalb muss ich mir die Frage stellen: Will ich wirklich zwei Jahre meines Lebens in eine Geschichte stecken, die mich nicht absolut vom Hocker reißt?

In meinem Kopf schwirren noch einige andere Ideen herum. Ein paar davon sind ziemlich alt. Teilweise habe ich bereits Kurzgeschichten dazu geschrieben, habe aber immer davon geträumt, mal ein komplettes Buch daraus zu machen, weil ich überzeugt bin, dass diese Geschichten so viel mehr hergeben könnten. Das Problem ist nur, dass diese Ideen von einer früheren Version meiner Selbst stammen. Sie drehen sich oft um Freundschaft, Sucht und psychische Probleme. Während ich nach wie vor ein großer Fan von Ersterem bin, beschäftige ich mich nicht mehr so gerne mit den beiden letzteren Themen. Ich befürchte, dass es mir nicht guttun würde, darüber zu schreiben. Ich lese nicht einmal mehr Bücher zu diesen Themen. Diese Ideen sind also im Moment auch keine Option.

Es bleibt eine Idee zurück, die ich schon seit Jahren habe und die mir jetzt permanent im Kopf herumgeistert. Das Problem hierbei ist, dass es bisher nur eine Idee ist, aber noch kein Plot. Trotzdem sagt mir meine Intuition, dass hier mein nächstes Schreibprojekt liegen könnte. Das macht mich nervös, weil es sich dabei um ein Genre handelt, indem ich noch ziemlich unerfahren bin und das extrem viel Recherchearbeit erfordert. Aber das ist okay. Denn das Wichtigste ist gegeben: Ich brenne für die Idee. Ich habe Lust, diese Story aufzuschreiben. Und, vielleicht am Wichtigsten: Ich würde dieses Buch gerne lesen. Das ist am Ende das Entscheidende für mich: Ich wünsche mir so sehr, dass ich ein Buch über diese Geschichte lesen könnte, aber es gibt es einfach noch nicht. Deshalb muss ich es wohl schreiben.

Wie entscheidet ihr, welche Geschichte ihr erzählen wollt? Ist das für euch auch so nervenaufreibend wie für mich? Ich würde mich riesig über Erfahrungsberichte freuen!

 

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Rezension: An Absolutely Remarkable Thing von Hank Green

Genre: Science Fiction | Erscheinungsjahr: 2018 | Hardcover: 352 Seiten | Verlag: Trapeze |Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-1473224186 | Deutsche Ausgabe: Ein wirklich erstaunliches Ding Ende Februar 2019 bei dtv

Kurzinhalt

Eines Nachts entdeckt April May auf dem Heimweg von der Arbeit eine gigantische Roboterstatue mitten in Manhattan. Zusammen mit ihrem besten Freund Andy dreht sie einen kurzen Film, in dem sie der Welt diese Entdeckung vorstellt. Diese spontane Aktion hat Konsequenzen von einem Ausmaß, das sich April nie hätte erträumen können. Über Nacht wird sie weltberühmt, denn mindestens 60 identische Statuen von Carl, wie April die Kreatur nennt, sind über den ganzen Planeten verteilt aus dem Nichts aufgetaucht. Außerdem ist Carl alles andere als ein lebloses Kunstwerk. Schnell stürzen die Carls die ganze Welt in Chaos und Aufregung.

Eigene Meinung

Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll, dieses Buch zu beschreiben. Denn in An Absolutely Remarkable Thing hat es Hank Green geschafft, viele der wichtigsten Menschheitsthemen unserer Zeit auf gerade mal 352 Seiten darzustellen und zu erkunden. Ruhm, Social Media, Filterblasen, Xenophobie, Bisexualität, Marketing, Kunst und so vieles mehr spielt in dem Buch eine Rolle. Eine der deutlichsten Eindrücke, die ich beim Lesen hatte, war dass An Absolutely Remarkable Thing wirklich am Puls der Zeit ist.

Ich finde, jeder sollte dieses Buch lesen. Die Art und Weise, wie Hank Green die Menschheit im 21. Jahrhundert porträtiert, ist teilweise erschütternd akkurat und teilweise wundervoll optimistisch. An Abolutely Remarkable Thing ist Science Fiction, doch obwohl ich ein Fan der riesigen transformerartigen Kreaturen mit dem Namen Carl war, habe ich schnell festgestellt, dass es weniger um diese neue Entwicklung geht und mehr darum, wie die Menschheit darauf reagiert. Es ist ein wichtiges Buch mit einer herzerwärmenden Botschaft: All die sensationellen Errungenschaften und Veränderungen, die uns bevorstehen, können wir nur bewältigen, wenn wir auf globaler Ebene zusammenhalten und zusammenarbeiten. Ich kann mir kaum eine Message vorstellen, die wir als Weltgemeinschaft im Moment mehr bräuchten als diese.

Wenn ich nun all die vielen Aspekte, die mich an dem Buch fasziniert haben, durchgehen würde, würde dieser Post endlos werden. Deshalb will ich mich auf ein paar Worte über das Hauptthema des Plots beschränken: Ruhm. An Absolutely Remarkable Thing erzählt davon, wie Ruhm funktioniert und was er mit einem Menschen macht. Dabei gibt es einige regelrecht analytische Stellen wie zum Beispiel die Auflistung der fünf Stufen des Ruhms, die zeigen, dass sich Hank Green wirklich tiefgehend mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Er ist mit seinen erfolgreichen YouTube Channels und einem megaerfolgreichen Jugendbuchautor als Bruder auch kein Neuling des Ruhms (er ordnet sich selbst der dritten Stufe „Working Class Fame“ zu, die er wie folgt beschreibt: „You might still have to hustle to make a living, but your fame is your job. You’ll probably trend on Twitter if you die.“). Deshalb habe ich beim Lesen dieser Geschichte über Ruhm sowas wie ein Metaerlebnis gehabt. Kennt ihr das, dass ihr manchmal das Gefühl habt, ihr kennt gewisse YouTuber persönlich, weil sie euch regelmäßig Einblicke in ihr Leben geben? Aber andererseits müsst ihr einsehen, dass die YouTuber keine Ahnung haben, wer ihr seid? So ging es mir beim Lesen von An Absolutely Remarkable Thing. Ich bin schon lange ein Fan von Hank Green und beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, das Werk von einem guten Freund in den Händen zu halten, bevor mir schlagartig bewusst wurde: Ich kenne diesen Menschen doch gar nicht. Ruhm ist schon eine seltsame Sache – das wurde mir beim Lesen gleich auf mehreren Ebenen bewusst.

Ich muss zugeben, dass ich ein paar Seiten brauchte, um mich an den sehr umgangssprachlichen Stil zu gewöhnen, doch dann hat er mir außerordentlich gut gefallen. Auch mit den Figuren konnte ich mich schnell anfreunden. Die Protagonistin April wird wohl gerne von Lesern kritisiert, weil sie nicht gerade die beste Freundin ist und teilweise egoistisch oder irrational handelt. Aber für mich war das kein Problem. Menschen sind nun mal nicht perfekt – das zeigt das Buch überdeutlich an so vielen Stellen. Tatsächlich fand ich sogar, dass April sich selbst ein bisschen zu schlecht sieht. Oft erzählt sie, was für ein schlechter Mensch sie ist und dass wir (die imaginäre Leserschaft) sie hassen werden, aber so schlimm fand ich sie gar nicht und gehasst habe ich sie sicher nicht. Klar, sie macht Fehler, aber wer macht das nicht?

Außerdem wird Aprils Charakterschwäche mehr als ausgeglichen von ihren großartigen Freunden: ihre Freundin Maya, die auf April aufpasst, wenn diese mal wieder dämliche Entscheidungen trifft, Miranda, die supersmarte und süße Biologin, Robbie, der loyale Assistent, und natürlich Andy. In Andy, den treuen, kreativen, mutigen, herzlichen besten Freund, habe ich mich fast ein bisschen verliebt. Mehrmals habe ich mir gewünscht, Teil dieser Freundesgruppe zu sein.

An Absolutely Remarkable Thing war (bisher) auf jeden Fall mein Jahreshighlight. Ich habe dem Buch monatelang entgegengefiebert und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Das Buch hat mich auf eine positive Art und Weise total mitgenommen. Ich denke immer noch ständig darüber nach. Es hat das Potential, die Welt zum Besseren zu wandeln, wenn wir uns als Leser darauf einlassen. Denn Hank Green versucht gar nicht erst, seine politischen Überzeugungen zu verbergen. Viel mehr strahlen sie einem regelrecht entgegen. Ich denke, vielleicht ist An Absolutely Remarkable Thing genau deshalb eines der mutigsten und wichtigsten Bücher unserer Zeit – und außerdem jede Menge Spaß!

Bewertung

Fünf von fünf Punkten

 

Wer hat das Buch schon gelesen? Lasst mir gerne eure Gedanken dazu da! Oder habt ihr vor, die deutsche Übersetzung nächstes Jahr zu lesen?

 

 

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Eine etwas andere Buchbesprechung: Das Neue Testament

Heute möchte ich euch ein uraltes Buch vorstellen, nämlich das Neue Testament aus der Bibel. Natürlich wird das keine normale Rezension mit Punktebewertung am Ende, denn kaum einer kann die Bibel neutral bewerten. Trotzdem finde ich, dass es – unabhängig von der eigenen Religion (oder der Abwesenheit dieser) – für jeden wichtig ist, zumindest zu wissen, was eigentlich im Neuen Testament steht. Deshalb will ich euch im Folgenden einen kurzen Überblick geben über die verschiedenen Autoren des Neuen Testaments (in der Reihenfolge, wie ich sie gelesen habe) und über die Hauptthemen. Ich bin alles andere als ein Bibelexperte und mir ist vollkommen bewusst, dass ich mit der bloßen Auswahl der Themen bereits selektiere und verändere. Generell werde ich mich aber darauf konzentrieren, die entsprechenden Stellen ohne große Interpretationen zu zitieren. Dieser Post ist ziemlich lang, dabei habe ich schon sehr viel gelöscht, sodass es nun nur drei bis vier Zitate pro Thema gibt. Wer sich für die längere Version interessiert, kann sich gerne bei mir melden und ich werde euch sie zuschicken.

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Die wundervolle Frankfurter Buchmesse 2018 – Ein persönlicher Messebericht

Ich gehe schon seit vielen Jahren auf die Frankfurter Buchmesse, da ich in der Gegend von Frankfurt aufgewachsen bin und es so den Messebesuch immer mit einem Besuch meiner Eltern und Schulfreunde verbinden kann. Auch dieses Jahr genoss ich das Privileg, die Buchmesse ganze drei Tage lang erkunden zu können und obwohl es jedes Jahr ein tolles Erlebnis und eines der Highlights des Jahres ist, fand ich es dieses Jahr besonders zauberhaft. Von allen Seiten kam mir nichts als Inspiration und Begeisterung für Bücher entgegen und ich habe mich gefühlt, als würde ich nach Hause kommen.

Freitag

Am Freitag ist die Buchmesse noch nicht für Privatbesucher geöffnet, weshalb es etwas leerer in den Hallen ist. An diesem Tag bin ich alleine losgezogen, blieb allerdings nicht lange alleine, denn ich habe einige wunderbare Menschen kennengelernt und habe mit bis vor kurzem noch Wildfremden plötzlich über Gott und die Welt philosophiert. Das war wirklich eine durchweg positive Erfahrung, für die ich unglaublich dankbar bin.

Dabei waren auch einige Begegnungen, die mir Hilfe und Hoffnung für meinen beruflichen Weg angeboten haben – sowohl in Bezug auf meine Jobsuche jetzt nach dem Studium als auch in Bezug auf die Veröffentlichung meines Jugendbuchs. Gerade bei Letzterem kämpfe ich oft mit Zweifeln und Ängsten, doch die Buchmesse hat mich beruhigt, mich zuversichtlich gemacht und mich ungemein motiviert.

Ein Highlight am Freitag war für mich auch die Sci Fi Lounge Ursula am Abend. Wie die Moderatorin erklärte, kommt die Science Fiction auf der Buchmesse bisher viel zu kurz und es ist an der Zeit, das zu ändern. Da stimme ich völlig zu. Ich finde generell wird das Genre Science Fiction viel zu schlecht bewertet und/oder ignoriert, dabei ist es meiner Meinung nach das wichtigste Genre überhaupt. Bei der Sci Fi Lounge haben sich neun der erfolgreichsten deutschen Sci Fi Autoren versammelt und über das Genre und seine Bedeutung für die Zukunft gesprochen. Es war extrem spannend und teils auch recht emotional. Allein der Fakt, dass das Zelt voll mit Sci Fi Fans war, hat mich gerührt. Dabei waren auch Dmitri Alexejewitsch Gluchowski (Autor von Metro 2033) und einer meiner Lieblingsautoren, Andreas Brandhorst.

Samstag

Am Samstag war ich mit meiner besten Freundin und einem ihrer Kommilitonen auf der Messe und es war ein Riesenspaß, die Bücherwelt mit Freunden zu erkunden. Wir haben es relativ gemütlich angegangen, was ich auch gut fand, und haben trotzdem die meisten Hallen durchstöbert, bei einigen lustigen Aktionen mitgemacht und den ein oder anderen Autor gesehen. Unter anderen haben wir ein Gespräch mit Frank Schätzing besucht, das mich extrem fasziniert und uns zu Diskussionen über künstliche Intelligenz und die Zukunft der Welt angeregt hat.

Am Ende des Tages waren wir regelrecht berauscht von den unendlichen Möglichkeiten, die uns die Welt bietet, und einfach nur glücklich, am Leben zu sein. Ich habe mal wieder gemerkt, wie ungemein bedeutend Literatur ist, denn sie kann tatsächlich die Köpfe von Menschen verändern. Sie kann wirklich die Welt zu einem besseren Ort machen.

Sonntag

Am Sonntag war ich schließlich noch einmal mit meiner Mutter auf der Buchmesse, was auch ein wundervolles Erlebnis war, weil wir seit einiger Zeit einen ähnlichen Buchgeschmack haben und uns so stundenlang über Büchern unterhalten können. Wir lieben beide Technikthriller, weshalb wir auch beladen mit Bücher über künstliche Intelligenz und Unsterblichkeit nach Hause gegangen sind.

Zwischendurch haben wir uns ein paar Mal getrennt, da ich noch einmal die Mangahalle erkunden, neue Bekannte von Freitag wiedertreffen und die Youtuberin Ella the Bee sehen wollte, was meine Mutter nicht so interessiert. Ella The Bee war übrigens absolut zauberhaft und genau so herzlich, wie sie in ihren Videos herüberkommt. Außerdem habe ich einen kleinen Journalismus-in-Social Media-Workshop mit einer freiberuflichen Reporterin mitgemacht, der extrem interessant war. Und ich habe das neue Soziale Netzwerk, in dem es nur um Bücher geht, mojoreads kennengelernt und freue mich darauf, mich da reinzustürzen. Kennt ihr das schon? Falls ihre bereits dabei seid, könnt ihr mir gerne euren Profilnamen dalassen, dann folge ich euch.

Zum Abschluss haben wir die Veranstaltung meines ehemaligen Verlags konkursbuch Verlag zu einer Anthologie über Bücher besucht. Es gab wunderschönen Gesang mit einer tollen Akustik in dem Lesezelt sowie Texte über die Arbeit mit und die Liebe zu Büchern. Das war wirklich ein perfektes Ende einer absolut magischen Buchmessewoche. Ich habe so viele Anreize und Bekanntschaften und Inspiration und Motivation mitgenommen – nicht zu vergessen die pure Freude am Lesen und an dem Wissen, dass es Million Menschen gibt, die das Lesen genauso sehr lieben wie ich. Literatur ist wirklich eine der größten Errungenschaften der Menschheit und dieser Fakt allein schenkt mir Hoffnung für die Zukunft unserer Spezies.

Wer von euch war auch auf der Buchmesse? Wie habt ihr sie erlebt? Ich freue mich riesig, wenn ihr mir von euren Buchmesse-Erfahrungen berichtet!

 

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Lieblingsbücher Special – Drei weitere Bücher aus meinem Lieblingeregal

Als ich letztens bei meinen Eltern zu Besuch war, habe ich mein Lieblingeregal dort durchstöbert und neben unzähligen Harry Potter und Gossip Girl Bänden, die ich ja hier schon besprochen habe, drei weitere Bücher entdeckt, die ich euch unbedingt vorstellen möchte.

Slated von Terri Terry (auf Deutsch: Gelöscht)

Ich habe bereits erzählt, dass mich die Hunger Games Trilogie wieder zum Lesen gebracht und mir außerdem Lust auf YA Dytopien gemacht hat. Die beste Buchreihe, die ich bis heute in diesem Genre gelesen habe, war definitiv die Slated Trilogie! Diese Bücher erzählen von einer Welt, in der die Erinnerungen von jugendlichen Straftätern gelöscht werden, sodass diese in einer neuen Familie noch einmal von vorne beginnen können. Der Protagonistin ist genau das wiederfahren, doch natürlich kommt ihre düstere Vergangenheit nach und nach doch wieder ans Licht – und zwar aus einem guten Grund, den ich euch hier nicht verraten möchte, denn das würde wirklich einiges vorwegnehmen.

Die Slated Bücher bringen einfach so viele originelle Ideen und Figuren mit sich. Die Vergangenheit der Hauptfigur ist absolut faszinierend und die moralischen Konflikte, die besprochen werden, sind nachvollziehbar und erscheinen unlösbar. Außerdem zeigt Slated für YA ungewöhnliche Figuren und Beziehungen, die ich so nicht erwartet hätte. Eine meiner liebsten Buchfiguren aller Zeiten kommt im zweiten Teil Fractured (auf Deutsch: Zersplittert) vor: Katran. Den zweiten Teil mag ich sowieso am liebsten, weil die Story einfach super ist. Aber mir gefällt die komplette Trilogie wirklich sehr.

The Catcher in the Rye von J. D. Salinger (auf Deutsch: Der Fänger im Roggen)

Dieses Buch habe ich an zwei Abenden durchgelesen, denn es ist nicht nur extrem kurz, sondern hat auch einen sehr flüssigen, umgangssprachlichen Schreibstil, der einen gewissen Sog ausübt. Es geht um einen Jugendlichen, Holden Caulfield, der mal wieder vom Internat geflogen ist und nun ein paar Tage in New York verbringt. Eigentlich beschwert er sich die ganze Zeit lang bloß über die Gesellschaft.  Im Prinzip ist Holden Caulfield ein ziemlich unausstehlicher Typ, der über alles und jeden herzieht, aber sein Humor und Sarkasmus haben auch mich in seinen Bann gezogen, sodass ich ihm gerne zugehört habe. Außerdem hat der Schreibstil mein eigenes Schreiben beeinflusst, den Schreiberlinge können auf jeden Fall etwas von Salinger lernen.

The Giver von Lois Lowry (auf Deutsch: Hüter der Erinnerung)

The Giver ist eines dieser Bücher, die meiner Meinung nach jeder mindestens einmal in seinem Leben lesen muss! Deshalb habe ich das Buch auch sämtlichen Freunden ausgeliehen (oder eher aufgezwungen). Es ist wie die meisten amerikanischen Klassiker recht kurz, erzählt aber trotzdem eine umfangreiche Geschichte. In The Giver geht es um eine Gesellschaft, in der jedem ein Beruf zugewiesen wird, in der es keine Zwillinge geben darf und in der die Menschen die Welt in Schwarzweiß sehen, weil sie (erzwungenermaßen) verlernt haben, Farben wahrzunehmen. Ein ziemlich trauriger Zustand also.

Doch dann wird der Protagonist, Jonas, zum Receiver (der Nachfolger des Hüters der Erinnerung) ernannt, demjenigen der das Wissen des Hüters empfängt – und damit das Wissen über so ziemlich alles auf der Welt. Natürlich ist dies eine ziemlich überfordernde Aufgabe, doch die Beschreibungen wie Jonas mit all diesen Infos und Bildern überflutet wird und schließlich sogar beginnt, Farben zu sehen, sind wirklich wunderschön und berührend. The Giver ist eine herzerwärmende Liebeserklärung an eine bunte Welt, die zwar chaotisch, dafür aber aufregender ist. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, und dazu führt, dass die Leser für Dinge dankbar sind, die sie zuvor als selbstverständlich hingenommen haben, wie zum Beispiel die Fähigkeit, Farben sehen zu können.

Habt ihr die Slated Trilogie, Catcher in the Rye oder The Giver auch gelesen? Wie fandet ihr sie?
Ich freue mich über Kommentare!

 

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Rezension: Die Illuminae Akten_01 von Amie Kaufmann und Jay Kristoff

Genre: Science Fiction | Erscheinungsjahr: 2017 | Hardcover: 608 Seiten | Verlag: dtv |Originalsprache: Englisch | ISBN: 978-3423761833

Kurzinhalt

Der Planet Kerenza wird angegriffen. Die Überlebenden fliehen auf einer Flotte bestehend aus drei Raumschiffen. Doch Sicherheit ist noch immer weit entfernt, denn die Schiffe haben viel Schaden genommen, ihre Verfolger sind ihnen auf den Fersen und auch innerhalb der Flotte gibt es Geheimnisse und Gefahren. Letzteren versuchen die jugendliche Hackerin Kady und ihr Ex-Freund Ezra auf die Spur zu kommen.

Eigene Meinung

Was ein Buch! Der Plot lässt die Leser kaum zu Atem kommen, weshalb ich dieses Buch regelrecht verschlungen habe. Nicht nur sieht die Ausgangssituation schon ziemlich mies aus (eine Flotte auf der Flucht durch die endlosen Weiten des Weltalls), sondern dann geschehen auch noch eine Katastrophe nach der anderen. Ich will nicht im Detail verraten, was so alles passiert, doch ihr könnt euch darauf verlassen, dass es euch beim Lesen von Illuminae nie langweilig wird. Das allein würde reichen, um mich von dem Buch zu begeistern, denn für mich ist der Plot immer noch das Entscheidende an einer Geschichte.

Noch spannender wird dieser aber präsentiert durch das ausgefallene Format des Buchs, denn es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Ansammlung von Akten. Es gibt also keine herkömmliche Erzählung, sondern chronologisch aneinander geheftete Mails, Chatverläufe, Berichte der Kameraüberwachung u.v.m. Ich liebe ja außergewöhnliche Layouts, deshalb war es für mich bereits Freude pur durch das Buch zu blättern, denn es ist extrem cool gestaltet. Außerdem führt dieses Format dazu, dass das Buch schnell und einfach zu lesen ist.

Die Protagonistin Kady war mir sofort sympathisch, weil sie nicht die typische jugendliche Hauptfigur ist, die irgendwie in den Plot stolpert, sondern sie mischt sich bewusst und aus Eigeninitiative ein. Sie ist eine begabte Hackerin und hat außerdem eine ausgeprägte Abneigung gegen Geheimniskrämerei. Außerdem gibt es noch Kadys Ex-Freund Ezra, der auf einem anderen Schiff der Flotte ist und dort zum Piloten ausgebildet wird. Ezra ist ein relativ gewöhnlicher Junge (Typ: der Sportstar der Schule), der in einer ungewöhnlichen Situation versucht zu überleben. Auch die Liebesgeschichte der beiden fand ich zur Abwechslung mal überhaupt nicht abgeschmackt, sondern süß und realistisch, was daran liegt, dass sich die Protagonisten schon lange kennen und deshalb eine Vertrautheit zwischen ihnen herrscht, als auch daran, dass die Lovestory dezent gehalten ist und hinter dem Sci Fi Plot zurücktritt. So soll es sein meiner Meinung nach.

Außerdem muss ich noch die KI AIDAN, die die Flotte steuert, erwähnen. Ein Großteil der Akten stammt aus Aidans Kern, sodass wir gerade zum Ende des Buches hin das Meiste aus seiner Sicht erleben. Das Dilemma, indem sich AIDAN und die vielen Menschen, die von ihm abhängig sind, befinden, fand ich extrem spannend. Die Teile aus AIDANs Sicht hätten meinetwegen etwas kürzer ausfallen können, aber ich will mich nicht an Kleinigkeiten aufhängen.

Illuminae zu lesen war wirklich ein Erlebnis! Als Leser wird man von einem Plottwist zum nächsten geschmissen. Dabei hat sich kaum etwas so entwickelt, wie ich erwartet hatte und trotzdem wurde mir am Ende alles gegeben, was ich wollte, wenn auch auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Deshalb habe ich Illuminae geliebt und mich oft den ganzen Tag lang darauf gefreut, es am Abend weiterlesen zu können: Es ist wirklich originell.

Kleine Anmerkung zu der Punktevergabe: Ich tue mir immer schwer damit, fünf Punkte zu vergeben. Das einzige Buch, dem ich bisher fünf Punkte gegeben habe, ist Der Marsianer von Andy Weir. Nun messe ich alles an Der Marsianer und da kann einfach nichts mithalten. Auch Illuminae ist nicht so gut wie Der Marsianer – einfach aus dem Grund, dass es winzige Probleme hat (zum Beispiel ähnelt sich der Humor der meisten Figuren einen Tick zu sehr), während Der Marsianer für mich perfekt war. Trotzdem war Illuminae viel besser als alle Vier-Punkte-Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, weshalb ich mich entschlossen habe, ihm auch fünf Punkte zu geben. Allen Sci Fi Fans kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen!

Bewertung

+++ – Fünf von fünf Punkten

Wie hat euch Illuminae gefallen? Habt ihr schon Teil 2 und 3 gelesen? Die stehen mir noch bevor, aber ich freue mich riesig darauf! Könnt ihr mir andere Bücher empfehlen, die entweder aus dem Genre Science Fiction sind oder ein interessantes Format haben? Ich freue mich über Anregungen in den Kommentaren!

 

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Leserückblick: Gelesene Bücher Juli bis September

Das dritte Quartal von 2018 ist nun auch schon vorbei und ich kann stolz sagen, dass ich in diesen drei Monaten ganze neun Bücher gelesen habe. Für mich ist das eine beachtliche Leistung, an der  mit Sicherheit das Bloggen und Bookstagram Schuld sind. Dabei waren einige Highlights, aber leider auch ein paar Bücher, die mich so gar nicht überzeugen konnten.

Quantentheorie von Wilfried Stascheit, J.P. McEVOY, Oscar Zarate & Co. (Sachcomic)

Dieses Sachcomic war das letzte Buch, das ich noch für die #DasSuBAbc Challenge gelesen habe, und zwar zu der Aufgabe: G – Lies ein Buch dessen Genre kaum bis gar nicht von Dir gelesen wird. Quantenphysik ist auf jeden Fall ein extrem spannendes Thema, auch wenn es mir immer noch schwerfällt, es zu begreifen. Das Buch braucht allerdings sehr lange, um überhaupt einmal auf die Quantenphysik zu sprechen zu kommen. Mehr als die Hälfte des Buchs widmet sich früheren physikalischen Entdeckungen und ihren Entdeckern. Ich verstehe, dass das als Grundwissen wichtig ist, aber es hat sich oft ziemlich zäh angefühlt, vor allem weil den Biografien der Wissenschaftler viel Platz gegeben wird. Als es dann endlich mal zur Quantenphysik kam, muss ich zugeben, dass ich trotz Comicformat nicht wirklich durchblicken konnte. Das Thema ist und bleibt anspruchsvoll, egal ob es mit Bildern erklärt wird oder mit Wörtern.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Last Call at the Nightshade Lounge von Paul Krueger (Fantasy)

Mit Last Call at the Nightshade Lounge habe ich mich nach Langen mal wieder an ein Fantasy Buch gewagt und es war alles, was ich mir hätte wünschen können: Es war originell (es geht um Monster bekämpfende Barkeeper), zeitgemäß und nachvollziehbar. Das Buch könnt ihr in meiner Rezension besser kennenlernen.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

How To Be Bad von Lauren Myracle, E. Lockhart und Sarah Mlynowski (Jugendbuch)

Mit How To Be Bad begann mein kleiner (zwei Bücher umfassender) Jugendbuch Marathon. How To Be Bad ist eine unterhaltende Roadtrip-Geschichte, die auch vor tiefergehenden Themen wie Religion, Vorurteilen, Freundschaft und Krankheit nicht zurückschreckt. Auch wenn es mich nicht vom Hocker gerissen hat, war es doch eine angenehme Sommerlektüre. Die Rezension findet ihr in einem gemeinsamen Post mit der Besprechung von Mädchenmeute.

Bewertung:

+++ – Drei von fünf Punkten

Mädchenmeute von Kirsten Fuchs (Jugendbuch)

Da bleiben wir doch gleich beim Thema, dachte ich mir, und habe mit einem deutschsprachigen Jugendbuch weitergemacht. Mädchenmeute hat sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten, weshalb ich sehr gespannt auf die Lektüre war. Doch dann konnte ich mit dem Buch überhaupt nichts anfangen. Es erzählt von einer Gruppe Mädchen, die aus dem Sommer-Survival-Camp abhauen und alleine im Wald leben. Klingt erst einmal reizvoll, doch leider fand ich sowohl alle Figuren als auch die Erzählstimme vollkommen unsympathisch und unnachvollziehbar. Mehr zu diesem Buch erfahrt ihr auch in meiner doppelten Jugendbuchrezension.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

Angefall von Susan Ee (Fantasy)

Da ich so gute Erfahrungen mit Last Call at the Nightshade Lounge gemacht habe, habe ich mich an ein weiteres Fantasy Buch gewagt. Leider hat mir Angefall mal wieder all das vorgeführt, was ich nicht an Fantasy mag, was mich zu meinem Post über meine Hassliebe zum Genre Fantasy inspiriert hat. Das Buch spielt in der Apokalypse, während der die Engel die Menschheit angegriffen haben und die wenigen Überlebenden nun in Angst und Terror leben. Klingt erst einmal ganz spannend. Doch dann dreht sich der komplette Plot um die jugendliche Penryn, deren Schwester von den Engeln entführt wurde, und den gefallenen Engel, Raffe. Die beiden reisen zusammen durch die apokalyptische Welt und – Überraschung! – stellen fest, dass sie sich nicht so sehr hassen, wie sie es sollten. Die „Liebesgeschichte“ empfand ich als total abgeschmackt, die Art wie Raffee mit Penryn umgeht als anmaßend. Ich habe mich gefreut, dass wir mit Penryn eine Protagonistin haben, die körperlich stark ist und sich selbst verteidigen kann, doch dann wird im Verlauf der Handlung doch wieder Raffe zum Held und Retter in der Not stilisiert. Die Engel werden klischeehaft gezeichnet, ganz besonders der „gefallene Engel“ Raffe, dessen große Enthüllung für Leute, die sich ein bisschen mit Engeln und der biblischen Apokalypse auskennen (oder Supernatural geschaut haben), keine Überraschung ist. Insgesamt fand ich einfach, dass man so viel mehr aus der Idee hätte machen können. Ich gehe davon aus, das der zweite Teil spannender ist, da er sich hoffentlich um die Widerstandsbewegung der Menschen (der einzige interessante Part von Band 1) drehen wird, doch trotzdem werde ich diese Buchreihe nicht weiterlesen, denn mehr Penryn und Raffe Szenen kann ich mir einfach nicht antun. Angefall mag den Geschmack vieler Fantasy Fans treffen, doch für mich war das Buch nichts.

Bewertung:

++ – Zwei von fünf Punkten

Now von Stephan Meier (Thriller)

Now hat mich während meinem Urlaub begleitet. Es ist nicht gerade eine seichte Urlaubslektüre, sondern teilweise recht langatmig und komplex, doch trotzdem konnte mich das Buch begeistern und vor allem zum Nachdenken anregen. Now ist ein Algorithmus, der das Leben aller Menschen bis ins kleinste Detail bestimmt. Für die auserwählten Menschen, die in den wenigen, utopischen Zonen leben, schafft er eine perfekte Welt. Alle anderen werden alleingelassen und versinken in Chaos und Gewalt. Es ist ein brutales Buch, doch dadurch, dass die Brutalität extrem detailreich und ausführlich hergeleitet und erklärt wird, wird sie irgendwie nachvollziehbar. Die Rezension zu Now findet ihr in einem gemeinsamen Post mit der Rezension zu Qualityland.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Qualityland von Marc-Uve Kling (Roman)

Auch Qualityland erzählt von einer von Algorithmen kontrollierten Gesellschaft (deshalb auch der gemeinsame Post), doch es geht dabei in eine komplett andere Richtung. Now und Qualityland direkt hintereinander zu lesen, war ein Erlebnis, denn es hat mir die verschiedenen Facetten und Auswirkungen von Entwicklungen, die es heute bereits gibt, aufgezeigt. In Qualityland dreht sich alles um den Konsum. Die Algorithmen wissen besser als die Menschen, was diese wollen, selbst was die Partnersuche betrifft. Qualityland ist aber trotz des wichtigen Themas ein lustig-lockeres Buch, was an dem Schreibstil von Marc-Uve Kling und an den satirisch verdrehten Figuren liegt. Deshalb habe ich die Lektüre sehr genossen.

Bewertung:

++++ – Vier von fünf Punkten

Die Illuminae-Akten_01 von Amie Kaufman und Jay Kristoff (Science Fiction)

Dieses Buch will ich schon seit Ewigkeiten lesen, denn ich habe nichts als das Beste davon erwartet – und ich wurde nicht enttäuscht. Bereits das ausgefallene Layout hat mich absolut gefesselt, denn das Buch ist, wie der Titel schon sagt, eine Ansammlung aus Akten (Mails, Berichten, Chats, etc.) und dadurch originell und spannend. Doch auch die Geschichte an sich ist kaum zu übertreffen: Nachdem ein Planet angegriffen wurde, flieht eine Flotte mit den Überlebenden durch den Weltraum. Doch natürlich brechen alle möglichen Katastrophen aus – und zwar auf den Raumschiffen, auf denen es kein Entkommen gibt. Die Illuminae-Akten_01 konnte ich kaum zur Seite legen, weshalb es definitiv mein Quartalsfavorit war. Eine Rezension zu diesem Buch folgt.

Bewertung:

+++++ – Fünf von fünf Punkten

Digital Fortress von Dan Brown (Thriller)

Da ich noch nicht Teil 2 und 3 von den Illuminae-Akten habe und außerdem auf Buchpost warte, habe ich für die Zwischenzeit ein Buch aus meinem SuB gewählt: Digital Fortress. Bei dem Top Ten Thursday zu unseren 10 liebsten, männlichen Autoren ist mir wieder eingefallen, dass ich mehr von Dan Brown lesen will. Digital Fortress habe ich vor Jahren aus einer Kiste von Büchern, die eine Bekannte wegschmeißen wollte, gerettet. Es handelt von einem unbrechbaren Code namens Digital Fortress, dessen Veröffentlichung die NSA aus naheliegenden Gründen versucht zu verhindern. Bei den technischen Details merkt man schon, dass das Buch aus dem letzten Jahrhundert stammt, doch es ist trotzdem sehr spannend.

Kennt ihr eines oder mehrere meiner gelesenen Bücher? Seid ihr auch so ein Fan von den Illuminae-Akten? Ich freue mich wie immer über Meinungen und Anregungen in den Kommentaren!

 

 

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